
dass sich kein Sponsor findet. Ein Sport, der so durch alle Medien heruntergeschrieben wurde (ich errinnere nur an den Hinrichtungsjournalismus in der SD) ist im Gutmenschenland Deutschland nicht mehr vermarktungsfähig. Dies ist leider in diesem Land nicht nur auf Sport beschränkt. Schade!

Das ist leider noch die bitterste Pointe in der traurigen Wirklichkeit des Radsports des Jahres 2008: das Team Gerolsteiner, zusammen mit dem französischen CA-Team (Credit Agricole) einer der Köpfe des MPCC (Mouvement Pour un Cyclisme Crédible, auf deutsch: Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport), mit so einem klugen, leidenschaftenlichen, sympathischen - und vor allem glaubwürdigen - Kämpfer für den Radsport, wie es Hans-Michael Holczer für mich ist - dieses Team Gerolsteiner findet keinen Sponsor. Das ist einfach unfassbar !!! Und all die ungut beleumundeten Rennställe, deren Namen aufzuzählen ich hier weiß Gott keine Lust mehr habe, sie machen alle weiter mit ihrem anrüchigen Treiben. Sollte es da ein Trost sein, dass Gerolsteiner mit seinen Sorgen nicht allein ist? Gemeint ist besagtes Team Credit Agricole, welches ebenfalls vergeblich einen Sponsor sucht. Oder sollte man daraus den Rückschluß ziehen dürfen, Sponsoren wollten keinen glaubwürdigen, sondern vielmehr einen möglichst spektakulären Sport - koste es was es wolle, und auf wessen Kosten auch immer ?!?

Es ist absolut unverständlich, dass sich unter den renomierten deutschen Firmen kein Sponor findet. Da fließt viel Geld in dümmliche Fernsehwerbungen, die mich sogar davon abhalten, das angepriesene Produkt zu kaufen bzw. zu nutzen (s.Obi, Deutsche Bank etc.) Noch immer wird mit abgehalfterte Möchtegernsportstars - wie diesen Boris Becker - geworben und Riesensummen ausgegeben. Ich bin noch nicht einmal ein großer Fan des Radsports. Trotzdem schaue ich mir Radsportsendungen (insbesondere die Tour) an und bin - was Gerolsteiner betriff - auf dieses Produkt umgestiegen. Warum wohl?