Deutschland war allen anderen Ländern voraus, als hier die erste fremdsprachige Ausgabe von Art Spiegelmans Breakdowns erschien. Wie es zu dieser Pioniertat kam, hat Martin Jurgeit, Chefredakteur der Fachzeitschrift Comixene, in Gesprächen mit den damals Beteiligten rekonstruiert. Von Martin Jurgeit
Von den Zeitungscomics des frühen zwanzigsten Jahrhunderts zu den heutigen Experimenten der französischen Oubapo: Breakdowns ist Bindeglied und Schlüsselwerk in der Geschichte der experimentellen Comics. Von Christian Gasser
Ausgerechnet in Frankreich blieb Art Spiegelmans Comic-Manifest Breakdowns bei der Erstveröffentlichung unbeachtet. Jetzt feiert das ganze Land die Neuausgabe, denn plötzlich sieht man, dass der Amerikaner alles vorgedacht hatte, was dann in Frankreich mit den Comics geschah. Von Niklas Bender
Die Berliner Illustratorin Kat Menschik, ständige Mitarbeiterin in unserem Feuilleton und eine bedeutende deutsche Comic-Zeichnerin, lässt in ihrem Beitrag zu unserer Breakdowns-Debatte die Gespenster, die Art Spiegelman weckt, ins eigene Leben einfallen.
Art Spiegelmans Breakdowns ist eines der großen formalen Experimente der Comic-Geschichte. Klaus Schikowski, Comic-Publizist aus Köln, untersucht die graphischen und erzählerischen Tricks, die der New Yorker Zeichner in sein Metier eingeführt hat.
Art Spiegelman hat mit Breakdowns Neuland für die Comics vermessen. Diese Metapher nimmt die Kölner Comic-Expertin Constanze Döring wörtlich und sucht die Position von Breakdowns auf der Landkarte der Comics.
Ulf K., Comic-Zeichner aus Düsseldorf und Max-und-Moritz-Preisträger des Jahres 2004, hat in den frühen achtziger Jahren seine ersten Versuche als Künstler unternommen. Davon erzählt er in seinem zauberhaften Rückblick auf die eigene Lektüre von Spiegelmans Breakdowns.
Im Rückblick ist Art Spiegelmans erste Buchveröffentlichung Breakdowns aus dem Jahr 1978 gar nicht mal so ungewöhnlich: Volker Hamann, Herausgeber der anspruchvollsten deutschen Comic-Zeitschrift Reddition, über Breakdowns und europäische Pendants.
Signal des Sturzes, Ausdruck von Verwirrung, lockiges Frauenhaar: Ein Strich ist ein Strich, erst durch den Kontext, den der Comic-Künstler schafft, erlangt er seine Bedeutung. Andreas C. Knigge über das markanteste Detail in Art Spiegelmans Breakdowns.
Art Spiegelmans Comic-Prachtband Breakdowns, ein beeindruckendes Selbstporträt, ist noch einmal veröffentlicht worden. Spiegelmans junger Kollege Flix (Held) liefert eine Rezension - in vier Comicbildern.
Selbst in den experimentierfreudigen siebziger Jahren wollte keiner dieses Buch drucken: Comiczeichner Ralf König über Art Spiegelmans Breakdowns, das Comicwerk, in dem alles auseinanderflog.
Strizz-Zeichner Volker Reiche schlägt nach über 30 Jahren wieder Breakdowns auf, die gesammelten Kurzcomics von Art Spiegelman aus den siebziger Jahren, wieder herausgegeben mit einer neuen Einleitung des Künstlers. Eine Buchbesprechung mit Kater in Comic-Form. Gab es das schon?
Vor dreißig Jahren erschien in den Vereinigten Staaten ein Comic, wie ihn dort noch niemand gesehen hatte: Großformat, sorgfältige Verarbeitung, ein echtes Buch: Breakdowns, die erste selbstständige Comic-Veröffentlichung von Art Spiegelman. Einführung in die Geschichte eines Klassikers von damals bis heute. Von Andreas Platthaus
Ankündigung
Breakdowns in der Diskussion
Zu Art Spiegelmans Breakdowns werden wir in Kürze weitere Besprechungen und Diskussionsbeiträge von Andreas C. Knigge, Martin Jurgeit und anderen Comic-Experten in diesem Themenforum veröffentlichen. Die Beiträge werden auf der Homepage von FAZ.NET angekündigt.