Doping

Auch der Tour-Dritte Kohl positiv getestet

Der Nächste bitte! Nun ist auch der Österreicher Bernhard Kohl des Dopings überführt. Der Sieger der Bergwertung der diesjährigen Tour de France hat wie Stefan Schumacher das Epo-Präparat Cera gespritzt. „Ich kapituliere vor dieser kriminellen Energie“, sagte Gerolsteiner-Teamchef Holczer. Von Rainer Seele

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Oktober 2008 13:55

Was nützen Kontrollen im Nachhinein...!

Michael Fichtner (ebaristo)

Um die Glaubwürdigkeit der Teams und des Radsports wieder herzustellen, müssen die Teams selber die Möglichkeit haben, die Proben ihrer Fahrer im Vorfeld testen zu können und dies nach den aktuellesten Methoden. Außerdem müsste man bei den Strafen härter durchgreifen, nicht nur Sperrungen für Monate oder Jahre, sondern gleich Lebenslange Sperren, und das schon bei einer positiven A-Probe. Man muss die Fahrer dort treffen, wo es ihnen am meisten weh tut und das ist bei der beruflichen Existenz - was nützen 2 Jahre Sperre bei einem jungen Fahrer - der trainiert während der Zeit weiter und macht nach 2 Jahren sein Comeback und während der Zeit hatte er sogar noch genügend Zeit und Möglichkeit um ein noch ausgefeilteres Doping-System mit seinem Arzt zu entwickeln. Wenn ein Fahrer weiß, er erhält eine lebenslange Sperre für den Profi-Sport und das Weltweit und nicht für für Europa, dann überlegt es sich ein Sportler dreimal, ob er Doping riskiert! Die meisten Profis haben ihr lebenlang daraufhin gearbeitet als Radsportler aktiv zu sein und eine lebenslange Sperre tut dementsprechend richtig weh, aber nur so lernen sie es!Außerdem würde ich die freie Arztwahl in Frage stellen, das Sportler nur dem Teamarzt unterstellt sind!

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14. Oktober 2008 09:40

Und trotzdem...

Björn Tobias Eckardt (teddybaxter)

...wette ich, dass wir bei ARD und ZDF auch im nächsten Jahr während der Tour de France wieder in der ersten Reihe sitzen. Eine Unverschämtheit ist das.

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14. Oktober 2008 08:23

Gehalt weg

Erich Arnold (olderich)

Hallo, ein Vorschlag: Wird ein Radrennfahrer beim Dopen erwischt bzw. positiv getestet, muß er sein jetziges und vorheriges Jahresgehalt an eine gemeinnützige Organisation spenden. Freundliche Grüße

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14. Oktober 2008 06:50

Ohne Doping keine Tour

Kay Schmelzer (weitererfazleser)

Zumindest sagten das schon vor 30 Jahren Mediziner. Und die Jahrelange Scheinheiligkeit der Sportler, aber noch viel mehr der Manager und Teamchefs und alle die dabei sind. Sie haben den Radsport in Deutschland kaputt gemacht und insgesamt. Team Telekom so wie die Datenschutzpannen keine waren , so gab es auch im Radsport keine Einzeltäter. Jan U. hatte das schon richtig gesagt" er habe keinen Betrogen" zumindest mal nicht seinen Arbeitgeber denn der hat ja wohl die Finger mit drin und die anderen waren es wohl auch. Und nun Armtrong :-) da kann ich nur noch ironisch Grinsen. Offensichtlich geht es nie ehrlich zu wenn es sich um viel Geld handelt.. Geschäftemacher machen fast alles,..........aber auf jeden Fall fast alles ganz kaputt

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14. Oktober 2008 05:40

nun wissen wir es...

YIN YANG (YANGI)

...es geht nur um kohle! und der erzeuger von dem sinkewitz ist ja wohl auch von der rolle...

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14. Oktober 2008 02:22

An die Radprofis, Teammanager, Funktionäre und Fans

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Der Radsport ist durch die Skandale ums Doping regelrecht entzaubert worden. Es wundert niemanden unter den Fans mehr, wenn der nächste Sportler positiv auf EPO oder andere Mittel getestet wird. Aber ich hoffe, Sie sind sich der Tragweite bewusst, die dieses Handeln hat. Für Hunderttausende junge Menschen sind Radsportler Vorbilder gewesen. Für Millionen ist Radfahren eine der schönsten Sportarten und für viele Pendler gehört das Rad zum alltäglichen Fortbewegungsmittel. Wer im Sport zur Spritze greift, sollte daran denken, was er nicht nur sich, sondern auch diesen Menschen, die ihr Rad lieben, damit antun. Wem das Radeln vergällt wird, weil er von allen anderen Hobbysportlern als Biochemielabor auf zwei Rädern angesehen wird, der kauft sich keine Teamtrikots, keine Räder, Teile usw.- der schwenkt um in einen anderen Sport, der "clean" ist oder zumindest so scheint. Wer heute als Hobby aktiven Radsport angibt, der entblößt sich regelrecht als Junkie. Liebe Profis - Sie sägen mit Doping an dem Ast auf dem Sie sitzen. Sie mögen 10 Jahre für ihre Karriere haben. Aber danach haben Sie auch ein Leben und einen Beruf. Zerstören Sie durch Ihren Egoismus nicht eine Industrie, die durch Sie atmet und in der Sie später arbeiten werden.

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13. Oktober 2008 23:19

herr lesko, da haben sie recht..

Michael Becker (manigja)

in der alltäglichen praxis der radfahrer würde sich wohl nicht viel ändern legalisierte man das dopen (abgesehen vom streß der verheimlichung); aber eine innovation wäre es schon den bestürzten moralisten keinen vorwand mehr zum sülzen zu geben.

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13. Oktober 2008 22:43

Hoffentlich war's das!

Winfried Wellkamp (wwellkamp)

Als Radsportfan bleibt mir das Fazit: der Unterschied zwischen Radsportcrash und Finanzcrash ist der, dass man auf Radrennen wohl verzichten kann ... Lieber Kohle als Kohl!

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13. Oktober 2008 20:24

Das Gute im Dings....im Menschen. Treuherzige Kinderaugen...

Christopher Lesko (www.lesko.ch)

... blicken auf die Nachricht, wie weiland Audrey Hepburn als Reh auf den Weihnachtsbaum: "Nun auch noch Kohl!" Dass dieser Satz aus der Requise uralter, politischer Fragwürdigkeiten im Heute noch einmal diese Bedeutung erhält! Beide hatten doch Bergwertungen gewonnen, Helmut allerdings vorzugsweise in innerdeutschen Kontexten. Wie Helmut in grauer Vorzeit wird nun auch unser Bernhard nach Listen gefragt werden, denn irgendwie, so sagt man, soll beiden gespendet worden sein. Unabhängig von individuell sexueller Orientierung gilt für uns, als Laien: Man steckt halt nicht drin. Weder im Politiker, noch im Radfahrer. Bewundernswert für mich bleibt die Bereitschaft, an "das Gute" im Menschen zu glauben, um von Nachrichten, wie dieser mit immer gleicher Bestürzung wieder und wieder berührt zu werden. Ich ahne, warum der Vorschlag, alle Radfahrer durchgängig dopen zu lassen und einfach Verbote und Regeln abzuschaffen, keine Zustimmung gefunden haben mag. Er hätte im Ergebnis nichts wirklich Innovatives beinhaltet. Wahre Gefühle!So gesehen begrüße ich ausdrücklich, dass die Hepburns dieser Welt in den Zabels würdige Nachfolger gefunden haben. Bis zum nächsten Mal: In diesem,einem anderen,oder gar keinem Theater.

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