Europameisterschaft

Wächter und Hübner erfechten ihre größten Erfolge

Der größte Erfolg ihrer Karriere: Katja Wächter wurde in Plowdiw Zweite

Der größte Erfolg ihrer Karriere: Katja Wächter wurde in Plowdiw Zweite

15. Juli 2009 Deutschlands Fechter sind mit dem zweiten Platz für Katja Wächter, dem dritten für Björn Hübner und einem Wermutstropfen in die Europameisterschaften gestartet. Die nationale Florett-Titelträgerin Wächter unterlag erst im Finale der italienischen Olympiasiegerin Valentina Vezzali mit 8:15 Treffern. Wächters Tauberbischofsheimer Vereinskollege Hübner feierte in Plowdiw, Bulgarien, mit Platz drei im Säbel-Einzel ebenfalls den größten Erfolg seiner Karriere. „Das macht Lust auf mehr“, sagte Sportdirektor Manfred Kaspar. Der hoch gehandelte Weltranglisten-Erste und WM-Dritte Nicolas Limbach (Dormagen) musste am Dienstag schon im Viertelfinale passen: Dem Vorjahres-Dritten fehlte beim 14:15 gegen den Italiener Gianpiero Pastore einfach das Glück. Die Olympia-Achte Katja Wächter stand gegen Valentina Vezzali auf verlorenem Posten, war aber dennoch restlos glücklich: „Unfassbar“, sagte sie. „Das habe ich nicht wirklich erwartet.“ Dramatisch war ihr Viertelfinal-Gefecht, das sie im „Sudden Death“ gegen die Russin Aida Tschajanewa mit 10:9 gewann. Neuer Säbel-Europameister wurde der Russe Wenjamin Reschetnikow, der sich im Finale gegen Frankreichs Olympia-Vierten Julien Pillet mit 15:14 Treffern durchsetzte. Pillet hatte in der Vorschlussrunde Hübner mit 15:13 bezwungen. Hübner wurde gemeinsam mit dem Italiener Gianpiero Pastore Dritter, Limbach nach Platz drei bei der EM 2008 in Kiew diesmal Fünfter.

Limbach im Pech

„Nico hat unglücklich verloren. Er war gut drauf. Mit einigen Entscheidungen des Kampfrichters war ich nicht einverstanden“, sagte Säbel-Bundestrainer Vilmos Szabo nach der knappen Niederlage. Der Deutsche machte gegen Pastore aus einem 10:14 noch das 14:14 und verlor dann doch. Hübner meldete sich im 32er-Tableau mit 15:8 gegen den Ungarn Tamas Decsi, dem 15:10 eine Runde später gegen den Rumänen Cosmin Hancenau und dem 15:10 im Viertelfinale gegen Jorge Pino (Spanien) international eindrucksvoll zurück.

Großer Jubel: Björn Hübner (r.) feiert seinen Sieg gegen den Spanier Jorge Pina
Großer Jubel: Björn Hübner (r.) feiert seinen Sieg gegen den Spanier Jorge Pina

Im Kampf um das Finale führte er gegen Pillet schon mit 9:6, musste sich aber noch mit 13:15 beugen. Trotzdem fand Hübner es „einfach geil. Meine erste Einzelmedaille. Und ich werde alles dafür tun, dass es nicht meine letzte bei einer internationalen Meisterschaft bleibt.“ Florettfechterin Carolin Golubytskyi, die ebenfalls für den FC Tauberbischofsheim startet, schied als EM-Dritte von 2008 bereits im Viertelfinale nach einer 9:15-Niederlage gegen die Italienerin Arianna Errigo aus und wurde Siebte.

An diesem Mittwoch gehen die Olympiasieger Britta Heidemann aus Leverkusen mit dem Degen und Benjamin Kleibrink (Tauberbischofsheim) mit dem Florett auf die Planche gehen. Auch der dreimalige Florett-Weltmeister Peter Joppich ist trotz einer schmerzhaften Sehnenentzündung an der rechten Schulter ehrgeizig: „Eine EM-Medaille fehlt mir noch“, sagte der Koblenzer vor seinen ersten Gefechten.

Angriff mit dem Säbel: Wenjamin Reschetnikow (l.) bezwingt Julien Pillet
Angriff mit dem Säbel: Wenjamin Reschetnikow (l.) bezwingt Julien Pillet

Text: FAZ.NET mit dpa
Bildmaterial: AFP, dpa

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2010.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Medikamente günstig einkaufen Preisvergleich für Medikamente und Apotheken-Produkte. Mehr als 90 Apotheken im Vergleich.

10.02.2010 13:14

Auch am Mittwoch keine Rennen

10.02.2010 12:56

Schneesituation in Cypress entschärft

10.02.2010 06:51

Linsi als Nachfolger Berbigs

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche