16. Mai 2008 Russland fehlt nach einer 15 Jahre langen Durststrecke nur noch ein Sieg, um erstmals seit 1993 wieder Eishockey-Weltmeister zu werden. Die Russen zogen am Freitag mit einem 4:0-Sieg (1:0, 1:0, 2:0) gegen Finnland als erste Mannschaft in das Finale bei der WM in Kanada ein.
Gegner am Sonntag ist entweder Titelverteidiger und Rekordweltmeister Kanada oder Olympiasieger Schweden. Die Finnen bestreiten gegen den Verlierer des zweiten Halbfinales am Samstag das Spiel um Platz drei. Für Russland ist es das erste Endspiel seit der knappen Finalniederlage vor sechs Jahren gegen die Slowakei in Göteborg.
Sicher in der Abwehr, effektiv in der Offensive
Mit dem Erfolg revanchierten sich die Russen zudem für die schmerzliche Halbfinale-Niederlage vor einem Jahr auf eigenem Eis in Moskau. Sergej Fjodorw (14.) leitete nach einer Traumkombination über die NHL-Stars Alexander Owetschkin und Alexander Sjomin den achten Sieg im achten WM-Spiel in Kanada ein. Danis Saripow (24.) schloss einen weiteren sehenswerten Angriff zum zweiten Treffer ab. Kapitän Alexej Morosow (53.) sorgte in Überzahl für die Vorentscheidung. Maxim Suschinski (58.) stellte kurz vor der Schlusssirene den Endstand her.
Die Russen agierten in der Offensive effektiv und standen in der Abwehr sicher. Vorn sorgte Owetschkin von den Washington Capitals mit Einzelaktionen für die meiste Unruhe. Der zur Zwischenrunde nachnominierte Torhüter Jewgeni Nabokow erwies sich als starker Rückhalt und machte die Chancen der optisch zumindest gleichwertigen Finnen zunichte. So rettete der Schlussmann der San Jose Sharks einmal spektakulär gegen Mikko Koivu (28.) und verhinderte den schnellen Anschlusstreffer. Nabokow war bereits beim 6:0-Erfolg über die Schweiz im Viertelfinale ohne Gegentor geblieben.
Text: dpa
Bildmaterial: REUTERS
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