Bandscheibenvorfall

Klitschko muss Comeback-Kampf absagen

Klitschko: „So ein Pech ist unglaublich“

Klitschko: „So ein Pech ist unglaublich"

10. September 2007 Sein verletzungsanfälliger Körper hat Witali Klitschko wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Bandscheibenvorfall - der zweite in fünf Jahren - hat das Comeback des früheren Schwergewichts-Weltmeisters jäh gestoppt und seine Hoffnungen auf einen erneuten Titel-Fight gedämpft. Den WM-Ausscheidungskampf des Weltverbandes WBC gegen Jameel McCline aus den Vereinigten Staaten am 22. September in München musste der Ukrainer schweren Herzens absagen.

„So ein Pech ist unglaublich. Ich war seit neun Wochen in intensiver Vorbereitung, hatte überhaupt keine Probleme, und dann erwischt es mich in der letzten Trainingswoche“, klagte der 36-Jährige. Wenige Stunden nach dem Vorfall am Samstagabend im Trainingslager in Österreich wurde Klitschko in der Uniklinik Innsbruck erfolgreich operiert. Noch in dieser Woche soll seine Rehabilitation in Hamburg beginnen. „Die Operation ist hervorragend verlaufen. Nach einer Rehabilitationszeit von vier bis sechs Wochen kann er wieder ins Training einsteigen“, erklärte der behandelnde Arzt Klaus Twerdy.

Immer wieder schwere Verletzungen

“...und dann erwischt es mich in der letzten Trainingswoche”

"...und dann erwischt es mich in der letzten Trainingswoche”

Nach seinem ersten Bandscheibenvorfall im Juli 2002 war Klitschko nur vier Monate später erfolgreich in den Ring zurückgekehrt. Doch eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. „Ich werde jetzt den Heilungsprozess abwarten und dann zusammen mit meinem Team meine weiteren sportlichen Schritte planen“, sagte der frühere Champion, der seinen bislang letzten Kampf am 11. Dezember 2004 bestritten hatte.

Danach durchlebte Klitschko eine schwere Leidenszeit, in der ihn Verletzungen immer wieder zurückwarfen. Den Tiefpunkt bildete der 9. November 2005, an dem er als amtierender Weltmeister seinen Rücktritt erklärte. Zuvor hatte er im Training für den Kampf gegen den Amerikaner Hasim Rahman in Las Vegas einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten.

Sein Trainer Fritz Sdunek, der ihn damals wie auch in den vergangenen Wochen betreute, glaubt allerdings weiterhin an die Rückkehr von „Dr. Eisenfaust“. „Witali war zuletzt mindestens in so guter Verfassung wie in der Vorbereitung vor seinen letzten Kämpfen. Er darf sich jetzt nicht unterkriegen lassen, muss positiv denken. Ich bin trotz dieses kurzzeitigen Rückschlags sicher, dass wir ihn bald wieder im Ring sehen werden.“

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP

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