05. Juli 2009 Mark Cavendish hat in der Hitzeschlacht im Süden Frankreichs den kühlsten Kopf bewahrt. Der Brite gewann bei Temperaturen von 40 Grad die zweite Etappe der 96. Tour de France von Monte Carlo nach Brignoles. Im Massensprint verwies der Columbia-Fahrer den Amerikaner Tyler Farrar (Garmin) und den Franzosen Romain Feillu (Agritubel) nach 187 km auf die Plätze zwei und drei. Der Schweizer Fabian Cancellara verteidigte sein 24 Stunden zuvor im Auftaktzeitfahren erobertes Gelbes Trikot.
Der deutsche Sprinter Gerald Ciolek war in dem vom Columbia-Team perfekt vorbereiteten Sprint am Ende ohne Chance. Ein Massensturz wenige hundert Meter vor dem Ziel riss ein Loch ins Feld, so dass der an dritter Position fahrende Cavendish nahezu gefahrlos zum Sieg sprintete. Für Cavendish war es der fünfte Tour-Etappensieg der Karriere. Die Etappe durch das Hinterland der Cote dAzur wurde lange Zeit von den Ausreißern Jussi Veikkanen (Finnland/FdJeux), Stef Clement (Niederlande/Rabobank), Cyril Dessel (AG2R) und Stephane Auge (beide Frankreich/Cofidis) bestimmt. Das Quartett hatte sich kurz nach dem Start im Fürstentum abgesetzt und zwischenzeitlich über fünf Minuten Vorsprung.
Auf den letzten Rennkilometern fruchtete jedoch die Arbeit der Sprinterteams und die Flucht war beendet. Am Montag zieht das Peloton weiter entlang der Mittelmeerküste. Die größtenteils flachen 196,5 km von der Metropole Marseille nach La Grande-Motte sind für eine Sprintankunft prädestiniert. Lediglich in der ersten Rennhälfte stehen zwei Hügel der vierten Kategorie im Weg des Feldes.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: REUTERS
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