Radsport

Ullrich hat Spaß, Voigt hat Erfolg

Schwein gehabt: Ein guter Saisonstart für Ullrich

Schwein gehabt: Ein guter Saisonstart für Ullrich

08. April 2005 Mit Platz fünf auf dem Autorennkurs von Le Mans hat Jan Ullrich am Freitag seinen gelungenen Saisoneinstand beim Circuit de la Sarthe beendet. Ebenfalls bei Dauerregen in Nordspanien glänzte der Berliner Jens Voigt als Alleinunterhalter und Gewinner bei der vorletzten Etappe der Baskenland-Rundfahrt.

„Diesmal läuft es anders als im Vorjahr, als ich mich von Rennen zu Rennen gequält habe. Das passiert mir nie wieder. Ich bin voll konzentriert und motiviert und mit großem Spaß bei der Sache“, sagte Ullrich. Der 31jährige Radprofi überraschte die meisten Beobachter durch seine gute körperliche Verfassung und bekannte anschließend: „Obwohl ich ja schon ein alter Haudegen bin, war ich vor diesem ersten Test nervös.“ Doch weder die widrigen Bedingungen noch die beiden Steigungen von immerhin 18 Prozent hätten ihn am Schlußtag vor Probleme gestellt, berichtete der T-Mobile-Star nach dem Finale.

„Ich weiß, daß ich die Tour noch einmal gewinnen kann“

Jens Voigt steht auf andere Glücksbringer

Jens Voigt steht auf andere Glücksbringer

Sieger der abschließenden 180 Kilometer von Sable-sur-Sarthe nach Le Mans wurde der Franzose Sylvain Chavanel (Cofidis) vor Markus Fothen aus Kaarst vom Team Gerolsteiner. Auch die Gesamtwertung ging an Chavanel vor Fothen. „Jan hat die ersten Rennkilometer des Jahres erstaunlich gut gemeistert. Wir haben alles erreicht, was wir wollten“, sagte der Sportliche Leiter Mario Kummer, der mit Ullrichs persönlichem Betreuer Rudy Pevenage vor Ort die weitere Saisonplanung besprach. „Für mich ist es sehr wichtig, daß beide gut zusammenarbeiten“, sagte Ullrich.

Seine nächsten Starts sind bei den spanischen Rundfahrten von Aragon (13.-17. April) und Katalonien (16.-22. Mai) geplant: „Und dazwischen werde ich wieder fleißig trainieren.“ Mit der Tour de France (2.-24. Juli) beschäftige er sich noch nicht. „Aber ich habe noch viele Ziele. Und ich weiß, daß ich die Tour noch einmal gewinnen kann.“

Voigt triumphiert im Alleingang

Im Baskenland präsentierte sich Jens Voigt in bewährter Manier. Das erste Teilstück der zweigeteilten Schlußetappe des sechsten ProTour-Rennens der Saison entschied der CSC-Profi im Alleingang für sich. „So etwas entscheide ich aus dem Bauch heraus. Ich fühlte mich gut, deshalb habe ich es einfach probiert und freue mich, daß es geklappt hat,“ sagte Voigt, der schon im vergangenen Jahr den Auftakt der fünften Baskenland-Etappe gewonnen hatte.

Den Grundstein für seinen siebten Saisonsieg hatte Voigt unmittelbar nach dem Start der nur 93 Kilometer langen Strecke von Altsasu nach Onati gelegt. Der gebürtige Mecklenburger fuhr auf und davon. Die Favoriten auf den Gesamtsieg ließen ihn gewähren.

Text: FAZ.NET mit Material von sid
Bildmaterial: dpa/dpaweb

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