29. Juli 2006 Synchronschwimmerinnen betreiben eine kraftraubende Sportart, die oft unterschätzt oder belächelt wird. Bei der Schwimm-EM in Budapest bilden sie diese Woche nur das Vorprogramm. Schön anzusehen sind sie trotzdem.
Interessanterweise gibt es Synchronschwimmen nicht nur in der Gruppe und im Duett, sondern auch als Solo-Wettbewerb. Bei allen Disziplinen sind die Russinnen besonders gut. Und leider spielen die Deutschen keine Rolle.
Natalja Ischschenko gewann Solo
So ist bei der ersten Entscheidung am Samstag Natalja Ischschenko ihrer Favoritenrolle im Solo-Wettbewerb gerecht geworden. Die Russin verwies mit 98.400 Punkten die Spanierin Gemma Mengual (97.700) und die Griechin Nathalia Anthopoulou (93.900) auf die Plätze zwei und drei. Die Flensburgerin Lisa Lacker hatte als 14. die erhoffte Finalteilnahme verpaßt.
Auch Saskia Grünes und Lara Kurz erreichten im Duett-Wettbewerb nicht das Finale der besten Zwölf. Die Bochumerinnen kamen nach Freier und Technischer Kür des Vorkampfs bei 81,300 Punkten unter 18 Paaren auf Platz 14. Die russischen Olympiasiegerinnen Anastasia Dawidowa und Anastasia Ermakowa waren im Vorkampf mit 98,150 Zählern vor Spanien (96,800) und Griechenland (92,450) klar überlegen und sind Favoritinnen für das Finale am Sonntag (12.30 Uhr).
Letzter Platz für deutsche Gruppe
Auf dem elften und damit letzten Platz (81,850 Punkte) haben die deutschen Synchronschwimmerinnen den Vorkampf des Gruppen-Wettbewerbs beendet. Rußland führt mit 98,500 Zählern vor Spanien (96,700) und Italien (92,800).
Das für Samstagabend vorgesehene Finale im Team-Wettkampf mußte wegen heftiger Gewitter abgesagt werden. Synchronschwimmen findet nämlich im Freien statt. Der Endkampf mit der Gruppe soll nun am Sonntag (18.00 Uhr) nachgeholt werden. Wenn das Wetter hält. Die Frisur sitzt sowieso.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP, dpa, REUTERS
