Deutsche Schwimmer groß in Form

Rekorde über Rekorde zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaft

11. Dezember 2003 gsc. DUBLIN. Die Deutschen haben bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Dublin ein Luxusproblem: Die Athleten sind so gut in Form, daß sie das Budget des ohnehin klammen Schwimm-Verbands (DSV) strapazieren. Bei den nationalen Titelkämpfen unterboten fast 40 Schwimmer die strenge EM-Norm. Kalkuliert hatte man nur mit einer 28köpfigen Gruppe. Daß nun 36 Athleten in Dublin am Start sind, kostet den Verband 20 000 Euro mehr. Das Geld dürfte, mit Blick auf die Olympischen Spiele in Athen, gut angelegt sein. Schon am Donnerstag, bei den ersten Finals, wiesen die Deutschen ihre bestechende Winterform nach. Allen voran die - nichtolympische - 4 × 50-Meter-Lagenstaffel (Thomas Rupprath, Mark Warnecke, Fabian Friedrich und Carsten Dehmlow), die ihre eigene Weltbestmarke in 1:43,46 Minuten um knapp Dreizehntelsekunden steigerte. Die 20 Jahre alte gebürtige Südafrikanerin Sarah Poewe schaffte über 50 Meter Brust das Kunststück, an einem Tag gleich dreimal den deutschen Rekord zu verbessern: von 30,87 Sekunden im Vorlauf über 30,54 und 30,40 Sekunden im Halbfinale und Finale. Auch Antje Buschschulte, die Weltmeisterin von Barcelona, war in Rekordzeit unterwegs. Die 24 Jahre alte Biologiestudentin (SC Magdeburg) verbesserte im Halbfinale über 100 Meter Rücken in 58,47 Sekunden ihre eigene nationale Bestmarke um 13 Hundertstelsekunden

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2003, Nr. 289 / Seite 32

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