Tennis-Förderung

Warum haben die Deutschen keine Superstars mehr?

Von Andrea Petkovic

28. Mai 2008 Andere Länder, andere Sitten. Was kulturell und wirtschaftlich die Regel ist, gilt auch im Sport, gerade was die Förderung im Tennis anbelangt. Warum haben die Deutschen keine Superstars mehr seit Boris Becker und Steffi Graf? Wie kommt ein kleines Land wie Serbien zu drei Spitzensportlern im gleichen Jahrgang? Und woher diese Flut an Massenware aus Russland? Gehört China die Zukunft? Oder wird die Weltelite in Akademien ausgebildet?

Die jedem Land eigene Mentalität sowie unterschiedliche Trainingsmethoden haben in der Weltrangliste zu einem gewissen Ungleichgewicht geführt. Drei Russinnen und zwei Serbinnen sind allein unter den ersten zehn der Damenweltrangliste zu finden, während die erste Deutsche jenseits der Top 50 geführt wird. Der moderne Westen kann dem zurückgebliebenen Osten nicht das Wasser reichen. Auf einer Antwortsuche stolpert man über serbischen Spieleifer, russische Eltern, chinesische Hierarchie und akademische Ersatzeltern.

Die ersten beiden Teile der persönlichen Analyse beschäftigen sich mit Serbien (siehe: Tennis-Förderung: Es gibt keine Hobbysportler in Serbien) und China (siehe: Tennis-Förderung: Der Trainer als Herrchen, das Talent als Hündchen), in den folgenden Teilen wird es dann um Russland sowie die Akademien als internationale Kaderschmieden gehen.

Im Frühjahr 2006 hat Andrea Petkovic mit 18 Jahren ihr Abitur gemacht. Weil die Hochbegabte auch mit dem Tennisschläger virtuos umgeht, stellte sich die Frage: Tennisplatz oder Studium? Vorläufig hat sie sich für den Sport entschieden. Und berichtet in FAZ.NET über ihre Erfahrungen.



Text: F.A.S.
Bildmaterial: AFP

 

Tennis-Förderung in China

Der Trainer als Herrchen, das Talent als Hündchen

Ein chinesischer Spieler tut, was man ihm sagt, ohne Murren, ohne Meckern, Zweifel nicht vorhanden. Mit Hilfe dieses Systems katapultierte China drei Spielerinnen unter die besten 50 der Welt. Von Andrea Petkovic

Tennis-Förderung in Serbien

Es gibt keine Hobbysportler

Mit sechs Jahren werden tenniswillige Kinder zur Sichtung geladen. Die Auserwählten dürfen bleiben, der Rest wird vertrieben. Von den Verbliebenen wird Disziplin erwartet. Von Andrea Petkovic

Tennis-Tagebuch

Ansichten einer Aufsteigerin

Spezial Im Frühjahr 2006 hat Andrea Petkovic mit 18 Jahren ihr Abitur gemacht. Weil die Hochbegabte auch mit dem Tennisschläger virtuos umgeht, stellte sich die Frage: Tennisplatz oder Studium? Vorläufig hat sie sich für den Sport entschieden. Und berichtet in FAZ.NET über ihre Erfahrungen.

Im Gespräch: Andrea Petkovic

„Ich habe die dunkle Seite kennengelernt“

Spezial Sie ist nicht nur im Sport hochbegabt, sie war es auch in der Schule. Geprägt haben die 20-Jährige die Zeit auf der Tennis-Tour, das Reisen, die Kulturen, der Kampf auf dem Platz. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 8 mit Andrea Petkovic und „Lernen“.