Handball Frauen-WM

Auf dem Weg in die Hauptrunde

02. Dezember 2007 Die deutschen Handball-Frauen haben mit dem Auftaktsieg gegen die Ukraine die Grundlage für den Einzug in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft gelegt. Im ersten Spiel der Vorrundengruppe F bezwang der EM-Vierte am Sonntag in Nantes den Olympia-Dritten 26:21.

Mit einem Sieg im zweiten Spiel an diesem Montag gegen Außenseiter Paraguay würde die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vorzeitig die zweite Turnierphase erreichen. Beste deutsche Werferin vor 4460 Zuschauern im Palais des Sports war Grit Jurack (Viborg) mit neun Toren. Kathrin Blacha sah nach drei Zeitstrafen die Rote Karte (56. Minute).

„Existenzieller Sieg“

Gegen die Ukraine, die in der WM-Qualifikation mit dem Sieg gegen Olympiasieger Dänemark für eine große Überraschung gesorgt hatte, begann Deutschland sehr nervös und leistete sich zahlreiche Fehlwürfe. Doch vor allem Grit Jurack und „Welthandballerin“ Nadine Krause hielten ihr Team im Spiel. Allerdings blieben individuelle Fehler auch später nicht aus. Erst in den letzten Minuten machte das Team von Bundestrainer Armin Emrich den deutlichen Sieg perfekt. „Das war ein existenzieller Sieg in dieser Gruppe. Es ging heute darum, wer die besseren Nerven hat und wer am einfachsten und effektivsten spielt“, sagte Emrich.

Nach Platz sechs bei der Weltmeisterschaft 2005 und dem vierten Rang bei der Europameisterschaft 2006 will Deutschland in Frankreich endlich eine Medaille gewinnen. Zudem locken die Olympischen Spiele in Peking 2008, für die sich allerdings nur der Weltmeister direkt qualifiziert.

Schon vor der Partie hatte Emrich die erste Personalentscheidung der WM getroffen, als er aus seinem 18 Spielerinnen umfassenden Kader vorerst nur 15 Spielerinnen melden ließ. Torhüterin Jana Krause, Rechtsaußen Ulrike Stange und Kreisläuferin Anja Althaus, die nach einer Schulterverletzung zur Hauptrunde wieder fit sein soll, kommen damit vorerst nicht zum Einsatz. Eine 16. Spielerin kann während des gesamten WM-Turniers nachgemeldet werden.



Text: dpa
Bildmaterial: AFP

 
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