Beachvolleyball

Brink/Reckermann schreiben WM-Geschichte

Weltmeister: Julius Brink (l.) und Jonas Reckermann

Weltmeister: Julius Brink (l.) und Jonas Reckermann

05. Juli 2009 Deutschlands Beach-Volleyballer haben WM-Geschichte geschrieben. Julius Brink und Jonas Reckermann feierten am Sonntag bei der Weltmeisterschaft im norwegischen Stavanger nach dem sensationellen Halbfinalerfolg gegen die entthronten Titelverteidiger und Olympiasieger Todd Rogers/Philip Dalhausser aus den USA den bisher größten Triumph: Mit dem 2:0 (21:16, 21:19) im Finale gegen die Weltranglistenersten Alison Cerruti/Harley Marques aus Brasilien gewannen sie als erste die Goldmedaille für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV). „Das ist Wahnsinn. Jetzt wird gefeiert“, jubelte Julius Brink, der an diesem Montag seinen 27. Geburtstag feiert, unmittelbar nach der dramatischen Partie.

David Klemperer/Eric Koreng blieb am Ende einer starken Turnierleistung nur der undankbare vierte Platz. Die Olympia-Fünften aus Hamburg und Kiel verloren das Spiel um Bronze gegen Rogers/Dalhausser mit 0:2 (11:21, 16:21). „Natürlich sind wir enttäuscht, aber sportlich gesehen ist unsere Leistung weitaus höher einzustufen als der fünfte Platz bei Olympia“, sagte Klemperer.

April Ross/Jennifer Kessey gewannen bei den Frauen

Weltmeisterinnen: April Ross (oben) und Jennifer Kessy

Weltmeisterinnen: April Ross (oben) und Jennifer Kessy

Der Leverkusener Brink, der 2005 in Berlin an der Seite von Kjell Schneider mit Bronze die bisher einzige WM-Medaille für den DVV gewonnen hatte, und sein Kölner Partner Reckermann hatten im Endspiel des mit einer Million Dollar dotierten Turniers die stärkeren Nerven. Nach seinem Ass zum 20:19 im zweiten Satz verwandelte Reckermann mit einem erfolgreichen Block den Matchball. Mit dem WM-Triumph sicherte sich das erst in diesem Jahr zusammengestellte Doppel ein Preisgeld von 60.000 Dollar. Schon im Halbfinale hatte das Duo für Furore gesorgt, als beide Rogers/Dalhausser mit 2:1 (21:17, 16:21, 15:10) aus dem Turnier warfen.

Für Klemperer/Koreng hatte es dagegen nicht zum Einzug ins Finale gereicht: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Die beiden sind derzeit wohl das beste Duo auf der Tour“, sagte Klemperer nach der 0:2 (18:21, 14:21)-Halbfinalniederlage gegen die an eins gesetzten Alison/Harley.

Den WM-Titel bei den Frauen sicherten sich April Ross/Jennifer Kessey aus den USA mit einem 2:0 (30:28, 23:21)-Finalsieg am Samstag gegen die Brasilianerinnen Juliana da Silva/Larissa Franka. Bronze ging an Talita Antunes/Maria Antonelli, die sich im brasilianischen Duell gegen Ana Paula/Shelda Bede mit 2:0 (21:13, 21:16) durchsetzten. Von den vier in der K.o.-Runde vertretenen deutschen Teams hatten nur Sara Goller/Laura Ludwig aus Hamburg das Achtelfinale erreicht. Dort schieden die Europameisterinnen gegen Tyra Turner/Angie Akers (USA) aus.

Text: FAZ.NET mit dpa
Bildmaterial: AFP, dpa

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