
Warum ueberhaupt eine Erweiterung der NATO? Das Fortbestehen der NATO nach dem Zerfall der UdSSR war ohnehin nur eine Erhaltung von Poestchen. Die Charter der NATO haette neu formuliert werden muessen, angepasst auf die post-sowietische Zeit. Die laufende Konflikttreiberei ist eine Fehlorientierung der Politik, die sich besser auf Bekaempfung von Extrmisten, Hunger, Krankheiten und Entwicklung von Bildung und Wirtschaft konzentrieren sollte. Zudem hat der Nato Generalsekretaer uberhaupt keine politische Legitimierung seitens der Bevoelkerung. Er ist lediglich ein bezahlter Propagandist Washingtons.

Wenn der Westen, gefuehrt von den USA, nicht die ureigensten Interessen von Russland respektiert, wird es zum Krieg fuehren. Es war ein weiteres Zeichen seitens Russland, welches sich von der NATO eingekreist fuehlt. Wenn Europa Frieden will, muss es endlich selbstaendig ihren Beitrag in das Verhealtniss mit Russland einbringen. Dieser Beitrag ist vor allem, nach zwei Weltkriegen auf europaeischem Boden, eine kluge und ausbalanzierte Handhabe der Interessen aller Beteiligten. Die USA haben nur ihr Wohl im Blick, was ja zunaechst legitim ist. Jedoch fehlt es den Menschen, die in den USA aufwachsen, weitestgehens das Wissen und Verstaendniss fuer viele Dinge, die in allen anderen zivilisierten Leandern selbsverstaendlich sind. Die US-Politiker geben ein Bild der nackten Koenige ab, die obendrein von sich selbst absolut ueberzeugt sind - sie eignen sich jedoch mit Sicherheit nicht dazu, den Westen in strategischen Belangen zu fuehren. Russland hat enormen Aufholbedarf, um die Fehlleistung der Kommunisten zu kompensieren. Dazu bedarf es einer partnerschaftlichen Hilfestellung des Westens, und nicht einer Umzaeumung mit NATO - Stuetzpunkten. Was haben US-Militaerberater in Georgien zu suchen?

Leider endet die Freundschaft bei der Frage wer die Rechnung dafür bezahlen muss. Als 1000 Kubikmeter Gas in Europa noch 200 Dollar kostete, hat Russland Gas aus Zentralasien für 50 Dollar pro 1000 Kubikmeter bezogen. Das zentralasiatische Gas wurde an die russischen Verbraucher weitergeleitet. In Westeuropa wurde das russische Gas eben für 200 Dollar verkauft. Dieses Jahr wurde eine Vereinbarung unterschrieben, wonach Russland Gas aus Zentralasien für 250 Dollar pro 1000 Kubikmeter kauft. In Westeuropa wird das russische Gas dann für 400 Dollar verkauft. Die Spanne von 150 Dollar pro 1000 Kubikmeter bleibt also erhalten. Wenn Russland sich wie ein normales Transitland wie z.B. Ukraine verhalten würde hätte das Land (bzw. der Pipelinebetreiber Gazprom) 20 bis 30 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gebühr erhalten. 120 Dollar pro 1000 Kubikmeter Monopolgewinn bleiben also bei Gazprom. Die Kapazität der Gasleitung Baku–Tbilisi-Erzrum beträgt ca. 10 Milliarden Kubikmeter jährlich. So verliert Gazprom jährlich 1,2 Milliarden Dollar. Die türkischen Gasverbraucher sparen also mindestens diese Summe. Mindestens, weil die Türken bei der Existenz dieses Pipeline für sich günstigere Gaspreise bei dem Gasbezug aus Russland durchsetzen konnten.

In Wahrheit, liebe Westeuropäer treten sie der Allianz bei, damit sie an Nato-Gelder kommen. Deren Armeen werden modernisiert, Infrastruktur erneuert und ausgebaut. Ihre Generäle können dann in verschiedenen Gremien sitzen und auf eine Gehaltserhöhung hoffen usw. Statt sich als Brücke zwischen Westeuropa und Russland zu präsentieren und daran auch Geld zu verdienen, versuchen sie zu zeigen, dass sie auch ohne Russland gut auskommen. Sie versuchen, alles Russische(Sprache, Kultur, wenn es möglich ist auch Menschen) aus ihren Ländern wegzufegen oder verstummen lassen. Mit der Zeit, wenn die neue Generation von Politikern an die Macht kommt, die nicht in den USA im Exil lebte oder ihre Bildung da bekam, werden sie aber verstehen, dass das falsch war, es auch anders geht und sie ihre Länder in der Entwicklung gebremst haben. Ich habe selbst an der lettisch-russischen Grenze gesehen, wie viele lettische (keine lettischen Russen) Bauarbeiter für ein Paar Monate nach Russland fahren, um da etwas zu verdienen. Es werden mehr sein und nicht nur Bauarbeiter. Vielleicht deswegen haben Sie Angst von Russland und möchten es lieber schwächen und es in chinesische Hände treiben, in ein Bündnis, wo Russland nicht die erste Geige spielen wird?

Abschlachten fluechtender Zivilisten - Raketenangriffe auf Krankenhaeuser - Zerstoerung der kompletten Infrastruktur der Hauptstadt Suedossetiens - Vertreibung eines Grossteils der Bevoelkerung : Dies ist per Definition Voelkermord, sprich Genozid, und nichts anderes. Wer bitte hat wen zuerst angegriffen ?? Sollte Russland sich dies etwa bieten lassen ?? Habe mir tagelang Dokumentationen auf Russia Today angesehen. Es gibt keine Zweifel, wer der Aggressor ist. Ich hoffe nur, dass die USA einen demokratischen Praesidenten erhalten und nicht diesen verbitterten, alten, krebskranken Republikaner. Wir haben heute sehr gute Beziehungen zu Russland. Dies moege so bleiben................ Interessanterweise bilden sich dieselben Allianzen heraus wie beim Irak-Krieg. Ist sehr auffaellig.............zum Glueck gibt es selbstbewusste Nationen wie Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, die den USA nicht nach dem Mund reden.

Das Sie am Wahrheitsgehalt der Zerstörungen und Massaker in Süd-Ossetien zweifeln, verwundert mich nicht. Ich denke, dass sie leider einer der vielen sind, die ihr Wissen lediglich aus den Mainstream-Medien beziehen und keine alternativen Quellen (bspw. russiatoday, the independent etc.) zu Rate ziehen. Sind im Grunde eine gutes Beispiel dafür, dass die Medienpolitik hierzulande (und woanders auch) den gewünschten Effekt erzielt. Grob gesagt; Georgien = gut / Russland = böse. Viele Grüße

Zum besseren Verständnis, wie die USA – Administration zur UNO und den Machtverhältnissen in der Welt stehen. Es gab im Herbst vergangenen Jahres eine UN-Konferenz zum Umweltschutz in Washington. Dort wurde, nachdem sich die USA wieder nicht der Meinung der Mehrzahl der teilnehmenden Länder anschließen konnten, die Frage eines deutschen Journalisten an einen hohen Vertreter der USA gestellt, - warum wohl nicht. Sinngemäß äußerte er sich zur UNO so. In der UNO sind Vertreter einzelner Staaten versammelt, die das zu tun haben was die USA von ihnen verlangen. Und wenn sie es nicht tun, werden wir sie auf die eine oder andere Weise dazu bringen. Im Weiteren hat er sich zum Verständnis der USA über Demokratie und Freiheit ausgelassen. Kurz: Demokratie ist das Recht des Stärkeren! Freiheit ist die Macht des Stärkeren! Das beantwortet doch die Frage, ob die USA alles bestimmen, oder?

Die Haltung von Deutschland und Frankreich erinnert sehr stark an das Münchner Abkommen. Erst werden die kleinen Staaten verraten..... Die Blauäugigkeit des Westens gegenüber Rußland ist erschreckend. Hier scheint noch niemand vom Prinzip des "Sammelns russischer Erde" gehört zu haben. und dieses Prinzip galt in Rußland, in der Sowjetunion und jetzt wieder in Rußland. Bezeichnenderweise wird in russischen Schulbücher das polnische Volk als Kleinrussen bezeichnet. Das Leute die in Moskau ausgebildet wurden nicht sehen wollen das Rußland zu einer Gefahr für Deutschland geworden ist, ist nachvollziehbar, das die CDU und die FDP das Prinzip der Freiheit verraten, ist bitter!

Es enttäuscht, dass die FAZ sich in den unkritischen Schwarz-Weiß-Chor einreiht. Was bei der Südossetien-Berichterstattung, auch über die FAZ hinaus, verstört ist der Gesamteindruck, dass Meldungen aus "Tiflis", journalistisch natürlich korrekt als solche gekennzeichnet, in großer Zahl und oft ohne journalistisches Korrektiv weitergetragen werden, während Meldungen aus "Moskau" kaum Erwähnung finden. Die Rollen und die Schuld scheinen darüber hinaus aber von Grund auf klar verteilt. Ein Hinterfragen der Rolle Tiflis' findet kaum bis gar nicht statt. Man erwartet von keiner der Konfliktparteien oder ihrer Medienpropaganda Ausgewogenheit. Die Massierung der kritiklos pro-georgischen Berichterstattung und Kommentierung ohne Korrektiv wirkt geradezu wie eine Mobilmachung der Transatlantiker mit den unrühmlichen Tiefpunkten Joffes in der Zeit (Bär und Maus) und von Klaedens heutiges Interview im DLF (Srebrenica als Grund für Kosovos Unabhängigkeit). Die FAZ marschiert mit. Man kann/muss sehr viel an Russland allgemein und speziell in Südossetien kritisieren, doch man verliert an Glaubwürdigkeit, wenn die Kritik so pauschal und einseitig vorgetragen wird. Mehr Grautöne bitte!

Für ein WHO-Beitritt ist die Zustimmung aller WHO-Mitglieder erforderlich. Russland ist WHO noch nicht beigetreten. USA haben die Zustimmung zwar erteilt, aber können diese natürlich zurückziehen. Georgien ist auch ein WHO-Mitglied. Georgien hat noch nicht zugestimmt. Der Streitpunkt bei Russisch-Georgischen Verhandlungen über WHO-Beitritt Russlands war die Weigerung Russlands der Stationierung georgischer Zollbeamten an allen Georgisch-Russischen Grenzübergängen zuzustimmen, weil dadurch, nach russischer Meinung, die georgische Regierung ein wirtschaftliches Kontrollinstrument über die abtrünnige Regionen erlangt hätte.

eures Weltbilds. Wieso ist jemand an diesem Konflikt schuld? Wieso soll's einen Guten und einen Bösen geben? Wieso soll's Opfer und Täter geben? Kann nicht einfach die Summe ungklücklicher Ereignisse das Monster des Krieges hervorgerufen haben? Sind Tod und Leid, Propaganda und Lügen nicht die Waffen der Kriegsführer? Einige berichten von den bösen Russen, die Georgien überfiehlen. Andere schreiben davon, wie schrecklich der vom georgischen Präsidenten verübte Genozid ist. Ist Russland nun Befreier oder Unterdrücker? Ist Georgien nun Opfer oder Täter? Wenn wir weiter ausholen, dann hat die amerikanische Propagandakampagne, die seit jeher gegen Russland läuft, diesem Land doch genau den Ruf gegeben, den das größte Land der Welt nun vertritt. Ist also Amerika schuld? Mir geht's eigentlich nur um eins: Löst euch von Strukturen, die euch vorgegeben werden. Denkt selber nach!

Man kann gut vertreten, dass es Russland nicht nur um Schutz der leidenden Bevölkerung in Süd Ossetien ging, sondern auch um ihre strategischen Interessen. Es ist aber naiv zu denken, dass die Amerikaner in erster Linie die freiheitsliebenden Georgier schützen wollen. Amerika hat schon häufig bewiesen, dass Sie bereit ist auch diktatorische Regime zu unterstützen, so lange es in ihren Interessen liegt (Vietnam, Iran, Cuba etc.). Aus diesem Grund ist es nur verständlich, dass Deutschland keine harte Linie gegenüber Russland einschlagen möchte. Schließlich ist Russland ein wichtiger Absatzmarkt und Energielieferant. Wenn man jetzt anfängt auf Russland übermäßigen Druck auszuüben wird man nur die Kräfte im Land stärken, die von Zusammenarbeit mit dem Westen nichts halten. Gerade wir in Deutschland müssen wissen, dass es ein falscher Weg ist. Mich verwundert auch, dass wir all zu hohe Anforderungen an Demokratie in Russland stellen. Man darf nicht vergessen, dass Russland erst seit ein Paar Jahrzehnten den Weg der Demokratie eingeschlagen hat. Im Vergleich zu anderen Ländern, aus denen wir Öl und Gas exportieren, ausgenommen Norwegen, ist Russland eine beispielhafte Demokratie.

Nach Gorbatschow und Jelzin war ich immer wieder verblüfft, wie blauäugig, um nicht zu sagen einfältig, die EU-und NATO-Politiker russischen Zusagen und Versprechungen geglaubt haben. Ein Bär ist und bleibt ein Raubtier, auch der russische!

In einigen Kommentaren wurde immer wieder daraufhin gewiesen, dass Stalin Georgier gewesen sein, wohl zu dem Zweck, diesem alten christlichen Kulturvolk kollektiv gewisse aggressive Eigenschaften nachzusagen. Abgesehen davon, dass damit unterschwellig rasistische Einstellungen bedient werden, ist es auch nicht ganz korrekt: Iosseb Dschughaschwili alias Josef Stalin wurde in Gori (ja, in Gori!) als Sohn eines Georgiers und einer Ossetin geboren. Stalin ist somit ein Produkt der georgisch-ossetischen Freundschaft.

Auch für mich stehen die deutschen Interessen an erster Stelle. Für Deutschland sehe ich keinen großen Sinn im Afghanistan-Einsatz. Ein Interwesse sollten wir an guten Beziehungen zu den USA und soweit möglich zu Russland haben. Auch ist eine Diversifizierung der Energieliefer- und Transportländer außerordnetlich wichtig. In diesem Punkt stehen unsere Interessen denen Russlands klar entgegen und eine "strategische Partnerschaft" ist vorerst nur leeres Gerede.

Georgien greift mit voller Härte und vollkommen unerwartet, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, Süd-Ossetien an. Dies ruft eine - von Georgien auch erwartete - militärische Gegenreaktion Russlands hervor. Georgien - insbesondere Herr S. - nutzt seinen Medienvorteil (CNN & BBC lassen grüßen) in der westlichen Welt, um sich als "Opfer" und die Russen als eigentlichen "Aggressor" darzustellen. Es wird eine öffentliche Meinung etabliert, die zu verstehen glaubt, dass das "Opfer" Georgien Hilfe braucht, da es ja unverschuldet (Kurzzeitgedächtnis) in einen Krieg gezogen wurde. Die USA, bekannt als globaler Samariter, nutzen die Situation um eine "humanitäre" AKtion anzuführen, die vom US Marine als auch der US-Luftwaffe unterstützt wird. Die USA erlauben es sich in dieser Situation, mehrere Tausend eigener Soldaten im Land zu belassen, die die Stabilität des Friedens gewährleisten sollen und Georgien vor weiteren Unterdrückungen der russischen Militärmaschine bewahren sollen. Und am Ende...am Ende haben die USA ohne Zustimmung ihrer Bündnis-"Partner" Georgien de facto als NATO-Mitglied integriert. Und nicht zu verachten sei auch der 2. Vorteil; Russland ist an einer weiteren Stelle von den Stelle von den USA umzingelt. Und wozu das Ganze?

Die Balten und auch Polen vergessen dabei nur ihre Rolle im Russischen Bürgerkrieg und Zweiten Weltkrieg. Die furchtbaren Verbrechen die dort an der russischstämmigen Bevölkerung verübt wurden, wurden von diesen bis heute nicht anerkannt. Was in der Sowjetunion geschah, verurteile ich genauso, doch sollten diese Staaten aufhören sich in ihrer Opferrolle zu wälzen und sich eingestehen, daß sie eine wesentliche Mitschuld an diesen Spannungen haben. Ich betrachte Russland nicht anders als die USA. Es handelt sich im Großmächte die ihre Interessen durchsetzen. Was ich aktuell verurteile ist die Doppelmoral des Westens. Sichert Russland seine Grenzen und kommt seien Bündnisverpflichtungen nach, ist es der "Aggressor". Überfallen die USA Staaten in Südamerika oder unterstützen dort Regime, ignorieren wir das. Bombardiert die NATO im Auftrag der USA Belgrad, kämpft sie für Menschenrechte. Wir in Europa sollten uns von dieser Vasallentreue endlich lösen und die Aktionen beider Großmächte nach den gleichen Maßstäben bewerten. Und hierzu kann ich auch nur sagen: Wenn Balten, Polen und Briten lieber der USA hinterherrennen, haben sie in der EU nicht's zu suchen.

Irgenein deutscher Politiker meinte mal, wir dürfen jetzt nicht in einen oberflächlichen Antiamerikanismus verfallen. Aber meiner ist gar nicht oberflächlich!

"Wissen Sie was los wäre, wenn mehr Menschen wüssten was hier los ist?" Russland wird von Amerika diskreditiert, Rufschädigung! Achtet doch mal auf amerikanische Filme der letzten 40 Jahre. Sagt Bescheid, wenn ihr einen findet, in dem das größte Land der Welt (!) nicht wie eine Ansammlung von Schurken und Mörder dargestellt wird. Die Rote Armee hat ihren Ruf weg! Mehr kann die USA im Moment nicht machen. Zu viele eigene Soldaten sind damit beschäftigt die eigenen dreckigen Kriege auszufechten. Ausschluss Russlands aus der G8? Versagung von Handelsbeziehung zu Russland? Ein waghalsiges Experiment! Bitte vergesst nicht, wie viele Atomwaffen in Russlands besitz sind. Wäre doch schade, wenn ein Atom-U-Boot aufgrund der veralteten Technik in der Nähe einer gut besidelten Hafenstadt detoniert.

In diesem Konflikt sehe ich keine Gewinner. Russland hat aus seiner Sicht das richtige getan. Ein prorussisches Volk wurde von dem dort ansässigen Diktator terrorisiert. Daraufhin hat Russland so gehandelt, wie wir alle es von Kindheit an kennen: "Als Familie steht man zusammen!" Selbstverständlich tut Russland etwas so selbstloses nicht ganz umsonst (außenvor möchte ich die Interessen einzelner russischer Politiker und dessen amtierenden Marionetten lassen). Wenn man den Sachverhalt darauf beschränkt, lässt die ganze Geschichte einen anderen Betrachtungswinkel zu. Russland scheint zwar ein Paar (versteckte) gute Absichten gehabt zu haben, wusste zu dem Zeitpunkt der Angriffsbefehlserteilung wahrscheinlich selbst nicht, welche Folgen das haben könnte. Südossettien hat meiner Ansicht nach ein Recht auf Selbstbestimmung und damit auch auf Unabhängigkeit. Egal was die "Rechtspakete" von 1966 oder ein paar andere alte Trottel bestimmen. Viel interessanter ist aber: Wer soll die Führung übernehmen? Etwa der inoffzielle Präsident/Mafiosi Südossetiens? Oder der Russlands oberster Chef Putin - äh - ich meine natürlich Medwedjew. Wir sollten aufhören das größte Land der Welt zu diskreditieren, denn genau darum geht es den USA doch...

"Washington .....und erwägt, Russland aus der Gruppe der führenden Industrienationen (G 8) und der Welthandelsorganisation auszuschließen...." Moment mal - bestimmen denn die USA, wer zur G8 und zur WTO gehört und wer nicht? Ist ja interessant!

Eben!!!! Es ist nicht die Aufgabe von Deutschland, auch in Afghanistan für die Amis zu kämpfen. Die deutschen Interessen sollen für Deutschland im Hintergrund stehen. Ich bin eben gegenüber meiner Wahlheimat patriotisch eingestellt. Ich sehe aber die deutschen Interessen eben bei Rußland. Russisch-deutsche Freundschaft und Partnerschaft entsprechen meiner Meinung nach den Deutschen Interessen. Das starke Rußland ist im Interesse von Deutschland. Usw...

Es hat wenig Sinn, gebetsmühlenhaft Meldungen, Verlustzahlen und groteske "Genozid"-Vorwürfe staatlich-russischer Agenturen und Medien nachzubeten, die substantiell von 3. Seite nicht bestätigt worden sind. Der georgische Angriff auf Zvinchali hat seine Vorgeschichte in den süd-ossetischen (?) Provokationen auf Zivilisten vor dem 7.08. Die konkreten Geschehnisse ähneln auffallend denen des Sommers 2004, ohne dass damals Moskau massiv eingriff. Die Indizien mehren sich, dass die russische Intervention in Georgien per se beschlossene Sache war - und Anlaß und Termin dafür a la carte ausgewählt, wenn nicht provoziert worden sind. Steinmeier hat das Spiel doch selbst erlebt; für die Marionettenregime der bevölkerungsentleerten Abchasien und Süd-Ossetien kam nur noch "formale Unabhängigkeit" in Frage - völkerrechtlich für die EU unakzeptabel !

Sie können es wohl kaum als paranoid bezeichnen, wenn z.B. Litauer Russland und seine Großmachtansprüche in anderem Licht sehen als Deutsche. Immerhin wurde jeder zehnte Litauer im und nach dem zweiten Weltkrieg nach Sibirien verschleppt. Glauben Sie ernsthaft, dass ein Volk solche Dinge einfach vergisst, damit sich Deutschland nict in seinen Beziehungen zu Russland gestört fühlt? Ich fasse diese Ignoranz einfach nicht! Russland hat heute östlich der Oder ein Image wie Deutschland 1950 westlich des Rheins. Beides war und ist gerechtfertigt. Und so wie sich Deutschland seiner Vergangenheit gestellt hat, wird auch Russland dies tun müssen, wenn es geachtet werden will! Ich sehe es also richtig, dass es Ihnen nicht in erster Linie um die Selbstbestimmung der Südosseten geht, sondern darum, dass Russland sich gegen Georgien und den Westen durchsetzt? Wenn dem so ist, dann frage ich mich, woher diese Abneigung kommt. Sie nutzen doch gerade ihr gutes Recht, in einem westlichen Land westliche Politik zu kritisieren. Könnten Sie auch, würden Sie in Russland leben, im Forum einer russischen Zeitung die Politik der russischen Regierung kritisieren?

"Georgien hat angefangen" ,"Georgien hat ganze Städte in Schutt und Asche gelegt","Georgien hat ein ganzes Volk massakriert","eine ganze Stadt zerstört".... Soso ! Wenn das alles so wäre,wo sind denn dann die Bilder von diesem ganzen Masaker,von den Hunderten von Toten,von den zerstörten Städten,vom Massaker ? Würde nicht gerade Putins Staatsfernsehen und -presse schon tagelang und ununterbrochen derartiges senden ,derartiges ausweiden bis zum Erbrechen?! Bisher hat's aber keiner gesehen. Es ist ja verständlich,daß gewisse Personen und Kreise die Russen wieder dort sehen möchten,wo sie einmal waren : als halb Europa besetzendes,die Welt mit Stellvertreter-Kriegen und diversen Unruheherden anzündelnde Militär- und Geheimdienstmacht ,die Gegner allzugern im GULag verschwinden läßt. Ach ja,jemand meinte sogar ,die Russen hätten 1990 -obwohl sie es nicht brauchten- Europa freiwillig (!) und freundschaftlich aus ihrem militärischen Klammergriff entlassen.Nein ! Weil sie eben den kalten Krieg VERLOREN haben ! Die Osteuropäer wollten keine russsichen Untertanen mehr sein.So wie die Georgier es nicht sein wollen.Offenbar will das lediglich manch zweifelhafter Zeitgenosse in Deutschland !

Per Definition ist das, was Georgien hier angestellt hat, Genozid, also Voelkermord. Dafuer werden die Verantwortlichen sich eines Tages vor einem internationalen Tribunal wiederfinden. Mord, Zerstoerung der kompletten Infrastruktur, Bombardierung von Krankenhaeusern in der suedossijetischen Hauptstadt, Ermordung fluechtender Zivilisten aus derselben. Tatsache ist und bleibt auch, dass georgische Friedenssoldaten auf russische Angehoerige desselben (!) Bataillons geschossen haben und mehrere Ex-Kameraden ermordeten. Ich hoffe nur, dass uns der naechste US-Cowboydummkopf erspart bleibt und wir die sehr guten deutsch-russischen Beziehungen weiter ausbauen werden.

Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieser Krieg die 2. (Irak-Afghanistan – die 1.) Stufe in der Eskalationsdynamik in Richtung eines Weltkrieges darstellt. Und der Motor dieser Entwicklung ist mitnichten die Bush-Administration, sondern das Transnationale Kapital (das nicht identisch ist mit den USA), das alle politischen Bündnisse (auch staatliche Identitäten) nun auf die Probe stellt. Ob Nato, GUS, EG, das ist völlig egal, denn alle kämpfen gegen alle (politisch gesprochen). In der Wirtschaft stellt sich das dagegen so dar, dass es überhaupt keine Verbindungen, Verpflichtungen oder gar Waffenbruderschaften gibt. Das Transnationale Kapital ist politisch entbunden und in seiner betriebswirtschaftlichen Dimension mit einem singulären schwarzen Loch zu vergleichen. Transbetriebswirtschaftlich (Volkswirtschaften gibt es ja nicht wirklich, eine Deutsche Bank fühlt sich in China sicherlich nicht als deutscher Vertreter, dies hat gar ein Helmut Schmidt kürzlich erst in der "Die Zeit" bedauert) betrachtet, wäre das die Gespensterbewegung des „reelen“ Kapitals mit seinem virtuellen Tandem. Kriege drücken (auch) den Versuch aus, virtuelles Kapital in reelles zu verwandeln, wobei reeles Kapital vernichtet wird.

... hier ein auszug aus spiegel online: Anna Neistat, Direktorin des Moskau-Büros von Human Rights Watch (HRW), drückt es so aus: "Der Klammergriff der staatlichen Propaganda ist besorgniserregend." Es sei praktisch unmöglich, "verlässliche Informationen über aktuelle Entwicklungen und reale Opferzahlen zu bekommen", sagte sie SPIEGEL ONLINE. In Berichten über die südossetische Hauptstadt seien Opferzahlen klar manipuliert worden, sagt Neistat - einzig zum Zweck der kriegerischen Stimmungsmache. Russlands Botschafter in Georgien hatte am Samstag erklärt, durch georgische Bombardements seien in der ersten Kriegsnacht 1500 Menschen gestorben, "98 Prozent Zchinwalis liegen in Ruinen". Doch das Feldhospital von Alagir, in das fast alle verwundeten Südosseten und Russen zunächst eingeliefert werden, nahm laut Neistat in jener Nacht lediglich ein Dutzend Verwundete auf. "In modernen Kriegen ist die Zahl der Verletzten durchschnittlich dreimal höher als die der Toten", sagt sie. "Niemand kennt die genauen Opferzahlen, aber sie dürfte wesentlich niedriger liegen als von Russland behauptet."

wie es im Verhältnis von EU, USA und Russland weitergeht hängt nicht davon ab, was Gas Kunde Steinmeier sagt, sondern allein davon, wie schnell sich Russland aus Georgien, wie vereinbart, zurückzieht. Der Vorschlag des russischen Präsidenten, Georgien solle vertraglich absichern, die abtrünnigen Gebiete nicht mehr anzugreifen, stimmt zwar in der Richtung, sollte jedoch in einem gegenseitigen Nicht - Angriffspakt mit gegenseitiger Anerkennung des Sonderstatus dieser Gebiete, einmünden.

Stellen Sie sich vor, Russland hätte nicht eingegriffen. In Südossetien (Bevölkerung vor Ausbruch der Kämpfe ca. 70.000) starben nach russischen Angaben innerhalb weniger Stunden 1.400 ossetische Zivilisten als Folge des georgischen Angriffs. (Über diese Opfer und ihr Leiden und das der vielen Menschen die nach Russland entkommen konnten, wird meiner Meinung nach viel zu wenig gesprochen. Die Zahl der Opfer wird nur von den Georgiern in Frage gestellt). Wieviel mehr Unschuldige hätten noch sterben müssen ? Konsequenz? Die Aufnahme von Georgien in den Membership Action Plan der NATO im Dezember 2008, weil Georgien seinen Territorialkonflikt nun ja "gelöst" hätte ? Welche Qualitätsstandards besitzt die NATO für neue Mitglieder ? Wie glaubwürdig sind eigentlich die georgischen Angaben zu eigenen und fremden Verlusten ? Von Tiflis aus operierende Journalisten wurden nach Gori gebracht um dort die Schäden an zivilen Gebäuden zu begutachten. Ich habe noch nicht gehört das jemand die dortigen georgischen Kasernen und Militäreinrichtungen inspiziert hat um die russischen Angaben zu prüfen, genau auf diese gezielt zu haben. Ich lese sehr gerne Zeitung, aber in diesen Tagen fühle ich mich durch die einseitige Berichterstattung entfremdet.

Gibt es nicht genug Not und Elend auf unserer Erde, wo der Einsatz der doch begrenzten Möglichkeiten und Ressourcen viel dringender wäre? Es wäre wirklich nach der Aufgabe des Sowjetimperiums von Nöten gewesen, dass die USA als einzig verbliebene Ordnungsmacht, ein anderes politisches Klima geschaffen hätte, dass zur Lösung der wirklich dringenden Menschheitsprobleme geführt hätte. Das erforderte aber ein Umdenken von einer Imperialmacht zu einer Ordnungsmacht, gestützt auf die UNO bei Anerkennung von gleichberechtigten Mitgliedern in diesem Gremium durch die USA. Also, ein Umdenken der USA auf ein Miteinander, auch mit Russland in dem besagten Konflikt, statt ein Gegeneinander ist jetzt gefragt.

Russland wollen wir nicht einmal zugestehen, im eigenen Land und in seinem Umfeld Interessen zu haben, zumal die laufenden Aktivitäten der USA und der NATO gegen getroffene Vereinbarungen zwischen NATO, den USA und Russland (damals UdSSR) verstoßen. Warum dulden und begünstigen wir jeden noch so opfereichen und schmutzen Krieg der USA ( Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan und viele andere indirekte Kriege mit angeheuerten Söldnern und Schurken, wie sie diese selbst zu nennen pflegen – sie müssen nur den zeitgemäßen Interessen der USA dienen)? Warum akzeptieren wir jede noch so offensichtliche Lüge der USA zur Begründung ihrer Kriege? Nur weil Herr Bush angeblich von seinem Gott beauftragt wurde, Demokratie und Freiheit in der Welt zu verbreiten, wie er selbst öffentlich geäußert hat? Sind dafür so viele Menschenopfer und destabilisierte Regionen auf unserem Erdball zu akzeptieren?

Teil 1 Es ist schon betrüblich und beschämend, hier Lesermeinungen über die Ereignisse in Georgien im Tonfall des „kalten Krieges“ zu lesen. Es ist schlimm und verurteilenswert, dass es zu diesem Krieg gekommen ist. Es ist bedauernswert für die betroffenen Menschen, dass es bislang keinen politischen Weg zur Kompromisslösung gab. Warum ging es beim Kosovo? Da haben die USA ihr Versprechen an ihre Untergrundarmee( UCK) einlösen wollen und es mit der Hilfe der Europäer durchgesetzt. Warum kann dieser Weg nicht auch für die besagten Konfliktregionen tragfähig sein? – Nur weil es den Interessen der USA für ihren Zugriff auf die in der Region zu sichernden Ressourcen widerspricht? Warum wird in diesem Konflikt einseitig Russland verurteilt? (USA und Israel stellten vorweg Georgien je 1000 Militärberater). Der Konflikt schwelt schon über Jahrzehnte – den Krieg hat Georgien begonnen, wie wir lesen konnten. Warum billigen wir den USA uneingeschränkt das Recht auf globale Interessen in der ganzen Welt zu und nehmen die zur Durchsetzung dieser Ziele geführten Kriege billigend in Kauf?

rweiter entfernung bombardiert wie jetzt die südossetische stadt zwinkali durch die georgische regierung? haben die faz und all die medien, die jetzt das vorgehen sarkaschwilis verteidigen, damals die bombardierungen unter dem kommando milosevics und seiner getreuen auch gerechtfertigt oder waren sie nicht empört? wieso jetzt diese rechtfertigung der aktionen der georgischen regierung, die genauso handelt - teilweise bis in die einzelheiten - wie die serbische regierung und ihre vasallen in bosnien und kroatien? was reitet die meisten westlichen journalisten, nun völlig andere kriterien anzulegen als im früheren jugoslawien, wenn es um die autonomie oder unabhängigkeit von gebieten, regionen, staaten geht, die nicht mehr so leben möchten, wie ihnen aufgezwungen wurde? wieso sind die bestrebungen im kosovo oder tibet gerechtfertigt, aber in südosssetien und abchasien nicht? die situationen in diesen regionen sind allesamt vergleichbar. um sich eigene gedanken zu machen und zu recherchieren was wirklich passiert, steht auch der redaktion der faz das gesamte internet zur verfügung. man ist nicht einmal nur auf russische quellen angewiesen, aber offensichtlich besteht in diesem falle kein interesse an umfassender berichterstattung.

An alle, die Russland hassen: Russland ist in seiner Geschichte immer dann stärker geworden, nachdem andere Völker Russland angegriffen haben (Polen, Balten, Mongolen, Franzosen, Engländer, Rumänen, Deutsche, Türken, Tschetschenen und nun Georgier und vor allem USA). Die Angriffe kamen immer wegen Neid auf den "Lebensraum" und Rohstoffe zustande, die Russland besaß und besitzt. Jedes mal nach einen Angriff wurde der "Lebensraum" der Russen größer, ihre militärischen Möglichkeiten mehr. Mit dem Krieg in Jugoslawien, hat Moskau jetzt einen starken Verbundeten an der Adria = Serbien. Dort hat man die Serben als Russen hingestellt und sie attackiert, ohne dass die Serben diese Rolle spielen wollten. Man konnte aber keine echten Russen attackieren also zwang man die Serben Russe zu spielen. Jetzt haben die diese Rolle zur Realität gemacht. Abchasen und Osseten machen das seit letzter Woche auch. Die EU und USA hatten die Möglichkeit beide Nationen auch zu Nicht-Russen zu machen. Chance verpasst. Saaka, der Schlächter vom Kaukasus, war nun schizophrener als die Führer der Osseten und Abchasier und damit geeigneter als Marinoette der USA (siehe auch Diktatoren in den Bananen-Republiken Südamerikas ala Pinochet und Co.)

also blieb ich unlängst vor dem Kaufhaus in Limburg draußen auf der Bank sitzen. Neben mir ein älterer Mann, der aus der selben Motivation lieber die Sonne als die stickige Kaufhausluft genießen wollte. Wir kamen ins Gespräch. Der alte Mann war ein Tschetschene. Er hat mir nichts erzählt von bösen Russen und guten Tschetschenen, nichts von irgendwelchen äthnischen Konflikten. Alles was er sagte, war: "Bei allen Kriegen heute geht es nur um eines: um Öl.". Wenn man versucht, aktuelle Kriege jenseits des Medienfeuers auf diesen Punkt zu reduzieren, wird man sich der Erkenntnis schwer entziehen können: der Mann hat Recht. P.S. Ich hatte leider nicht die Zeit, alle 350 Kommentare vorher zu lesen. Sicher bin ich nicht der erste mit dieser Weisheit.

Die Machtverhältnisse USA - EU - Russland - China bestimmen sich aus (1) Atomwaffen (2) militärische Interventionsmöglichkeiten und (3) wirtschaftliche Druckmittel. Wer Atomwaffen besitzt kann nicht einfach mit militärischer Gewalt bedroht werden - das gilt für alle Blöcke. Die militärichen Interventionsmöglichkeiten können sich also nur gegen die kleineren und eventuell Mittelmächte zwichen den Blöcken richten. Je näher eine Macht dem kommt, was eine andere als ihr Glacis betrachtet, desto erbitterter die Gegenwehr. Das war in Mittelamerika nicht anders als im Kaukasus. Wie Bush glaubte, mit überschaubarer Bereitschaft zu einem Stellvertreterkrieg im Kaukasus seinen Einfluss bis an die Grenze Russlands ausdehnen zu können ist sein Geheimnis. Was die EU betrifft, so können wir den Willen zu militärischer Intervention bis in den Kaukasus hoffentlich ausschliessen. Ein anderes Problem ist aber die wirtschaftliche Abhängigkeit. Sollte tatsächlich der Öl- und Gastransport durch Georgien für die EU lebensnotwendig sein, dann sind jede Menge düstere Szenarien vorstellbar. Da würde ich doch an die Spitze der Agenda setzen: Unabhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern!

Da wird der Bundesaußenminister wild beschimpft für den Versuch die Lage nicht vollends eskalieren zu lassen. Was soll er denn Ihrer Meinung nach sonst machen? Vielleicht mit Merkel, Sarkozy, Brown und Bush nach Tifllis reisen und hohle Solidaritätsbekundungen abgeben ähnlich wie unsere Osteuropäischen Freunde? Oder sollte evtl. gleich die Mobilmachung ausgerufen werden und wir Richtng Osten marschieren? Und wenn wir schon d abei sind können wir doch auch gleich noch die Chinesen bestrafen dafür das...ja wofür eigentlich? Ach egal irgend ein Grund fällt uns schon ein. Ich kann nur hoffen das dies nur die Meinung einer sehr kleinen Gruppe hoffnungslos verbitterten, konservativen Hardlinern ist und das diese Leute NIE NIE NIE soviel politischen Einfluß bekommen diese Ansichten durchzusetzen. Ansonsten sehe ich schwarz für Deutschland und wir haben bald wieder die Zustände wie vor 20 Jahren und schlimmer.

Aus eigener Erfahrung kann ich Sie beruhigen. Ich habe nähmlich das genaue Gegenteil erlebt. Die Kommentare, so wie Ihrer, die ich als "belanglos" markiert habe, wurden plötzlich grün. Ein Schlem, wer dabei Böses denkt...

Liebe Frau Mezentzev, Ihr Aufruf, in die Kirche zu gehen und für die Seelen der Versorbenen zu beten, gehört zu den besten Kommentaren hier. Ich kann mich nur anschließen. Wie in einem orthodoxen Gebet heißt (von mir ins Deutsche übersetzt): Herr, laß die Seelen Deiner Knechte im Frieden ruhen, und vergebe ihnen ihre Sünden, die absichtlich oder nicht absichtlich begangen wurden... Amen. (Upokoj, Gospodi, dushi rabov Tvioh, i prosti im pregreshenija ih vol'nye i nevol'nye... Amin')

Was Informationsmanipulation angeht, waren ja auch die USA hier Vorreiter, im Irakkrieg wurde gezielt versucht den sauberen Krieg (bei dem "nur" militärische Ziele angegriffen würden) vorzuführen. Unschöne Bilder von Leid, Tod und Zerstörung, das war nicht erwünscht. Insofern ist nun die russische Manipulation hier die unmoralische Fortsetzung, dessen was durch die Grossmachtspolitik vorgemacht wurde. Weiter fällt auf, das vertragliche Vereinbarung unter internationaler Vermittlung (Waffenstillstandsabkommen) wenig verbindlich sind, diese Umgang mit offenem Wortbruch, auch hier finden wir wieder -lange zuvor- , dass die USA diesen unmoralischen zwischenstaatlichen Umgang in der Grossmachtspolitik gesellschaftsfähig machten: ihre vertraglichen Verpflichtungen zu Reparationen an Vietnam kamen sie nie nach, bis heute. Und Vietnam ist immer noch arm, ganz schlecht geht es den Menschen, die infolge der US-Dioxinverseuchung mit Behinderungen geboren wurden, humanitäre Hilfe der USA wäre auch heute noch angebracht, wenn sie bereit wären Verantwortung zu übernehmen, für das, was sie angerichtet haben.

Es ist doch ein Witz, dass Russland über sein Veto-Recht jede Entscheidung des Weltsicherheitsrates blockieren kann, genau wie China in der Tibet-Frage. Es ist dringend an der Zeit den Schmusekurs mit dem russischen Bären zu beenden und Druck auf Russland auszuüben. Regide Ablehnung von Geschäftsvisas, Einfrieren russischer Gelder auf europäischen Konten und Entsendung einer bewaffneten Friedenstruppe, die die Einhaltung des Waffenstillstandes und das Verlassen der russischen Agressoren aus dem georgischen Kernland sicherstellt. Was hier passiert ist nicht der Wille des russischen Volkes, sondern das Vorgehen der korrupten Riege des Kremls.... Ich habe gestern mit Tschechen gesprochen, die den Einmarsch 1968 der Russen erlebt haben......die hegen unglaubliche Symphatien mit den Georgien.... Martin Engel

Es ist doch ein Witz, dass Russland über sein Veto-Recht jede Entscheidung des Weltsicherheitsrates blockieren kann, genau wie China in der Tibet-Frage. Es ist dringend an der Zeit den Schmusekurs mit dem russischen Bären zu beenden und Druck auf Russland auszuüben. Regide Ablehnung von Geschäftsvisas, Einfrieren russischer Gelder auf europäischen Konten und Entsendung einer bewaffneten Friedenstruppe, die die Einhaltung des Waffenstillstandes und das Verlassen der russischen Agressoren aus dem georgischen Kernland sicherstellt. Was hier passiert ist nicht der Wille des russischen Volkes, sondern das Vorgehen der korrupten Riege des Kremls.... Ich habe gestern mit Tschechen gesprochen, die den Einmarsch 1968 der Russen erlebt haben......die hegen unglaubliche Symphatien mit den Georgien.... Gruss Drevodom

Wir wollen doch mal klarstellen, wer mit den Eroberungszügen angefangen hat: der größenwahnsinnige S. aus Georgien. Er hat offenbar darauf gebaut, daß der Westen ihn noch stärker als nur mit Diplomatie und Propaganda unterstützt. Anders kann ich mir diese Lebensmüdigkeit nicht erklären, Rußland den lange ersehnten Vorwand für einen Einmarsch zu liefern nach all den Querelen der Vergangenheit. Und selbst S. müßte klar sein, wie seine Chancen gegen die Weltmacht stehen. Da marschiert er also in Südossetien ein und zerstört eine ganze Stadt. Wenn dann der Gegenschlag erfolgt, heult er rum und stellt sich als das unterdrückte Opfer dar. Und der Westen- allen voran die völkerrechtswidrigen Irakeroberer, die sich selbst einen Dreck um Regeln und die Weltöffentlichkeit scheren und selbst isoliert haben- springt auf diesen Karren natürlich auf- nicht der Wahrheit oder Gerechtigkeit wegen, sondern nur aus machtpolitischen Gründen. Doch selbst den Amis, die schon mit Afghanistan und Irak überfordert sind, sollte klar sein, daß sie derzeit keine Chance hätten. Rußland braucht sich vom Westen nichts diktieren zu lassen, und die NATO-Buckler in Asien sehen, wie weit her es mit der Sicherheit durch den Westen wirklich ist- sehr lehrreich. ;-)

Sehr geehrter Herr Bressel, ich danke Ihre zunächst für Ihre Antwort. Sie schreiben: „Aber niemand hat Saakaschwili gezwungen, Zivilisten zu bombardieren“. … Hat er das getan, oder ist das nur ein „Gleiwitzer Sender“? Im Anbetracht der Vorgeschichte (ethnische Säuberung Abchasiens und Südossetiens unter russischer Kontrolle und Verteilung russischer Pässe an die nicht Vertriebenen) und Putins offensichtlichen Willens Europa durch Öl und Gas von ihm abhängig zu machen, ist insbesondere durch sein massenmörderhaftes Verhalten gegenüber den „abtrünnigen“ Tschetschenen wohl offensichtlich, dass Saakaschwili überhaupt keine Zivilisten bombardiert haben dürfte. Nach seinem militärischen Sieg wird sich Putin wohl, wie Hitler, der Meinung hingeben haben, dass die Geschichte allein durch die Sieger geschrieben würde. … Und nun meinen Sie auch, dass die USA in machtpolitischer Rücksichtslosigkeit diesem Tyrannen in nichts nachstünden! Ein russischer Thomas Moore, wäre schon lange tot, Herr Bressel! Das ist DER traurige Unterschied (neben vielen anderen) und „die USA“ als demokratischer Staat können logisch gar kein Tyrann sein. Verfassungsgemäß auch nicht einer ihrer Präsidenten!! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

Herr Saakaschwili hat am vergangenen Freitag versucht, in einem zuvor gut vorbereiteten Krieg, den er blitzartig führen wollte, im Rahmen ethnischer Säuberungen in Süd-Ossetien Fakten zu schaffen. Der Massenmord an der Süd-Ossietischen Bevölkerung stellt ein schweres Kriegsverbrechen da.

"Serbische" Kriegsverbrechen werden der Öffentlichkeit ausführlich ausgebreitet - us-amerikanische (im Irak-Krieg z. B. - es sind mittlerweile unzählige) und georgische Kriegsverbrechen (am vergangenen Freitag in Süd-Ossetien) uns aber weitestgehend verschwiegen. Haben wir wirklich keine Kriegsverbrecher in den eigenen (westlichen) Reihen? Diese Frage ist heute aktueller denn je.

Sehr geehrter Herr Freiling, hier sind wohl sog. Fünfte Kolonnen der eher harmloseren Art aktiv. In gewisser Weise ist die „Lesenswert-Nichtlesenswert-Skala“, wenn es um China oder Putin geht ja auch sehr belustigend! Ich stelle mir dann immer irgendwelche Spinner vor, die beständige die FAZ-Site aufrufen, den Artikel suchen, die Leserkommentare „anklicken“ und dann wie verrückt „rot“ oder „grün“ drücken! Offensichtlich gibt es auch solche, die diesen Vorgang, quasi als Stotterer, beständig wiederholen! So richtig amüsiere ich mich allerdings erst, wenn ich mal darüber nachdenke, aus welch waaaahnsinnig persönlich wichtigen Gründen „die Täter“ sich dann zu diesem Schmierentheater haben hinreißen lassen! SANCTA SIMPLICITAS! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

Nüchtern betrachtet sprich vieles dafür den Streit mit Rußland wegen Georgiens abtrünnigen Provinzen nicht eskalieren zu lassen, da die NATO Rußlands orthodoxem Brudervolk im Kosovo das Gleiche antat und es Rußland unter einigem Gezeter geschehen ließ; ferner ist zu bedenken, dass nicht vom orthodoxen Rußland für das freie Europa im 21. Jahrhundert existenzielle Gefahren ausgehen, sondern von der Gefahr eines Aufstiegs Chinas zur mächtigsten Nation der Erde und dem erneuten Ansturm des Mohammedanertums auf Europa, den unter anderem Saudi-Arabien und der Iran mit den Ölmilliarden vorbereiten. Diese beiden Bedrohungen Europas richten sich aber auch unmittelbar gegen Rußland, das im Kaukasus bereits gegen die saudischen Wahhabiten kämpft und in Sibirien von China bedroht wird. Daher wäre es dringend geboten sich mit Rußland nicht wegen Nebensächlichkeiten zu entzweien und insofern dürfte der Dilettantismus der georgischen Regierung ein großer Segen für Europa und Rußland gewesen sein, da er den beiden Seiten einen unnötigen und gefährlichen Schlagabtausch ersparte.

Als ob die europäische politische Klasse das Kaukasus-Debakel nicht vorhergesehen hätte. Seit März 2008 zieht Moskau die Zügel an im Südkaukasus. Die englische wikipedia doumentiert sorgfältig in ihrem conflict Artikel, wie sich die russische Schlinge seit 5 Monaten immer enger um Georgien gezogen hat. Man erinnere sich, wie Steinmeier vor wenige Wochen in Abchasien glatt von Rußlands Statthalter Bagapsch abserviert worden ist. Klaro ! Da stand die Intervention fest - nur der Termin nicht. Erkennbar ist, dass es keine in sich konsistente Kaukasus Politik der EU und Deutschlands gibt . Das hilflose Rausblasen sinnentleerter Worthülsen heute aus dem Munde Steinmeiers zeigt erneut die tatsächliche Provinzialität und Substanzlosigkeit innerhalb der politischen Klasse.

Die Konflikte um Abchasien und Südossetien sind nicht erst am Freitag entfacht. EU und NATO haben sich nie um eine Lösung altbekannter Probleme gekümmert und waren nie in der Region präsent, obwohl Georgien sich früher desöfteren um eine Vermittlung bemüht hat. Jetzt steht der Westen vor einem Scherbenhaufen und hat keinerlei effektive Handhabe. Putin weiß das und führt den Westen vor wie einen Tanzbären. Besonders schlimm: Es ist ihm völlig egal, ob sich nun die Ost-West-Beziehungen dramatisch verschlechtern oder nicht. Was wurde denn auf den zahllosen Gipfeln unter russischer Beteiligung an gemeinsamer Basis gelegt? Wurden nur Sektgläser gehalten und lukrative Verträge unterzeichnet? Condoleeza Rice ist doch Russland-Expertin. War sie bis vergangenen Freitag noch zu sehr mit Kofferpacken beschäftigt? Hier entlädt sich nicht nur ein Konflikt am Kaukasus, hier löst sich ein großer Knoten an im Hintergrund abgelaufenen Machtpokern. Das nun den Außenministerien von EU-Mitgliedern und USA bloß die Kinnlade runterklappt ist wirklich beängstigend.

Wenn die letzte alternative Leitung für die Energieträger unter Kontrolle Russlands gelangt ist; wenn die Spritpreise in Richtung 5 Euro und die Konjunktur in das Tal der Tränen rutschen; wenn ihr und die, die euch nah sind, die Arbeit verloren habt und sich mit einem Kärtchen für 100g Butter und 1 Laib Brot in eine 200m Lange Schlange stellen müsst. Möchte ich das ihr zurück denkt und euch an diese Tage erinnert. Es ist nicht die Schuld der Regierung (egal welcher Farbe diese dann sein wird), nicht die der Amerikaner und noch nicht einmal die der Russen. IHR SEID SELBST SCHULD! Europa braucht nicht noch mehr tolerantes Geschwätz, Europa braucht dringend mehr Power. Es braucht die Raketenschilder und es braucht endlich wieder ordentliches Militär.

Endlich spricht Bush mal ein Machtwort und garantiert damit, dass es keinen neuen Völkermord à la Tschetschenien im Kaukasus gibt, wie er in Tschetschenien zum Wohle Putins Interessen bereits geschehen ist! Ich bin schon ganz gespannt darauf, wie des Kremls völlig verrostete und veraltete „Kriegsschiffe“, die sich kaum über Wasser halten können (siehe Atom-U-Boot„Kursk“) die Blockade der georgischen Häfen aufrecht erhalten wollen, wenn die US-Marine mit dringend benötigten Hilfsmitteln (Nahrung, Medizin) für die gebeutelte Bevölkerung Georgiens anrückt. … Ein erstes Zeichen (vielleicht ein wenig zu spät) um dem Herren Putin mal seine bescheidenen Grenzen aufzuzeigen! Da mag so mancher antiamerikanischer Spinner in Deutschland (...) ja sonst was heraufbeschwören: Putins Gelüsten, ein neues zaristisches Weltreich aufzubauen, wird an denen scheitern, die bereit sind, für Freiheit, Pressefreiheit (...) ALLES zu opfern. Diejenigen in Deutschland aber, die jetzt Putin zujubeln, tun dies aus einer Mentalität heraus, derer sich auch Hitler schon zu bedienen wusste (gemeinhin „kollektiver Minderwertigkeitskomplex“ genannt). Sönke Peters

Gesamt-Ossetien war seit 1922 autonom in der Sowjetunion. Der Georgier Stalin hat SOss.1936 der georgischen SSR einverleibt. Die Süd-Osseten haben schon 1988 zur Zeit der SU die Wiedervereinigung mit Nord-Ossetien versucht. Abchasien war genau wie Georgien seit 1921 eine sowjetische Republik. In der Zeit des Diktators Stalin (aus Georgien stammend) wurden in Abchasien viele Georgier angesiedelt. Dies ging so weit, dass in Abchasien mehr Georgier als Abchasien lebten. Genauso wurden Russen in den baltischen Republiken angesiedelt. In den 90er Jahren wurden dann viele Georgier wieder aus Abchasien vertrieben. Auch haben viele Russen das Baltikum wieder verlassen bzw. verlassen müssen. Russland hat der Unabhängigkeit der Abchasen und Osseten nicht zugestimmt, um keinen Präzedensfall für andere russische Republiken zu schaffen. Beim Zusammenbruch der SU wurden jediglich die Sowjet-Republiken unabhängig, aber nicht die auch "Republiken" genannten Gebiete innerhalb der jeweiligen SU-Republiken. Die Esten und Litauer sollten trotz ihrem Russland-Hass nicht vergessen, dass sie glücklicherweise unabhängig sind und die Osseten und Abchasen nicht. http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/kaukasische_wirren_1.804290.html

Der Begriff "menschenverachtend" traf nach dem Holocaust im Jahre 1945 Hiroshima/Nagasaki und 1967-1971 in Vietnam (Agent Orange) - noch heute leiden 500'000 Vietnamesen an den Spätfolgen. Diese sind Missbildungen (insbesondere Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten), Immunschwächen und nachhaltige Erbgutveränderungen - zu. Man sollte das schon wissen, wenn man diesen Begriff mit anderen Vebrechen in Zusammenhang bringt - vor allem dann, wenn diese Verbrechen nie stattgefunden haben wie man gleich sehen wird. So soll also Russland die Georgier in Abchasien und Südossetien misshandelt und vertrieben haben - bei Wikipedia findet sich unter Georgien folgendes: Seit der staatlichen Unabhängigkeit 1991 haben etwa eine Million Menschen das Land verlassen. Allein zwischen 2000 und 2005 ging die georgische Bevölkerung jährlich um etwa 1% zurück. Die größte georgische Gemeinschaft außerhalb des Landes existiert in Moskau, nach russischen Angaben rund 300.000 Menschen. Georgien beherbergte 2004 rund 230.000 Vertriebene aus Abchasien und 12.200 aus Südossetien. 12'200 - das sind zwar sehr viele Menschen. Abchasien war mit den Georgiern aber nicht so zimperlich (das hat aber historische Gründe, siehe bei Wikipedia unter Abchasien)

Einfach mal in der Mediathek des ZDF "Kaukasus", "Georgien" oder "Strumpf" eingeben; dann kommt man auf ganz interessante Bericht. zum Beispiel über das Krankenhaus Ts'chinvalis, von dem in anderen Foren geunkt wurde, es sei ja gar nicht zerstört worden. Dass man in die betroffenen Gebiete nicht reinkomme halte ich für eine Ausrede. (...)

Lieber Herr Peters, Genau wie die russische Presse ist die anglosaxonische Presse in diesem Krieg sehr propaganda-haltig. So werden selbst im eher links orientierten CNN Bilder von zerstörten Häusern und Zivilisten nur aus Georgien gezeigt, während es im russischen Fernsehen die Häuser von Südossetien und die vielen Flüchtlinge in Nordossetien zu sehen sind. Der georgische Präsident hatte einen täglichen Propaganda-Auftritt in CNN. Auch deutsche Blätter wie die Süddeutsche zeigten nur georgische Bilder, da es für westliche Korrespondenten anscheinend schwierig ist andere Bilder zu bekommen. In Russland verlangen die Medien, dass Sakaschwili nach Den Haag kommt und genau wie Milosewitsch abgeurteilt, da Sakaschwili genau wie Milosewitsch einen Genozid begangen hätte. Leider wohnen Sie momentan in Kanada und sind der dortigen Progaganda, den öffentlichen und privaten Meinungen ausgesetzt. Genauso gibt es viele in Russland wohnende deutsche Journalisten , die sehr russland-freundlich aber trotzdem frei berichten (z.B. aktuell.ru). Die deutsche und französische Presse ist meiner Meinung nach relativ neutral geblieben, obwohl Russland oft wegen mangelnder Demokratie in der Kritik war.

Die Art und Weise, wie Russland mit Georgien umspringt, ist eine ernste Warnung an andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion, sich nicht der NATO zuzuwenden. Dieser Krieg zeigt aber auch, dass Europa, wenn es darauf ankommt, seinen Bündnisfreunden nur mit schönen Worten hilft. Solche Gegner haben aggressive, imperialistische Staaten wie Russland gern.

Wenn man von Steinmeier etwas hört, ist es entweder dummes Zeug, antiamerikanisches Gequatsche, Anti-Tibetische, chinafreundliche Parolen und Appeasement-Erklärungen für den Iran oder Lybien. Soll er doch nach Russland abhauen und sich auf russischen Panzern durch das zerstörte Georgien kutschieren lassen. Man kann diese mehr oder weniger offene Sympathie für alle Diktaturen dieser Welt von einem Deutschen Außenminister nicht mehr hören. Dieses Relativieren und die Umkehrung von Opfern und Tätern ist nicht mehr auszuhalten.

Liebe Mitbürger, Ihr Zynismus kennt keine Grenzen, Ihre Fähigkeit, Tatsachen für sich zu verdrehen, ist meisterhaft und Ihre Ziele verdienen Verachtung! Tausende Zivilisten in Süd-Osetien sind gestorben und wovon ist bei Euch die Rede? Öl, böse Russen? Was wissen Sie über die humanitäre Katastrophe? Sie sind besorgt, dass russische Miltärs die georgische Waffenlager/ Basen vernichten? Dass die georgischen/amerikanischen Truppen Krankenhäser und Kitas dem Boden gleichgemacht haben mit diesen Waffen interessiert Euch wohl nicht? Dass Ihr die Waffen geliefert/ ausgebildet habt und nur darauf gewartet habt, dass es knallt, wie ist das? Was wissen Sie über den Kaukasus/die Geschichte? Warum ein Standard für den Westen und ein für den Osten? Gehört einer wie Saddam erhängt und einer wie Saaka.. darf Krieg anzetteln? Warum darf sich Kosovo per Referendum für unabhängig erklären und Osetien nicht? Warum begreift Ihr nicht, dass man Euch ein Feindbild (Russland) schafft, um es für sich auszuschlachten? Ist es denn so schwer zu begreifen, dass diese Politik seit Jahrhunderten besteht und Ihr sie mit der Muttermilch aufsaugt? Ist denn Ihr Ziel, Russland zu zersplittern und den russisch-orthodoxen Glauben zu vernichten, etwa ein würdiges?

Die Amis haben wieder Mal ihr "demokratisches" Gesicht gezeigt. Dortige Medienkampanie - Zynismus pur. Die Sache ist ganz einfach: Saakaschwili hat Realität verloren, nachdem NATO-Nähe so nah schien. Die Variante Blitzkrieg ist nicht aufgegangen. Hintergrund: Stalin (Georgier) teilte Ossetien von Russland und schenkte den südlichen Teil seinen Landsleuten. Das haben Osseten nie anerkannt, besitzen zu 90% russische Pässe und sprechen russisch... In Russland ist heute Staatstrauer: im TV sieht man viele weinende ossetische Frauen usw., die den Russen danken, dass Hynozid noch rechtzeitzig gestoppt werden konnte (immerhin 1.600 tote Zivilisten in zwei ersten Kriegstagen). Im Westen wird übersehen, dass dies ossetisches Boden ist und Osseten Recht auf Selbstbestimmung haben (so begründete der Westen Unabhängigkeit des Kosovo). Russen werden gerne an Tschetschenien erinnert. Doppelmoral hier besteht darin, dass "demokratische Werte" scheinbar (auch) im Westen nicht mehr gelten, sobald sich die Amis nun strategischen Einfluss in der Region versprechen. Während Saakaschwili bei CNN weinte, Russen hätten einen "hervorragenden Moment ausgesucht", um kleine, liebevolle Georgier anzugreifen..., da loderten schon die ossetischen Dörfer...

Es ist auch den Fernseh-Berichten wird immer mehr ersichtlich, dass Putin AUCH morderprobte „Truppen“ aus Tschetschenien in Georgien einsetzt. Die tragen wohl weiße Fetzen an den Armen: Ich durfte life so einen „russischen Soldaten“ im TV erleben. Das war definitiv kein regulärer Soldat! … Hier schlägt Putin offensichtlich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Erstens bringt er die Pipelines in Georgien unter seine (persönliche)Gazprom-Kontrolle; zweitens bedroht er alle Staaten, die ihm nicht Untertan sein wollen, nicht nur mit der Abdrehung des lange installierten Gashahns, sondern mit Krieg; und Drittens kann er der marodierenden Soldateska, die für ihn in Tschetschenien den Völkermord ausgeführt hat, ein neues Beschäftigungsfeld bieten, bevor diese ihm selbst gefährlich wird. (Davon einmal abgesehen, hat natürlich der völlig durchgedrehte Saakaschwili versucht, Moskau mit Propellermaschinen dem Erdboden gleich zu machen. ;-)) Die furchtbare Wahrheit dieser Gewaltexplosion wird wohl mal wieder ein grauenhaftes Massaker-, Plünderungs- und Vergewaltigungsfestival Putinscher Ausprägung à la Tschetschenen sein und bleiben! Toll! (...) Sönke Peters (...)

Inzwischen hat wurden hier ein- und dieselben Medien mehrmals der Parteiligkeit bezichtigt. Ich kann bisher nirgends eine überdeutliche Parteinahme entdecken, vor allem nicht für die russische Seite. In diesem Konflikt gibt es keine Guten und keine Bösen. Georgien hat nach eigenen Angaben eine militärische Offensive gegen südossetische Separatisten gestartet, was zunächst legal und legitim war. Aber niemand hat Saakaschwili gezwungen, Zivilisten zu bombardieren, und das verdient Verachtung. Ebenso klar ist, daß Russland diesen Konflikt massiv ausnutzt, um die georgische Infrastruktur zu zerstören (z. B. in Poti) und Abchasien und Südossetien entgültig zu schlucken. Terror gegen Georgier kommt nun wohl auch noch hinzu, und das, nachdem Russland offiziell alle seine Ziele erreicht hat. Sicher ist es verlogen, daß sich Russland in der Region zahlreiche langersehnte Wünsche erfüllt und dies mit dem Sühnen georgischer Verbrechen rechtfertigt. Aber bitte: Die USA sind hier sicher nicht die "Guten". Sie stehen Putin in machtpolitischer Rücksichtslosigkeit in Nichts nach, und ihr Interesse gilt sicher nicht der georgischen Demokratie oder dem Völkerrecht. Führen Sie also bitte keine Stellvertreterkriege

Unser Möchtegern-Weltretter-Duo Merkel / Steinmeier zeigte endlich sein wahres Gesicht, nämlich: Völlig rat – und hilflos. Tja, nun wird Frau Merkel hoffentlich kapieren, daß die reale Weltpolitik keine endlose Klimakonferenz ist. Die kläglichen Versuche von Merkel und ihrem Außenminister, im Konflikt zu vermitteln, zeigen ganz deutlich: Die Zeiten, wo das Wort eines deutschen Staatsoberhaupts auf der internationalen Arena etwas wog, sind offensichtlich vorbei. Der Abstieg der Bundesrepublik in die Kreisliga ist vollendet. Deutschland sollte das Spielfeld der internationalen Politik den Mannschaften aus der 1. Liga überlassen, sich zurückziehen und erst mal wieder am Aufstieg arbeiten. Ganz hart arbeiten. Aber dazu sind WIR (trotz des Namens bin ich deutscher Staatsbürger :-)) zu faul und zu feige geworden. Darum wählen wir uns entsprechende Regierungen. Ich hoffe, daß wir endlich mal eine handfeste Krise erleben, die uns richtig erschüttert und aus unserem Schlaf reist. Den Russen tun ihre Krisen offensichtlich gut, die sind bereits wach.

nochmals richtig hervorgehoben, die geplante Stationierung des Raketenschutzschildes hätte die Balance mit der Abrüstung der Interkontinental raketen aufgehoben. Man kann doch nicht erwägen Raketen aufstellen zu wollen, die nach Teheran oder nach Bedarf auch nach Moskau reichen. Würden die USA solch einer Stationierung auf Kuba hinnehmen, wohl kaum und damit hat sich dieser Aspekt erledigt. Genauso ist es unzumutbar Georgien oder der Ukraine den Beitritt zur NATO anzubieten. Georgien und alle kaukasischen Staaten waren schon immer Einflußgebiet Russlands. Im Fall der Ukraine lehnt der ruissisch sprachige östliche Teil den Beitritt vollends ab. Das sollte doch sehr nachdenklich machen, daß dieser Teil der Bevölkerung unsere Wohlstandsgesellschaften verschmähen und ihren inneren Kompass eher nach Moskau richten. Bei allen Gefühlen die ehemalige Länder des Sowjetimperiums haben es waren europäische Mächte die Russland überfallen haben, Napoleon der ist vergessen aber die Verbrechen des NS-Regimes nicht. Es wäre besser man würde Russlands Sicherheitsbedürfniss respektieren, Russland wird einen Beitritt dieser beiden Länder niemals hinnehmen.

Das Phänomen, rot bewerteter Kommentare, die sich kririsch gegen Rußland und Putin wenden, ist bekannt. Es tritt ebenso bei Kommentaren auf, die chinakritisch sind. Ich vermute in beiden Fällen keinen statistischen Effekt, wie er sich aus der Meinungsvielfalt der Forumsteilnehmer ergibt. Stattdessen liegt es nahe, von geplanter und koordinierter Aktion der kritisierten Staaten auszugehen. Es ist technisch sehr einfach, einen mißliebigen Beitrag zigfach als "irrelevant" zu bewerten und einen wohlgelittenen als "lesenswert". Wir tun soetwas nicht, die schon. - TF

Russland will nicht früher stehenbleiben bis der Ziel erreicht ist - die einstigen SU Republiken müssen dem Russland gehören. Dafür hat man seit 1945 genug Russen in die einstigen Republiken an die Arbeit angestellt, die da jetzt die starke fünfte Kolonne bilden.Auf irgendeinem Grund kann man da ihre Würde (es geht nicht mehr um das Leben oder um Bürgerrechte der Russen wie änderte sich eine Ideologe von Kreml sondern um das Würdeder Russen) immer verletzen, wenn nicht - dann kommen Provokationen zur Hilfe. Nach dem Beginn des Krieges in Georgien sind die zu erwarten weil diese kleinen Nationen voll Angst sind. Warum braucht aber die Welt diese kleine Republiken da, man kann sogar kaum die Namen dieser Ländern im Gedächtnis halten - viel nützlicher ist nur mit mächtigen Russland sich zu beschäftigen. Und danach sitzt die Europa an der Energieleine des Russlands - gehorsam, aber das wichtigste ist - Autos fahren und Häuser sind warm im Westen. Einige Leute werden sehr reich und das Volk ist zufrieden. Es lebe die die deutsche-russische Freundschaft wie in Jahre 1939. Und in Osten herrscht die Ruhe, auch die Toten schweigen, und die Lebendigen noch mehr... Die Grossmacht hat immer Recht, die Kleine attackiert und lügt...

Ich hab mir mal im Internet, den Bericht der Tagesschau in der ARD über den Konflikt angesehen… komisch, dass er inhaltlich bzgl. der georgischer „Massaker“ so sehr denen der Kreml-Presse ähneln und so konträr zu denen der CBC (Canadian Broadcasting Corporation) ist! Lebte ich noch in Deutschland, würde ich einen Teufel tun, bevor ich per GEZ-Gebühr diese linke, antiamerikanische, kremlgläubige Meinungsmache (...) auch noch bezahlte! Schlimm und (so typisch deutsch) menschenverachtend ist das! Noch schlimmer ist, dass Putin auch noch darauf bauen kann, dass ihm aus Deutschland stets ein so wohlwollender Wind entgegen weht. Sönke Peters

100tausende Georgier wurden seit Jahren per ethnischer Säuberung und der „Deckelung“ Moskaus aus Abchasien und Südossetien vertrieben (nein, die sind nicht freundlich gebeten worden, zu gehen und haben dies auch nicht freiwillig getan!). Dann hat der Kreml dort schön viele russische Pässe an die Verbliebenen verteilt und beständige Überfälle auf Georgisches Kerngebiet nicht nur geduldet, sondern auch unterstützt. … Es mögen noch so viele Politiker (auch im Westen) und noch so viele Kommentatoren hier gebetsmühlenartig wiederholen, die Georgier hätten gewaltsam ihrerseits eine ethnische Säuberung vornehmen wollen und die Russen hätten ja nur ihre Staatsbürger schützen wollen… wer das glaubt, glaubt wohl auch, die Erde sei eine Scheibe und Putin wäre ein lupenreiner Demokrat. Und dann kommt noch „Steini“ und flötet, dass man Russland AUF KEINEN FALL verurteilen dürfe. Welch scheinheiliges Kuschen peinlichster Art, die es einem mal wieder schwer macht, sich nicht zu schämen, Deutscher zu sein! Gleiches gilt übrigens auch betreffs der völlig enthemmt antiamerikanischen Kommentare hier. Sönke Peters

Am 12. August erklärte Moskau, seine militärischen Ziele seien erreicht, und schloss einen Waffenstillstand mit Georgien. Am 13. August brechen die Russen den Waffenstillstand, rücken weiter (diesmal kampflos) auf georgisches Kern-Gebiet vor (Südossetien und Abchasien sind übrigens völkerrechtlich auch immer noch georgisches Territorium) und bringen mal so ganz nebenbei die Erdölpipeline unter ihre Kontrolle. Am späten Nachmittag (Ortszeit) verkünden der Kreml dann wieder, dass nun (wirklich ;-)) „alle Ziele“ erreicht wären, also dass man sich auch mal an den Waffenstillstand halten wolle. Und was passiert Morgen? Vielleicht fällt Putin ja noch etwas Anderes ein, warum er den Waffenstillstand erneut brechen muss, um dann endlich seine Ziele erreicht zu haben? Die Zusagen Moskaus sind also nicht einen Cent Wert … und das dürfte wohl auch für die Behauptung zutreffen, Georgien habe den Krieg angefangen und „Massaker“ angerichtet. Letzteres hört sich sowieso eher nach Putin-Truppeneinsatz à la Tschetschenien an. Sönke Peters (...)

Die Wahrheit ueber diesen Konflikt weiss niemand. Die Medienangaben ueber die Ursache oder Beginn von diesem Konflikt wiedersprechen sich. Die einen meinen, Georgien sei Schuld und habe diesen Konflikt provoziert und malen den georg. Einmarsch als ethnische Saueberungsaktion. Andere sprechen von russ. Unterstuetzung an Suedossetien und die an Georgianer gerichteten Misshandlungen von den dortigen Milizen, die zur georg. Einmarsch gefuehrt haben. Da die westlichen Journalisten anscheinend diese Situation in Anbetracht der Olympiade voellig ignoriert haben, gibt es keine glauebige Wahrheit. Wir koennen nur von den aktuellen Anzuegenberichten lernen, wie die Russen jetzt ihre Versprechen brechen und Georgien sowie Israel vor 2 Jahren den Libanon bombardieren und Infrastruktur zerstoeren. Die Sympathie auf der Seite der deutschen Presse und Kommentierer in diesem Forum kann ich auch nicht verstehen. Hat mann hier nicht schon seine Erfahrung mit russischer "Befreiung" im Osten 1945 gemacht? Aber an die Vergangenheit will Deutschland anscheinend nicht mehr denken...

Da nach dem Zerfall der UdSSR die USA und zum Teil auch Europa es versaumt haben einen vollen Neuanfang der Beziehungen zu Russland anzufangen sondern weiterhin die alten Klichees von Ost und West als Markierungspunkte der Bilateralen Beziehungen machten und ausserdem die voruebergehende Schwaeche Russlands schamlos zu Ihren Gunsten ausgenutzt haben, sind wir jetzt bei einer unnoetigen Konfrontation angelangt die Allen Schadet. Der gedanke der Bush Regierung Georgien in die NATO aufzunehmen empfinde ich als eine unnoetige Provokation Russlands. Georgien ist fernab von Europa und und den USA. Warum sollen Buerger Europas ihre Koepfe fur lokale Querelen im Kaukasus hinhalten? Die Ausweitung der NATo auf Osteuropa war sinnvoll da sie mit der Ausweitung der EU in einem geographisch zusammenhangenden Gebiet in Europa stattfand. Der Kaukasus ist aber in Asien und ein Einflussgebiet Russlands. Daher bin ich gegen eine Aufnahme Georgiens in die NATO und die EU. Jemand sollte dem Giftzwerg Saakaschwili die EU Flagge in seinem Amtszimmer wegnehmen.

Seit beginn des Konflikts beochte ich die westlichen, georgischen und russischen Medien. Erschreckend und enttäuscht bin ich über die deutschen Medien, kein Wort vom Genozid, welchen die Georgier angerichtet haben. Nur über den EINMARSCH der Russen wird berichtet. Auch ist kein einziger westlicher oder deutscher und erst recht kein georgischer journalist ist in Russland bei den Flüchtlingen. Keiner ist dar um sie zu fragen und der über sie berichtet. Nur die "armen" georgier, und die georgischen "Opfer" der russischen Flugangriffe werden gezeigt. Ganze 5 Zivilisten sind dabei gestorben. In den USA und GB wird berichtet, das Russland angegriffen habe und es ist die Rede von Konzetrationslager, indenen georgier gefolltert und missbraucht werden. Das ist wahrlich westliche Medienfreiheit!

Indem es als Schutzmacht mit seinen Friedenstruppen in letzter Minute verhindert hat, den von Georgien (und seinem mögllicher Weise nur zeitweise von Wahnsinn befallenen Präsidenten) am vergangenen Freitag begonnen Exidus an dem kleinen Volk der Südossieten. Herr Saarkaschwilli gehoert vor ein Kriegsverbrechertribunal.

Die EU schickt Militärbeobachter und humanitäre Hilfe in den Kaukasus; ein altes Muster, welches man aus anderen Konfliktregionen kennt. Und welchen Zweck haben diese angeblichen "Friedensstifter" in 1. Linie? Geht es darum, auf diese Weise Geheimdiensleute einzuschleussen, die wiederum russische Positionen ausleuchten und bei Bedarf Provokationen hervorrufen? Das hat es schliesslich alles schon gegeben! Und wenn ich unseren Außenminister schon höre; "Deutschland kann sich solch einem EU-Einsatz nicht verschliessen" (sinngemäß). Sorry, aber da lachen ja die Hühner. Deutschland hat aus der Entfachung von 2 Weltkriegen nichts gelernt. Man ist immer noch bestrebt, immer Windschatten des "großen Bruders", hegemoniale Bestrebungen zu verwirklichen. So lange die EU - wenige Außnahmen ausgeschlossen - auf USA-Kommando gehorcht, so lange bleibt sie bei Konflikten dieser Art unglaubwürdig, da sie NICHT unparteiisch ist. Anders ist zudem die alteingessesene, anti-russische Propaganda in westlichen Medien nicht zu erklären.

hält nicht. In der Tagesschau wurden vorhin Bilder einer russischen Panzerkolonne gezeigt, die auf der Straße nach Tiflis unterwegs waren. Sich auf 50km näherten und dann in Richtung einer Kaserne auf dem Weg schwenkten. Erlogen? Nun, Russland gibt es zu, begründet dies mit der Schaffung einer Schutzzone. Nur dass der Einsatz von Panzern ja wohl der unterzeichneten Waffenruhe widerspricht! Völkerrechtsbruch! Ferner ist diese Kolonne ohne Hoheitszeichen unterwegs. Und Uniformen/Militärfahrzeuge ohne einer solchen widersprechen ebenfalls den Genfer Konventionen. Damit handelt es sich bei den Soldaten rechtlich gesehen um Partisanen - denen der Krieg verboten ist. Völkerrechtsbruch! [sarkasmus]Aber wie gut, dass Georgien schon auf Moskau marschiert. Da hat Putin ja eine Rechtfertigung...[/sarkasmus]

Von einem befreundeten Georgier habe ich heute erfahren, dass der georgische Präsident „bekanntermaßen“ (für den, der russische Zeitungen lesen könne) an Schizophrenie leide. Er habe öfters Wahnvorstellungen, z.B. von Flugzeugangriffen, wo gar keine seien. Nun, der Mann gehört in Behandlung, stattdessen erlaubt man ihm über das Schicksal von Millionen Menschen zu bestimmen. Auch dem Westen muss darüber was bekannt sein, aber in keiner westlichen Zeitung habe je hierüber was zu lesen bekommen!? Ist das jetzt nur purer Wahnsinn (eines Einzelnen) oder gar der geeignete Metapher für die pure Macht?

Also, wenn Georgien glaubt, mit ein paar veralteten amerikanischen Waffen eine als kaukasische Grossmacht Russland zu bedrangen, dann darf Georgien sich nicht wundern wenn Russland zuruck schlagt. Der Propagandakrieg von dem georgischen Regierungschef ist unglaublich und mich wurde es nicht wundern, wenn Russland erst dann ein glaubhaften Waffenstillstand akzeptiert, wenn der Prasident zurucktritt. Er hat Georgien ins Verderb gefuhrt. Russland darf sich nicht von Georgien oder der EU erpressen lassen, denn sie waren es, die USA und EU die Georgien mit einer unseriosen Politik und Aufrustung zum Wahnsinn trieb. Georgien hat Truppen eingesetzt und Russland forderte die Einstellung der Angriffe und Tiflis sagte Nein. Russland nimmt sich auch das Recht, genauso wie Amerika das mit dem Irak und Afghanistan, Libyen, Panama... , das fast jedes Jahr vormacht und fuhrt militarische Strafaktionen durch. Israel macht das auch. Washington sollte ganz still und leise den Mund zu halten. Russland hat Recht zuruckzuschlagen.

Russland hat in den letzen Jahren immer nachgegeben. Angefangen mit Serbien, zugeschaut wie die letzen Partner des Wahrschauer Paktes sich nach Westen verabschiedeten. Standen in den letzen Jahren auf der Seite der USA bei den unsinnigen Krieg gegen den Irak. Halfen der USA mit ihren Militärstützpunkten gegen den Krieg in Afghanistans. Nun wurden die selbsternannten Friedensgruppen der Russen von Georgien angegriffen. Der Westen ist auf dem einen Auge blind. Wie weit will man einen angeschlagenen Bären noch demütigen. Russland ist ein Land mit Atomraketen das jedes Leben des Westens innerhalb von 3 Stunden auslöschen kann. Sicher kann der Westen zurückschlagen aber was ist damit gewonnen?

Esi st sicher richtig und auch zulässig,daß auch Rußland nationale wie globale Interessen hat.Niemand bestreitet dies oder würde diese Rußland verwehren.Wie aber sieht es mit der Berücksichtigung "westlicher" (europäischer,amerikanischer) Interessen durch Rußland aus ? Finden diese in Moskau den gleichen Stellenwert,den Moskau für seine Belange einfordert ? Hier sind allerdings erhebliche Zweifel angebracht .Ein hochrangiges,lebensnotwendiges Interesse des Westens ist eben,daß Energie,deren Lieferung und Transport nicht in den Händens eines Landes -noch dazu,wenn die Regierung dieses Landes "Demokratie" völlig konträhr-,eines Produzenten -welcher noch dazu der regierenden Autokratie Untertan ist-liegen darf. Den Ossestien-Konflikt mit dem Hinweis auf die nicht Gazprom gehörende Öl-/Gaspipeline zu versehen,ist daher keineswegs falsch. Moskau mag es eben nicht nicht,wenn gerade Europa sich aus der russischen Energieabhängigkeit wieder entwinden könnte.

Europa hat alle Hände voll zu tun, damit die Spaltung der EU nicht Wirklichkeit wird. Deshalb, ihr Völker der Welt hört auf Frankreich und Deutschland und macht Euch fit für neue Kooperationen. Grossbritannien muss endlich von Kriegswirtschaft auf Zivilwirtschaft umschalten. Die Bush-Kuschler haben ihr Ziel verfehlt.

und die Wahrheit. Da Saakaschwilis doch so liberal, offen und demokratisch ist, wird er sicher nichts dagegen haben, dass man kurz in seine Vergangenheit schaut. So steht z.B. in Wikipedia folgendes über ihn: Der frühere Verteidigungsminister und Saakaschwili-Vertraute Irakli Okruaschwili warf Saakaschwili am 25. September 2007 im georgischen Fernsehsender Imedi TV vor, ihn im Juli 2005 beauftragt zu haben, den georgisch-russischen Geschäftsmann Badri Patarkazischwili zu liquidieren.... Als er 2004 als Innenminister Saakaschwilis Onkel, den Unternehmer Temur Alasania, wegen Bestechung verhaftet habe (mutmaßliche Bestechungssumme: 200.000 US-Dollar), habe er ihn auf Anweisung des Präsidenten freilassen müssen. Vom 2. bis 7. November 2007 kam es in Tiflis zu Massenprotesten gegen Saakaschwili. Die Demonstranten forderten den Rücktritt des Präsidenten. Sie warfen ihm eine autoritäre Politik sowie Versagen im Kampf gegen Armut und Korruption vor. Saakaschwili ließ die Menge von Polizeikräften mit Wasserwerfern, Tränengas und akustischen Waffen auseinandertreiben, verhängte am 7. November den Ausnahmezustand über Georgien. Wer so einen "toleranten, offenen und demokratischen" Präsindenten hat .... der braucht wohl keine Feinde.

Ein kleiner Exkurs in der Geschichte und schon haben wir die nächste Ungerechtigkeit: "Chruschtschow schenkte 1954 die Halbinsel Krim anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Russisch-Ukrainischen Einheit an die Ukrainische SSR." aus: "http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine#Nationalit.C3.A4ten" Die Krim gehörte zu Russland.So wie Stalin Süd von Nord-Ossetien trennte und mit Abchasien und Adscharien an Georgien schenkte haben wir(Westen)wieder eine Möglichkeit die Menschen dort in Kriege zu stürtzen indem wir ungerecht dem einen das Land des anderen zusprechen.So wie Saakasvili sich Hoffnungen machen kann Abchasien und Süd-ossetien seinen Georgiern zu schenken(mit unterdrückten Osseten und Abchasiern),so wird die Ukraine die Russen aus der Krim zu vertreiben versuchen(blockierte jüngst die Rückkehr der russichen Kriegsschiffe zurück zur Krim).Was natürlich die nächste Aktion Moskaus herbei rufen wird.Andere Gebiete mit russischer Bevölkerung als überwiegende sollten nicht mehr vom Westen von der Union mit Russland verhindert werden.Das bringt auf Dauer nur Krieg und am Ende werden sie sich trotzdem an Russland anschließen.Der Krieg im Kaukasus hätte verhindert werden können,wenn die Grenzen der Sowjetrepubliken geblieben wären

Georgien hat selbst den Krig begonnen, un amerka und andere Länder wie die Ukraine und Türkei haben den Saakashwili geholfen... seit einem Nacht, georgischen soldaten haben ganze Osetien zerstört und 1600 menschen getötet... aber nimand fon europeische regirung akzeptirt es nicht... das war ein Henozid gegen südossetien... also, ich kann es nicht verstehen, wiso Sadam, der xat Kurden umgebracht, aber trotzdem hat viel gemacht für seinen Land umgebracht worden mit hilfe amerikanische regirung, und Saakashvili wir von geschutz...

"Bezahlte Journalisten bei der FAZ?" Seltsamer Betreff, den Sie da als Unterstellung angaben. Wir wollen dochmal hoffen, dass die Journalisten und Korrespondenten bezahlt werden. Wäre ja schlimm wenn die kein GEld bekämen, dann wären sie genauso abhängig wie die russische Presse: entweder abhängig oder tot, siehe Politkowskaja. PS: Ich habe durchaus verstanden was gemeint war. Aber die Unterstellung, die seinen bezahlt sehe ich sehr "skeptisch". Eher sind einige, die hier die Kommentare bewerten, bezahlt. Oder eben "freiwillig" unter Druck entstanden... Anders ist mir manches hier echt nicht verständlich...

Leider werden in den meisten westlichen Medien der ganze Konflikt und seine Folgen falsch dargestellt. Die Georgier haben zuerst die seit dem Ende der UdSSR stationierten russichen Friedenstruppen mit schweren Waffen beschossen. Dann sind sie eimarschiert, wobei sich unvorstellbar grausame Szenen abgespielt haben. Georgien hat also vorsätzlich einen Krieg begonnen. Russland hat daraufhin zum Schutz seiner Bürger eingegriffen. Leider haben die Medien im Westen die georgische Propaganda übernommen und Georgien als Opfer dargestellt. Die USA sind allerdings auf keinen Fall ein glaubwürdiger ehrlicher Markler. Amerikanische Söldner und Geheimdienste bilden georgische Truppen aus. Wahrscheinlich ging der Präsident von einer stillschweigenden Unterstützung durch die USA aus. Es geht mal wieder nurim Macht. Die amerikanischen Ölkonzerne wollen mit Unterstützung durch die Regierung Pipeliens bauen, um Russland zu umgehen. Man möchte Russland demütigen. Die USA möchten den Kaukasus beherrschen. Die Europäer sollten dieses durchsichtige Spiel nicht mitmachen. Dies wäre die Gelegenheit, endlich eine von Amerika unabhängige Politik zu entwicklen. Staatdessen scheinen sich jedoch leider die Briten und andere Vassallen der USA durchzusetzen.

In der Tat lässt sich der NATO Angriff gegen das damalige Jugoslawien nicht mit dem russischen Eingreifen vergleichen. Während die russischen Truppen in erster Linie Bodenangriffe und Angriff mit Erdkampfflugzeugen durchführten um die georgischen Truppen auf ihre Ausgangsstellungen zurück zu werfen, bombardierte die NATO Jugoslawien ausschließlich heldenhaft aus großer höher und mit Marschflugkörpern. Ausserdem gab Russland Jugoslawien während der NATO-Angriffe keinerlei logistische Unterstützung, anders die USA im Falle Georgiens.

Nun sehen die Russen plötzlich in Südossetien nach der Dummheit des georgischen Präsidenten wie Retter aus. Was die Südossetien von Georgien verlangt, nämlich eine Selbstbestimmung, verlangen Tschetschenen schon lange von Russland. Dafür wurden und werden ihr Land von Russen bombardiert und Menschen gefoltert. Das selbe geschieht in Tibet mit chinesischer Besatzung. Wer rettet Techehenien vor Russen und Tibet vor Chinesen? Es geht doch nirgendwo in dieser Welt um Freiheit, Menschenrechte und Selbstbestimmung. Jeder kämpft ohne Rücksicht auf Verluste - auch auf eigener Seite - für seine eigene Interessen. Auch der Westen macht da keine Ausnahme. Nur schuldlose Menschen werden durch diese verlogene Politik in Armut, Leiden ja bis zum Tod getrieben nicht nur im Kaukasus.

Diese Zusage war nötig, da es sonst keine deutsche Wiedervereinigung oder Lösung des Kalten Kriegs gegeben hätte. Die NATO macht diese Zusage in aller Öffentlichkeit vor laufenden Kameras. Damit ist diese Zusage völkerrechtlich bindend. Im Übrigen sind die Befindlichkeiten paranoider Balten und Polen hier völlig unwichtig. Zunächst mal sollten sich diese Staaten über ihre eigene Rolle im Russischen Bürgerkrieg und Zweiten Weltkrieg bewußt werden, bevor sie hier das große Opfergejammer ausrufen. Mit der Kritik an Putin macht man es sich im Westen auch sehr leicht. Wäre dieser nach Auflösung der UdSSR an die Macht gekommen, würde man ihm Westen als Reformer feiern und jener der den ehamligen SU-Raum geordnet in die Demokratie überführt. Da gab es aber den Alkohliker Jelzin, mit der Westen alles durchdrücken konnte was sie wollten und nun muß man sich im Westen bewußt werden, daß diese Zeit vorbei ist. Rußland möchte an seinen Grenzen keine NATO-Truppen, was absolut verständlich ist. Und das Rußland kein Interesse an der Besatzung seiner Nachbarstaaten hat, sieht man in Georgien. Die 58. Russische Kaukasus-Armee wäre allein in der Lage ganz Georgien zu besetzen, aber man tut es nicht, warum auch.

das machen lediglich die Russen,nicht die Amerikaner ! Es war ja klar,daß von den entsprechenden "Personen" die Gelegenheit genutzt wird,der Anti-Amerika-Hetze wieder frönen zu können.Jedem Tierchen sein Pläsierchen ! Was Moskau mit seiner angeblichen "Friedensmisson" aber wirklich wollte: Die pro-westliche Regierung in Georgien destabilisieren ,wenn möglich sogar stürzen und eventuelle Nachahmer eines "Westkurses" einschüchtern. Und wo geschrieben steht,daß die ehemaligen Ostblockstaaten oder Länder,die aus ehemaligen Sowjetrepubliken hervorgegangen sind,im Jahr 2009 oder 2010 oder 2015 nicht der Nato beitreten dürfen,das müssten die Klakeure des kleinwüchsigen Zaren auch erst einmal aufzeigen. JEDER Staat hat die Berechtigung,jeder ihm beliebigen Organisation beizutreten. Die russische ,in Georgien erneut exekutierte Verhaltensweise ist Ausdruck einer imperialistischen und nationalistischen Großmannsucht ! Alle Welt dem Zaren !

Dass sich noch am Dienstagabend in Tiflis die Staats-und Regierungsspitzen der NATO/EU Staaten Polen, Estland, Lettland und Litauen und der ukrainische Präsident zu einer demonstrativen Solidaritätsgeste gegenüber Georgien zusammengefunden haben, ist ein bemerkenswertes Ereignis. Und weist daraufhin, welche Diskussionen den EU + NATO Gremien in den nächsten Wochen bevorstehen. Die allmählich transparenter werdende "Zeittafel" der russischen Intervention dürfte darauf hinauslaufen, dass die georgische Attacke auf Zvinchali als massive Gegenreaktion auf südossetische (?) Übergriffe und Sniperattacken auf Zivilisten im beiderseitigen Grenzgebiet provoziert worden ist und der gewünschte "Anlaß" für die längst vorbereitete Intervention Rußlands zu Land, zu Wasser und in der Luft gewesen ist.

Wie gewöhnlich hört man nun, dass der Westen eine härtere Position ggü. Moskau einnehmen soll, damit Russland den Westen ja nicht missversteht. Das ist unklug. Europa darf sich nicht verschließen, sondern muss sich im Gegenteil öffnen. Ein Zurückziehen auf alte Positionen ist anachronistisch und konserviert lediglich das 20. Jahrhundert mit seinem Ost-West-Antagonismus. Der Westen sollte endlich aus seinen Fehlern lernen und Russlands Rolle in der Welt nicht mit leeren Worten, sondern mit Taten würdigen. Dazu gehört in erster Linie die Anerkennung der russischen Interessen und eine Zusammenarbeit im Geiste der Ehrlichkeit und Gleichwertigkeit. Zu Georgien: Der Westen hat die demokratischen Fortschritte Georgiens lediglich auf Kosten Russlands anerkannt. Es hatte wenig mit den tatsächlichen und eigenständigen, d.h. nicht von außen herbeigeführten Errungenschaften der Georgier zu tun. Vielmehr hat man Georgien eine zuvorkommende Anerkennung geschenkt und damit die europäischen Träume der Georgier beflügelt. Diese Anerkennung fand aber im Kontrast zu einer Ächtung der russischen Entwicklungen statt und provozierte damit umso mehr einen Konflikt zwischen Georgien und Russland.

Haben Sie gestern die wunderbaren Bilder aus Tiflis gesehen? Tausende von Menschen, ein Fahnenmeer und zudem ein Präsident der selten euphorischer und patriotischer war und sich bzw. Georgien als "moralischen Sieger" sieht. Man muss allen Ernstes an der geistigen Verfassung des Herrn S. zweifeln. Hat dieser nicht die Vernichtung Süd-Ossetiens zu veranworten und somit die kaltblütige Abschlachtung von annäherend 2.000 unschuldigen Frauen, Kindern und alten Leuten. Zudem sind 100.000 Flüchtlinge zu verbuchen als auch ungeheuere Schäden in Süd-Ossetien als auch Georgien. Und dieser Mann hat tatsächlich die Frechheit von Moral zu sprechen? Vor diesem Hintergrund erscheint es mir umso perverser, dass die USA samt ihren EU-Vasalen solch einen Despoten unterstützen. Aber wahrscheinlich nimmt man wohl kalkuliert bei der gewünschten und langfristig geplanten "Unterjochung" Russlands auch diese "Kollateralschäden" in Kauf.

Ich finde den Vergleich zwischen den Grenzen zu NATO/EU Laendern und Mittelasien/Grenzregionen etwas laecherlich. Das kann man doch absolut nicht vergleichen! Und es liegt auch nicht daran welche dieser Laender der NATO zugehoeren und welche nicht! Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schon sagte: es ist ein grosser Unterschied, ob man Laender wie Oesterreich und Schweiz als Nachbarn hat oder Laender wie die in den Uebergangsregionen! Und warum man solche Laender zum Teil nicht/ungern in die totale Unabhaengigkeit lassen will muesste ja dann einleuchten... Ich wage auch mal zu behaupten, dass Sie schlecht beurteilen koennen, ob die Sued-Osseten als Buerger Russlands ein besseres oder schlechteres Leben fuehren werden. Aber denken Sie nicht auch, dass es ein Grund dafuer gibt warum die Osseten sich eher an Russland halten als an Georgien? Und gefluechtet sind die Osseten ja auch nicht nach Georgien...

Es bedeutet nicht Unterdrückung, denn schließlich müssen die EU-Mitgliedstaaten auch einen Teil ihrer Souveränität abtreten, was man auch als Unterdrückung umdeuten könnte. Wir wissen aber, dass ein friedliches Miteinander nicht nur von Forderungen, sondern auch von Zugeständnissen abhängig ist. Und wir wissen auch, dass größere Staaten in dieser Union mehr Gewicht haben - das akzeptieren die kleineren Staaten. Das Argument der Unterdrückung ist also meiner Meinung nach nur vorgeschoben. Letztendlich geht es darum, wer mehr Geld bieten kann - möglicherweise erhofft man sich auch gleich "zwei Kühe melken zu können". Das Problem ist wohl auch, dass die EU Russlands Einfluss in der Region schmälern, nicht aber dafür etwas zurückgeben möchte, d.h. die Annäherung an Rus. wird nicht im gleichen Tempo forciert, wie die Annäherung an andere Staaten. Und dafür sollte man nicht nur Russland verantwortlich machen, denn Rus. modernisiert sich ununterbrochen. Wenn die EU aber eine Situation schafft, in der Rus. von allen Seiten der Boden unter den Füßen weggezogen wird (z.B. durch Bestechung in großem Stil, so wie ich das in anderen Beiträgen erläutert habe), dann ist es alles andere als freundschaftlich und vergiftet die Atmosphäre.

Habe gerade in einer Zeitung folgenden Beitrag gefunden:(Übersetzt) Achtung! In der Stadt Kutaisi(Georgien) wurde eine Truppe aus bezahlten Soldaten ukrainischer und baltischen Abstammung gesehen. Diese waren in russicher Uniform gekleidet, mit russichen Waffen und Kameramännern gesehen.Vermuttlich wird eine Provokation geplannt. Dies hat ein deutscher Tourist russischer Abstammung, der gerade in Kutasi fest sitzt per SMS an eine Zeitung gemeldet. Damit wollte er vorbeugen, dass falls in nächster Zeit irgendetwas in der art gesendet wird, man sich an diesen Artikel erinnern sollte. Ich hoffe ja persönlich, dass es alles nur Propagda ist und nie dieser Fall eintritt. Jedoch ist es schon unverständlich, dass immer noch Waffen seitens USA und Ukraine nach Georgien eingeflogen werden.Nur wird im westlichen Fernseher nix davon berichtet.( Außerdem machen sich gewisse Kreise noch folgende Sorgen. Es sind 4 staatschefs nach Georgien unterwegs, Vanga hat ja folgendes vorausgesagt: 2008 - anschlag auf 4 staatsschefs. konflikt in industan. dies ist eines der gründe für den 3ten weltkrieg. Ich persönlich glaube ja nicht an solche Wahrsagen, ist aber schon komisch, dass so was zusammen passt((

„…auf dem Territorium von Südossetien befinden sich Konzentrationslager, in denen seine Landsleute gequält werden…zwischen Georgien und Südossetien gibt es keine Gespanntheit…Was hat den Russen die kleine, schöne Stadt Zchinwali angetan, dass sie (Russen) diese Stadt in das zweite Grosny verwandelt haben. Hat denn die Zivilisation dem russischen Volk nichts beigebracht…“ Wieso bekommt man hierzulande solche Informationen nicht? Wieso wird die Pressekonferenz von Medwedew und Sarkozy (auf der Medwedew klar sagt, was Russland will und machen wird) oder die tägliche Pressekonferenz eines russischen Armeesprechers nicht live übertragen oder zumindest eine VOLLSTÄNDIGE Aufzeichnung (wie Pressekonferenzen der amerikanischen Generäle)? Wieso in Artikeln spekulieren, wenn die Leute Klartext reden – zitieren Sie das einfach! Gibt es in Deutschland keine Übersetzer/Dolmetscher der russischen und georgischen Sprachen? Wer hat Probleme mit Pressefreiheit und Zensur Deutschland oder Russland?

Die Zusage an die Sowjetunion, die Nato nicht zu erweitern, ist mir bekannt. Zuerst einmal: Es ist absolut dämlich von den Amerikanern gewesen, eine derartige unbefristete Zusage zu machen, denn man hätte den Westdrang etwa der Polen und Balten einkalkulieren müssen. Noch dämlicher war es von der Sowjetunion, diese Zusage nicht schriftlich festzuhalten. Kein Wunder, dass die Russen Gorbatschow verfluchen. Wie dem auch sei: Die Zusage ist gebrochen worden, d'accord. Bei ihrer Aussage, dass ein neutrales kleines Land neben Russland nichts zu befürchten habe, würde ein Este die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und denken, dass die Deutschen nicht in der Realität leben. Seit Putin ist ein solches Szenario undenkbar! Dieser Zug ist abgefahren. Der Westen mag seine Schuld daran tragen, dass dieser Mann in Russland aufsteigen konnte, und auch am neuen russischen Nationalismus. Aber Fakt ist, dass sich Russlands Nachbarn unwohl fühlen, einschließlich Lukaschenka! Die Weimarer Republik wurde auch durch die Fehler des Versailler Vertrages geschwächt, was den Aufstieg Hitlers ermöglichte. Rechtfertigt das irgendwas, was danach geschah? Keineswegs! Putin ist zwar kein brutaler Diktator wie Hitler, aber der Verlauf ist vergleichbar.

Jedenfalls hat ihre "Militärberatung" kläglich versagt. Oder war dieses Szenario etwa Absicht?! Rußland hingegen wurde gezwungen, quasi als "Feuerwehr" rettend einzugreifen. Die Menschen in Süd-Ossetien jedenfalls, werden dem "russischen Bären" dankbar sein.

Vielen Dank für diese Informationen! Ich bin mit Russlands Zielen in Europa einverstanden. Der Knackpunkt liegt woanders, nämlich in den GUS-Beziehungen. Diese "Führungsrolle", die Russland beansprucht, ist das Problem. Nicht für mich, aber für Georgien und Co. In meinen Ohren ist der Klang relativ freundlich, in georgischen klingt es nach Unterdrückung. Sensibles vorgehen wäre angebracht, nachdem die Sowjetmacht dort viel Porzellan zerschlagen hat. Mit Blick auf die Ukraine, Moldawien oder Weißrussland ist diese Sache außerdem in anderer Hinsicht sehr problematisch. Diese Länder gehören zu Europa, sollten also zu dem Europa gehören, das nach Russlands Wunsch "mit einer Stimme sprechen" soll. Sie gehören aber gleichzeitig zur GUS, in der Russland eine Führungsrolle beansprucht. Wenn diese Länder nun aus der GUS austreten und sich der EU anschließen wollen, was dann? Wo ich völlig auf russischer Linie bin ist bei Zentralasien. Meiner Ansicht nach soltle sich dort eine europäische Macht engagieren und diese Aufgabe fällt aus meiner Sicht natürlich Russland zu. Ein Nicht-Engagement ist politisch auf Dauer gefährlich wegen des islamischen Fundamentalismus.

Ihre Anmerkungen zu o.a. Thema habe ich mit Interesse gelesen. Die Erklärungen RU, die Sie zitieren und erläutern, lesen sich auf den ersten Blick zunächst hinreichend klar als ein möglicher Weg zu einer kooperativ gestalteten Zukunft gutnachbarlicher Beziehungen. Bei näherem Hinsehen erweisen sich die Erklärungen jedoch als ein Angebot, das Privileg nutzen zu dürfen, RU als "großen Bruder" zum Partner zu haben. Nun ist es jedoch nicht neu, dass der größere Bruder gewisse Rechte und oft auch das letzte, dann entscheidende Wort hat. Diese brüderliche Umarmung in der Vergangenheit ist allerdings noch in so guter Erinnerung, dass nicht alle davon profitieren möchten. Die betroffenen ehemaligen GUS -Staaten haben dagegen die überwiegenden Vorteile einer auch demokratisch funktionierenden Nachbarschaft im alten und neuen Europa mit ihren Werten kennengelernt und wollen darauf nicht verzichten, weil es hier z.B. den großen Bruder östlicher Prägung nicht gibt. Dazu zählt die relative Gleichberechtigung, die schon einen enormen Wert für sich darstellt sowie der Hunger auf neue Perspektiven in vielfältiger Hinsicht.

Sie hatten aus einer Veröffentlichung vom 27.03. zitiert: "Die Bedingung der Führungsrolle Russlands im GUS-Raum könnte die Schaffung eines für die Partner attraktiven und realistischen Modells des evolutionären Übergangs zum vollwertigen gemeinsamen Markt sowie vollwertiger Demokratie sein. (...) Versuche, natürliche Wechselbeziehungen und gewachsene Traditionen zu ignorieren, können sich auf Grund der Schaffung von unselbständigen und schwachen Staaten als eine Bedrohung erweisen." Russland definiert ganz offensichtlich selber, was "natürliche Wechselbeziehungen" sind. Georgier aus Abchasien vertreiben ist dann wohl so etwas wie ein "evolutionärer Übergang", oder wie darf ich das verstehen? Die Konflikte im Kaukasus jedenfalls sind mit Sicherheit eine "gewachsene Tradition", und Russland hat ebensowenig wie die Sowjetunion etwas dazu beigetragen, um diese Konflikte abzumildern. Georgien jedenfalls ist kein unselbstständiger oder schwacher Staat, es hat Interessen, die russischen Interessen entgegenstehen. Und allein daß macht sie dann zu einer "Bedrohung".

In meinen Augen ist das Verhalten der westlichen Medien die große Schande in diesem Krieg. Denn in Disiplinen wie Einseitigkeit und Tatsachenverzerrung haben ARD und ZDf mit Brillianz die gleichgeschalteten Kreml-Medien geschlagen. Tagelang wurde berichtet von maßloser Gewaltanwendung Russlands, weil Georgien nach Ossetien vorrückte -wohlgemerkt:VORRÜCKTE! Nicht Tausende Zivilisten in Schutt und Asche gebombt hatte - vorrückte!Tagelang sahen wir Blder von 5 beim russischen Angriff auf eine georgische Stadt getöteten Zivilisten. Von unzähligen auf der Straße liegenden Leichen in Ossetien hörte man höchstens in einem Nebensatz. Der absolute Höhepunkt vom "Russlands hässlichen Gesicht" ("heute"-Sendung vom 10.08)war der russische Vormarsch auf Tiflis. Bis jetzt hörte ich kein Eingeständnis, dass diese Berichte das Copy-paste von Saakaschvili-Propaganda war. Es mag sein, dass russische Medien kaum besser sind, doch wenigstens wissen die Russen, wie objektiv das Gazprom-TV berichtet. In Deutschland sonnt man sich dagegen auf der angenehm weißen Seite der einfachen schwarz-weissen Welt

Georgien hat sich früher darum bemüht, daß die internationale Staatengemeinschaft in den Konfliktregionen als neutrale Instanz präsent ist. Russland hat dies stets verhindert, um nun, als die "Friedensmacht" in der Region, Fakten zu schaffen, wie es überall heißt. "Fakten nachzureichen" trifft es wohl besser, vor allem Abchasien ist schon seit Jahren eine künstlich geschaffene russische Provinzen. Teilen und herrschen wie in dunkelsten Sowjetzeiten.

Sie sagen es ganz richtig: Die Grenzen der Russ. Föd. bzw. GUS mit der NATO und EU (Norwegen, Schweden, Finnland, Baltikum usw.) sind die sichersten überhaupt. Hierfür müsste die russische Regierung dankbar sein. Die Grenzregionen im vorderen und hinteren Mittelasien, also die Großregion Iran/Pakistan/Afghanistan mit den 'Übergangsgebieten' Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan stellen hingegen langfristig eine unkalkulierbare Bedrohung dar. Das war bereits im Zarenreich der wilde Osten des Staats. Russland kennt seine eigene Geschichte nicht und 'wählt' sich daher die falschen Feinde, das ist gefährlich. Die Aggression Russlands gegen den Westen und dessen potentielle Verbündete in seiner geografischen Nähe hat selbstzerstörerische Züge. Und noch eines: das Selbstbestimmungsrecht der ca. 40.000 Süd-Osseten juckt die russische Führung mit Sicherheit nicht im Mindesten, sie sind lediglich ein Spielball. Sie werden als Bürger Russlands im übrigen keinen Deut besser oder schlechter leben als in Georgien.

Ich glaube, Sie sollten die Kritik an der amerikanischen Aussenpolitik nicht als nicht persönlich nehmen. Zumindest von meiner Warte aus kann ich ihnen versichern, dass ich die Amerikaner die ich kennengelernt habe, durchweg als äusserst freundlich und hilfsbereit erlebt habe. Deswegen kann man aber über die amerikanische Aussenpolitk durchaus geteilter Meinung sein, die im übrigen auch von vielen Amerikanern selbst kritisiert wird. Im Übrigen habe Sie natürlich völlig recht, es muss nicht in erster Linie die Völkerrechtliche Schuldfrage gestellt werden, sondern es müssen die Kampfhandlungen beendet werden, denn dadurch sterben in erster Linie Zivilisten, die keine grössere Schuld auf sich geladen haben müssen als George oder Süd-Ossete zu sein. Dies ist durch nichts zu rechtfertigen. Dadurch läuft IMHO jeder Staat Gefahr schuldig zu sein, der beim Poker um die Durchsetzung machtpolitischer, geopolitischer Interessen kurz- oder langfristig unschuldige Opfer riskiert. Unabhängig von Völkerrechtlichen fragen, deren Klärung sicherlich noch einige Zeit in anspruch nehmen dürfte, stehen die Chancen ungünstig, dass überhaubt eine der beteiligten Parteien unter moralisch und ethischen Gesichtspunkten unangreifbar ist.

sich selbst diskreditiert. Schlimmer noch, bei den Flächenbombardements vom Freitag (bei dem wahrscheinlich weitaus mehr als 1.000 zivilisten getötet worden sind) handelt es sich um ein mutmassliches schweres Kriegsverbrechen. Was kann einen Politiker, welcher vom "Westen" ernst genommen (besser gesagt aufgenommen werden will, in die Staatengemeinschaft z. B. - EU oder Nato) dazu bringen, derartig schwere mutmassliche Verbrechen zu begehen? Es ist wohl: WAHNSINN!!!

Ein wichtiger Gedanke wird doch von nahezu allen Lesern übergangen, nämlich der nach der Legitimation beider Kriegsparteien in Bezug auf deren Erklärungen, ihre jeweiligen Völker zu schützen. Es genügt die Frage so zu formulieren, um zu erkennen, dass die Behauptung zum Beispiel der Russen „Russenstämmige“ ("Alanen") gegen georgische Ansprüche und Massaker zu verteidigen, pure Demagogie ist. Wie kann eine Regierung, dessen Volk (in dessen eigenen legitimen Grenzen) vor dieser Regierung niemals sicher sein kann (es sei denn Väterchen Zar wäre auch schon so ein „Beschützer“ gewesen, als er den zaristischen Geheimdienst unter eben diesem Volk wüten ließ), sogenannte Russen außerhalb seiner Grenzen schützen. Das lässt sich bestenfalls unter einer Zuhältermentalität subsumieren, aber niemals unter dem Begriff der demokratischen Legitimierung. Und gleiches gilt vermutlich auch für die Georgier, die in ihrer „nationalen Not“, doch möglichst bald in die Nato (die EG) zu schlüpfen, Panzer einsetzen, um die Hindernisse zu beseitigen. Wir haben es hier auf beiden Seiten mit Selbstherrschern zu tun, die den Nationalismus ausbeuten – so wie ihre Völker.

sind eigentlich unsere "teutonischen Friedensbeflügelten",die sich bei derartigen Ereignissen doch regelmäßig als menschliche Schutzschilde an Gebäuden festketten ? Achso,hier haben ja "die Guten" (die Russen) nur ihre zu Tode bedrohten "Landsleute" "beschützt".Und der amerikanische Bösewicht ist auch nur im Hinterhalt präsent. Das reicht natürlich nicht für's Anketten.Nicht einmal für eine Friedens-Demo .

In der Konzeption der russischen Außenpolitik vom 12.Juli d.J. heißt es, dass sich Russland für die "echte Einheit Europas, ohne Trennungslinien" einsetzt. Ferner sei Russland an einer Stärkung der Europäischen Union und der Entwicklung ihrer Fähigkeit mit einer abgestimmten Position nach außen aufzutreten, interessiert. Russland ist aber gegen die Erweiterung der NATO, da dies neue Trennungslinien in Europa schaffe und dem Prinzip der ungeteilten Sicherheit widerspricht. Das Verhältnis zu subregionalen und anderen Strukturen auf dem GUS-Raum, in denen Russland nicht Mitglied ist, wird ausgehend von der Bewertung ihres Beitrages zu gutnachbarschaftlichen Beziehungen, zur Stabilität sowie ihrer Berücksichtigung der legitimen russischen Interessen definiert.

Dass Ihre georgischen Freunde die USA nicht mögen, ist schade. USA ist ein großartiges Land mit vielen sehr freundlichen Menschen, von denen ich einige zu meinen Freunden zählen darf! Und selbstverständlich wünschen sich die Bürger eines jeden Landes Frieden und Wohlstand. Rus. hat in einer Veröffentlichung des RAM vom 27.03.2007 klar dargelegt, welche Art von Nachbarn es sich wünschen würde: "freundschaftliche, wirtschaftlich prosperierende, demokratische und stabile Staaten". Ferner heißt es: "Die Bedingung der Führungsrolle Russlands im GUS-Raum könnte die Schaffung eines für die Partner attraktiven und realistischen Modells des evolutionären Übergangs zum vollwertigen gemeinsamen Markt sowie vollwertiger Demokratie sein. (...) Versuche, natürliche Wechselbeziehungen und gewachsene Traditionen zu ignorieren, können sich auf Grund der Schaffung von unselbständigen und schwachen Staaten als eine Bedrohung erweisen."

Sie schreiben, daß man Georgien in die Nato hätte aufnehmen sollen. Ihnen ist klar, daß dann der Bündnisfall eingetreten wäre und deutsche Soldaten schon längst auf dem Weg nach Georgien, Polen oder sonstwohin wären. Deutschland würde sich im Krieg befinden. Aber sie wollen, daß das nach innen wie außen instabile Georgien in die Nato kommt.

...oder wer weiß warum noch welche Kriege führen, eins ist sicher da geht es nicht um die nationalen Interessen, auch nicht um die Zukunft der Generationen in Frieden.! Es geht um die Interessen der Mega-Konzerne und sie wollen für ihre interessen die Zukunft sichern.! Die Menschen die an diesen Kriegen die Bösen und die Guten ausgemacht haben wollen, wollen uns weiß machen das es notwendig ist sich gegen die Bösen zu wehren, auch deshalb müssen Kriege herhalten um unseren "Frieden" (den wir durch diese Kriege zerstören) sichern.! Das ist die menschliche Tragödie unserer zeit, denn diese Menschen haben die wichtigsten Posten inne wenn es um Politik, Wirtschaft, Millitär, Wissenschaft, Umwelt und Kunst/Medien geht.! Natürlich die Zukunft der Generationen sieht in Wirklichkeit so aus : wir sehen in uns nur noch Feinde, die wirklich Frieden und Menschlichkeit fordern sind Verräter.! Die Mega-Konzerne produzieren unsere Sicherheit ohne die der Staat nicht existieren kann, also der Staat ist den Konzernen gehorsam.! Wir Leben die Zeit in dem wir freiwillig dazu bewegt werden sollen um unsere Seele zu verkaufen, wer dies nicht tut ist der "Böse".! Ist "Böse" sein zu wollen wirklich schlecht...?!! Schlecht ist auf Kriege zu setzen...!!

Nein. Der Wunsch der Georgier mag da sein, allerdings gibt es eine klare Zusage der NATO, daß auf dem Boden des ehemaligen Warschauer Vertrages keine Truppen stationiert werden. Dies wurde von der USA zwar schon mehrfach verletzt, würde aber in diesem Falle zu einer massiven Bedrohung für Russland. Besonders bei den derzeitigen Tendenzen der US-Aussenpolitik. Das Ganze wäre noch erträglich, wenn die NATO die Interessen aller ihrer Bündnisstaaten verfolgen würde und sich tatsächlich als Verteidigungsbündnis erwiese. Doch leider verfolgt sie nur noch die Interessen der USA und hat sich in Jugoslawien und Afghanistan zum Angriffsbündnis gewandelt. Ohne Rücksicht auf die russischen Interessen und Befindlichkeiten kann es keinen Frieden in dieser Regierung oder gar der Welt geben. Wenn sich Georgien als friedlicher, neutraler Staat aufführt, bedarf es auch keiner Mitgliedschaft in der NATO.

Damit peinliche Fragen wie "warum hält der georgische Präsident Reden vor der europäischen Flagge?" oder "gehört Georgien zur europäischen Wertegemeinschaft?" oder "wo endet Europa?" nicht mehr gestellt werden, sollte man sich daran erinnern, dass die "Europa-Flagge" eigentlich die Flagge des Europarats ist. Die EU hat lediglich diese Flagge übernommen, ohne dass diese offiziell ihre Flagge wäre. Der EU-Verfassungsvertrag, der eine offizielle EU-Flagge vorsah, ist schließlich nicht in Kraft getreten. Georgien gehört seit 27.4.1999 dem Europarat an, einer Organisation, die sich für Demokratie und Menschenrecht in Europa einsetzt. Konsequenterweise gehört Georgien (wie übrigens Russland, was eigentlich wie ein schlechter Scherz klingt, Beitritt: 28.2.1996) zur europäischen Wertegemeinschaft.

Was derzeit in diesem Forum beigetragen wird, ist teilweise wirklich haarsträubend: Mal werden den Russen Großmachtansprüche vorgeworfen, mal sind die Georgier für die Situation verantwortlich. Am besten gefällt mir allerdings die These, dass es eigentlich dann doch mal wieder die bösen Amerikaner verbockt haben. Sicher! Warum nicht gleich die Illuminaten? Fakt ist: im Kaukasus herrscht eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und Georgien und es gilt, dazu beizutragen, dass diese schnellstmöglich endet. Alles andere wird man hinterher klären können. Bis dahin sollten sich alle mit voreiligen Schuldzuweisungen etwas zurückhalten. Es sei denn natürlich es geht gegen die Amerikaner, bei denen kann man nie etwas falsch machen. Craig Mc Dermott

Georgien ist zuerst in Ossetien einmarschiert. Russland hat sofort reagiert. Seit wann nimmt man den nun das Land, das mit Waffen irgendwo einmarschiert in Schutz...? Obwohl es fuer Georgien von vornherein aussichtslos war und jedem 'normalen' Menschen klar sein musste, dass ein Land wie Georgien bei solchen Aktionen gegen Russland nie ankommen kann - hat Saakaschwili das Leben von so vielen Menschen riskiert und genau das getan! Es war doch klar, dass er nichts erreicht - also wozu diese Aktion? Und man soll ihn auch noch unterstuetzen? Ist es nicht merkwuerdig, dass Codoleezza Rice erst vor ein Paar Wochen in Georgien war und nun Saakaschwili sofort ein Hilferuf in die USA ausrief? Keiner erwaehnt, dass USA Georgien mit Waffen beliefert hat und ausgebildet hat! Ist es nicht merkwuerdig, dass ausgerechnet (!) USA jetzt Russland auf's Groesste kritisiert? Natuerlich geht's dabei nicht nur um die Menschen in Ossetien, natuerlich spielt die Politik, Macht, Oel etc. eine sehr grosse, wenn nicht gar die ausschlaggebende Rolle dabei. (uebrigens, wie in Irak auch!) Und eins sollte man nicht vergessen: es ist nun mal ein grosser Unterschied Laender wie die im Kaukasus als Nachbarn zu haben als Oesterreich oder Schweiz etc.....

Der Einfall der russischen Truppen ins Gebiet Georgiens zugunsten einer Volksgruppe, die lediglich nur 47 000 Köpfe zählt, kann wie eine grobe imperiale Aggression aussehen. Und völkerrechtlich handelt es sich bestimmt auch um eine Aggression. Das kann man aber um folgendes ergänzen: Es ist üblich, dass man die jetzige russische Aggression ähnlich als ähnliche sowjetische Schritte in der Vergangenheit betrachtet. Da gibt es aber einen großen Unterschied in der Motivierung der Aggression und ihrer Erklärung. Wenn es auch dahinter oft ein (groß)russischer Nationalismus versteckt war, wurden die sowjetischen Aggressionen mit den Interessen des Weltkomunismus, dem sich dieser Staat verschrieben hatte, verbunden und erklärt. Die Zeiten haben sich inzwischen geändert, Russland habe den profanierten Gedanken abgelegt und auf der Weltbühne tritt es nur als Nationalstaat auf, der seine nationalen Interessen verteidigt. Da auch eine weitere Großmacht -China- sich außenpolitisch zum Nationalismus bekennt, kann man davon einen Schluß ziehen: Die Ära des von den USA vertretenen ausschließlichen Globalismus und Multikulturalismus in der Weltpolitik scheint vorbeizusein. Es kommt da eine neue Zeit, die Zeit des alt-neuen Nationalismus.

Bedaure, aber die Bild-Zeitung lese ich aus Prinzip nicht!

Vielen Dank für diese Klarstellung Ihrer Ansichten! Wenn es nun zu einer Aufgabe des Anspruches Georgiens auf Südossetien und Abchasien kommt (es gibt Georgier, die dies als Notwendigkeit ansehen), dann viele das Argument der Nato-Staaten, die ungelösten Territorialkonflikte stünden einer Nato-Mitgliedschaft Georgiens im Weg, weg. Ich nehme an, Sie könnten einer freien Entscheidung des georgischen Volkes zu einem Nato-Beitritt unter diesen Umständen zustimmen?

Wer unter Souveränität eines Staates versteht, dass man im eigenen Staat die Zivilbevölkerung einfach so - weil es innenpolitisch gerade passt, den "Dicken" zu markieren - mit schwerer Artillerie, MG-Feuer und Luftangriffen belegen darf (und das ist in Ts'chinvali scheinbar passiert - von georgischer Seite), dem wünsche ich nur eines zu sagen: Geh kacken. Souveränität darf nämlich auch nicht grob missbraucht werden. Mit der russischen Reaktion bin ich allerdings auch nicht wirklich glücklich. Krieg ist einfach immer sch*****. Egal welch hehrer Grund auch vorgeschoben wird: Ehrenwert ist das Handeln einer Partei, die sich in einen Krieg begibt, nie. Irgendwo stehen immer plumpe Wirtschafts- oder Machtinteressen "in zweiter Reihe" - ob in Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Grenada oder Afghanistan, Tschetschenien, Abchasien, Ossetien, um nur einige Beispiele zu nennen. Deshlb wird halt so lange "getrickst" -oder einfach gewartet - bis das Bild passt und man die eigenen Ziele in einer Aura der Heldenhaftigkeit brutalst durchsetzen kann. Nebenbei: Herrn "Sarkast Willi" als Demokrat ist schon eine schlimme Beleidigung. Für die echten Demokraten.

Nirgends gab und gibt es Einzelheiten, die einen förmlichen Angriff und dessen Ausmaß und Folgen, seitens der Georgier darstellen. Es wird lediglich geredet, daß es sich um gräßliche völkermörderische Übergriffe gehandelt habe. Die einzigen gräßlichen belegten Berichte stammen vom Angriff der Russen und deren Bombardierung bis in die Mitte Georgiens. Einige Zehntausend Süsosseten sind nach Nordossetien geflohen und durch Russisches Militär ersetzt worden. Es gibt offenbar keine Zeugen, die über Greultaten von georgischen Soldaten berichten könnten. Haben wir es hier mit dem Gleiwitz-Phänomen zu tun? Wurden eventuelle Zwischenfälle provoziert, um die bereitstehende russische Armee innerhalb von Stunden (!) in Südossetien, Abchasien und dann mit fast allen Waffengattungen bis ins Herz Georgiens einfluten zu lassen? Gut, daß es im Augenblick so aussieht, als würde der Überfall beendet sein - die Besatzung bleibt aber, wie bereits verlautbart. Übrigens wurde der Fall Gleiwitz auch erst nach Jahrzehnten bis ins Letzte aufgeklärt. Es sind zu viele Ungereimtheiten, die jetzt, nach der "Strafaktion", offen sind.

Ich hatte Ihrer Aussage zu den "gekauften" Revolutionären meine persönlichen Bekanntschaften entgegengesetzt. Sie sind darauf nicht eingegangen, sondern haben nur noch einmal Ihre Asusage wiederholt. Aber ich werde es auch jetzt nicht zulassen, dass Sie Menschen, die sich die persönliche politische Freiheit, die sie bei Aufenthalten in Deutschland kennengelernt haben, in ihrer Heimat Georgien wünschen, als "gekauft" bezeichnen! Das ist eine Beleidigung! Ich wiederhole noch einmal: Ein Land ist nicht groß, wenn es gefürchtet wird, sondern wenn es aufgrund kultureller und wirtschaftlicher Leistungen geachtet wird. Großmacht ist man nicht dann, wenn man den Krieg gewinnt, sondern wenn man den Frieden danach gewinnt! Russland ist es in der Vergangenheit nicht gelungen die Herzen der Menschen in seiner Einflusssphäre zu gewinnen. Russlands Macht fußte immer allein auf militärischer Macht. Auch wenn Sie dagegenhalten, die amerikanische Macht fuße nur auf wirtschaftlicher Macht. Mag sein, aber zumindest mussten die USA niemals Mauern errichten, damit die Menschen nicht aus ihrem Einflussgebiet wegliefen! Russland muss lernen, Menschen für sich zu gewinnen. Die Georgier hat es verloren,aber es bleiben ja noch Tschetschenen,Tataren und Co.

bestrafen unnachgiebig jeden,der aus dem Schatten des Kremel heraus will. In nicht allzuferner Zukunft werden RasPutin und Co. auch die Europäer spüren lassen,was es heißt,der russischen Macht entkommen zu wollen. Die Europäer sind allerdings zu schwach,zu ängstlich und zu gutgläubig,um sich der russsichen Bären-Klaue zu erwehren.

Die Vergleiche Südossetien und der Kosovo sind nur in einem Punkt richtig : Während im Falle des Kosovo Rußland die Zwangseingliederung (durch Serbien) gutgeheißen und unterstüzt hatte,tut Rußland im Fall Südossetien genau das Gegenteil! In beiden Fällen hat der russische Bär bewiesen,daß er zwar in seiner ,nur an Eigeninteressen ausgerichteten Außenpolitik "verläßlich" ist,aber beileibe kein Partner des Westens. Die unmenschlichen Handlungen Serbiens dort nun nachträglich "frei zu sprechen" ,genügt vielleicht den verblendeten Anhängern Rußlands und den notorischen ANti-AMerikanern,die Geschichte allerdings weiß es besser .So wird die Geschichte auch den Fall Georgien eines Tages im rechten Licht darstellen: Der kleine russische Zar im Kremel,der sich durch eine Wahl,in der er die Opposition einschüchtern ließ,an die Macht geputscht hat,hat Georgien in eine Falle gelockt und ein Exempel statuiert für all jene Länder,die der Kremel nicht in den Westen entlassen will. Und auch wenn die USA wieder einmal "an allem schuld ist",so sollten wenigstens die Europäer unsanft aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt worden sein. Es war der größtte Fehler,sich derartig in die Energieabhängigkeit von Rußland zu begeben.Denn die Zaren bestrafen

Sie hatten anscheinend die Bildzeitung zum Frühstück, es war eine Inszenierung der Georgier. Sie hatten es wenige Minuten eingestanden, es war ein "Fehlalarm"!

Es nützt ja alles nichts. Georgien hat durch seinen dilettantisch agierenden Präsidenten sein Anrecht auf einen Platz in der europäischen Völkerfamilie verspielt. Sowieso muss man sich langsam fragen, warum auch dieses Land unbedingt dazugezählt werden muss. Entscheidet denn neuerdings die FIFA, wo Europa endet? Vielleicht sollte man auch auf der Ebene endlich mal aktiv werden und die Fehlentscheidung rückgängig machen, alle Länder, die nicht so richtig zu Asien zu passen scheinen, in die UEFA aufzunehmen. Vielleicht wäre der iranisch-israelische Konflikt längst gelöst, wenn die mal in der WM-Qualifikation gegeneinander spielen müssten. Das Wichtigste aber ist jetzt natürlich, dass die Achse Paris-Berlin-Moskau, die bereits einmal gut funktionierte, wieder steht. Denn ein Europa ohne Russland ist wie ein Bett ohne Bettvorleger.

War es eigentlich eine Kriegsfackel, die statt des olympischen Feuers quer über die Erde getragen wurde? Was soll der ganze teure Olympia-Kult, wenn die wichtigste Grundidee, nämlich den Olympischen Festfrieden über die Ökumene zu tragen und zu wahren, so diskreditiert wird? Konnten - wie die Sportler aus Russland und Georgien es spontan taten - sich nicht die in Peking freitags anwesenden Politiker das Friedenszeichen geben? Böse Camouflage!

An Micheal Ludwig, ihrem Artikel nach „Amerika hat Schuld" werden sie offensichtlich vom Pentagon für ihre "sympiothische Zusammenarbeit" gut bezhalt, oder irre ich mich?
(Anm. d. Red.: Sie irren sich!)

Dass die „Vorfahren der Osseten das Volk der Alanen“ gewesen seien (s.u), ist doch wohl in etwa so wichtig, wie, dass die Vorfahren der Ungarn u.a. (übrigens!) das Volk der Awaren gewesen sind(!), und im übrigen auch, dass die Deutschen von den Germanen abstammen sollen. Was soll dieses Blut- und Bodengewäsch? Ist das alles, was die Prorussen draufhaben? – Alten völkisch gefärbten Nationalismus! Die Tatsache, dass die Osseten den russischen Pass angenommen haben und die andere, dass die Georgier dies nun mit Bomben zu überschreiben wünschen, verweist doch auf viel aktuellere Quellen des Interesses. Sie wurden alle schon genannt: Öl und Gas, Pipelines, Mafiaintrigen, internationale kapitalistische („westliche“) Interessen, Einmischung Dritter (Türken womöglich), russisches Großmachtgehabe, georgischen Nationalismus, der ganze „kaukasische Kreidekreis“ also. Sind diese Zöpfe nicht lang genug? Muss man da bis in die Steinzeit zurück, um vordergründige Ansprüche zu deklarieren, und das auch noch unter der Leserschaft - hier im Westen?

es war ein folgenschwerer Fehler der vom russischen Erdgas abhängigen Europäer (Merkel / Sarkozy) gegen die Aufnahme Georgiens zum Nato Bündnis zu stimmen und damit Russland zu ermuntern, sich dieses souveränen und demokratischen Staates mit Zugang zum kaspischen Meer, vor aller Weltöffentlichkeit zu bemächtigen.

Eine ganz interessante Information aus Georgien: Ich habe gestern Abend mit einem georgischen Freund gesprochen und er erzählte von einem Erlebnis mit russischstämmigen Georgiern. Diese haben ihm gegenüber ihre Solidarität mit ihrem jetzigen Heimatland Georgien betont, worauf mein Freund ihnen seinen Respekt ausgedrückt und geantwortet hat, dass es einer Bombe schließlich egal sei, welche Abstammung die Menschen haben, die von ihr getroffen werden. Weiteres: Dass Südossetien und Abchasien für Georgien wohl verloren sind, diese Erkenntnis setzt sich in Georgien seiner Aussage nach durch. Es wird wohl wirklich zu einem klaren Westkurs eines Rumpf-Georgien kommen. Dieser Kurs ist jetzt unumstrittener denn je, was mich nicht wirklich überrascht. Das russische Kalkül einer Umkehr Georgiens unter Druck wird nicht aufgehen, im Gegenteil, es sei denn man stürzt die Regierung mit Gewalt. Aber dann hätte Russland als Besatzungsmacht das ganze Volk gegen sich. Mein Freund glaubt daher auch nicht an eine völlige Besetzung Georgiens durch Russland. Mir fiel überhaupt seine bemerkenswerte Ruhe und Selbstsicherheit nach dem Motto "Wir haben noch alles überlebt!" auf. In Deutschland wäre wohl Panik bei russischen Flugzeugen über Berlin.

...es gibt nie und niemals ein Grund und ein Ursache....sowohl für das Positives oder Negatives... so ist es auch hier. Wer schuld hat, wer nicht , ist ein Debatte, ohne Ergebnis... hier sind viele Grunde... eine der Übeltäter ist mit Sicherheit USA, die durch viele Fehler und Fehlereinschätzungen in ihrer Außenpolitik in den letzten Jahren vieles verspielt haben. Aber auch Georgische President, die mit seiner jugendlichen Unerfahrenheit sich zu so einem Krieg aufreißen ließ. Dieser Krieg wird nicht lange dauern und ist es auch fast beendet. und Die Sieger und Verlierer stehen fest. Westen + Georgien sind Verlierer... Russland hat sich zurück gemeldet... und Iran ist der größte Gewinner, denn wie die Situation jetzt ist, eine weitere Diktat der USA in der UN-Unsicherheitsrat ist nicht mehr durchsetzbar. und somit hilft dieser Krieg doch einiges Unrecht in der Weltpolitik zu nichte machen.

die Kriegshandlungen gegen Georgien einzustellen. "Russlands Präsident Medwedew hat den Militäreinsatz in Georgien gestoppt. Die Sicherheit der Soldaten und der Staatsbürger sei gewährleistet und der "georgische Aggressor" bestraft, sagte er". Was für eine unmenschliche Ausage! Tausende werden im Kollektiv mit dem Tode bestraft, für eine umstrittene Maßnahme (was war tatsächlich passiert?) , nämlich russifizierte Südosseten aus dem völkerrechtlich Georgien zugehörigen Gebiet zu vertreiben. Sind die Russen noch im 19. Jahrhundert mit ihrer atavistischen Weltanschauung? Sind Ihnen die Petro-Dollars so zu Kopf gestiegen, daß sie sich nun gottgleich fühlen und Strafexpeditionen in unbotmäßige Anrainerstaaten aussenden? Ist das Angstregime der Zaren und der Stalinisten wieder aus den Gräbern gestiegen? Man wird Russland künftig wohl eher nicht mehr der zivilisierten Welt zurechnen dürfen. Sie haben zu verstehen gegeben, daß man künftig vor ihnen gefälligst Angst haben müsse. Man wird sich darauf einstellen müssen. Angstregime im Inland und Drohung gegen jegliche Form von Demokratie. "Man ist wieder wer!" Aber was für eine schreckliche Mutation und Rückfall in Zeiten, die man im 21. Jahrhundert für graue Vorzeit hielt.

Um es gleich klar zu stellen: Ich lehne jede Art von militärischer Gewalt zur Konfliktlöstung ab. Was ich hier versucht an verschiedener Stelle klar zu machen, daß die Kritik an Rußland seitens NATO, den USA und die Darstellung in unseren Medien mit Blick auf die jüngerer Vergangenheit völlig unangebracht ist. Zudem sind die Aussagen Abchasien und Südossetien würden zu Georgien gehören faktisch falsch. Weil sich diese Republiken eben auf Grundlage geltender sowjetischer Gesetze für unabhängig erklärten und somit keine Bestandteile der damaligen SSR Georgien waren, als diese in die UNO aufgenommen wurde. Zudem hatte die SSR Georgien die Unabhängigkeit Abchasien sogar auf Grundlage der Verfassung von 1921 anerkannt. All dies vergessen unsere Medien.

George Walker Bush bezeichnet die Verletzung der Souveränität von Staaten als "dem 21. Jhdt. nicht würdig". Nicht, dass das nicht auch meine Ansicht ist. Aber das aus dem Munde Bushs ist wie moralische Entrüstung über Gewalt von einem mehrfach der Körperverletzung Angeklagten, der gerade mitten in einem von ihm grundlos ausgelösten Zweikampf um Leben und Tod steht. Wenn einer sich eines Kommentars enthalten sollte, um dem Frieden dienlich zu sein - dann George Bush. Was er auch sagen mag - es wird im Kontext mit "Friedensbehmühungen" nur lächerlich und unglaubwürdig wirken.

Sie haben völlig Recht mit Ihrem Beitrag! Das problem ist, dass die KGB-Clique um Putin noch so stark von anti-westlichem Denken geprägt ist, ebenso die russischen Militärs, dass sie verdrängen, dass Russland kulturell ein Teil des Westens ist. Dabei wird vergessen, dass die Grenzen Russlands zu den Nato-Lädnern Norwegen, Estland und Lettland sowie zu Finnland die sichersten Grenzen des Landes sind. Aus dieser Richtung kommt nicht die Spur einer Bedrohung. Aber nun wird sich Russland einerseits aus Westphobie andererseits aus wirtschaftlichen Gründen (Pipeline) Südossetien einverleiben und das Ego freut sich, dass man es dem unbotmäßigen Georgien gezeigt hat. Dabei wird man nicht merken, dass gleichzeitig das eigenen Hinterland wegbricht. Schadenfreude ist dann allerdings auch für Georgien nicht angebracht, denn wenn Russland den Nordkaukasus verliert (im Grunde ist es ein russisches Kolonialgebiet geblieben, aber eben nie Russland geworden), ist auch Georgien sowie der Westen insgesamt bedroht, eben vom radikalen politischen Islam. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte! Erschreckend wie dumm europäische Völker sein können! Und Kommentare, die jede Niederlage Amerikas bejubeln, sind auch nur eins: kurzsichtig!

Wenn ich den Artikel „Amerika hat Schuld“ lese, so komme ich nicht umhin zu fragen ob es bei uns denn wirklich so viel anders ist. Bei uns werden machtpolitisch getriebene Interventionen eben nicht mit nationalem Pathos, sondern mit Menschenrechten und Humanität begründet. Wie weit oder nah das im Einzelfall an der Wahrheit liegt, prüft eh kaum noch jemand. Beispielsweise gilt es heute als bewiesen, daß die Serben im Kosovokonflikt keineswegs vorhatten, den Kosovo ethnisch zu säubern. Das wäre auch gar nicht möglich gewesen, da schon damals 80% des Landes aus Kosovoalbanern bestand (heute sind es 90%). Die Macht einzelner Fernsehbilder und Joschka Fischers Auschwitzvergleich jedoch haben bei uns jede Kritik am Einsatz erstickt. Warum aber hat die NATO neben Zielen im Kosovo auch massiv Belgrad selbst bombardiert? Altkanzler H. Schmidt hat kürzlich zu Protokoll gegeben, daß Humanität niemals der Grund für diesen Krieg gewesen ist. Nur ein Narr könne das noch glauben. Ist dies nicht ebenso eine Form von Propaganda wie derzeit in Russland? Und klingen die Worte "Menschenrechte" und "humanitärer Einsatz" nicht längst wie hohle Schlachtrufe, die zunehmend machtpolitisch mißbraucht werden?

hat mit Georgien bzw. Ossetien/Abchasien nichts gemeinsam. Jeder der hier auf Tschechenien verweist zeigt, dass er/sie entweder völlig uninformiert ist oder Desinformation betreibt. Einfach mal nachlesen was in Tschechenien abging, bevor Russland diesem Treiben ein Ende setzte: 1997 wurde Aslan Alijewitsch Maschadow bei Neuwahlen Präsident (in Tschechenien). Er behauptete sich jedoch nicht gegen die immer stärker werdenden radikalen Gruppierungen, die von eingeströmten ausländischen, zumeist arabischen Kriegsherren ideologisch inspiriert, finanziert und teilweise angeführt wurden. Mit der Zeit ließ sich Maschadow immer mehr auf eine Kooperation mit ihnen ein. Am 21. Mai 1998 hatte eine wahhabitische Gruppe versucht, das Dagestaner Regierungsgebäude (russisches Terretorium) zu stürmen. Ein Terroranschlag in der Hauptstadt der benachbarten russischen Republik Dagestan Machatschkala vom 4. September, bei dem 17 Personen ums Leben kamen. Am 7. August 1999 marschierten wahhabitische Einheiten unter Schamil Bassajew und Ibn al-Chattab in Dagestan ein, um es einem islamisch-fundamentalistischen Kalifatstaat anzuschließen, der langfristig den ganzen Nordkaukasus umfassen sollte. Es kam zu schweren Gefechten mit der russischen Armee.

Es ist nicht korrekt, dass Südossetien nie georgisches Land war. Das Gebiet gehört historisch ohne Zweifel zu Georgien, der georgische König hatte einst ossetische Siedler aus dem Nordkaukasus ins Land geholt (daher auch die eher dünne Bindung Nord- und Südossetiens). Die russischen Pässe, die viele Südosseten heute haben, wurden erst ab 2004 ausgegeben. Damals kritiserte Georgien dies als "schleichende Annexion". Man befürchtete, dass diese Formalie Russland einmal als Vorwand dienen könnte. Nun ist es soweit! Wie dem auch sei: Georgien hat Südossetien verloren, da besteht für mich kein Zweifel, historisch georgisches Land hin oder her, das interessiert niemanden. Hier gibt es wirklich eine Parallele zum Kosovo. Die Serben sind historisch eigentlich im Recht, aber die Albaner hatten Fakten geschaffen und stellten in den 90ern die erdrückende Bevölkerungsmehrheit. Und der Westen hat damals einen Fehler gemacht, da liegt Russland in der Tat richtig!

Hallo Herr Peters, also nicht für ungut und ich will Sie auch nicht verurteilen, da wir uns nicht persönlich kennen!!!! ABER: Muss hinter jeder geopolitischen Entscheidung in der Welt immer eine Verschwörung gegen Isreal stecken! Bei allem Respekt - aber erzwungene Freundschaft und blinde Sympathie hat noch nie zum Erfolg geführt!!!! MfG

Georgien mit seinen autonomen Regionen Abchasien und Südossetien ist einmal mehr zum Spielball der allseits bekannten Interessen Russlands und des Westens geworden. Herr Saakaschwili hat den unverzeihlichen Fehler begangen, das Wohl und Leben vieler Menschen auf beiden Seiten des Konfliktes zu verletzen. Welcher Teufel ihn dabei geritten hat, kann man nur vermuten - ganz ohne Deckung des Westens wird dies jedoch sicher nicht geschehen sein. Dabei ist es auch in diesem Konflikt auf keiner Seite völkerrechtlich korrekt zugegangen - also sollen doch bitte alle Parteien diese Scheinheiligkeit ablegen. Sicher hat Russland seinen Teil durch ständige Provokationen und Verletzung der staatlichen Souveränität (bspw. Eindringen in den Luftraum) dazu beigetragen. Leider hat der georgische Präsident Russland mit seiner Aktion genau den Vorwand geliefert, den es sowohl innen- als auch außenpolitisch brauchte um die lange vorbereitete Operation zu starten. Dem Fehler - der russischen Provokation auf diese Weise entgegengetreten zu sein und unschuldige Menschenleben zu opfern - wird sich Herr Saakaschwili stellen müssen. Für das Überleben eines freien Georgien scheint er - zu mindest im Moment - nicht mehr haltbar.

Nach georgischen Angriffen haben die Rsusen einen Militärflugplatz nahe dem internationalen Flughafen bombardiert. Der zivile Flughafen ist nach wie vor in Betrieb. Und zu Gori: Es ist Ihnen wohl entgangen, dass der französische Außenminister Kouchner von seinen Leibwächtern schnell in Deckung gebracht wurde, als am Himmel über Gori russische Hubschrauber auftauchten. Ja, was wollten die denn da? Russische Bürger schützen? Und ja, Bilder werden im Krieg grundsätzlich dazu benutzt, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Deshalb ist es auch bedauerlich, dass die Bilder von ossetischen Flüchtlingen bisher ausschließlich von russischen Fernseh-Teams stammen. Es müssten überall westliche Medien vor Ort sein. Nur die russischen (und seit vorgestern nun auch die georgischen) Medien zu zitieren, ist etwas dünn!

eines anderen Staates, von dessen (energie-)wirtschaftlicher Rolle sie nicht im gleichen Maße abhängig sind, mit gleicher Vehemenz kämpfen würden. Im Grunde genommen geht es darum, dass der Westen sich möglichst günstige Bedingungen für die eigene Energieversorgung erzwingen möchte. Dabei treten die erklärten primären Gründe wie Unterstützung der "Freiheit" oder "Demokratie" - wenn man die eigentlichen Ursachen bedenkt - in den Hintergrund. Der reiche Westen hat es eigentlich gar nicht nötig, militärische Kraft anzuwenden, um bestimmte Staaten in die eigene Einflusssphäre zu ziehen. Mit Geld und versprochenem Wohlstand kann man schließlich auch Menschen kaufen. Und dort, wo die Menschen nicht käuflich sind oder wo es nicht schnell genug geht, hilft man mit einer "humanitären Intervention" oder einer "farbigen Revolution" nach. Was die finanziellen Versprechungen angeht, kann Russland mit dem Westen noch nicht konkurrieren. Es kann lediglich an den Anstand und den guten Willen des Westens appellieren. Da diese Appelle aber an der westlichen Hybris bzw. Unersättlichkeit (siehe unendliche Erweiterungen der EU/NATO) abprallen, fühlt sich Russland gezwungen, aktiv dem Westen sein Spiegelbild vorzuhalten - ein besseres Spiegelbild.

Allmählich wird die seit Freitag laufende sowjetrussische Agitprop Maschine etwas transparenter. Welche konkrete und einzelne militärische Aktion georgischer Kräfte zum Startsignal der russischen Großoffensive benutzt werden sollte, war demnach "Wurst" - die Interventionskräfte dafür mussten nur Gewehr bei Fuß, Panzer auf der Straße und die Marine zum Auslaufen bereitstehen. Die systematischen Zernierungen georgischer Dörfer vor dem 8. August, Übergriffe südossetischer (?) Irregulärer, das Attentat auf Sanokoyev im Juli sollten den Boden bereiten für eine massive georgische Gegenreaktion, die Rußland spektakuär genutzt hat. Abchasien und Süd-Ossetien sind mit dem Wochenende ethnisch "reiner" denn je .... das erste Ziel der russischen Intervention ist erreicht. Die dort verbliebenen Georgien gegenüber loyalen Bevölkerungsteile - ohnehin nur noch Restbestände im Vergleich zu 1990 - sind geflohen oder vertrieben worden.

und der Kalte Krieg findet seine Fortsetzung. Diesmal jedoch mit einem "Gegner" der mehr wirtschaftliche Macht hat. Die wirtschaftliche Schwäche aufgrund eines "falschen" Wirtschaftmodells" hat die damalige Militärmacht zu Fall gebracht. Diesen Fehler wird Rußland nicht noch einmal begehen.

Was hat die georgische Regierung hier ins Rollen gebracht? Hat man wirklich geglaubt, dass bei dem Massaker an den Osseten neben den USA und der EU, auch die Russen tatenlos zusehen? Vor dem Hintergrund der vergangenen Tage erscheint nun die 2. Front in Abchasien als absolut nachvollziehbar. Schliesslich liegen die Pläne für eine Invasion Abchasiens ebenfalls in der Schublade, doch nun handeln die Abchasen präventiv. Schliesslich weiß man, zu welchen grauenvollen Taten die georgische Führungsriege im Stande ist.

Mit Ihrer Aussage, dass Russland zur westlichen Zivilisation gehört, haben Sie völlig Recht! Ich stimme Ihnen auch zu, dass es im Prinzip blödsinnig ist, dass sich der "Westen", die USA und Russland gegenseitig schwächen. Und genau vor diesem Hintergrund halte ich es für kontraproduktiv, wenn Russland ausgerechnet gegenüber westlich orientierten Nachbarn wie Georgien oder der Ukraine die Zügel anzieht. Da ist mir noch zuviel nationalistisches Denken im Spiel. Vor ein paar Jahren beklagte sich ein russischer General aus Kaliningrad im Fernsehen darüber, dass er dort von der Nato umzingelt sei. Ist das so schlimm? Polen und Litauen werden sich kaum Kaliningrad einverleiben. Und es sollte sich in Russland auch rumsprechen, dass die Grenzen zu Norwegen, Finnland, Estland und Lettland Russlands sicherste Grenzen sind. Die wirkliche Gefahr für Russland droht eienrseits im Osten mit China udn andererseits im Inneren, denn es ist bisher nicht gelungen, die nicht-russischen Völker auf russischem Territorium, unter ihnen 20 Millionen Muslime, wirklich zu integrieren. Ich sehe die Gefahr, dass Russland der Nordkaukasus in den nächsten 50 Jahren wegbricht. Dann nützen Moskau Südossetien und Abchasien gar nichts mehr!

den man auf eine kurze Formel zusammenschreiben kann: Wer heute die Welt mit Gas/Öl beliefert - hat die Macht. Putin hat das bereits beim G 8 Treffen in Heiligenhafen schmunzelnd erkannt... und alle anderen üben den Kniefall - können nur hilflos zusehen...

Ich erinnere mich noch gut, dass Georgien protestierte, als Russland begann, an die Südosseten und Abchasen russische Pässe auszuteilen, obwohl selbstverständlich auch Russland die völkerrechtliche Souveränität Georgiens über beide Gebiete bis dato nicht in Frage gestellt hatte. In Tiflis sprach man damals von "schleichender Annexion". Ist es nicht genauso gekommen? Heute greift Russland, das eigentlich Friedensmacht sein sollte, in einen Konflikt ein, um "seine Bürger" zu schützen. Und diese Politik soll man noch gutheißen? Dass die Südosseten derzeit den Schutz Russlands gegenüebr den Georgiern suchen, kann man nachvollziehen. Aber irgendwann werden auch sie merken, dass sie nur Mittel zum Zweck waren und für russische Nationalisten immer die kolonisierten "Schwarzär****" (ein verbreitetes rassistisches Schimpfwort in Russland für Kaukasier) bleiben werden. Russland mag Kriege gewinnen können, es wird auch heute wieder gefürchtet von seinen Nachbarn. Aber es gelang Russland bisher noch nie, den Frieden zu gewinnen, sprich die Herzen anderer Völker im eigenen Einflussgebiet. Diese Tugend ist aber notwendig, wenn man eine Weltmacht sein will!

Wie neutral müssten sich die USA denn verhalten, um Ihren Ansprüchen zu genügen? So neutral wie die russischen "Friedenssoldaten", die seit 16 Jahren in Abchasien und Südossetien stationiert sind? Ich hatte schon mehrmals geschrieben, dass die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline direkt an Südossetien vorbeiführt, die Russland ein Dorn im Auge ist. Für Russland bedeutet es eine klare Schwächung, dass Europa Öl aus Aserbaidschan beziehen kann, ohne auf russische Pipelines angewiesen zu sein. Nun soll parallel auch noch eine Gaspipeline gebaut werden. Jetzt habe ich einmal eine Frage an Sie: Sie scheinen Amerika nicht zu mögen, das ist mir zunächst einmal egal. Aber ist es Ihnen wirklich lieber, dass Europa energiepolitisch einseitig von einem unberechenbaren Russland abhängig ist, als dass wir uns Alternativen eröffnen? Ein MächteGLEICHGEWICHT kann es ohne die USA auch nicht geben! Haben Sie das vergessen? Derzeit sind die Interessen der USA und Europas im Kaukasus deckungsgleich, auch wenn es sich so mancher Europäer nicht vorstellen mag, dass die Amerikaner jemals Dinge tun könnten, von denen WIR profitieren.

Warum es keine gemeinsame Friedensmission der EU mit Russland geben kann, kann ich Ihnen sagen. Die Russen müssten verrückt sein, dem zuzustimmen. Dann hätten sie sich die ganze Militäraktion auch schenken können. Die georgische Forderung ist seit Jahren, internationale Missionen nach Abchasien und Südossetien zu schicken, um die russischen Friedenstruppen abzulösen. Russland hat das immer abgelehnt. Da werden sie jetzt kaum zustimmen, wo sie die Möglichkeit haben, beide Gebiete völlig unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie scheinen davon auszugehen, dass es Russland wirklich um die Selbstbestimmung der Abchasen und Osseten geht. Das ist aber leider falsch. Russland braucht beide Gebiete aus geostrategischen Gründen als Brückenkopf in den Südkaukasus. Südossetien schiebt sich wie ein Keil in georgisches (=künftig "westliches") Gebiet. Und wenige Kilometer von der südossetischen Grenze entfernt verläuft die Baku-Tiflis-Ceyhan-Ölpipeline (zukünftig auch die Nabucco-Gaspipeline), die Russland immer bekämpft hat, da Europa nun Kaspisches Öl beziehen kann, ohne auf russische Pipelines angewiesen zu sein. So ein Zufall aber auch!

Sie wundern sich ob der "Undurchsichtigkeit" des russischen Handelns. Oft wird im Zusammenhang mit Russland neben Undurchsichtigkeit auch der Begriff "Unberechenbarkeit" verwendet. Warum? Ich wage eine mögliche Erklärung: Was man den hiesigen Medien, konkret dieser Zeitung, entnehmen kann, spiegelt nun einmal in seltensten und äußersten Fällen die offiziellen russischen Stellungnahmen wider. Man fühlt sich erst dann genötigt, Russlands Positionen darzustellen, wenn es nicht mehr länger möglich ist, sie zu verschweigen, weil man sich dann gänzlich blamieren würde. Und selbst dann erfährt der deutsche Leser nur die halbe Wahrheit. Interessanterweise sind US-amerikanische Zeitungen (etwa die NY-Times) viel ehrlicher! Jedenfalls erzeugt diese "halbe Wahrheit" in den Augen der mitdenkenden und nach Antworten suchenden Lesern den Eindruck als ob russisches Handeln undurchsichtig wäre und Russland für diese Intransparenz verantwortlich sei.

Zum Kosovo: Hier scheint also nun tatsächlich kein Massaker in Rugovo und auch keines im restlichen Kosovo stattgefunden zu haben. Die deutschen Politiker hatten über die Zeitungen und ARD/ZDF immer Gegenteiliges versichert. Ich muss gestehen, die Jahre nach dem Krieg gegen Serbien keine weiteren Berichterstattungen mehr gelesen zu haben. Damit sind die NATO-USA nun tatsächlich unglaubwürdig geworden und haben somit mehr als nur einen Erklärungsbedarf gegenüber denen, die sie absichtlich getäuscht und denen, die sie bombardiert haben. Die katastrophale Zerstörung der Umwelt und Infrastruktur in Serbien durch den NATO Angriffskrieg scheint nun ja tatsächlich völlig unangemessen und unnötig gewesen zu sein. Und weshalb unterstützen Sie aber Russland, gegen Georgien gleich oder noch schlimmer zu handeln als die NATO? Was Sie an der NATO bemängeln, wollen Sie den Russen aber erlauben?

Georgien hat sich über Jahre an Abchasien und Südossetien festgekrallt, anstatt auf die Regionen zuzugehen und mit Zugeständnissen jegliche militärische Intervention Russlands von vorneherein als absurd erscheinen zu lassen. Nun sind Zugeständnisse etwa an Abchasien zugleich Zugeständnisse an Russland - dabei war Abchasien vornehmlich ein georgisches Problem, kein russisches. Andererseits war es viel zu früh, Georgien als NATO-Partner ins Gespräch zu bringen. Russland wiederum hat die Konflikte lediglich als Mittel zum Zweck benutzt. Die derzeitige Intervention ist dabei ein deutliches Zeichen der Schwäche. Zur Macht gehört Verantwortung, und Russland hat seine Macht auf plumpe Weise verzockt und benutzt die Konfliktregionen, um einen gerade noch zu schwachen westlichen Partner in seine Schranken zu weisen. Es gibt in Georgien für Russland aber keinen Blumentopf zu gewinnen. Langfristig wird Russland weltweit an Ansehen verlieren. Kaum jemand wird sich hier an Russland als einen Befreier Südossetiens erinnern. Als einziger "Gewinn" bleibt eine destabile Lage am Kaukasus, ob das dauerhaft ausreichen wird, Georgien vom Westen zu isolieren?

Denken Sie etwa, daß eine schwarze Leichenschleier wäre ein deutliche besseren Hintergrund für den georgischen Präsidenten darstellen als eine Europafahne? Und... was werfen Sie, bitte, den Tschetschenen vor, die ohne Europafahne beinahe ausgelöscht sind? Einzig was bei Machthaber in Moskau zählt ist Antwort auf die komische Frage-Nicht-Frage: "Wollt ihr, Völker der Nahenausland, in Unterwerfung leben oder wir machen sie platt!"

Will Putin GORI, Geburtsstadt seines Vorgängers und Vorbildes Stalin , vielleicht als "Heldenstadt" Russland einverleiben? Wann wird er versuchen , SEINE Russen in Berlin,Baden-Baden oder in Cannes befreien ? Russland fällt unter Putin in seine alten , aggressiven Verhaltensweisen zurück. Auch wir in Deutschland werden das bald sehr zu spüren bekommen.

Die hier von vielen Authoren vertretene Meinung "Russland haette nur darauf gewartet um nun endlich..." ist nicht so einfach von der Hand zuweisen, zumindest habe ich keine stichhalten Argumente dagegen. Aber so ist die reale Welt LEIDER! nunmal. Andere Staaten warten auch auf was, um dann endlich... Und wir normalen Bürger kennen das aus der Wirtschaft/dem Arbeitsleben. Siemens wartet auch auf falsches Marketing/Marktstrategie von Generel Electric um nun endlich... Oder hier im Forum. Schreiber X wartet auf einen kleinen Fehler von Schreiber Y, um in dann endlich argumentativ in der Luft zu zerreissen. Die Frage ist eine ganz andere: "Gebe ich mit meinem eigenem Fehlverhalten den Grund/Anlass/Auslöser dafür, das die Anderen nun endlich können?", "Verschaffe ich meinem Mitbewerber Argumente?". Dies zu vermeiden nennt man "To be smart and clever" oder vereinfacht "diplomatisches Verhalten". Das georgische Staatsoberhaupt und die USA haben den Russen durch ihr eigenes Fehlverhalten den Anlass gegeben. Man war halt nicht "smart and clever" am 08.08.08. Und nun zu meiner Mutter, die immer gesagt hat: "Junge, es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Keine Extrawürste". Die Russen tischen nun auf, und die Georgier muessen es essen.

Damals 1989 als Georgien nach Unabhängigkeit strebte demonstrierten junge Studenten vor dem Parlament friedlich mit einem Hungerstreik. Ihnen schlossen sich mehrere tausend Menschen an. Sie sangen, tanzten und beteten zusammen mit dem Georgischen Patriarchen. Am 9.April rollten Sovietische Panzer in die Stadt und attakiereten die Menschenmassen! Sie metztelten sie nieder und verfolgten sogar die, die sich zu retten versuchten-vom Hunger geschwächten junge Männer und sogar Frauen! Bei youtube anschauen: Tbilisi Massacre of April 9, 1989 Ich finde es komisch, dass sich gerade jetzt keiner daran erinnert. wer die geschichte kennt,kennt die zukunft sagt man.

Die Erölpipeline durch Georgien ist auch für Israel überlebenswichtig. Es geht in Georgien also nicht nur darum, ob Putin energie(macht)politisch Europa in seine KGB-Finger bekommt, sondern auch um die Frage, die Israel, die die USA, Europa und damit alle freien Länder der wesentlichen Welt betrifft: Können diese Staaten es zulassen, dass Putin und seine iranischen Freunde den Staat Israel in seiner Existenz gefährden, der durch Auschwitz erst entstanden ist? Putin hat mit seiner quasi Allianz à la Moskau-Teheran-Achse schon ganz eindeutige Zeichen gesetzt. Der offensichtlich aus einem „Gleiwitzer-Sender-Argument“ heraus resultierenden Aggression gegenüber dem unabhängigen Staat Georgien zur Eroberung der Pipeline lassen hier tief blicken. Die Vermittlung der Europäer, um die Waffen schweigen zu lassen, mag sehr verdienstvoll sein, sie beeindrucken Putin aber nur sehr wenig … auch die Israelis dürften hier mehr verlangen. Gerade Deutschland ist jetzt gefordert … aufgrund der völlig abgewirtschafteten Bundeswehr kann die Bundesrepublik natürlich nur labern … sie hat schließlich soooo viel aus ihrer Geschichte gelernt ;-). Sönke Peters

Ein Schreiber sagt, daß Amerika eingreifen soll. Soll wirklich das kleine Georgien und die Region Südossetien der Grund für den Dritten Weltkrieg sein? Soll georgien das werden, was Irak, Yugoslawien und Afghanistan nicht geschafft haben? Amerika wird keinen Krieg gegen Rußland führen. Es wäre unser aller Ende! Nicht genug damit, daß die westliche Welt Georgien unterstützt, sie widerspricht damit auch ihren eigenen Werten, nämlich denen vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. Rußland als Schutzmacht der Südosseten hat das verstanden. Der amerikanische Politiker Zbigniew Brzezinski, ein gebürtiger Pole versucht Rußland auf eine Stufe mit Hitler und Stalin zu stellen. In Polen werden schon seit Jahren riesige Bunker an der Ostsee errichtet (ich habe sie selbst gesehen) Polen ist ein Freund Amerikas. Eigentlich der einzige wahre Freund, den dieses Land in Europa hat. Ist es im Interesse Polens gegen Rußland Krieg zu führen? Noch steht der Schutzschild nicht, noch gibt es auch Chancen. Aber eben lese ich, daß Bush Rußland auffordert aus Georgien abzuziehen. Was wird passieren? Rußland wird sich davon nicht beeindrucken lassen. Wollen wir nur hoffen, daß Deutschland kein verlässlicher Partner der USA im nahenden Konflikt sein wird

...kann niemand der Leser sowie der Autoren des Berichtes wirklich erfassen, zur Zeit gibt es die differenziertesten Meinungen über Ursachen, Motiven und möglichen Auswirkungen. Bisher unerwähnt ist hier geblieben, dass die Russen die russischen Staatsbürgerschaften in Südossetien erst vor wenigen Jahren ausgegeben haben. Diese Ausgabe erfolgte sicherlich nicht aus reiner Nächstenliebe. Zudem hat der Westen ein Interesse an Georgien als Partner aufgrund der Ölpipeline die durch Georgien führt. Die nationalen Motive der Südosseten und die Ignoranz Georgiens gegenüber diesen Motiven ist ebenfalls fragwürdig. Auch kommt der Konflikt Russland vielleicht grade recht, denn noch ist Georgien nicht wie angestrebt in der Nato, denn dann könnte Russland sicher nicht einfach einmarschieren, und so könnte der Einstieg in die Nato auf Grund der Lage verhindert werden. Aber allein aufgrund der Tatsache das die USA hinter den Georgiern steht spricht für eine diplomatische Lösung nachdem die Supermächte mit den Muskeln gespielt haben. Sicher habe ich jetzt nichtmal ein zehntel der zu bedenkenden Aspekte genannt

der die Hintergründe und Absichten/Abläufe sichtbar macht. Trotz allem bleibt ein fader Beigeschmack, warum Russland als große Nation so undurchsichtig handelt. Undurchsichtig und wenig glaubhaft auch deswegen, weil z.B. von Seiten Russlands kein Ultimatum für eine sofortige Beendigung des Konflikts gefordert wurde. Einer Großmacht mit guten Absichten hätte dies geholfen, das Gesicht zu wahren. Jetzt wird auch noch die Zuständigkeit für einen Waffenstillstand auf Abschasien und Südossetien weitergeschoben. So gewinnt man Zeit, russische und andere Truppen in Georgien weiter Krieg führen zu lassen. So wird Völkerrecht mit Füßen getreten.

Russen, Georgier und Osseten sollten sich eigentlich als natürliche Verbündete im Kaukasus gegen den islamischen Terrorismus sehen. Aber es scheint, als ob Russlands Regierung zu einer partnerschaftlichen Struktur mit Nicht-Russen nicht imstande ist. Man hat das in den 90ern im Baltikum gesehen. Langfristig wird Russland den größten Schaden haben: Wenn sich Süd-Ossten und Abchasen von Georgien abspalten dürfen, warum dürfen sich Tschetschenen, Dagestaner, Inguschetier - und eines Tages vielleicht sogar Nord-Osseten - nicht von Russland abspalten?! Diese Doppelmoral basiert auf der Arroganz der Macht und ist in Anbetracht der enormen wirtschaftlichen und demokrafischen Probleme der Russ. Föd. ein Spiel mit dem Feuer. Russland muss aufhören, sich zu überschätzen, sonst zieht es ganz Mittelasien in den Abgrund.

Die Macht der Bilder soll stärker sein als die rationale Analyse. Radprofis, die dopen, tragen gern Anti-Doping-Banner.

Wenn es stimmt, daß die russische Armee auf dem Vormarsch nach Tiflis ist wird sie auch die bestehenden Öl- und Gaspipelines aus Aserbeidschan kreuzen. Dort würde auch die geplante Nabucco-Gaspipeline Richtung Südosteuropa ( inkl. Italien, Oesterreich und des Freistaates Bayern ) verlaufen, die Gazprom überhaupt nicht gefällt da sie das aktuelle russische Transportmonopol für asiatisches Gas brechen würde. Dies könnte einer der wichtigen internationalen ökonomischen Beweggründe für den Ausbruch des aktuellen Konfliktes sein.

Ich bitte um Erinnerung an die 90-e Jahre in Jugoslawien und Informationslüge in westlichen Medien. Alle sollten daran glauben, dass nur die Serben die Barbaren und schlachten ihr eigene Völker. Haben sie vergessen lieber gesättigte Bürger, dass sie diesen Krieg an ihrem Fernsehen befolgt haben, wie auch Afghanistan, Irak und jetzt Südossetien. Mit Ihren stummen Stimmen werden solcher Kriege geführt. Sie kriegen diese Pille, schlucken zum Frühstück Bild- Zeitung und alles in Butter. Meinung des Volkes ist damit gemacht! Warum machen sie sich ein Bild von anderer Seite nicht? Warum alles aus einer Küche CNN, BBC, VOX News. Ja, die Südosseten haben keine solche digitale Unterstützung. Haben Sie daran gedacht? Schauen Sie diese Stadt doch an, der ist doch völlig noch an der Freitagnacht durch die georgische Raketenangriff zerstört worden. Russische Truppen haben der Stadt ZWEI TAGE SPÄTER befreit. Warum zeigen die TV Kanäle nicht die Frauen aus der Ossetien die russischen Soldaten bedanken und küssen? Und zum Schluss, mit diesen Mann, der im Sessel Georgiens sitzt soll endlich mal Schluss sein und sie werden sehen, wie der Westen diese Perle Demokratie noch verraten und von Russland wegblasen liest!!!

sollte ich die hieraus unweigerlich entstehenden Folgen bedenken. Der "Bär" jedenfalls - wenn er einmal hellwach ist - wird erst Ruhe geben, wenn er sicher ist, daß sich ein solcher Angriff nicht wiederholen wird. Wer dies nicht bedenkt, ist für die Folgen selbst verantwortlich.

Bei diesem Konflikt könnte die IOC wirklich Farbe bekennen (Cohen-Bendit). Dieser Krieg widerspricht eindeutig Coubertins Gedanken von Olympia. Sportler der Kriegsmächte sollte nach Hause geschickt werden. Das ist zwar unschön für die Sportler, aber lange nicht so häßlich wie das Gesicht des Krieges.

Ich habe hier mit Interesse die Beiträge durchgelsen, und muss leider feststellen,dass die meißten Meinungen einfach aus Unwissenheit her entstehen bzw. der Propaganda im Fernsehen. Historisch gesehen, war Ossetien sowie Abchasien NIE ein Gebiet von Georgien. Die Südossetien wurde von Stalin, der auch Georgier war, an Georgien übergeben, was in den Sowjetzeiten auch egal war. Nach dem Georgien sich getrennt hat, wollten diese Länder NIE dazu gehören. Deshalb ist es auch legetim, dass Russland die Länder beschützt, da die Einwohner russische Pässe haben. Und die ganzen Bilder, die gezeigt werden und die Zahl der Opfer ist auf der Ossetischen Seite und nicht, wie propagandiert auf Georgiens.Es ist nachgewiesen, dass georgische Armee zivile Ziele beschossen hat und die Friedenstruppe. Denn dort gibt es keine Militärplätze. Von welchem eindringen Russlands kann hier die Rede sein?? Jedes Land im Kaukasus, sogar die Tschetschenien verurteilen den Einmarsch der Georgier,und die müssen es wohl besser wissen oder?Westliche Journalisten sind nur in Georgien vertretten, deshalb wird auch nur diese Propaganda gesendet. RTL hat einen Journalisten in Ossetien, guckt mal die Nachrichten an. Sogar TheTimes spricht von Georgiens schuld.

Man muss u. A. feststellen, dass die georgischen Mini-Truppen bei völliger Luftherrschaft und erdrückender Überlegenheit durch die Russen, den Vormarsch Putins Truppen doch erheblich verzögern können. ... Angesichts der in Tschetschenien gezeigten Rücksichtslosigkeit der Kreml-Militärs gegenüber eigen Verlusten, wird der Blutzoll russischer Wehrpflichtiger wohl wieder mal ein Maß erreicht haben, dass in demokratischen Staaten schlichtweg unmöglich wäre. Ganz zu schweigen von den zivilen Opfern. Putin kann hier vielleicht militärisch unwissende Jubelkandidaten in Europa Sand in die Augen streuen, um damit die dortige Gesellschaft in seinem Sinne zu beeinflussen, und den Teil seiner Bevölkerung, die es mögen, wenn Russland „gefürchtet“ wird, beeindrucken, … militärisch gesehen ist der Erfolg nun aber nicht wirklich exorbitant. Beim allgemeinen Zustand der russischen Streitkräfte (man denke z. B. an die „Kursk“) ist das allerdings auch nicht weiter verwunderlich. Die traurige Realität im russischen Militär, wo Rekruten noch jedes Jahr zu hunderten durch „Schikane“ ums Leben kommen, zeigt sich wohl wieder in Konsequenz. Auch dieser unschldigen Opfer dieses neuen Putinschen Machtkrieges sollte man mal gedenken! Sönke Peters

Heute sind der franz. AM Kouchner und sein finnischer Amtskollege auf dem Flughafen von Tiflis gelandet. Was mich bei den Bilder sehr verwundert hat; trotz der angeblichen, bereits seit Samstag stattfinden, "massiven Bombardierung" durch die russische Luftwaffe, waren keinerlei Schäden erkennbar. Und Gori "liegt in Trümmern", dabei wird doch permanent ein einziges Gebäude gezeigt, was bereits am Samstag vormittag in Brand geraten ist. Ich frage mich ernsthaft; nutzt man Bilder um die öffentliche Meinung zu manipulieren?

... Einigkeit und Recht und Freiheit für das GANZE Ossetienland!

Die Ohnmacht Europas angesichts der Abhängigkeit von Energielieferanten wie Russland ist ein weiterer Grund für die EU sich vermehrt alternativer Energiequellen zuzuwenden. Frei nach dem Vorbild Schwedens sollte (im Idealfall) größtenteils eine Energie-Autarkie forciert werden. Die Furcht vor versiegenden Gasleitungen sollte und darf nicht außenpolitische Entscheidungen der EU beeinflussen.

Der Westen darf auf keinen Fall zusehen, wie Russland Georgien plattmacht. Sonst ist seine Glaubwürdigkeit vor aller Welt dahin. Mir gefällt das Kreuz auf Georgiens Fahne. Es erinnert mich an England. Das signalisiert mir: Wir gehören zusammen. Sollte Russland beabsichtigen, Tiflis zu zerstören, wäre es klasse, wenn die U.S.A. militärisch eingreifen und Russland in seine Schranken verweisen würde. Nur Amerika wäre dazu in der Lage.//Ganz schlecht hingegen wäre es, wenn der Westen bei all den in den vergangenen Monaten gefallenen salbungsvollen Friedensworten Georgien jetzt, am Tage der Not, im Stich ließe.

Zunöchst einmal zum Kosovo: Die NATO hat nach nichts gesucht, sie hat bis heute keinen einzigen Beweis für einen dortigen Völkermord. Der angebliche "Hufeisenplan" war eine Erfindung. Dies ist alles bewiesen. Es gab auch kein Ultimatum, sondern man erpresste Serbien mit einem Abkommen, dem kein Staat dieser Welt zugestimmt hatte. Sie haben also nicht die Bilder der zerstörten Brücken und Dörfer gesehen oder der zerstörten chinesischen Botschaft? Was ist mit dem Massaker in der Stadt Varvarin? Dort griffen NATO-Bomber vorsätzlich Zivilisten auf offener Straße an. Aber leben Sie ruhig weiter in Ihrer Traumwelt der sauberen NATO. Georgien hat diesen Krieg begonnen mit einer großangelegten und geplanten Offensive. Man sieht bis jetzt lediglich ein paar zerstörte Wohnhäuser aus der Stadt Gori. Von wem die angegriffen wurden, ist unklar. Auch Südossetien und Abchasien verfügt über eigene Kampfflugzeuge. Ob es einen Rückzug der Georgier gab, ist völlig unklar. Bis jetzt gibt es nur Bilder wie weitere georgische Truppen in Richtung Südossetien unterwegs sind. Würde es sich hier um einen geplanten russischen Angriff handeln, wäre Georgien bereits überrannt.

Das Szenario des Tschetschenischen Krieges könnte sich wiederholen. Allerdings hoffe ich inständig, dass der Westen sich am Herzen Packt und Georgien tatkräftig unterstützt. Ob die derzeitige georgische Führung es Wert ist, mag dahin gestellt sein, aber das georgische Volk und die ureigentsten westlichen strategischen Interessen sollten es Wert sein.

Das, was die Welt derzeit zwischen Olypischen Doping und Sommerloch wahrnimmt, ist ein Konflikt, der schon sehr lange schwelt. Georgien ist immer schon Lebensraum für viele Völker mit unterschiedlichen Kulturen, bisweilen sind sie sich untereinander fremd, bisweilen nicht. In Tiflis leben sie in großer Alltag-Selbstverständlichkeit miteinander, die einen als politische oder wirtschaftliche Flüchtlinge aus ländlicheren Gebieten Georgiens, andere als Nachfahren anderer Zugezogener und die alteingesessenen Großstädter. Die junge Generation (unter 45 Jahre) sieht Georgien als politische Einheit mit unterschiedlichen Kulturen, Glaubensrichtungen - aber gleichen Wertvorstellungen. Sie orientiert sich Richtung Westen (=Euopa) - politisch wie kulturell. Russisch wird zwar gesprochen - aber ungerne. In Tiflis sind gängige Fremdsprachen Engl., Franz., Deutsch; das Russische gilt als Überbleibsel einer Zeit, die diese Stadt zu vergessen sucht. Russland setzt seit Jahren schon kleine, feine Nadelstiche gegen die georgische Bevölkerung, die diese erträgt, weil es nicht anders geht. Auch nun wird es nicht anders sein. Während diese Zeilen geschrieben werden, rückt die russische Armee gen Tiflis. Von schweigenden Waffen ist nicht auszugehen.

Möchte daran erinnern, dass georgische Wähler schon öffter mal vor dem Ablauf der Amtszeit eines Präsidenten ungeduldig geworden sind. So hat Saakaschwili den (in Deutschland sehr beliebten) Schewardnadze in Pension geschickt. Der Hardvard-Absolvent Saakaschwili wurde unterstützt, weil man auf wirtschaftliche Hilfe der USA hoffte - eine Idee aus dem vergangenen Jahrhundert. Non-starter. Wäre alles mit den USA angesprochen - wie die Pravda titelt - dann hätten wir am Samstag eine direkte Konfrontantion der Atommächte gehabt, erstmals seit der Kubakrise 1962. Das ist, Gott lob, nicht passiert. Saakaschwili ist intelligent und denkt rationell, nur hat er eine andere Datenlage, die wir nicht einsehen. Darum können wir seinen Entscheid (Krieg zu beginnen) nicht nachvollziehen. Putin hat natürlich einen negativen Punkt durch die Umstände seiner ersten Präsidentenwahl und durch den ganzen Tschetschenienkrieg. Aber Putin ist nicht Breschnew und Russland nicht die Sowjetunion. Russland ist heute demokratisch und offen wie schon lange nichtmehr. Man sollte sich jetzt nicht in einen neuen kalten Krieg hetzen lassen, wegen Streit unter Kaukasiern deren verschiedene Sprachen Westeuropäer nicht einmal aufzählen können!

Man fragt sich doch als unwissender Bürger was das kleine Georgien sich da gedacht hat. Wenn ein teil der Bevölkerung partout nichts zu tun haben will mit dem rest des landes sollte man sie doch ziehen lassen. Die U.S.A. wird sich kaum mit den Russen unmittelbar in deren Hinterhof Prügeln. Wäre ein verständnisvolles entgegenkommen nicht klüger gewesen gegenüber den abtrünnigen Regionen? Hauptsache wäre doch gewesen den Handel und ähnliches zu sichern, so wie wir das in der EU auch tun, um den Frieden und Wohlstand zu sichern. Ganz abgesehen von den menschlichen Leid und Hass der hier gesät wird, sind die Wirtschaftlichen Kosten riesig. Das die Russen eingreifen würden war doch sicher, und zimperlich waren die noch nie, ganz abgesehen von dem Politischen Labyrinth das sich hier entfaltet. Wer blickt den da noch durch? Die bösen Russen, die bösen Amerikaner, die bösen Georgier? Keiner sieht hier gut aus. Saakaschwili ist ein sehr schlechter Vertreter seines kleinen Landes. Das ganze erinnert mich an den Krieg Eritrea gegen Äthiopien, es war eine Torheit für das kleine Land, Stolz vor Pragmatismus zu stellen.

Die 1000 Elite-Soldaten aus dem Irak (da es ja die Drittgrösste Besatzungsmacht ist) sind eine enorme Bedrohung für das kleine und schutzlose Russland. Jetzt wo die ganzen 1000 Soldaten zurück in Georgien sind ist es ein eindeutiges Signal für Russland.... Die georgischen Elitesoldaten werden Russland okkupieren und deswegen muss sich Russland schützen. Der Westen sollte endlich kapieren, dass das arme, von allen Seiten bedrohte Russland sich nur zu schützen versucht.

Sie irren sich! Ich kenne drei junge Georgier(innen), die alle auf Seiten der Rosenrevolution standen, alle betonen, dass sie Russland und die Russen im Grunde mögen, alle gleichzeitig die russische Politik kritisieren und ebenfalls alle die USA nicht lieben, aber als notwendigen Beschützer des Heimatlandes ansehen. Eine meiner Freundinnen ist eine erklärte Gegnerin Micheil Saakaschwilis, zumindest war sie das noch letzte Woche. Was ich sagen will: Diesen Menschen ist die große Geostrategie, die Russland und die USA betreiben, völlig egal und gekauft waren sie zu keinem Zeitpunkt! Sie wollen persönliche Freiheit in einem demokratischen Land und Wohlstand. Russland bietet all das nicht bzw. hat es in der Vergangenheit nicht geboten, der Westen dagegen schon. Folgich ist man in Georgien bereit, sich notfalls auch den USA unterzuordnen, nach dem Motto: "Besser als Russland!" Wichtig ist eins: Wenn Russland weiter macht wie unter Putin, wird es die Herzen der Georgier endgültig verlieren! Wissen Sie, was das bedeutet? Russland wird jetzt einen Phyrrhussieg davontragen, aber mittelfrstig wird auch der russische Kakasus bröckeln. Das bedauere ich, weil ein gefährliches Vakuum die Folge sein wird!Ein westliches Georgien wäre gut für RUS!

In Bukarest fand eine NATO-Konferenz statt, dort wurde den Georgiern mitgeteilt, sie könnten erst dann Mitglied werden (und würden es auch), wenn sie keine offenen Grenzprobleme mehr haben. Daraufhin haben die Georgier mit Zustimmung Washingtons möglicherweise auch der EU (siehe das Verhalten der französischen Regierung) entschieden, dieses Problem mit Waffengewalt zu lösen. Immerhin zu einem Zeitpunkt, da die Weltöffentlichkeit nach Peking schaut. Wie kurzsichtig die Regierung der USA kalkuliert, konnten wir ja schon an anderer Stelle sehen, auch hier haben sie nicht mit Rußland gerechnet. Rußland hat seit dem Kosovo-Konflikt eine Niederlage auszugleichen und hat diese Vorlage aufgenommen. Nun einen Waffenstillstand zu fordern, nachdem man vorher den ossetischen Bürgern 3 Stunden Zeit gegeben hatte, ihre HS zu verlassen, ehe die Georgier sie erobern wollten, ist etwas seltsam. Rußland 2008 ist nicht Rußland 1998. In einem DLF-Interview erklärte der Vorsitzende der Kaukasischen Gesellschaft, Ossetien sei für Georgier ein Bestandteil ihres Landes, als wenn dieses Argument eine Rolle spielen würde. Im Kosovo haben wir (USA-EU) doch den Serben erklärt, alte Siedlungsgebiete und damit einhergehende Rechte zählen nicht.

Wer hat denn eigentlich eine Offensive gegen die Zivilbevölkerung in Südossetien gestartet und das noch am Eröffnungstag der olympischen Spiele? Wie viele Menschen (Zivilisten) mussten unter der massiven militärischen Attacke der "übermächtigen" georgischen Armee alleine an diesem Tag sterben? Ich finde es beschämend, dass wir im Westen mit verschieden Maßstäben die Handlungen von Regierungen, Organisationen und Menschen in der Welt beurteilen! Denn die momentane Kriegsberichterstattung (auch seitens der hochgeschätzten F.A.Z.) fällt unter die Rubrik "Propaganda". Wenn ich nur daran denke wie man mit dem serbischen Aggressor heute noch umgeht... Die Parallelen zu der Kosovoproblematik sind nicht zu leugnen, allerdings werden Unabhängigkeitsreferenden nur dann akzeptiert, wenn D, USA, etc. sie auch mittragen. Das Recht auf einen unabhängigen Staat steht den Osseten (Nachfahren der Alanen) historisch mehr zu als den Albanern auf dem Amselfeld und trotzdem wird heute Russland als Invasionsmacht in Georgien angesehen und die amerik. und europ. Bomber im Jugoslawienkrieg als Befreier. Es bleibt immer noch zu hoffen und zu beten, dass das Leid der betroffenen Menschen bald ein Ende findet.

Ein Krieg, in dem Geopolitik also Machtpolitik unschuldigen Zivilisten das Leben kostet - Der "Westen" und "ein" Präsedenzfall Wer Politik aufmerksam verfolgt und sich im Laufe der Zeit eine Querschnittsmeinung aus allen Meinungen, Ansichten und Interessenlagen bildet, kann nur zu einem Schluss kommen - Souveränität und Integrität eines Staates sind in dem Augenblick zu vernachlässigen, wenn man die besseren "Argumente" hat. Präsedenzfall :Kosovo, Präventivschlag Und hier noch was zur Thematik: Jellinek, Georg, Staatsrechtslehrer, * Leipzig 16. 6. 1851, † Heidelberg 12. 1. 1911, vereinigte philosophisches, historisches und juristisches Denken, maß zugleich den sozialen und politischen Gegebenheiten eine rechtswandelnde Wirkung bei (»normative Kraft des Faktischen«). Von bleibendem Einfluss sind seine Statuslehre (Status, in denen der Bürger dem Staat begegnet), die Dreielementelehre der Staatsqualität (Volk, Gebiet, Staatsgewalt) und die staatliche Selbstbindung durch Einräumung von subjektiven Rechten des Einzelnen gegenüber dem Staat. Also immer schön alle Seiten betrachten

..diese Frage wurde in einigen Kommentaren gestellt. Na erstmal grenzt Südossetien wie auch Georgien an Russland, zweitens hat Russland in der Region seit geraumer Zeit 'Friedenstruppen' postiert. Georgien möchte sich unter dem Schutz der USA und NATO wissen. Südossetien und Abchasien - unter dem Schutz Russlands. So sieht es momentan aus. Russland ist unberechenbar, USA - eigenwillig. Und Europa steht dazwischen.

Es gibt 2,4 Millionen Russlanddeutsche in Deutschland. Aber auch wenn ich Ihre Kernaussage verstehe und ihr zustimme bezüglich der Politik Russlands, liegen Sie in diesem Fall völlig falsch! Denn der größte Teil der jungen Russlanddeutschen ist weitgehend assimiliert (das sehe ich in meinem eigenen Freundeskreis; in meinem Abiturjahrgang waren über 10% Russlanddeutsche)) und hat mit dem Geburtsland Russland nicht mehr viel am Hut. Der Grund für dass öffentliche Bild des schlecht integrierten Russlanddeutschen, der lieber wieder nach Russland zurück möchte, ist foglender: Ein in Deutschland integrierter Russlanddeutscher ist ein Deutscher. Bei meinen russlanddeutschen Freunden merkt man überhaupt nicht, das sie nicht in Deutschland geboren werden. Folglich merken fremde Leute gar nicht, dass sie Russlanddeutsche vor sich haben (deutsche Namen etc.), während man es bei ausländischen Zuwanderern eben trotzdem merkt. Folgich gibt es den "gut integrierten Türken", aber nicht den "gut integrierten Russlanddeutschen". Bei ihnen fallen nur die nicht integrierten Personen auf. Aber dennoch: Sie bilden die Minderheit!

Was die Europafahne bei Saakaschwilli's Ansprachen soll, weiß ich nicht. Der Zweck ist womöglich, darauf hinzuweisen, dass Georgien west-freundlich ist - und deshalb von Russland gehaßt wird. Warum er vor us- und europ. Medien redet? Soll er etwa vor russischen reden?? Und die Asiaten interessiert es eh nicht. Die Wiederwahl dieses "Staatsmannes war übrigens llaut internationalen Beobachtern auch nicht ganz sauber. Das ist wohl kein Argument gegen ihn. In Russland gibt es sogar so BEobaachtungen wie mehr als 100% Wahlbeteiligung, Beobachter werden vielfach nichtmal zugelassen. Ein Schelm wer böses dabei denkt, Herr Demokrat Putin! Kosovo und Südossetien ist, finde ich, doch "etwas" verschieden. Der Völkermord an den Albanern war real, der an den Osseten hingegen eher eine Erzählung Moskaus. Oder wie viele wurden in den letzten Jahren gemeuchelt?

daß es den durch die georgische Führung wohl beabsichtigten Genozid in Süd-Ossetien verhindert hat. Wie wäre wohl dieses Desaster verlaufen, wenn Rußland nicht helfend eingegriffen hätte? Was wäre noch alles geschehen, wenn russische Truppen den Agressor nicht zurückgedrängt hätten? Sicherlich wären noch viel mehr Menschen getötet und vertrieben worden. Ihre Lebensgrundlage hätte die georgische Führung in "Schutt und Asche" gelegt. Am Ende wäre eine beabsichtigte etgnische Säuberung wohl durchgesetzt worden. Deswegen danke ich Rußland.

Habt Ihr n-tv gesehen? habt Ihr jezt die wahre ziele Russlands gesehen. Südossetien ist nur eine VORWAND. Die Artikeln in FAZ selber Putin hätte nicht besser schreiben können.
