Georgische Soldaten in Südossetien

Leserdebatte

Krieg im Kaukasus

Aus dem schwelenden Konflikt zwischen Georgien und Russland ist ein offener Krieg geworden. Moskau beantwortete die georgische Offensive in Südossetien mit Luftangriffen und der Entsendung von Bodentruppen. FAZ.NET-Leser haben die heiße Phase des Krieges kommentiert. Die Meinungen finden Sie hier.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. August 2008 18:11

NATO Erweiterung

Walter Remy (wremy)

Warum ueberhaupt eine Erweiterung der NATO? Das Fortbestehen der NATO nach dem Zerfall der UdSSR war ohnehin nur eine Erhaltung von Poestchen. Die Charter der NATO haette neu formuliert werden muessen, angepasst auf die post-sowietische Zeit. Die laufende Konflikttreiberei ist eine Fehlorientierung der Politik, die sich besser auf Bekaempfung von Extrmisten, Hunger, Krankheiten und Entwicklung von Bildung und Wirtschaft konzentrieren sollte. Zudem hat der Nato Generalsekretaer uberhaupt keine politische Legitimierung seitens der Bevoelkerung. Er ist lediglich ein bezahlter Propagandist Washingtons.

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14. August 2008 18:02

Der Kalte Krieg is about to get hot

Vlad Twer (twervlad)

Wenn der Westen, gefuehrt von den USA, nicht die ureigensten Interessen von Russland respektiert, wird es zum Krieg fuehren. Es war ein weiteres Zeichen seitens Russland, welches sich von der NATO eingekreist fuehlt. Wenn Europa Frieden will, muss es endlich selbstaendig ihren Beitrag in das Verhealtniss mit Russland einbringen. Dieser Beitrag ist vor allem, nach zwei Weltkriegen auf europaeischem Boden, eine kluge und ausbalanzierte Handhabe der Interessen aller Beteiligten. Die USA haben nur ihr Wohl im Blick, was ja zunaechst legitim ist. Jedoch fehlt es den Menschen, die in den USA aufwachsen, weitestgehens das Wissen und Verstaendniss fuer viele Dinge, die in allen anderen zivilisierten Leandern selbsverstaendlich sind. Die US-Politiker geben ein Bild der nackten Koenige ab, die obendrein von sich selbst absolut ueberzeugt sind - sie eignen sich jedoch mit Sicherheit nicht dazu, den Westen in strategischen Belangen zu fuehren. Russland hat enormen Aufholbedarf, um die Fehlleistung der Kommunisten zu kompensieren. Dazu bedarf es einer partnerschaftlichen Hilfestellung des Westens, und nicht einer Umzaeumung mit NATO - Stuetzpunkten. Was haben US-Militaerberater in Georgien zu suchen?

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14. August 2008 17:57

@Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben) : Deutsch-Russische Freundschaft

Kacha Macharadse (waschli)

Leider endet die Freundschaft bei der Frage wer die Rechnung dafür bezahlen muss. Als 1000 Kubikmeter Gas in Europa noch 200 Dollar kostete, hat Russland Gas aus Zentralasien für 50 Dollar pro 1000 Kubikmeter bezogen. Das zentralasiatische Gas wurde an die russischen Verbraucher weitergeleitet. In Westeuropa wurde das russische Gas eben für 200 Dollar verkauft. Dieses Jahr wurde eine Vereinbarung unterschrieben, wonach Russland Gas aus Zentralasien für 250 Dollar pro 1000 Kubikmeter kauft. In Westeuropa wird das russische Gas dann für 400 Dollar verkauft. Die Spanne von 150 Dollar pro 1000 Kubikmeter bleibt also erhalten. Wenn Russland sich wie ein normales Transitland wie z.B. Ukraine verhalten würde hätte das Land (bzw. der Pipelinebetreiber Gazprom) 20 bis 30 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gebühr erhalten. 120 Dollar pro 1000 Kubikmeter Monopolgewinn bleiben also bei Gazprom. Die Kapazität der Gasleitung Baku–Tbilisi-Erzrum beträgt ca. 10 Milliarden Kubikmeter jährlich. So verliert Gazprom jährlich 1,2 Milliarden Dollar. Die türkischen Gasverbraucher sparen also mindestens diese Summe. Mindestens, weil die Türken bei der Existenz dieses Pipeline für sich günstigere Gaspreise bei dem Gasbezug aus Russland durchsetzen konnten.

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14. August 2008 17:21

Zum Artikel "Politik des leeren Stuhls"

Pavel Lori (LorPav)

In Wahrheit, liebe Westeuropäer treten sie der Allianz bei, damit sie an Nato-Gelder kommen. Deren Armeen werden modernisiert, Infrastruktur erneuert und ausgebaut. Ihre Generäle können dann in verschiedenen Gremien sitzen und auf eine Gehaltserhöhung hoffen usw. Statt sich als Brücke zwischen Westeuropa und Russland zu präsentieren und daran auch Geld zu verdienen, versuchen sie zu zeigen, dass sie auch ohne Russland gut auskommen. Sie versuchen, alles Russische(Sprache, Kultur, wenn es möglich ist auch Menschen) aus ihren Ländern wegzufegen oder verstummen lassen. Mit der Zeit, wenn die neue Generation von Politikern an die Macht kommt, die nicht in den USA im Exil lebte oder ihre Bildung da bekam, werden sie aber verstehen, dass das falsch war, es auch anders geht und sie ihre Länder in der Entwicklung gebremst haben. Ich habe selbst an der lettisch-russischen Grenze gesehen, wie viele lettische (keine lettischen Russen) Bauarbeiter für ein Paar Monate nach Russland fahren, um da etwas zu verdienen. Es werden mehr sein und nicht nur Bauarbeiter. Vielleicht deswegen haben Sie Angst von Russland und möchten es lieber schwächen und es in chinesische Hände treiben, in ein Bündnis, wo Russland nicht die erste Geige spielen wird?

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14. August 2008 16:43

Georgien begeht Genozid

Jeremias Meiers-Gruenthal (DrMeiers)

Abschlachten fluechtender Zivilisten - Raketenangriffe auf Krankenhaeuser - Zerstoerung der kompletten Infrastruktur der Hauptstadt Suedossetiens - Vertreibung eines Grossteils der Bevoelkerung : Dies ist per Definition Voelkermord, sprich Genozid, und nichts anderes. Wer bitte hat wen zuerst angegriffen ?? Sollte Russland sich dies etwa bieten lassen ?? Habe mir tagelang Dokumentationen auf Russia Today angesehen. Es gibt keine Zweifel, wer der Aggressor ist. Ich hoffe nur, dass die USA einen demokratischen Praesidenten erhalten und nicht diesen verbitterten, alten, krebskranken Republikaner. Wir haben heute sehr gute Beziehungen zu Russland. Dies moege so bleiben................ Interessanterweise bilden sich dieselben Allianzen heraus wie beim Irak-Krieg. Ist sehr auffaellig.............zum Glueck gibt es selbstbewusste Nationen wie Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, die den USA nicht nach dem Mund reden.

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14. August 2008 16:28

H. Teuber

Katrin Huber (KatrinHuber)

Das Sie am Wahrheitsgehalt der Zerstörungen und Massaker in Süd-Ossetien zweifeln, verwundert mich nicht. Ich denke, dass sie leider einer der vielen sind, die ihr Wissen lediglich aus den Mainstream-Medien beziehen und keine alternativen Quellen (bspw. russiatoday, the independent etc.) zu Rate ziehen. Sind im Grunde eine gutes Beispiel dafür, dass die Medienpolitik hierzulande (und woanders auch) den gewünschten Effekt erzielt. Grob gesagt; Georgien = gut / Russland = böse. Viele Grüße

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14. August 2008 16:16

Werden wir von den USA bestimmt?

Karl Leck (241240)

Zum besseren Verständnis, wie die USA – Administration zur UNO und den Machtverhältnissen in der Welt stehen. Es gab im Herbst vergangenen Jahres eine UN-Konferenz zum Umweltschutz in Washington. Dort wurde, nachdem sich die USA wieder nicht der Meinung der Mehrzahl der teilnehmenden Länder anschließen konnten, die Frage eines deutschen Journalisten an einen hohen Vertreter der USA gestellt, - warum wohl nicht. Sinngemäß äußerte er sich zur UNO so. In der UNO sind Vertreter einzelner Staaten versammelt, die das zu tun haben was die USA von ihnen verlangen. Und wenn sie es nicht tun, werden wir sie auf die eine oder andere Weise dazu bringen. Im Weiteren hat er sich zum Verständnis der USA über Demokratie und Freiheit ausgelassen. Kurz: Demokratie ist das Recht des Stärkeren! Freiheit ist die Macht des Stärkeren! Das beantwortet doch die Frage, ob die USA alles bestimmen, oder?

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14. August 2008 16:15

München 1938

Tobias Ehrhardt (Angtarion)

Die Haltung von Deutschland und Frankreich erinnert sehr stark an das Münchner Abkommen. Erst werden die kleinen Staaten verraten..... Die Blauäugigkeit des Westens gegenüber Rußland ist erschreckend. Hier scheint noch niemand vom Prinzip des "Sammelns russischer Erde" gehört zu haben. und dieses Prinzip galt in Rußland, in der Sowjetunion und jetzt wieder in Rußland. Bezeichnenderweise wird in russischen Schulbücher das polnische Volk als Kleinrussen bezeichnet. Das Leute die in Moskau ausgebildet wurden nicht sehen wollen das Rußland zu einer Gefahr für Deutschland geworden ist, ist nachvollziehbar, das die CDU und die FDP das Prinzip der Freiheit verraten, ist bitter!

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14. August 2008 15:03

Aufmarsch der Transatlantiker

Ulrich Klaus (Ulrich.Klaus)

Es enttäuscht, dass die FAZ sich in den unkritischen Schwarz-Weiß-Chor einreiht. Was bei der Südossetien-Berichterstattung, auch über die FAZ hinaus, verstört ist der Gesamteindruck, dass Meldungen aus "Tiflis", journalistisch natürlich korrekt als solche gekennzeichnet, in großer Zahl und oft ohne journalistisches Korrektiv weitergetragen werden, während Meldungen aus "Moskau" kaum Erwähnung finden. Die Rollen und die Schuld scheinen darüber hinaus aber von Grund auf klar verteilt. Ein Hinterfragen der Rolle Tiflis' findet kaum bis gar nicht statt. Man erwartet von keiner der Konfliktparteien oder ihrer Medienpropaganda Ausgewogenheit. Die Massierung der kritiklos pro-georgischen Berichterstattung und Kommentierung ohne Korrektiv wirkt geradezu wie eine Mobilmachung der Transatlantiker mit den unrühmlichen Tiefpunkten Joffes in der Zeit (Bär und Maus) und von Klaedens heutiges Interview im DLF (Srebrenica als Grund für Kosovos Unabhängigkeit). Die FAZ marschiert mit. Man kann/muss sehr viel an Russland allgemein und speziell in Südossetien kritisieren, doch man verliert an Glaubwürdigkeit, wenn die Kritik so pauschal und einseitig vorgetragen wird. Mehr Grautöne bitte!

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14. August 2008 15:03

@Günter Busse : WHO-Beitritt Russlands

Kacha Macharadse (waschli)

Für ein WHO-Beitritt ist die Zustimmung aller WHO-Mitglieder erforderlich. Russland ist WHO noch nicht beigetreten. USA haben die Zustimmung zwar erteilt, aber können diese natürlich zurückziehen. Georgien ist auch ein WHO-Mitglied. Georgien hat noch nicht zugestimmt. Der Streitpunkt bei Russisch-Georgischen Verhandlungen über WHO-Beitritt Russlands war die Weigerung Russlands der Stationierung georgischer Zollbeamten an allen Georgisch-Russischen Grenzübergängen zuzustimmen, weil dadurch, nach russischer Meinung, die georgische Regierung ein wirtschaftliches Kontrollinstrument über die abtrünnige Regionen erlangt hätte.

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14. August 2008 15:02

Schwarz und weiß sind keine Farben, es sind nur Kontraste

Anton Repp (hochaufmgelbenwagen)

eures Weltbilds. Wieso ist jemand an diesem Konflikt schuld? Wieso soll's einen Guten und einen Bösen geben? Wieso soll's Opfer und Täter geben? Kann nicht einfach die Summe ungklücklicher Ereignisse das Monster des Krieges hervorgerufen haben? Sind Tod und Leid, Propaganda und Lügen nicht die Waffen der Kriegsführer? Einige berichten von den bösen Russen, die Georgien überfiehlen. Andere schreiben davon, wie schrecklich der vom georgischen Präsidenten verübte Genozid ist. Ist Russland nun Befreier oder Unterdrücker? Ist Georgien nun Opfer oder Täter? Wenn wir weiter ausholen, dann hat die amerikanische Propagandakampagne, die seit jeher gegen Russland läuft, diesem Land doch genau den Ruf gegeben, den das größte Land der Welt nun vertritt. Ist also Amerika schuld? Mir geht's eigentlich nur um eins: Löst euch von Strukturen, die euch vorgegeben werden. Denkt selber nach!

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14. August 2008 14:56

Alle haben Interessen

Max Kessler (maxkessler)

Man kann gut vertreten, dass es Russland nicht nur um Schutz der leidenden Bevölkerung in Süd Ossetien ging, sondern auch um ihre strategischen Interessen. Es ist aber naiv zu denken, dass die Amerikaner in erster Linie die freiheitsliebenden Georgier schützen wollen. Amerika hat schon häufig bewiesen, dass Sie bereit ist auch diktatorische Regime zu unterstützen, so lange es in ihren Interessen liegt (Vietnam, Iran, Cuba etc.). Aus diesem Grund ist es nur verständlich, dass Deutschland keine harte Linie gegenüber Russland einschlagen möchte. Schließlich ist Russland ein wichtiger Absatzmarkt und Energielieferant. Wenn man jetzt anfängt auf Russland übermäßigen Druck auszuüben wird man nur die Kräfte im Land stärken, die von Zusammenarbeit mit dem Westen nichts halten. Gerade wir in Deutschland müssen wissen, dass es ein falscher Weg ist. Mich verwundert auch, dass wir all zu hohe Anforderungen an Demokratie in Russland stellen. Man darf nicht vergessen, dass Russland erst seit ein Paar Jahrzehnten den Weg der Demokratie eingeschlagen hat. Im Vergleich zu anderen Ländern, aus denen wir Öl und Gas exportieren, ausgenommen Norwegen, ist Russland eine beispielhafte Demokratie.

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14. August 2008 14:45

Vertrauen

Werner Neustock (altego)

Nach Gorbatschow und Jelzin war ich immer wieder verblüfft, wie blauäugig, um nicht zu sagen einfältig, die EU-und NATO-Politiker russischen Zusagen und Versprechungen geglaubt haben. Ein Bär ist und bleibt ein Raubtier, auch der russische!

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14. August 2008 14:36

Stalin

Hanno Meissner (hanno_meissner)

In einigen Kommentaren wurde immer wieder daraufhin gewiesen, dass Stalin Georgier gewesen sein, wohl zu dem Zweck, diesem alten christlichen Kulturvolk kollektiv gewisse aggressive Eigenschaften nachzusagen. Abgesehen davon, dass damit unterschwellig rasistische Einstellungen bedient werden, ist es auch nicht ganz korrekt: Iosseb Dschughaschwili alias Josef Stalin wurde in Gori (ja, in Gori!) als Sohn eines Georgiers und einer Ossetin geboren. Stalin ist somit ein Produkt der georgisch-ossetischen Freundschaft.

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14. August 2008 14:31

@Vladislav Pereiaslavets

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Auch für mich stehen die deutschen Interessen an erster Stelle. Für Deutschland sehe ich keinen großen Sinn im Afghanistan-Einsatz. Ein Interwesse sollten wir an guten Beziehungen zu den USA und soweit möglich zu Russland haben. Auch ist eine Diversifizierung der Energieliefer- und Transportländer außerordnetlich wichtig. In diesem Punkt stehen unsere Interessen denen Russlands klar entgegen und eine "strategische Partnerschaft" ist vorerst nur leeres Gerede.

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14. August 2008 14:07

Das Puzzle fügt sich zusammen...

Katrin Huber (KatrinHuber)

Georgien greift mit voller Härte und vollkommen unerwartet, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, Süd-Ossetien an. Dies ruft eine - von Georgien auch erwartete - militärische Gegenreaktion Russlands hervor. Georgien - insbesondere Herr S. - nutzt seinen Medienvorteil (CNN & BBC lassen grüßen) in der westlichen Welt, um sich als "Opfer" und die Russen als eigentlichen "Aggressor" darzustellen. Es wird eine öffentliche Meinung etabliert, die zu verstehen glaubt, dass das "Opfer" Georgien Hilfe braucht, da es ja unverschuldet (Kurzzeitgedächtnis) in einen Krieg gezogen wurde. Die USA, bekannt als globaler Samariter, nutzen die Situation um eine "humanitäre" AKtion anzuführen, die vom US Marine als auch der US-Luftwaffe unterstützt wird. Die USA erlauben es sich in dieser Situation, mehrere Tausend eigener Soldaten im Land zu belassen, die die Stabilität des Friedens gewährleisten sollen und Georgien vor weiteren Unterdrückungen der russischen Militärmaschine bewahren sollen. Und am Ende...am Ende haben die USA ohne Zustimmung ihrer Bündnis-"Partner" Georgien de facto als NATO-Mitglied integriert. Und nicht zu verachten sei auch der 2. Vorteil; Russland ist an einer weiteren Stelle von den Stelle von den USA umzingelt. Und wozu das Ganze?

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14. August 2008 13:52

@Hanno Meissner

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Die Balten und auch Polen vergessen dabei nur ihre Rolle im Russischen Bürgerkrieg und Zweiten Weltkrieg. Die furchtbaren Verbrechen die dort an der russischstämmigen Bevölkerung verübt wurden, wurden von diesen bis heute nicht anerkannt. Was in der Sowjetunion geschah, verurteile ich genauso, doch sollten diese Staaten aufhören sich in ihrer Opferrolle zu wälzen und sich eingestehen, daß sie eine wesentliche Mitschuld an diesen Spannungen haben. Ich betrachte Russland nicht anders als die USA. Es handelt sich im Großmächte die ihre Interessen durchsetzen. Was ich aktuell verurteile ist die Doppelmoral des Westens. Sichert Russland seine Grenzen und kommt seien Bündnisverpflichtungen nach, ist es der "Aggressor". Überfallen die USA Staaten in Südamerika oder unterstützen dort Regime, ignorieren wir das. Bombardiert die NATO im Auftrag der USA Belgrad, kämpft sie für Menschenrechte. Wir in Europa sollten uns von dieser Vasallentreue endlich lösen und die Aktionen beider Großmächte nach den gleichen Maßstäben bewerten. Und hierzu kann ich auch nur sagen: Wenn Balten, Polen und Briten lieber der USA hinterherrennen, haben sie in der EU nicht's zu suchen.

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14. August 2008 13:34

Amerika

Christian Path (hochaufdemgelbenwagen)

Irgenein deutscher Politiker meinte mal, wir dürfen jetzt nicht in einen oberflächlichen Antiamerikanismus verfallen. Aber meiner ist gar nicht oberflächlich!

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14. August 2008 13:31

von Volker Pispers (dt. Kabarettist)

Christian Path (hochaufdemgelbenwagen)

"Wissen Sie was los wäre, wenn mehr Menschen wüssten was hier los ist?" Russland wird von Amerika diskreditiert, Rufschädigung! Achtet doch mal auf amerikanische Filme der letzten 40 Jahre. Sagt Bescheid, wenn ihr einen findet, in dem das größte Land der Welt (!) nicht wie eine Ansammlung von Schurken und Mörder dargestellt wird. Die Rote Armee hat ihren Ruf weg! Mehr kann die USA im Moment nicht machen. Zu viele eigene Soldaten sind damit beschäftigt die eigenen dreckigen Kriege auszufechten. Ausschluss Russlands aus der G8? Versagung von Handelsbeziehung zu Russland? Ein waghalsiges Experiment! Bitte vergesst nicht, wie viele Atomwaffen in Russlands besitz sind. Wäre doch schade, wenn ein Atom-U-Boot aufgrund der veralteten Technik in der Nähe einer gut besidelten Hafenstadt detoniert.

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14. August 2008 13:20

Kopf in den Sand - Das Vogel-Strauß-Prinzip

Christian Path (hochaufdemgelbenwagen)

In diesem Konflikt sehe ich keine Gewinner. Russland hat aus seiner Sicht das richtige getan. Ein prorussisches Volk wurde von dem dort ansässigen Diktator terrorisiert. Daraufhin hat Russland so gehandelt, wie wir alle es von Kindheit an kennen: "Als Familie steht man zusammen!" Selbstverständlich tut Russland etwas so selbstloses nicht ganz umsonst (außenvor möchte ich die Interessen einzelner russischer Politiker und dessen amtierenden Marionetten lassen). Wenn man den Sachverhalt darauf beschränkt, lässt die ganze Geschichte einen anderen Betrachtungswinkel zu. Russland scheint zwar ein Paar (versteckte) gute Absichten gehabt zu haben, wusste zu dem Zeitpunkt der Angriffsbefehlserteilung wahrscheinlich selbst nicht, welche Folgen das haben könnte. Südossettien hat meiner Ansicht nach ein Recht auf Selbstbestimmung und damit auch auf Unabhängigkeit. Egal was die "Rechtspakete" von 1966 oder ein paar andere alte Trottel bestimmen. Viel interessanter ist aber: Wer soll die Führung übernehmen? Etwa der inoffzielle Präsident/Mafiosi Südossetiens? Oder der Russlands oberster Chef Putin - äh - ich meine natürlich Medwedjew. Wir sollten aufhören das größte Land der Welt zu diskreditieren, denn genau darum geht es den USA doch...

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14. August 2008 13:14

Ist das neu?

Günter Busse (guenter.b)

"Washington .....und erwägt, Russland aus der Gruppe der führenden Industrienationen (G 8) und der Welthandelsorganisation auszuschließen...." Moment mal - bestimmen denn die USA, wer zur G8 und zur WTO gehört und wer nicht? Ist ja interessant!

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14. August 2008 12:56

@ch. kurz (lenekatze)

Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben)

Eben!!!! Es ist nicht die Aufgabe von Deutschland, auch in Afghanistan für die Amis zu kämpfen. Die deutschen Interessen sollen für Deutschland im Hintergrund stehen. Ich bin eben gegenüber meiner Wahlheimat patriotisch eingestellt. Ich sehe aber die deutschen Interessen eben bei Rußland. Russisch-deutsche Freundschaft und Partnerschaft entsprechen meiner Meinung nach den Deutschen Interessen. Das starke Rußland ist im Interesse von Deutschland. Usw...

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14. August 2008 12:48

Entscheidend : Stand die russische Intervention fest oder nicht ??

Robert Hamacher (harohama)

Es hat wenig Sinn, gebetsmühlenhaft Meldungen, Verlustzahlen und groteske "Genozid"-Vorwürfe staatlich-russischer Agenturen und Medien nachzubeten, die substantiell von 3. Seite nicht bestätigt worden sind. Der georgische Angriff auf Zvinchali hat seine Vorgeschichte in den süd-ossetischen (?) Provokationen auf Zivilisten vor dem 7.08. Die konkreten Geschehnisse ähneln auffallend denen des Sommers 2004, ohne dass damals Moskau massiv eingriff. Die Indizien mehren sich, dass die russische Intervention in Georgien per se beschlossene Sache war - und Anlaß und Termin dafür a la carte ausgewählt, wenn nicht provoziert worden sind. Steinmeier hat das Spiel doch selbst erlebt; für die Marionettenregime der bevölkerungsentleerten Abchasien und Süd-Ossetien kam nur noch "formale Unabhängigkeit" in Frage - völkerrechtlich für die EU unakzeptabel !

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14. August 2008 12:34

@Frank Garbe

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Sie können es wohl kaum als paranoid bezeichnen, wenn z.B. Litauer Russland und seine Großmachtansprüche in anderem Licht sehen als Deutsche. Immerhin wurde jeder zehnte Litauer im und nach dem zweiten Weltkrieg nach Sibirien verschleppt. Glauben Sie ernsthaft, dass ein Volk solche Dinge einfach vergisst, damit sich Deutschland nict in seinen Beziehungen zu Russland gestört fühlt? Ich fasse diese Ignoranz einfach nicht! Russland hat heute östlich der Oder ein Image wie Deutschland 1950 westlich des Rheins. Beides war und ist gerechtfertigt. Und so wie sich Deutschland seiner Vergangenheit gestellt hat, wird auch Russland dies tun müssen, wenn es geachtet werden will! Ich sehe es also richtig, dass es Ihnen nicht in erster Linie um die Selbstbestimmung der Südosseten geht, sondern darum, dass Russland sich gegen Georgien und den Westen durchsetzt? Wenn dem so ist, dann frage ich mich, woher diese Abneigung kommt. Sie nutzen doch gerade ihr gutes Recht, in einem westlichen Land westliche Politik zu kritisieren. Könnten Sie auch, würden Sie in Russland leben, im Forum einer russischen Zeitung die Politik der russischen Regierung kritisieren?

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14. August 2008 12:29

"Georgien hat angefangen" ? -Ein Meisterwerk russischer Maskirovska

Markus Teuber (arathorn)

"Georgien hat angefangen" ,"Georgien hat ganze Städte in Schutt und Asche gelegt","Georgien hat ein ganzes Volk massakriert","eine ganze Stadt zerstört".... Soso ! Wenn das alles so wäre,wo sind denn dann die Bilder von diesem ganzen Masaker,von den Hunderten von Toten,von den zerstörten Städten,vom Massaker ? Würde nicht gerade Putins Staatsfernsehen und -presse schon tagelang und ununterbrochen derartiges senden ,derartiges ausweiden bis zum Erbrechen?! Bisher hat's aber keiner gesehen. Es ist ja verständlich,daß gewisse Personen und Kreise die Russen wieder dort sehen möchten,wo sie einmal waren : als halb Europa besetzendes,die Welt mit Stellvertreter-Kriegen und diversen Unruheherden anzündelnde Militär- und Geheimdienstmacht ,die Gegner allzugern im GULag verschwinden läßt. Ach ja,jemand meinte sogar ,die Russen hätten 1990 -obwohl sie es nicht brauchten- Europa freiwillig (!) und freundschaftlich aus ihrem militärischen Klammergriff entlassen.Nein ! Weil sie eben den kalten Krieg VERLOREN haben ! Die Osteuropäer wollten keine russsichen Untertanen mehr sein.So wie die Georgier es nicht sein wollen.Offenbar will das lediglich manch zweifelhafter Zeitgenosse in Deutschland !

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14. August 2008 12:27

Georgien und Genozid = Voelkermord

Jeremias Meiers-Gruenthal (DrMeiers)

Per Definition ist das, was Georgien hier angestellt hat, Genozid, also Voelkermord. Dafuer werden die Verantwortlichen sich eines Tages vor einem internationalen Tribunal wiederfinden. Mord, Zerstoerung der kompletten Infrastruktur, Bombardierung von Krankenhaeusern in der suedossijetischen Hauptstadt, Ermordung fluechtender Zivilisten aus derselben. Tatsache ist und bleibt auch, dass georgische Friedenssoldaten auf russische Angehoerige desselben (!) Bataillons geschossen haben und mehrere Ex-Kameraden ermordeten. Ich hoffe nur, dass uns der naechste US-Cowboydummkopf erspart bleibt und wir die sehr guten deutsch-russischen Beziehungen weiter ausbauen werden.

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14. August 2008 12:06

Gespensterbewegung des Kapitals

Herold Binsack (Devin08)

Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieser Krieg die 2. (Irak-Afghanistan – die 1.) Stufe in der Eskalationsdynamik in Richtung eines Weltkrieges darstellt. Und der Motor dieser Entwicklung ist mitnichten die Bush-Administration, sondern das Transnationale Kapital (das nicht identisch ist mit den USA), das alle politischen Bündnisse (auch staatliche Identitäten) nun auf die Probe stellt. Ob Nato, GUS, EG, das ist völlig egal, denn alle kämpfen gegen alle (politisch gesprochen). In der Wirtschaft stellt sich das dagegen so dar, dass es überhaupt keine Verbindungen, Verpflichtungen oder gar Waffenbruderschaften gibt. Das Transnationale Kapital ist politisch entbunden und in seiner betriebswirtschaftlichen Dimension mit einem singulären schwarzen Loch zu vergleichen. Transbetriebswirtschaftlich (Volkswirtschaften gibt es ja nicht wirklich, eine Deutsche Bank fühlt sich in China sicherlich nicht als deutscher Vertreter, dies hat gar ein Helmut Schmidt kürzlich erst in der "Die Zeit" bedauert) betrachtet, wäre das die Gespensterbewegung des „reelen“ Kapitals mit seinem virtuellen Tandem. Kriege drücken (auch) den Versuch aus, virtuelles Kapital in reelles zu verwandeln, wobei reeles Kapital vernichtet wird.

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14. August 2008 12:05

... an alle die offensichtlich ganz genau bescheid wissen

Michael Flachs (umgekehrtwirdeinschuhdraus)

... hier ein auszug aus spiegel online: Anna Neistat, Direktorin des Moskau-Büros von Human Rights Watch (HRW), drückt es so aus: "Der Klammergriff der staatlichen Propaganda ist besorgniserregend." Es sei praktisch unmöglich, "verlässliche Informationen über aktuelle Entwicklungen und reale Opferzahlen zu bekommen", sagte sie SPIEGEL ONLINE. In Berichten über die südossetische Hauptstadt seien Opferzahlen klar manipuliert worden, sagt Neistat - einzig zum Zweck der kriegerischen Stimmungsmache. Russlands Botschafter in Georgien hatte am Samstag erklärt, durch georgische Bombardements seien in der ersten Kriegsnacht 1500 Menschen gestorben, "98 Prozent Zchinwalis liegen in Ruinen". Doch das Feldhospital von Alagir, in das fast alle verwundeten Südosseten und Russen zunächst eingeliefert werden, nahm laut Neistat in jener Nacht lediglich ein Dutzend Verwundete auf. "In modernen Kriegen ist die Zahl der Verletzten durchschnittlich dreimal höher als die der Toten", sagt sie. "Niemand kennt die genauen Opferzahlen, aber sie dürfte wesentlich niedriger liegen als von Russland behauptet."

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14. August 2008 11:22

Nichtangriffspakt

Arnulf Neumann (commentatore)

wie es im Verhältnis von EU, USA und Russland weitergeht hängt nicht davon ab, was Gas Kunde Steinmeier sagt, sondern allein davon, wie schnell sich Russland aus Georgien, wie vereinbart, zurückzieht. Der Vorschlag des russischen Präsidenten, Georgien solle vertraglich absichern, die abtrünnigen Gebiete nicht mehr anzugreifen, stimmt zwar in der Richtung, sollte jedoch in einem gegenseitigen Nicht - Angriffspakt mit gegenseitiger Anerkennung des Sonderstatus dieser Gebiete, einmünden.

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14. August 2008 11:21

was wäre wenn ?

Michael mauksch (Peter_der_Grosse)

Stellen Sie sich vor, Russland hätte nicht eingegriffen. In Südossetien (Bevölkerung vor Ausbruch der Kämpfe ca. 70.000) starben nach russischen Angaben innerhalb weniger Stunden 1.400 ossetische Zivilisten als Folge des georgischen Angriffs. (Über diese Opfer und ihr Leiden und das der vielen Menschen die nach Russland entkommen konnten, wird meiner Meinung nach viel zu wenig gesprochen. Die Zahl der Opfer wird nur von den Georgiern in Frage gestellt). Wieviel mehr Unschuldige hätten noch sterben müssen ? Konsequenz? Die Aufnahme von Georgien in den Membership Action Plan der NATO im Dezember 2008, weil Georgien seinen Territorialkonflikt nun ja "gelöst" hätte ? Welche Qualitätsstandards besitzt die NATO für neue Mitglieder ? Wie glaubwürdig sind eigentlich die georgischen Angaben zu eigenen und fremden Verlusten ? Von Tiflis aus operierende Journalisten wurden nach Gori gebracht um dort die Schäden an zivilen Gebäuden zu begutachten. Ich habe noch nicht gehört das jemand die dortigen georgischen Kasernen und Militäreinrichtungen inspiziert hat um die russischen Angaben zu prüfen, genau auf diese gezielt zu haben. Ich lese sehr gerne Zeitung, aber in diesen Tagen fühle ich mich durch die einseitige Berichterstattung entfremdet.

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14. August 2008 10:24

Krieg im Kaukasus T3

Karl Leck (241240)

Gibt es nicht genug Not und Elend auf unserer Erde, wo der Einsatz der doch begrenzten Möglichkeiten und Ressourcen viel dringender wäre? Es wäre wirklich nach der Aufgabe des Sowjetimperiums von Nöten gewesen, dass die USA als einzig verbliebene Ordnungsmacht, ein anderes politisches Klima geschaffen hätte, dass zur Lösung der wirklich dringenden Menschheitsprobleme geführt hätte. Das erforderte aber ein Umdenken von einer Imperialmacht zu einer Ordnungsmacht, gestützt auf die UNO bei Anerkennung von gleichberechtigten Mitgliedern in diesem Gremium durch die USA. Also, ein Umdenken der USA auf ein Miteinander, auch mit Russland in dem besagten Konflikt, statt ein Gegeneinander ist jetzt gefragt.

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14. August 2008 10:24

Krieg im Kaukasus T2

Karl Leck (241240)

Russland wollen wir nicht einmal zugestehen, im eigenen Land und in seinem Umfeld Interessen zu haben, zumal die laufenden Aktivitäten der USA und der NATO gegen getroffene Vereinbarungen zwischen NATO, den USA und Russland (damals UdSSR) verstoßen. Warum dulden und begünstigen wir jeden noch so opfereichen und schmutzen Krieg der USA ( Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan und viele andere indirekte Kriege mit angeheuerten Söldnern und Schurken, wie sie diese selbst zu nennen pflegen – sie müssen nur den zeitgemäßen Interessen der USA dienen)? Warum akzeptieren wir jede noch so offensichtliche Lüge der USA zur Begründung ihrer Kriege? Nur weil Herr Bush angeblich von seinem Gott beauftragt wurde, Demokratie und Freiheit in der Welt zu verbreiten, wie er selbst öffentlich geäußert hat? Sind dafür so viele Menschenopfer und destabilisierte Regionen auf unserem Erdball zu akzeptieren?

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14. August 2008 10:23

Krieg im Kaukasus T1

Karl Leck (241240)

Teil 1 Es ist schon betrüblich und beschämend, hier Lesermeinungen über die Ereignisse in Georgien im Tonfall des „kalten Krieges“ zu lesen. Es ist schlimm und verurteilenswert, dass es zu diesem Krieg gekommen ist. Es ist bedauernswert für die betroffenen Menschen, dass es bislang keinen politischen Weg zur Kompromisslösung gab. Warum ging es beim Kosovo? Da haben die USA ihr Versprechen an ihre Untergrundarmee( UCK) einlösen wollen und es mit der Hilfe der Europäer durchgesetzt. Warum kann dieser Weg nicht auch für die besagten Konfliktregionen tragfähig sein? – Nur weil es den Interessen der USA für ihren Zugriff auf die in der Region zu sichernden Ressourcen widerspricht? Warum wird in diesem Konflikt einseitig Russland verurteilt? (USA und Israel stellten vorweg Georgien je 1000 Militärberater). Der Konflikt schwelt schon über Jahrzehnte – den Krieg hat Georgien begonnen, wie wir lesen konnten. Warum billigen wir den USA uneingeschränkt das Recht auf globale Interessen in der ganzen Welt zu und nehmen die zur Durchsetzung dieser Ziele geführten Kriege billigend in Kauf?

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14. August 2008 09:18

sarajevo und dubrovnik - wurden diese städte nicht auch schon feige aus kilomete

Thomas siepelmeyer (epupa)

rweiter entfernung bombardiert wie jetzt die südossetische stadt zwinkali durch die georgische regierung? haben die faz und all die medien, die jetzt das vorgehen sarkaschwilis verteidigen, damals die bombardierungen unter dem kommando milosevics und seiner getreuen auch gerechtfertigt oder waren sie nicht empört? wieso jetzt diese rechtfertigung der aktionen der georgischen regierung, die genauso handelt - teilweise bis in die einzelheiten - wie die serbische regierung und ihre vasallen in bosnien und kroatien? was reitet die meisten westlichen journalisten, nun völlig andere kriterien anzulegen als im früheren jugoslawien, wenn es um die autonomie oder unabhängigkeit von gebieten, regionen, staaten geht, die nicht mehr so leben möchten, wie ihnen aufgezwungen wurde? wieso sind die bestrebungen im kosovo oder tibet gerechtfertigt, aber in südosssetien und abchasien nicht? die situationen in diesen regionen sind allesamt vergleichbar. um sich eigene gedanken zu machen und zu recherchieren was wirklich passiert, steht auch der redaktion der faz das gesamte internet zur verfügung. man ist nicht einmal nur auf russische quellen angewiesen, aber offensichtlich besteht in diesem falle kein interesse an umfassender berichterstattung.

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14. August 2008 09:13

Russland wird immer stärker

Matthias Mueller (helenos)

An alle, die Russland hassen: Russland ist in seiner Geschichte immer dann stärker geworden, nachdem andere Völker Russland angegriffen haben (Polen, Balten, Mongolen, Franzosen, Engländer, Rumänen, Deutsche, Türken, Tschetschenen und nun Georgier und vor allem USA). Die Angriffe kamen immer wegen Neid auf den "Lebensraum" und Rohstoffe zustande, die Russland besaß und besitzt. Jedes mal nach einen Angriff wurde der "Lebensraum" der Russen größer, ihre militärischen Möglichkeiten mehr. Mit dem Krieg in Jugoslawien, hat Moskau jetzt einen starken Verbundeten an der Adria = Serbien. Dort hat man die Serben als Russen hingestellt und sie attackiert, ohne dass die Serben diese Rolle spielen wollten. Man konnte aber keine echten Russen attackieren also zwang man die Serben Russe zu spielen. Jetzt haben die diese Rolle zur Realität gemacht. Abchasen und Osseten machen das seit letzter Woche auch. Die EU und USA hatten die Möglichkeit beide Nationen auch zu Nicht-Russen zu machen. Chance verpasst. Saaka, der Schlächter vom Kaukasus, war nun schizophrener als die Führer der Osseten und Abchasier und damit geeigneter als Marinoette der USA (siehe auch Diktatoren in den Bananen-Republiken Südamerikas ala Pinochet und Co.)

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14. August 2008 08:41

Wer geht schon gern mit seiner Frau Klamotten kaufen,

Andreas Pliester (pliester)

also blieb ich unlängst vor dem Kaufhaus in Limburg draußen auf der Bank sitzen. Neben mir ein älterer Mann, der aus der selben Motivation lieber die Sonne als die stickige Kaufhausluft genießen wollte. Wir kamen ins Gespräch. Der alte Mann war ein Tschetschene. Er hat mir nichts erzählt von bösen Russen und guten Tschetschenen, nichts von irgendwelchen äthnischen Konflikten. Alles was er sagte, war: "Bei allen Kriegen heute geht es nur um eines: um Öl.". Wenn man versucht, aktuelle Kriege jenseits des Medienfeuers auf diesen Punkt zu reduzieren, wird man sich der Erkenntnis schwer entziehen können: der Mann hat Recht. P.S. Ich hatte leider nicht die Zeit, alle 350 Kommentare vorher zu lesen. Sicher bin ich nicht der erste mit dieser Weisheit.

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14. August 2008 08:41

Machtverhältnisse

arthur hund (arturhund)

Die Machtverhältnisse USA - EU - Russland - China bestimmen sich aus (1) Atomwaffen (2) militärische Interventionsmöglichkeiten und (3) wirtschaftliche Druckmittel. Wer Atomwaffen besitzt kann nicht einfach mit militärischer Gewalt bedroht werden - das gilt für alle Blöcke. Die militärichen Interventionsmöglichkeiten können sich also nur gegen die kleineren und eventuell Mittelmächte zwichen den Blöcken richten. Je näher eine Macht dem kommt, was eine andere als ihr Glacis betrachtet, desto erbitterter die Gegenwehr. Das war in Mittelamerika nicht anders als im Kaukasus. Wie Bush glaubte, mit überschaubarer Bereitschaft zu einem Stellvertreterkrieg im Kaukasus seinen Einfluss bis an die Grenze Russlands ausdehnen zu können ist sein Geheimnis. Was die EU betrifft, so können wir den Willen zu militärischer Intervention bis in den Kaukasus hoffentlich ausschliessen. Ein anderes Problem ist aber die wirtschaftliche Abhängigkeit. Sollte tatsächlich der Öl- und Gastransport durch Georgien für die EU lebensnotwendig sein, dann sind jede Menge düstere Szenarien vorstellbar. Da würde ich doch an die Spitze der Agenda setzen: Unabhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern!

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14. August 2008 08:38

Ich muß mich doch sehr wundern über manche Beiträge in diesem Forum!!!

Sebastian Bauer (Sebastianbauer)

Da wird der Bundesaußenminister wild beschimpft für den Versuch die Lage nicht vollends eskalieren zu lassen. Was soll er denn Ihrer Meinung nach sonst machen? Vielleicht mit Merkel, Sarkozy, Brown und Bush nach Tifllis reisen und hohle Solidaritätsbekundungen abgeben ähnlich wie unsere Osteuropäischen Freunde? Oder sollte evtl. gleich die Mobilmachung ausgerufen werden und wir Richtng Osten marschieren? Und wenn wir schon d abei sind können wir doch auch gleich noch die Chinesen bestrafen dafür das...ja wofür eigentlich? Ach egal irgend ein Grund fällt uns schon ein. Ich kann nur hoffen das dies nur die Meinung einer sehr kleinen Gruppe hoffnungslos verbitterten, konservativen Hardlinern ist und das diese Leute NIE NIE NIE soviel politischen Einfluß bekommen diese Ansichten durchzusetzen. Ansonsten sehe ich schwarz für Deutschland und wir haben bald wieder die Zustände wie vor 20 Jahren und schlimmer.

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14. August 2008 08:16

@Thomas Frieling (TFrieling)

Dimitri S. (DS_22)

Aus eigener Erfahrung kann ich Sie beruhigen. Ich habe nähmlich das genaue Gegenteil erlebt. Die Kommentare, so wie Ihrer, die ich als "belanglos" markiert habe, wurden plötzlich grün. Ein Schlem, wer dabei Böses denkt...

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14. August 2008 07:59

@Tatjana Mezentzev (Tatjana1983)

Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben)

Liebe Frau Mezentzev, Ihr Aufruf, in die Kirche zu gehen und für die Seelen der Versorbenen zu beten, gehört zu den besten Kommentaren hier. Ich kann mich nur anschließen. Wie in einem orthodoxen Gebet heißt (von mir ins Deutsche übersetzt): Herr, laß die Seelen Deiner Knechte im Frieden ruhen, und vergebe ihnen ihre Sünden, die absichtlich oder nicht absichtlich begangen wurden... Amen. (Upokoj, Gospodi, dushi rabov Tvioh, i prosti im pregreshenija ih vol'nye i nevol'nye... Amin')

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14. August 2008 06:51

Informationsmanipulation und Vertragsbrüche, da gibt es lange US-Parallelen

Ronald Glas (soondecember)

Was Informationsmanipulation angeht, waren ja auch die USA hier Vorreiter, im Irakkrieg wurde gezielt versucht den sauberen Krieg (bei dem "nur" militärische Ziele angegriffen würden) vorzuführen. Unschöne Bilder von Leid, Tod und Zerstörung, das war nicht erwünscht. Insofern ist nun die russische Manipulation hier die unmoralische Fortsetzung, dessen was durch die Grossmachtspolitik vorgemacht wurde. Weiter fällt auf, das vertragliche Vereinbarung unter internationaler Vermittlung (Waffenstillstandsabkommen) wenig verbindlich sind, diese Umgang mit offenem Wortbruch, auch hier finden wir wieder -lange zuvor- , dass die USA diesen unmoralischen zwischenstaatlichen Umgang in der Grossmachtspolitik gesellschaftsfähig machten: ihre vertraglichen Verpflichtungen zu Reparationen an Vietnam kamen sie nie nach, bis heute. Und Vietnam ist immer noch arm, ganz schlecht geht es den Menschen, die infolge der US-Dioxinverseuchung mit Behinderungen geboren wurden, humanitäre Hilfe der USA wäre auch heute noch angebracht, wenn sie bereit wären Verantwortung zu übernehmen, für das, was sie angerichtet haben.

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14. August 2008 06:28

Martin Engel

Martin Engel (Drevodom)

Es ist doch ein Witz, dass Russland über sein Veto-Recht jede Entscheidung des Weltsicherheitsrates blockieren kann, genau wie China in der Tibet-Frage. Es ist dringend an der Zeit den Schmusekurs mit dem russischen Bären zu beenden und Druck auf Russland auszuüben. Regide Ablehnung von Geschäftsvisas, Einfrieren russischer Gelder auf europäischen Konten und Entsendung einer bewaffneten Friedenstruppe, die die Einhaltung des Waffenstillstandes und das Verlassen der russischen Agressoren aus dem georgischen Kernland sicherstellt. Was hier passiert ist nicht der Wille des russischen Volkes, sondern das Vorgehen der korrupten Riege des Kremls.... Ich habe gestern mit Tschechen gesprochen, die den Einmarsch 1968 der Russen erlebt haben......die hegen unglaubliche Symphatien mit den Georgien.... Martin Engel

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14. August 2008 06:27

Drevodom

Martin Engel (Drevodom)

Es ist doch ein Witz, dass Russland über sein Veto-Recht jede Entscheidung des Weltsicherheitsrates blockieren kann, genau wie China in der Tibet-Frage. Es ist dringend an der Zeit den Schmusekurs mit dem russischen Bären zu beenden und Druck auf Russland auszuüben. Regide Ablehnung von Geschäftsvisas, Einfrieren russischer Gelder auf europäischen Konten und Entsendung einer bewaffneten Friedenstruppe, die die Einhaltung des Waffenstillstandes und das Verlassen der russischen Agressoren aus dem georgischen Kernland sicherstellt. Was hier passiert ist nicht der Wille des russischen Volkes, sondern das Vorgehen der korrupten Riege des Kremls.... Ich habe gestern mit Tschechen gesprochen, die den Einmarsch 1968 der Russen erlebt haben......die hegen unglaubliche Symphatien mit den Georgien.... Gruss Drevodom

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14. August 2008 03:49

Georgien hat angegfangen- und der Westen wills nicht sehen

Nick S. Angeh (Redwing)

Wir wollen doch mal klarstellen, wer mit den Eroberungszügen angefangen hat: der größenwahnsinnige S. aus Georgien. Er hat offenbar darauf gebaut, daß der Westen ihn noch stärker als nur mit Diplomatie und Propaganda unterstützt. Anders kann ich mir diese Lebensmüdigkeit nicht erklären, Rußland den lange ersehnten Vorwand für einen Einmarsch zu liefern nach all den Querelen der Vergangenheit. Und selbst S. müßte klar sein, wie seine Chancen gegen die Weltmacht stehen. Da marschiert er also in Südossetien ein und zerstört eine ganze Stadt. Wenn dann der Gegenschlag erfolgt, heult er rum und stellt sich als das unterdrückte Opfer dar. Und der Westen- allen voran die völkerrechtswidrigen Irakeroberer, die sich selbst einen Dreck um Regeln und die Weltöffentlichkeit scheren und selbst isoliert haben- springt auf diesen Karren natürlich auf- nicht der Wahrheit oder Gerechtigkeit wegen, sondern nur aus machtpolitischen Gründen. Doch selbst den Amis, die schon mit Afghanistan und Irak überfordert sind, sollte klar sein, daß sie derzeit keine Chance hätten. Rußland braucht sich vom Westen nichts diktieren zu lassen, und die NATO-Buckler in Asien sehen, wie weit her es mit der Sicherheit durch den Westen wirklich ist- sehr lehrreich. ;-)

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14. August 2008 02:32

@ Teoman Bressel (Bressel)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Bressel, ich danke Ihre zunächst für Ihre Antwort. Sie schreiben: „Aber niemand hat Saakaschwili gezwungen, Zivilisten zu bombardieren“. … Hat er das getan, oder ist das nur ein „Gleiwitzer Sender“? Im Anbetracht der Vorgeschichte (ethnische Säuberung Abchasiens und Südossetiens unter russischer Kontrolle und Verteilung russischer Pässe an die nicht Vertriebenen) und Putins offensichtlichen Willens Europa durch Öl und Gas von ihm abhängig zu machen, ist insbesondere durch sein massenmörderhaftes Verhalten gegenüber den „abtrünnigen“ Tschetschenen wohl offensichtlich, dass Saakaschwili überhaupt keine Zivilisten bombardiert haben dürfte. Nach seinem militärischen Sieg wird sich Putin wohl, wie Hitler, der Meinung hingeben haben, dass die Geschichte allein durch die Sieger geschrieben würde. … Und nun meinen Sie auch, dass die USA in machtpolitischer Rücksichtslosigkeit diesem Tyrannen in nichts nachstünden! Ein russischer Thomas Moore, wäre schon lange tot, Herr Bressel! Das ist DER traurige Unterschied (neben vielen anderen) und „die USA“ als demokratischer Staat können logisch gar kein Tyrann sein. Verfassungsgemäß auch nicht einer ihrer Präsidenten!! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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14. August 2008 02:24

Saakaschwili gehört vor Gericht

Karl-Heinz Lieblich (khlieblich)

Herr Saakaschwili hat am vergangenen Freitag versucht, in einem zuvor gut vorbereiteten Krieg, den er blitzartig führen wollte, im Rahmen ethnischer Säuberungen in Süd-Ossetien Fakten zu schaffen. Der Massenmord an der Süd-Ossietischen Bevölkerung stellt ein schweres Kriegsverbrechen da.

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14. August 2008 02:07

Also, so kann das nicht funktionieren....

Ellen van Ark (e.vanark)

"Serbische" Kriegsverbrechen werden der Öffentlichkeit ausführlich ausgebreitet - us-amerikanische (im Irak-Krieg z. B. - es sind mittlerweile unzählige) und georgische Kriegsverbrechen (am vergangenen Freitag in Süd-Ossetien) uns aber weitestgehend verschwiegen. Haben wir wirklich keine Kriegsverbrecher in den eigenen (westlichen) Reihen? Diese Frage ist heute aktueller denn je.

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14. August 2008 01:54

@ Thomas Frieling (TFrieling) bzgl. „rot bewerteter Kommentare“

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Freiling, hier sind wohl sog. Fünfte Kolonnen der eher harmloseren Art aktiv. In gewisser Weise ist die „Lesenswert-Nichtlesenswert-Skala“, wenn es um China oder Putin geht ja auch sehr belustigend! Ich stelle mir dann immer irgendwelche Spinner vor, die beständige die FAZ-Site aufrufen, den Artikel suchen, die Leserkommentare „anklicken“ und dann wie verrückt „rot“ oder „grün“ drücken! Offensichtlich gibt es auch solche, die diesen Vorgang, quasi als Stotterer, beständig wiederholen! So richtig amüsiere ich mich allerdings erst, wenn ich mal darüber nachdenke, aus welch waaaahnsinnig persönlich wichtigen Gründen „die Täter“ sich dann zu diesem Schmierentheater haben hinreißen lassen! SANCTA SIMPLICITAS! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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14. August 2008 01:42

Die Notwendigkeiten der hohen Politik

Harry LeRoy (Cimon)

Nüchtern betrachtet sprich vieles dafür den Streit mit Rußland wegen Georgiens abtrünnigen Provinzen nicht eskalieren zu lassen, da die NATO Rußlands orthodoxem Brudervolk im Kosovo das Gleiche antat und es Rußland unter einigem Gezeter geschehen ließ; ferner ist zu bedenken, dass nicht vom orthodoxen Rußland für das freie Europa im 21. Jahrhundert existenzielle Gefahren ausgehen, sondern von der Gefahr eines Aufstiegs Chinas zur mächtigsten Nation der Erde und dem erneuten Ansturm des Mohammedanertums auf Europa, den unter anderem Saudi-Arabien und der Iran mit den Ölmilliarden vorbereiten. Diese beiden Bedrohungen Europas richten sich aber auch unmittelbar gegen Rußland, das im Kaukasus bereits gegen die saudischen Wahhabiten kämpft und in Sibirien von China bedroht wird. Daher wäre es dringend geboten sich mit Rußland nicht wegen Nebensächlichkeiten zu entzweien und insofern dürfte der Dilettantismus der georgischen Regierung ein großer Segen für Europa und Rußland gewesen sein, da er den beiden Seiten einen unnötigen und gefährlichen Schlagabtausch ersparte.

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14. August 2008 00:41

Steinmeier-der Nächste auf dem Sprung zum moskowitischen Handelsvertreter? ;-)

Robert Hamacher (harohama)

Als ob die europäische politische Klasse das Kaukasus-Debakel nicht vorhergesehen hätte. Seit März 2008 zieht Moskau die Zügel an im Südkaukasus. Die englische wikipedia doumentiert sorgfältig in ihrem conflict Artikel, wie sich die russische Schlinge seit 5 Monaten immer enger um Georgien gezogen hat. Man erinnere sich, wie Steinmeier vor wenige Wochen in Abchasien glatt von Rußlands Statthalter Bagapsch abserviert worden ist. Klaro ! Da stand die Intervention fest - nur der Termin nicht. Erkennbar ist, dass es keine in sich konsistente Kaukasus Politik der EU und Deutschlands gibt . Das hilflose Rausblasen sinnentleerter Worthülsen heute aus dem Munde Steinmeiers zeigt erneut die tatsächliche Provinzialität und Substanzlosigkeit innerhalb der politischen Klasse.

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13. August 2008 23:48

Beängstigende Machtlosigkeit

Teoman Bressel (Bressel)

Die Konflikte um Abchasien und Südossetien sind nicht erst am Freitag entfacht. EU und NATO haben sich nie um eine Lösung altbekannter Probleme gekümmert und waren nie in der Region präsent, obwohl Georgien sich früher desöfteren um eine Vermittlung bemüht hat. Jetzt steht der Westen vor einem Scherbenhaufen und hat keinerlei effektive Handhabe. Putin weiß das und führt den Westen vor wie einen Tanzbären. Besonders schlimm: Es ist ihm völlig egal, ob sich nun die Ost-West-Beziehungen dramatisch verschlechtern oder nicht. Was wurde denn auf den zahllosen Gipfeln unter russischer Beteiligung an gemeinsamer Basis gelegt? Wurden nur Sektgläser gehalten und lukrative Verträge unterzeichnet? Condoleeza Rice ist doch Russland-Expertin. War sie bis vergangenen Freitag noch zu sehr mit Kofferpacken beschäftigt? Hier entlädt sich nicht nur ein Konflikt am Kaukasus, hier löst sich ein großer Knoten an im Hintergrund abgelaufenen Machtpokern. Das nun den Außenministerien von EU-Mitgliedern und USA bloß die Kinnlade runterklappt ist wirklich beängstigend.

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13. August 2008 23:35

An Freunde und Förderer der Russischen Friedenspolitik.

Andre Glück (Andryxa)

Wenn die letzte alternative Leitung für die Energieträger unter Kontrolle Russlands gelangt ist; wenn die Spritpreise in Richtung 5 Euro und die Konjunktur in das Tal der Tränen rutschen; wenn ihr und die, die euch nah sind, die Arbeit verloren habt und sich mit einem Kärtchen für 100g Butter und 1 Laib Brot in eine 200m Lange Schlange stellen müsst. Möchte ich das ihr zurück denkt und euch an diese Tage erinnert. Es ist nicht die Schuld der Regierung (egal welcher Farbe diese dann sein wird), nicht die der Amerikaner und noch nicht einmal die der Russen. IHR SEID SELBST SCHULD! Europa braucht nicht noch mehr tolerantes Geschwätz, Europa braucht dringend mehr Power. Es braucht die Raketenschilder und es braucht endlich wieder ordentliches Militär.

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13. August 2008 23:31

Re: FAZ-online-Artikel „Bush fordert Moskau zum Rückzug auf“

Sönke Peters (soenkepeters)

Endlich spricht Bush mal ein Machtwort und garantiert damit, dass es keinen neuen Völkermord à la Tschetschenien im Kaukasus gibt, wie er in Tschetschenien zum Wohle Putins Interessen bereits geschehen ist! Ich bin schon ganz gespannt darauf, wie des Kremls völlig verrostete und veraltete „Kriegsschiffe“, die sich kaum über Wasser halten können (siehe Atom-U-Boot„Kursk“) die Blockade der georgischen Häfen aufrecht erhalten wollen, wenn die US-Marine mit dringend benötigten Hilfsmitteln (Nahrung, Medizin) für die gebeutelte Bevölkerung Georgiens anrückt. … Ein erstes Zeichen (vielleicht ein wenig zu spät) um dem Herren Putin mal seine bescheidenen Grenzen aufzuzeigen! Da mag so mancher antiamerikanischer Spinner in Deutschland (...) ja sonst was heraufbeschwören: Putins Gelüsten, ein neues zaristisches Weltreich aufzubauen, wird an denen scheitern, die bereit sind, für Freiheit, Pressefreiheit (...) ALLES zu opfern. Diejenigen in Deutschland aber, die jetzt Putin zujubeln, tun dies aus einer Mentalität heraus, derer sich auch Hitler schon zu bedienen wusste (gemeinhin „kollektiver Minderwertigkeitskomplex“ genannt). Sönke Peters

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13. August 2008 23:11

Kleiner Ausflug in die Geschichte oder Russland-Hass der Balten

Georges Dorgan (geoorgge)

Gesamt-Ossetien war seit 1922 autonom in der Sowjetunion. Der Georgier Stalin hat SOss.1936 der georgischen SSR einverleibt. Die Süd-Osseten haben schon 1988 zur Zeit der SU die Wiedervereinigung mit Nord-Ossetien versucht. Abchasien war genau wie Georgien seit 1921 eine sowjetische Republik. In der Zeit des Diktators Stalin (aus Georgien stammend) wurden in Abchasien viele Georgier angesiedelt. Dies ging so weit, dass in Abchasien mehr Georgier als Abchasien lebten. Genauso wurden Russen in den baltischen Republiken angesiedelt. In den 90er Jahren wurden dann viele Georgier wieder aus Abchasien vertrieben. Auch haben viele Russen das Baltikum wieder verlassen bzw. verlassen müssen. Russland hat der Unabhängigkeit der Abchasen und Osseten nicht zugestimmt, um keinen Präzedensfall für andere russische Republiken zu schaffen. Beim Zusammenbruch der SU wurden jediglich die Sowjet-Republiken unabhängig, aber nicht die auch "Republiken" genannten Gebiete innerhalb der jeweiligen SU-Republiken. Die Esten und Litauer sollten trotz ihrem Russland-Hass nicht vergessen, dass sie glücklicherweise unabhängig sind und die Osseten und Abchasen nicht. http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/kaukasische_wirren_1.804290.html

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13. August 2008 22:52

Fakten

Andreas Kirsch (A.Kirsch)

Der Begriff "menschenverachtend" traf nach dem Holocaust im Jahre 1945 Hiroshima/Nagasaki und 1967-1971 in Vietnam (Agent Orange) - noch heute leiden 500'000 Vietnamesen an den Spätfolgen. Diese sind Missbildungen (insbesondere Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten), Immunschwächen und nachhaltige Erbgutveränderungen - zu. Man sollte das schon wissen, wenn man diesen Begriff mit anderen Vebrechen in Zusammenhang bringt - vor allem dann, wenn diese Verbrechen nie stattgefunden haben wie man gleich sehen wird. So soll also Russland die Georgier in Abchasien und Südossetien misshandelt und vertrieben haben - bei Wikipedia findet sich unter Georgien folgendes: Seit der staatlichen Unabhängigkeit 1991 haben etwa eine Million Menschen das Land verlassen. Allein zwischen 2000 und 2005 ging die georgische Bevölkerung jährlich um etwa 1% zurück. Die größte georgische Gemeinschaft außerhalb des Landes existiert in Moskau, nach russischen Angaben rund 300.000 Menschen. Georgien beherbergte 2004 rund 230.000 Vertriebene aus Abchasien und 12.200 aus Südossetien. 12'200 - das sind zwar sehr viele Menschen. Abchasien war mit den Georgiern aber nicht so zimperlich (das hat aber historische Gründe, siehe bei Wikipedia unter Abchasien)

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13. August 2008 22:42

Herr Strumpf vom ZDF war in Ossetien und Russland.

Ulrich Hinderer (tiger_78)

Einfach mal in der Mediathek des ZDF "Kaukasus", "Georgien" oder "Strumpf" eingeben; dann kommt man auf ganz interessante Bericht. zum Beispiel über das Krankenhaus Ts'chinvalis, von dem in anderen Foren geunkt wurde, es sei ja gar nicht zerstört worden. Dass man in die betroffenen Gebiete nicht reinkomme halte ich für eine Ausrede. (...)

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13. August 2008 22:41

Die eigene Meinung hängt von der Propaganda ab, der man ausgesetzt ist

Georges Dorgan (geoorgge)

Lieber Herr Peters, Genau wie die russische Presse ist die anglosaxonische Presse in diesem Krieg sehr propaganda-haltig. So werden selbst im eher links orientierten CNN Bilder von zerstörten Häusern und Zivilisten nur aus Georgien gezeigt, während es im russischen Fernsehen die Häuser von Südossetien und die vielen Flüchtlinge in Nordossetien zu sehen sind. Der georgische Präsident hatte einen täglichen Propaganda-Auftritt in CNN. Auch deutsche Blätter wie die Süddeutsche zeigten nur georgische Bilder, da es für westliche Korrespondenten anscheinend schwierig ist andere Bilder zu bekommen. In Russland verlangen die Medien, dass Sakaschwili nach Den Haag kommt und genau wie Milosewitsch abgeurteilt, da Sakaschwili genau wie Milosewitsch einen Genozid begangen hätte. Leider wohnen Sie momentan in Kanada und sind der dortigen Progaganda, den öffentlichen und privaten Meinungen ausgesetzt. Genauso gibt es viele in Russland wohnende deutsche Journalisten , die sehr russland-freundlich aber trotzdem frei berichten (z.B. aktuell.ru). Die deutsche und französische Presse ist meiner Meinung nach relativ neutral geblieben, obwohl Russland oft wegen mangelnder Demokratie in der Kritik war.

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13. August 2008 22:26

Warnung an Ukraine

Franz Müller (Franzy)

Die Art und Weise, wie Russland mit Georgien umspringt, ist eine ernste Warnung an andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion, sich nicht der NATO zuzuwenden. Dieser Krieg zeigt aber auch, dass Europa, wenn es darauf ankommt, seinen Bündnisfreunden nur mit schönen Worten hilft. Solche Gegner haben aggressive, imperialistische Staaten wie Russland gern.

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13. August 2008 22:20

Wessen Landes Außenminister ist Steinmeier eigentlich?

Michael Menzel (Galenos)

Wenn man von Steinmeier etwas hört, ist es entweder dummes Zeug, antiamerikanisches Gequatsche, Anti-Tibetische, chinafreundliche Parolen und Appeasement-Erklärungen für den Iran oder Lybien. Soll er doch nach Russland abhauen und sich auf russischen Panzern durch das zerstörte Georgien kutschieren lassen. Man kann diese mehr oder weniger offene Sympathie für alle Diktaturen dieser Welt von einem Deutschen Außenminister nicht mehr hören. Dieses Relativieren und die Umkehrung von Opfern und Tätern ist nicht mehr auszuhalten.

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13. August 2008 22:09

West gegen Ost - Krieg im Kaukasus

Arnold Stark (arnold.stark)

Liebe Mitbürger, Ihr Zynismus kennt keine Grenzen, Ihre Fähigkeit, Tatsachen für sich zu verdrehen, ist meisterhaft und Ihre Ziele verdienen Verachtung! Tausende Zivilisten in Süd-Osetien sind gestorben und wovon ist bei Euch die Rede? Öl, böse Russen? Was wissen Sie über die humanitäre Katastrophe? Sie sind besorgt, dass russische Miltärs die georgische Waffenlager/ Basen vernichten? Dass die georgischen/amerikanischen Truppen Krankenhäser und Kitas dem Boden gleichgemacht haben mit diesen Waffen interessiert Euch wohl nicht? Dass Ihr die Waffen geliefert/ ausgebildet habt und nur darauf gewartet habt, dass es knallt, wie ist das? Was wissen Sie über den Kaukasus/die Geschichte? Warum ein Standard für den Westen und ein für den Osten? Gehört einer wie Saddam erhängt und einer wie Saaka.. darf Krieg anzetteln? Warum darf sich Kosovo per Referendum für unabhängig erklären und Osetien nicht? Warum begreift Ihr nicht, dass man Euch ein Feindbild (Russland) schafft, um es für sich auszuschlachten? Ist es denn so schwer zu begreifen, dass diese Politik seit Jahrhunderten besteht und Ihr sie mit der Muttermilch aufsaugt? Ist denn Ihr Ziel, Russland zu zersplittern und den russisch-orthodoxen Glauben zu vernichten, etwa ein würdiges?

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13. August 2008 22:08

Westliche Medien

Dimitri Ivanov (buratino1)

Die Amis haben wieder Mal ihr "demokratisches" Gesicht gezeigt. Dortige Medienkampanie - Zynismus pur. Die Sache ist ganz einfach: Saakaschwili hat Realität verloren, nachdem NATO-Nähe so nah schien. Die Variante Blitzkrieg ist nicht aufgegangen. Hintergrund: Stalin (Georgier) teilte Ossetien von Russland und schenkte den südlichen Teil seinen Landsleuten. Das haben Osseten nie anerkannt, besitzen zu 90% russische Pässe und sprechen russisch... In Russland ist heute Staatstrauer: im TV sieht man viele weinende ossetische Frauen usw., die den Russen danken, dass Hynozid noch rechtzeitzig gestoppt werden konnte (immerhin 1.600 tote Zivilisten in zwei ersten Kriegstagen). Im Westen wird übersehen, dass dies ossetisches Boden ist und Osseten Recht auf Selbstbestimmung haben (so begründete der Westen Unabhängigkeit des Kosovo). Russen werden gerne an Tschetschenien erinnert. Doppelmoral hier besteht darin, dass "demokratische Werte" scheinbar (auch) im Westen nicht mehr gelten, sobald sich die Amis nun strategischen Einfluss in der Region versprechen. Während Saakaschwili bei CNN weinte, Russen hätten einen "hervorragenden Moment ausgesucht", um kleine, liebevolle Georgier anzugreifen..., da loderten schon die ossetischen Dörfer...

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13. August 2008 22:04

Es gibt wenig Bilder … die wenigen reichen schon …!

Sönke Peters (soenkepeters)

Es ist auch den Fernseh-Berichten wird immer mehr ersichtlich, dass Putin AUCH morderprobte „Truppen“ aus Tschetschenien in Georgien einsetzt. Die tragen wohl weiße Fetzen an den Armen: Ich durfte life so einen „russischen Soldaten“ im TV erleben. Das war definitiv kein regulärer Soldat! … Hier schlägt Putin offensichtlich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Erstens bringt er die Pipelines in Georgien unter seine (persönliche)Gazprom-Kontrolle; zweitens bedroht er alle Staaten, die ihm nicht Untertan sein wollen, nicht nur mit der Abdrehung des lange installierten Gashahns, sondern mit Krieg; und Drittens kann er der marodierenden Soldateska, die für ihn in Tschetschenien den Völkermord ausgeführt hat, ein neues Beschäftigungsfeld bieten, bevor diese ihm selbst gefährlich wird. (Davon einmal abgesehen, hat natürlich der völlig durchgedrehte Saakaschwili versucht, Moskau mit Propellermaschinen dem Erdboden gleich zu machen. ;-)) Die furchtbare Wahrheit dieser Gewaltexplosion wird wohl mal wieder ein grauenhaftes Massaker-, Plünderungs- und Vergewaltigungsfestival Putinscher Ausprägung à la Tschetschenen sein und bleiben! Toll! (...) Sönke Peters (...)

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13. August 2008 22:00

@Sönke Peters

Teoman Bressel (Bressel)

Inzwischen hat wurden hier ein- und dieselben Medien mehrmals der Parteiligkeit bezichtigt. Ich kann bisher nirgends eine überdeutliche Parteinahme entdecken, vor allem nicht für die russische Seite. In diesem Konflikt gibt es keine Guten und keine Bösen. Georgien hat nach eigenen Angaben eine militärische Offensive gegen südossetische Separatisten gestartet, was zunächst legal und legitim war. Aber niemand hat Saakaschwili gezwungen, Zivilisten zu bombardieren, und das verdient Verachtung. Ebenso klar ist, daß Russland diesen Konflikt massiv ausnutzt, um die georgische Infrastruktur zu zerstören (z. B. in Poti) und Abchasien und Südossetien entgültig zu schlucken. Terror gegen Georgier kommt nun wohl auch noch hinzu, und das, nachdem Russland offiziell alle seine Ziele erreicht hat. Sicher ist es verlogen, daß sich Russland in der Region zahlreiche langersehnte Wünsche erfüllt und dies mit dem Sühnen georgischer Verbrechen rechtfertigt. Aber bitte: Die USA sind hier sicher nicht die "Guten". Sie stehen Putin in machtpolitischer Rücksichtslosigkeit in Nichts nach, und ihr Interesse gilt sicher nicht der georgischen Demokratie oder dem Völkerrecht. Führen Sie also bitte keine Stellvertreterkriege

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13. August 2008 21:22

Lehre für Deutschland

Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben)

Unser Möchtegern-Weltretter-Duo Merkel / Steinmeier zeigte endlich sein wahres Gesicht, nämlich: Völlig rat – und hilflos. Tja, nun wird Frau Merkel hoffentlich kapieren, daß die reale Weltpolitik keine endlose Klimakonferenz ist. Die kläglichen Versuche von Merkel und ihrem Außenminister, im Konflikt zu vermitteln, zeigen ganz deutlich: Die Zeiten, wo das Wort eines deutschen Staatsoberhaupts auf der internationalen Arena etwas wog, sind offensichtlich vorbei. Der Abstieg der Bundesrepublik in die Kreisliga ist vollendet. Deutschland sollte das Spielfeld der internationalen Politik den Mannschaften aus der 1. Liga überlassen, sich zurückziehen und erst mal wieder am Aufstieg arbeiten. Ganz hart arbeiten. Aber dazu sind WIR (trotz des Namens bin ich deutscher Staatsbürger :-)) zu faul und zu feige geworden. Darum wählen wir uns entsprechende Regierungen. Ich hoffe, daß wir endlich mal eine handfeste Krise erleben, die uns richtig erschüttert und aus unserem Schlaf reist. Den Russen tun ihre Krisen offensichtlich gut, die sind bereits wach.

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13. August 2008 21:01

Das hat Eduard Schewarndnadse

Gerhard Zoller (amutal)

nochmals richtig hervorgehoben, die geplante Stationierung des Raketenschutzschildes hätte die Balance mit der Abrüstung der Interkontinental raketen aufgehoben. Man kann doch nicht erwägen Raketen aufstellen zu wollen, die nach Teheran oder nach Bedarf auch nach Moskau reichen. Würden die USA solch einer Stationierung auf Kuba hinnehmen, wohl kaum und damit hat sich dieser Aspekt erledigt. Genauso ist es unzumutbar Georgien oder der Ukraine den Beitritt zur NATO anzubieten. Georgien und alle kaukasischen Staaten waren schon immer Einflußgebiet Russlands. Im Fall der Ukraine lehnt der ruissisch sprachige östliche Teil den Beitritt vollends ab. Das sollte doch sehr nachdenklich machen, daß dieser Teil der Bevölkerung unsere Wohlstandsgesellschaften verschmähen und ihren inneren Kompass eher nach Moskau richten. Bei allen Gefühlen die ehemalige Länder des Sowjetimperiums haben es waren europäische Mächte die Russland überfallen haben, Napoleon der ist vergessen aber die Verbrechen des NS-Regimes nicht. Es wäre besser man würde Russlands Sicherheitsbedürfniss respektieren, Russland wird einen Beitritt dieser beiden Länder niemals hinnehmen.

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13. August 2008 20:48

Antiamerikanische Bewertungen und Kommentare(Herr Peters)

Thomas Frieling (TFrieling)

Das Phänomen, rot bewerteter Kommentare, die sich kririsch gegen Rußland und Putin wenden, ist bekannt. Es tritt ebenso bei Kommentaren auf, die chinakritisch sind. Ich vermute in beiden Fällen keinen statistischen Effekt, wie er sich aus der Meinungsvielfalt der Forumsteilnehmer ergibt. Stattdessen liegt es nahe, von geplanter und koordinierter Aktion der kritisierten Staaten auszugehen. Es ist technisch sehr einfach, einen mißliebigen Beitrag zigfach als "irrelevant" zu bewerten und einen wohlgelittenen als "lesenswert". Wir tun soetwas nicht, die schon. - TF

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13. August 2008 20:28

es geht wirklich weiter!

Külliki Alekand (kyllikialekand)

Russland will nicht früher stehenbleiben bis der Ziel erreicht ist - die einstigen SU Republiken müssen dem Russland gehören. Dafür hat man seit 1945 genug Russen in die einstigen Republiken an die Arbeit angestellt, die da jetzt die starke fünfte Kolonne bilden.Auf irgendeinem Grund kann man da ihre Würde (es geht nicht mehr um das Leben oder um Bürgerrechte der Russen wie änderte sich eine Ideologe von Kreml sondern um das Würdeder Russen) immer verletzen, wenn nicht - dann kommen Provokationen zur Hilfe. Nach dem Beginn des Krieges in Georgien sind die zu erwarten weil diese kleinen Nationen voll Angst sind. Warum braucht aber die Welt diese kleine Republiken da, man kann sogar kaum die Namen dieser Ländern im Gedächtnis halten - viel nützlicher ist nur mit mächtigen Russland sich zu beschäftigen. Und danach sitzt die Europa an der Energieleine des Russlands - gehorsam, aber das wichtigste ist - Autos fahren und Häuser sind warm im Westen. Einige Leute werden sehr reich und das Volk ist zufrieden. Es lebe die die deutsche-russische Freundschaft wie in Jahre 1939. Und in Osten herrscht die Ruhe, auch die Toten schweigen, und die Lebendigen noch mehr... Die Grossmacht hat immer Recht, die Kleine attackiert und lügt...

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13. August 2008 20:19

Deutschland sucht wohl mal wieder die schöne Heimlichkeit der Diktatoren

Sönke Peters (soenkepeters)

Ich hab mir mal im Internet, den Bericht der Tagesschau in der ARD über den Konflikt angesehen… komisch, dass er inhaltlich bzgl. der georgischer „Massaker“ so sehr denen der Kreml-Presse ähneln und so konträr zu denen der CBC (Canadian Broadcasting Corporation) ist! Lebte ich noch in Deutschland, würde ich einen Teufel tun, bevor ich per GEZ-Gebühr diese linke, antiamerikanische, kremlgläubige Meinungsmache (...) auch noch bezahlte! Schlimm und (so typisch deutsch) menschenverachtend ist das! Noch schlimmer ist, dass Putin auch noch darauf bauen kann, dass ihm aus Deutschland stets ein so wohlwollender Wind entgegen weht. Sönke Peters

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13. August 2008 19:57

Ach, und nun auch noch der gute alte Steinmeier! Toll!

Sönke Peters (soenkepeters)

100tausende Georgier wurden seit Jahren per ethnischer Säuberung und der „Deckelung“ Moskaus aus Abchasien und Südossetien vertrieben (nein, die sind nicht freundlich gebeten worden, zu gehen und haben dies auch nicht freiwillig getan!). Dann hat der Kreml dort schön viele russische Pässe an die Verbliebenen verteilt und beständige Überfälle auf Georgisches Kerngebiet nicht nur geduldet, sondern auch unterstützt. … Es mögen noch so viele Politiker (auch im Westen) und noch so viele Kommentatoren hier gebetsmühlenartig wiederholen, die Georgier hätten gewaltsam ihrerseits eine ethnische Säuberung vornehmen wollen und die Russen hätten ja nur ihre Staatsbürger schützen wollen… wer das glaubt, glaubt wohl auch, die Erde sei eine Scheibe und Putin wäre ein lupenreiner Demokrat. Und dann kommt noch „Steini“ und flötet, dass man Russland AUF KEINEN FALL verurteilen dürfe. Welch scheinheiliges Kuschen peinlichster Art, die es einem mal wieder schwer macht, sich nicht zu schämen, Deutscher zu sein! Gleiches gilt übrigens auch betreffs der völlig enthemmt antiamerikanischen Kommentare hier. Sönke Peters

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13. August 2008 19:33

Wer hier wohl wen weswegen angegriffen hat!!!

Sönke Peters (soenkepeters)

Am 12. August erklärte Moskau, seine militärischen Ziele seien erreicht, und schloss einen Waffenstillstand mit Georgien. Am 13. August brechen die Russen den Waffenstillstand, rücken weiter (diesmal kampflos) auf georgisches Kern-Gebiet vor (Südossetien und Abchasien sind übrigens völkerrechtlich auch immer noch georgisches Territorium) und bringen mal so ganz nebenbei die Erdölpipeline unter ihre Kontrolle. Am späten Nachmittag (Ortszeit) verkünden der Kreml dann wieder, dass nun (wirklich ;-)) „alle Ziele“ erreicht wären, also dass man sich auch mal an den Waffenstillstand halten wolle. Und was passiert Morgen? Vielleicht fällt Putin ja noch etwas Anderes ein, warum er den Waffenstillstand erneut brechen muss, um dann endlich seine Ziele erreicht zu haben? Die Zusagen Moskaus sind also nicht einen Cent Wert … und das dürfte wohl auch für die Behauptung zutreffen, Georgien habe den Krieg angefangen und „Massaker“ angerichtet. Letzteres hört sich sowieso eher nach Putin-Truppeneinsatz à la Tschetschenien an. Sönke Peters (...)

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13. August 2008 19:11

Klingt wie Afghanistan 1979

Kent Lewandowski (kentlewan)

Die Wahrheit ueber diesen Konflikt weiss niemand. Die Medienangaben ueber die Ursache oder Beginn von diesem Konflikt wiedersprechen sich. Die einen meinen, Georgien sei Schuld und habe diesen Konflikt provoziert und malen den georg. Einmarsch als ethnische Saueberungsaktion. Andere sprechen von russ. Unterstuetzung an Suedossetien und die an Georgianer gerichteten Misshandlungen von den dortigen Milizen, die zur georg. Einmarsch gefuehrt haben. Da die westlichen Journalisten anscheinend diese Situation in Anbetracht der Olympiade voellig ignoriert haben, gibt es keine glauebige Wahrheit. Wir koennen nur von den aktuellen Anzuegenberichten lernen, wie die Russen jetzt ihre Versprechen brechen und Georgien sowie Israel vor 2 Jahren den Libanon bombardieren und Infrastruktur zerstoeren. Die Sympathie auf der Seite der deutschen Presse und Kommentierer in diesem Forum kann ich auch nicht verstehen. Hat mann hier nicht schon seine Erfahrung mit russischer "Befreiung" im Osten 1945 gemacht? Aber an die Vergangenheit will Deutschland anscheinend nicht mehr denken...

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13. August 2008 19:02

Georgien in der NATO?

Walter Remy (wremy)

Da nach dem Zerfall der UdSSR die USA und zum Teil auch Europa es versaumt haben einen vollen Neuanfang der Beziehungen zu Russland anzufangen sondern weiterhin die alten Klichees von Ost und West als Markierungspunkte der Bilateralen Beziehungen machten und ausserdem die voruebergehende Schwaeche Russlands schamlos zu Ihren Gunsten ausgenutzt haben, sind wir jetzt bei einer unnoetigen Konfrontation angelangt die Allen Schadet. Der gedanke der Bush Regierung Georgien in die NATO aufzunehmen empfinde ich als eine unnoetige Provokation Russlands. Georgien ist fernab von Europa und und den USA. Warum sollen Buerger Europas ihre Koepfe fur lokale Querelen im Kaukasus hinhalten? Die Ausweitung der NATo auf Osteuropa war sinnvoll da sie mit der Ausweitung der EU in einem geographisch zusammenhangenden Gebiet in Europa stattfand. Der Kaukasus ist aber in Asien und ein Einflussgebiet Russlands. Daher bin ich gegen eine Aufnahme Georgiens in die NATO und die EU. Jemand sollte dem Giftzwerg Saakaschwili die EU Flagge in seinem Amtszimmer wegnehmen.

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13. August 2008 19:01

Der Westen ist sich Eining, vor allem Einseitig!

Igor Samoruchow (igorsamoruchow)

Seit beginn des Konflikts beochte ich die westlichen, georgischen und russischen Medien. Erschreckend und enttäuscht bin ich über die deutschen Medien, kein Wort vom Genozid, welchen die Georgier angerichtet haben. Nur über den EINMARSCH der Russen wird berichtet. Auch ist kein einziger westlicher oder deutscher und erst recht kein georgischer journalist ist in Russland bei den Flüchtlingen. Keiner ist dar um sie zu fragen und der über sie berichtet. Nur die "armen" georgier, und die georgischen "Opfer" der russischen Flugangriffe werden gezeigt. Ganze 5 Zivilisten sind dabei gestorben. In den USA und GB wird berichtet, das Russland angegriffen habe und es ist die Rede von Konzetrationslager, indenen georgier gefolltert und missbraucht werden. Das ist wahrlich westliche Medienfreiheit!

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13. August 2008 18:48

Rußland hat der Welt sein großes Herz gezeigt

Hermann van der Veen (HvdVeen)

Indem es als Schutzmacht mit seinen Friedenstruppen in letzter Minute verhindert hat, den von Georgien (und seinem mögllicher Weise nur zeitweise von Wahnsinn befallenen Präsidenten) am vergangenen Freitag begonnen Exidus an dem kleinen Volk der Südossieten. Herr Saarkaschwilli gehoert vor ein Kriegsverbrechertribunal.

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13. August 2008 17:57

EU schickt Militärbeobachter und humanitäre Hilfe in den Kaukasus

Werner Stettner (WStettner)

Die EU schickt Militärbeobachter und humanitäre Hilfe in den Kaukasus; ein altes Muster, welches man aus anderen Konfliktregionen kennt. Und welchen Zweck haben diese angeblichen "Friedensstifter" in 1. Linie? Geht es darum, auf diese Weise Geheimdiensleute einzuschleussen, die wiederum russische Positionen ausleuchten und bei Bedarf Provokationen hervorrufen? Das hat es schliesslich alles schon gegeben! Und wenn ich unseren Außenminister schon höre; "Deutschland kann sich solch einem EU-Einsatz nicht verschliessen" (sinngemäß). Sorry, aber da lachen ja die Hühner. Deutschland hat aus der Entfachung von 2 Weltkriegen nichts gelernt. Man ist immer noch bestrebt, immer Windschatten des "großen Bruders", hegemoniale Bestrebungen zu verwirklichen. So lange die EU - wenige Außnahmen ausgeschlossen - auf USA-Kommando gehorcht, so lange bleibt sie bei Konflikten dieser Art unglaubwürdig, da sie NICHT unparteiisch ist. Anders ist zudem die alteingessesene, anti-russische Propaganda in westlichen Medien nicht zu erklären.

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13. August 2008 17:56

Die Waffenruhe...

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

hält nicht. In der Tagesschau wurden vorhin Bilder einer russischen Panzerkolonne gezeigt, die auf der Straße nach Tiflis unterwegs waren. Sich auf 50km näherten und dann in Richtung einer Kaserne auf dem Weg schwenkten. Erlogen? Nun, Russland gibt es zu, begründet dies mit der Schaffung einer Schutzzone. Nur dass der Einsatz von Panzern ja wohl der unterzeichneten Waffenruhe widerspricht! Völkerrechtsbruch! Ferner ist diese Kolonne ohne Hoheitszeichen unterwegs. Und Uniformen/Militärfahrzeuge ohne einer solchen widersprechen ebenfalls den Genfer Konventionen. Damit handelt es sich bei den Soldaten rechtlich gesehen um Partisanen - denen der Krieg verboten ist. Völkerrechtsbruch! [sarkasmus]Aber wie gut, dass Georgien schon auf Moskau marschiert. Da hat Putin ja eine Rechtfertigung...[/sarkasmus]

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13. August 2008 17:35

Der pure Wahnsinn

Herold Binsack (Devin08)

Von einem befreundeten Georgier habe ich heute erfahren, dass der georgische Präsident „bekanntermaßen“ (für den, der russische Zeitungen lesen könne) an Schizophrenie leide. Er habe öfters Wahnvorstellungen, z.B. von Flugzeugangriffen, wo gar keine seien. Nun, der Mann gehört in Behandlung, stattdessen erlaubt man ihm über das Schicksal von Millionen Menschen zu bestimmen. Auch dem Westen muss darüber was bekannt sein, aber in keiner westlichen Zeitung habe je hierüber was zu lesen bekommen!? Ist das jetzt nur purer Wahnsinn (eines Einzelnen) oder gar der geeignete Metapher für die pure Macht?

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13. August 2008 16:36

Georgien ist schuldig 1. Klasse

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Also, wenn Georgien glaubt, mit ein paar veralteten amerikanischen Waffen eine als kaukasische Grossmacht Russland zu bedrangen, dann darf Georgien sich nicht wundern wenn Russland zuruck schlagt. Der Propagandakrieg von dem georgischen Regierungschef ist unglaublich und mich wurde es nicht wundern, wenn Russland erst dann ein glaubhaften Waffenstillstand akzeptiert, wenn der Prasident zurucktritt. Er hat Georgien ins Verderb gefuhrt. Russland darf sich nicht von Georgien oder der EU erpressen lassen, denn sie waren es, die USA und EU die Georgien mit einer unseriosen Politik und Aufrustung zum Wahnsinn trieb. Georgien hat Truppen eingesetzt und Russland forderte die Einstellung der Angriffe und Tiflis sagte Nein. Russland nimmt sich auch das Recht, genauso wie Amerika das mit dem Irak und Afghanistan, Libyen, Panama... , das fast jedes Jahr vormacht und fuhrt militarische Strafaktionen durch. Israel macht das auch. Washington sollte ganz still und leise den Mund zu halten. Russland hat Recht zuruckzuschlagen.

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13. August 2008 16:10

Mit dem Rücken an der Wand

Holger Hoeffgen (JochenMohl)

Russland hat in den letzen Jahren immer nachgegeben. Angefangen mit Serbien, zugeschaut wie die letzen Partner des Wahrschauer Paktes sich nach Westen verabschiedeten. Standen in den letzen Jahren auf der Seite der USA bei den unsinnigen Krieg gegen den Irak. Halfen der USA mit ihren Militärstützpunkten gegen den Krieg in Afghanistans. Nun wurden die selbsternannten Friedensgruppen der Russen von Georgien angegriffen. Der Westen ist auf dem einen Auge blind. Wie weit will man einen angeschlagenen Bären noch demütigen. Russland ist ein Land mit Atomraketen das jedes Leben des Westens innerhalb von 3 Stunden auslöschen kann. Sicher kann der Westen zurückschlagen aber was ist damit gewonnen?

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13. August 2008 15:56

Stellenwert russischer Interessen

Markus Teuber (arathorn)

Esi st sicher richtig und auch zulässig,daß auch Rußland nationale wie globale Interessen hat.Niemand bestreitet dies oder würde diese Rußland verwehren.Wie aber sieht es mit der Berücksichtigung "westlicher" (europäischer,amerikanischer) Interessen durch Rußland aus ? Finden diese in Moskau den gleichen Stellenwert,den Moskau für seine Belange einfordert ? Hier sind allerdings erhebliche Zweifel angebracht .Ein hochrangiges,lebensnotwendiges Interesse des Westens ist eben,daß Energie,deren Lieferung und Transport nicht in den Händens eines Landes -noch dazu,wenn die Regierung dieses Landes "Demokratie" völlig konträhr-,eines Produzenten -welcher noch dazu der regierenden Autokratie Untertan ist-liegen darf. Den Ossestien-Konflikt mit dem Hinweis auf die nicht Gazprom gehörende Öl-/Gaspipeline zu versehen,ist daher keineswegs falsch. Moskau mag es eben nicht nicht,wenn gerade Europa sich aus der russischen Energieabhängigkeit wieder entwinden könnte.

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13. August 2008 15:46

Ihr Völker der Welt, hört auf Frankreich und Deutschland

Konstantin Schneider (bundesboy)

Europa hat alle Hände voll zu tun, damit die Spaltung der EU nicht Wirklichkeit wird. Deshalb, ihr Völker der Welt hört auf Frankreich und Deutschland und macht Euch fit für neue Kooperationen. Grossbritannien muss endlich von Kriegswirtschaft auf Zivilwirtschaft umschalten. Die Bush-Kuschler haben ihr Ziel verfehlt.

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13. August 2008 15:39

Saakaschwilis klare Worte

Andreas Kirsch (A.Kirsch)

und die Wahrheit. Da Saakaschwilis doch so liberal, offen und demokratisch ist, wird er sicher nichts dagegen haben, dass man kurz in seine Vergangenheit schaut. So steht z.B. in Wikipedia folgendes über ihn: Der frühere Verteidigungsminister und Saakaschwili-Vertraute Irakli Okruaschwili warf Saakaschwili am 25. September 2007 im georgischen Fernsehsender Imedi TV vor, ihn im Juli 2005 beauftragt zu haben, den georgisch-russischen Geschäftsmann Badri Patarkazischwili zu liquidieren.... Als er 2004 als Innenminister Saakaschwilis Onkel, den Unternehmer Temur Alasania, wegen Bestechung verhaftet habe (mutmaßliche Bestechungssumme: 200.000 US-Dollar), habe er ihn auf Anweisung des Präsidenten freilassen müssen. Vom 2. bis 7. November 2007 kam es in Tiflis zu Massenprotesten gegen Saakaschwili. Die Demonstranten forderten den Rücktritt des Präsidenten. Sie warfen ihm eine autoritäre Politik sowie Versagen im Kampf gegen Armut und Korruption vor. Saakaschwili ließ die Menge von Polizeikräften mit Wasserwerfern, Tränengas und akustischen Waffen auseinandertreiben, verhängte am 7. November den Ausnahmezustand über Georgien. Wer so einen "toleranten, offenen und demokratischen" Präsindenten hat .... der braucht wohl keine Feinde.

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13. August 2008 15:23

Es geht weiter...

Matthias Mueller (helenos)

Ein kleiner Exkurs in der Geschichte und schon haben wir die nächste Ungerechtigkeit: "Chruschtschow schenkte 1954 die Halbinsel Krim anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Russisch-Ukrainischen Einheit an die Ukrainische SSR." aus: "http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine#Nationalit.C3.A4ten" Die Krim gehörte zu Russland.So wie Stalin Süd von Nord-Ossetien trennte und mit Abchasien und Adscharien an Georgien schenkte haben wir(Westen)wieder eine Möglichkeit die Menschen dort in Kriege zu stürtzen indem wir ungerecht dem einen das Land des anderen zusprechen.So wie Saakasvili sich Hoffnungen machen kann Abchasien und Süd-ossetien seinen Georgiern zu schenken(mit unterdrückten Osseten und Abchasiern),so wird die Ukraine die Russen aus der Krim zu vertreiben versuchen(blockierte jüngst die Rückkehr der russichen Kriegsschiffe zurück zur Krim).Was natürlich die nächste Aktion Moskaus herbei rufen wird.Andere Gebiete mit russischer Bevölkerung als überwiegende sollten nicht mehr vom Westen von der Union mit Russland verhindert werden.Das bringt auf Dauer nur Krieg und am Ende werden sie sich trotzdem an Russland anschließen.Der Krieg im Kaukasus hätte verhindert werden können,wenn die Grenzen der Sowjetrepubliken geblieben wären

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13. August 2008 14:42

Immer amerikane

Amir Araya (AmirAraya)

Georgien hat selbst den Krig begonnen, un amerka und andere Länder wie die Ukraine und Türkei haben den Saakashwili geholfen... seit einem Nacht, georgischen soldaten haben ganze Osetien zerstört und 1600 menschen getötet... aber nimand fon europeische regirung akzeptirt es nicht... das war ein Henozid gegen südossetien... also, ich kann es nicht verstehen, wiso Sadam, der xat Kurden umgebracht, aber trotzdem hat viel gemacht für seinen Land umgebracht worden mit hilfe amerikanische regirung, und Saakashvili wir von geschutz...

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13. August 2008 13:56

@Igor Samoruchow

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

"Bezahlte Journalisten bei der FAZ?" Seltsamer Betreff, den Sie da als Unterstellung angaben. Wir wollen dochmal hoffen, dass die Journalisten und Korrespondenten bezahlt werden. Wäre ja schlimm wenn die kein GEld bekämen, dann wären sie genauso abhängig wie die russische Presse: entweder abhängig oder tot, siehe Politkowskaja. PS: Ich habe durchaus verstanden was gemeint war. Aber die Unterstellung, die seinen bezahlt sehe ich sehr "skeptisch". Eher sind einige, die hier die Kommentare bewerten, bezahlt. Oder eben "freiwillig" unter Druck entstanden... Anders ist mir manches hier echt nicht verständlich...

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13. August 2008 13:11

Die wahren Ursachen des Konflikts

Matthias Leeb (LeebMatze)

Leider werden in den meisten westlichen Medien der ganze Konflikt und seine Folgen falsch dargestellt. Die Georgier haben zuerst die seit dem Ende der UdSSR stationierten russichen Friedenstruppen mit schweren Waffen beschossen. Dann sind sie eimarschiert, wobei sich unvorstellbar grausame Szenen abgespielt haben. Georgien hat also vorsätzlich einen Krieg begonnen. Russland hat daraufhin zum Schutz seiner Bürger eingegriffen. Leider haben die Medien im Westen die georgische Propaganda übernommen und Georgien als Opfer dargestellt. Die USA sind allerdings auf keinen Fall ein glaubwürdiger ehrlicher Markler. Amerikanische Söldner und Geheimdienste bilden georgische Truppen aus. Wahrscheinlich ging der Präsident von einer stillschweigenden Unterstützung durch die USA aus. Es geht mal wieder nurim Macht. Die amerikanischen Ölkonzerne wollen mit Unterstützung durch die Regierung Pipeliens bauen, um Russland zu umgehen. Man möchte Russland demütigen. Die USA möchten den Kaukasus beherrschen. Die Europäer sollten dieses durchsichtige Spiel nicht mitmachen. Dies wäre die Gelegenheit, endlich eine von Amerika unabhängige Politik zu entwicklen. Staatdessen scheinen sich jedoch leider die Briten und andere Vassallen der USA durchzusetzen.

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13. August 2008 12:10

Zum Kosov Vergleich

Frank Garbe (Frank_Garbe)

In der Tat lässt sich der NATO Angriff gegen das damalige Jugoslawien nicht mit dem russischen Eingreifen vergleichen. Während die russischen Truppen in erster Linie Bodenangriffe und Angriff mit Erdkampfflugzeugen durchführten um die georgischen Truppen auf ihre Ausgangsstellungen zurück zu werfen, bombardierte die NATO Jugoslawien ausschließlich heldenhaft aus großer höher und mit Marschflugkörpern. Ausserdem gab Russland Jugoslawien während der NATO-Angriffe keinerlei logistische Unterstützung, anders die USA im Falle Georgiens.

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13. August 2008 12:10

Verlogene Politik überall!

Faruk Yalcin Dinc (fereli)

Nun sehen die Russen plötzlich in Südossetien nach der Dummheit des georgischen Präsidenten wie Retter aus. Was die Südossetien von Georgien verlangt, nämlich eine Selbstbestimmung, verlangen Tschetschenen schon lange von Russland. Dafür wurden und werden ihr Land von Russen bombardiert und Menschen gefoltert. Das selbe geschieht in Tibet mit chinesischer Besatzung. Wer rettet Techehenien vor Russen und Tibet vor Chinesen? Es geht doch nirgendwo in dieser Welt um Freiheit, Menschenrechte und Selbstbestimmung. Jeder kämpft ohne Rücksicht auf Verluste - auch auf eigener Seite - für seine eigene Interessen. Auch der Westen macht da keine Ausnahme. Nur schuldlose Menschen werden durch diese verlogene Politik in Armut, Leiden ja bis zum Tod getrieben nicht nur im Kaukasus.

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13. August 2008 12:02

@Hanno Meisner

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Diese Zusage war nötig, da es sonst keine deutsche Wiedervereinigung oder Lösung des Kalten Kriegs gegeben hätte. Die NATO macht diese Zusage in aller Öffentlichkeit vor laufenden Kameras. Damit ist diese Zusage völkerrechtlich bindend. Im Übrigen sind die Befindlichkeiten paranoider Balten und Polen hier völlig unwichtig. Zunächst mal sollten sich diese Staaten über ihre eigene Rolle im Russischen Bürgerkrieg und Zweiten Weltkrieg bewußt werden, bevor sie hier das große Opfergejammer ausrufen. Mit der Kritik an Putin macht man es sich im Westen auch sehr leicht. Wäre dieser nach Auflösung der UdSSR an die Macht gekommen, würde man ihm Westen als Reformer feiern und jener der den ehamligen SU-Raum geordnet in die Demokratie überführt. Da gab es aber den Alkohliker Jelzin, mit der Westen alles durchdrücken konnte was sie wollten und nun muß man sich im Westen bewußt werden, daß diese Zeit vorbei ist. Rußland möchte an seinen Grenzen keine NATO-Truppen, was absolut verständlich ist. Und das Rußland kein Interesse an der Besatzung seiner Nachbarstaaten hat, sieht man in Georgien. Die 58. Russische Kaukasus-Armee wäre allein in der Lage ganz Georgien zu besetzen, aber man tut es nicht, warum auch.

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13. August 2008 11:52

In Georgien zündeln

Markus Teuber (arathorn)

das machen lediglich die Russen,nicht die Amerikaner ! Es war ja klar,daß von den entsprechenden "Personen" die Gelegenheit genutzt wird,der Anti-Amerika-Hetze wieder frönen zu können.Jedem Tierchen sein Pläsierchen ! Was Moskau mit seiner angeblichen "Friedensmisson" aber wirklich wollte: Die pro-westliche Regierung in Georgien destabilisieren ,wenn möglich sogar stürzen und eventuelle Nachahmer eines "Westkurses" einschüchtern. Und wo geschrieben steht,daß die ehemaligen Ostblockstaaten oder Länder,die aus ehemaligen Sowjetrepubliken hervorgegangen sind,im Jahr 2009 oder 2010 oder 2015 nicht der Nato beitreten dürfen,das müssten die Klakeure des kleinwüchsigen Zaren auch erst einmal aufzeigen. JEDER Staat hat die Berechtigung,jeder ihm beliebigen Organisation beizutreten. Die russische ,in Georgien erneut exekutierte Verhaltensweise ist Ausdruck einer imperialistischen und nationalistischen Großmannsucht ! Alle Welt dem Zaren !

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13. August 2008 11:14

Bemerkenswerte Solidarität mit Georgien ...

Robert Hamacher (harohama)

Dass sich noch am Dienstagabend in Tiflis die Staats-und Regierungsspitzen der NATO/EU Staaten Polen, Estland, Lettland und Litauen und der ukrainische Präsident zu einer demonstrativen Solidaritätsgeste gegenüber Georgien zusammengefunden haben, ist ein bemerkenswertes Ereignis. Und weist daraufhin, welche Diskussionen den EU + NATO Gremien in den nächsten Wochen bevorstehen. Die allmählich transparenter werdende "Zeittafel" der russischen Intervention dürfte darauf hinauslaufen, dass die georgische Attacke auf Zvinchali als massive Gegenreaktion auf südossetische (?) Übergriffe und Sniperattacken auf Zivilisten im beiderseitigen Grenzgebiet provoziert worden ist und der gewünschte "Anlaß" für die längst vorbereitete Intervention Rußlands zu Land, zu Wasser und in der Luft gewesen ist.

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13. August 2008 10:59

Kein Rückfall in alte Denkmuster, sondern klarer Blick nach vorne...

Ilya Kalinin (amor-fati)

Wie gewöhnlich hört man nun, dass der Westen eine härtere Position ggü. Moskau einnehmen soll, damit Russland den Westen ja nicht missversteht. Das ist unklug. Europa darf sich nicht verschließen, sondern muss sich im Gegenteil öffnen. Ein Zurückziehen auf alte Positionen ist anachronistisch und konserviert lediglich das 20. Jahrhundert mit seinem Ost-West-Antagonismus. Der Westen sollte endlich aus seinen Fehlern lernen und Russlands Rolle in der Welt nicht mit leeren Worten, sondern mit Taten würdigen. Dazu gehört in erster Linie die Anerkennung der russischen Interessen und eine Zusammenarbeit im Geiste der Ehrlichkeit und Gleichwertigkeit. Zu Georgien: Der Westen hat die demokratischen Fortschritte Georgiens lediglich auf Kosten Russlands anerkannt. Es hatte wenig mit den tatsächlichen und eigenständigen, d.h. nicht von außen herbeigeführten Errungenschaften der Georgier zu tun. Vielmehr hat man Georgien eine zuvorkommende Anerkennung geschenkt und damit die europäischen Träume der Georgier beflügelt. Diese Anerkennung fand aber im Kontrast zu einer Ächtung der russischen Entwicklungen statt und provozierte damit umso mehr einen Konflikt zwischen Georgien und Russland.

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13. August 2008 10:36

Moralischer Sieger

Katrin Huber (KatrinHuber)

Haben Sie gestern die wunderbaren Bilder aus Tiflis gesehen? Tausende von Menschen, ein Fahnenmeer und zudem ein Präsident der selten euphorischer und patriotischer war und sich bzw. Georgien als "moralischen Sieger" sieht. Man muss allen Ernstes an der geistigen Verfassung des Herrn S. zweifeln. Hat dieser nicht die Vernichtung Süd-Ossetiens zu veranworten und somit die kaltblütige Abschlachtung von annäherend 2.000 unschuldigen Frauen, Kindern und alten Leuten. Zudem sind 100.000 Flüchtlinge zu verbuchen als auch ungeheuere Schäden in Süd-Ossetien als auch Georgien. Und dieser Mann hat tatsächlich die Frechheit von Moral zu sprechen? Vor diesem Hintergrund erscheint es mir umso perverser, dass die USA samt ihren EU-Vasalen solch einen Despoten unterstützen. Aber wahrscheinlich nimmt man wohl kalkuliert bei der gewünschten und langfristig geplanten "Unterjochung" Russlands auch diese "Kollateralschäden" in Kauf.

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13. August 2008 09:48

@ Tobias Rueger

Nanarubia London (nanarubia)

Ich finde den Vergleich zwischen den Grenzen zu NATO/EU Laendern und Mittelasien/Grenzregionen etwas laecherlich. Das kann man doch absolut nicht vergleichen! Und es liegt auch nicht daran welche dieser Laender der NATO zugehoeren und welche nicht! Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schon sagte: es ist ein grosser Unterschied, ob man Laender wie Oesterreich und Schweiz als Nachbarn hat oder Laender wie die in den Uebergangsregionen! Und warum man solche Laender zum Teil nicht/ungern in die totale Unabhaengigkeit lassen will muesste ja dann einleuchten... Ich wage auch mal zu behaupten, dass Sie schlecht beurteilen koennen, ob die Sued-Osseten als Buerger Russlands ein besseres oder schlechteres Leben fuehren werden. Aber denken Sie nicht auch, dass es ein Grund dafuer gibt warum die Osseten sich eher an Russland halten als an Georgien? Und gefluechtet sind die Osseten ja auch nicht nach Georgien...

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13. August 2008 08:30

Führungsrolle/großer Bruder bedeutet nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Ilya Kalinin (amor-fati)

Es bedeutet nicht Unterdrückung, denn schließlich müssen die EU-Mitgliedstaaten auch einen Teil ihrer Souveränität abtreten, was man auch als Unterdrückung umdeuten könnte. Wir wissen aber, dass ein friedliches Miteinander nicht nur von Forderungen, sondern auch von Zugeständnissen abhängig ist. Und wir wissen auch, dass größere Staaten in dieser Union mehr Gewicht haben - das akzeptieren die kleineren Staaten. Das Argument der Unterdrückung ist also meiner Meinung nach nur vorgeschoben. Letztendlich geht es darum, wer mehr Geld bieten kann - möglicherweise erhofft man sich auch gleich "zwei Kühe melken zu können". Das Problem ist wohl auch, dass die EU Russlands Einfluss in der Region schmälern, nicht aber dafür etwas zurückgeben möchte, d.h. die Annäherung an Rus. wird nicht im gleichen Tempo forciert, wie die Annäherung an andere Staaten. Und dafür sollte man nicht nur Russland verantwortlich machen, denn Rus. modernisiert sich ununterbrochen. Wenn die EU aber eine Situation schafft, in der Rus. von allen Seiten der Boden unter den Füßen weggezogen wird (z.B. durch Bestechung in großem Stil, so wie ich das in anderen Beiträgen erläutert habe), dann ist es alles andere als freundschaftlich und vergiftet die Atmosphäre.

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13. August 2008 00:02

Hab da was endeckt:

Anatolij Schmidt (tolikschatz)

Habe gerade in einer Zeitung folgenden Beitrag gefunden:(Übersetzt) Achtung! In der Stadt Kutaisi(Georgien) wurde eine Truppe aus bezahlten Soldaten ukrainischer und baltischen Abstammung gesehen. Diese waren in russicher Uniform gekleidet, mit russichen Waffen und Kameramännern gesehen.Vermuttlich wird eine Provokation geplannt. Dies hat ein deutscher Tourist russischer Abstammung, der gerade in Kutasi fest sitzt per SMS an eine Zeitung gemeldet. Damit wollte er vorbeugen, dass falls in nächster Zeit irgendetwas in der art gesendet wird, man sich an diesen Artikel erinnern sollte. Ich hoffe ja persönlich, dass es alles nur Propagda ist und nie dieser Fall eintritt. Jedoch ist es schon unverständlich, dass immer noch Waffen seitens USA und Ukraine nach Georgien eingeflogen werden.Nur wird im westlichen Fernseher nix davon berichtet.( Außerdem machen sich gewisse Kreise noch folgende Sorgen. Es sind 4 staatschefs nach Georgien unterwegs, Vanga hat ja folgendes vorausgesagt: 2008 - anschlag auf 4 staatsschefs. konflikt in industan. dies ist eines der gründe für den 3ten weltkrieg. Ich persönlich glaube ja nicht an solche Wahrsagen, ist aber schon komisch, dass so was zusammen passt((

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12. August 2008 23:51

Saakaschwilis Worte bei der letzten Demonstration in Tiflis:

Pavel Lori (LorPav)

„…auf dem Territorium von Südossetien befinden sich Konzentrationslager, in denen seine Landsleute gequält werden…zwischen Georgien und Südossetien gibt es keine Gespanntheit…Was hat den Russen die kleine, schöne Stadt Zchinwali angetan, dass sie (Russen) diese Stadt in das zweite Grosny verwandelt haben. Hat denn die Zivilisation dem russischen Volk nichts beigebracht…“ Wieso bekommt man hierzulande solche Informationen nicht? Wieso wird die Pressekonferenz von Medwedew und Sarkozy (auf der Medwedew klar sagt, was Russland will und machen wird) oder die tägliche Pressekonferenz eines russischen Armeesprechers nicht live übertragen oder zumindest eine VOLLSTÄNDIGE Aufzeichnung (wie Pressekonferenzen der amerikanischen Generäle)? Wieso in Artikeln spekulieren, wenn die Leute Klartext reden – zitieren Sie das einfach! Gibt es in Deutschland keine Übersetzer/Dolmetscher der russischen und georgischen Sprachen? Wer hat Probleme mit Pressefreiheit und Zensur Deutschland oder Russland?

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12. August 2008 21:43

@Frank Garbe

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Die Zusage an die Sowjetunion, die Nato nicht zu erweitern, ist mir bekannt. Zuerst einmal: Es ist absolut dämlich von den Amerikanern gewesen, eine derartige unbefristete Zusage zu machen, denn man hätte den Westdrang etwa der Polen und Balten einkalkulieren müssen. Noch dämlicher war es von der Sowjetunion, diese Zusage nicht schriftlich festzuhalten. Kein Wunder, dass die Russen Gorbatschow verfluchen. Wie dem auch sei: Die Zusage ist gebrochen worden, d'accord. Bei ihrer Aussage, dass ein neutrales kleines Land neben Russland nichts zu befürchten habe, würde ein Este die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und denken, dass die Deutschen nicht in der Realität leben. Seit Putin ist ein solches Szenario undenkbar! Dieser Zug ist abgefahren. Der Westen mag seine Schuld daran tragen, dass dieser Mann in Russland aufsteigen konnte, und auch am neuen russischen Nationalismus. Aber Fakt ist, dass sich Russlands Nachbarn unwohl fühlen, einschließlich Lukaschenka! Die Weimarer Republik wurde auch durch die Fehler des Versailler Vertrages geschwächt, was den Aufstieg Hitlers ermöglichte. Rechtfertigt das irgendwas, was danach geschah? Keineswegs! Putin ist zwar kein brutaler Diktator wie Hitler, aber der Verlauf ist vergleichbar.

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12. August 2008 21:34

Due US-Amerikaner haben wohl in Georgien fleissig "gezündelt"...

Antonio Rivas (arivas)

Jedenfalls hat ihre "Militärberatung" kläglich versagt. Oder war dieses Szenario etwa Absicht?! Rußland hingegen wurde gezwungen, quasi als "Feuerwehr" rettend einzugreifen. Die Menschen in Süd-Ossetien jedenfalls, werden dem "russischen Bären" dankbar sein.

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12. August 2008 21:30

@Ilja Kalinin

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Vielen Dank für diese Informationen! Ich bin mit Russlands Zielen in Europa einverstanden. Der Knackpunkt liegt woanders, nämlich in den GUS-Beziehungen. Diese "Führungsrolle", die Russland beansprucht, ist das Problem. Nicht für mich, aber für Georgien und Co. In meinen Ohren ist der Klang relativ freundlich, in georgischen klingt es nach Unterdrückung. Sensibles vorgehen wäre angebracht, nachdem die Sowjetmacht dort viel Porzellan zerschlagen hat. Mit Blick auf die Ukraine, Moldawien oder Weißrussland ist diese Sache außerdem in anderer Hinsicht sehr problematisch. Diese Länder gehören zu Europa, sollten also zu dem Europa gehören, das nach Russlands Wunsch "mit einer Stimme sprechen" soll. Sie gehören aber gleichzeitig zur GUS, in der Russland eine Führungsrolle beansprucht. Wenn diese Länder nun aus der GUS austreten und sich der EU anschließen wollen, was dann? Wo ich völlig auf russischer Linie bin ist bei Zentralasien. Meiner Ansicht nach soltle sich dort eine europäische Macht engagieren und diese Aufgabe fällt aus meiner Sicht natürlich Russland zu. Ein Nicht-Engagement ist politisch auf Dauer gefährlich wegen des islamischen Fundamentalismus.

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12. August 2008 21:29

@ Ilja Kalinin > zu Russland und sein Verhältnis/Ansicht zu Nachbarn......

wolf haupricht (emilgilels)

Ihre Anmerkungen zu o.a. Thema habe ich mit Interesse gelesen. Die Erklärungen RU, die Sie zitieren und erläutern, lesen sich auf den ersten Blick zunächst hinreichend klar als ein möglicher Weg zu einer kooperativ gestalteten Zukunft gutnachbarlicher Beziehungen. Bei näherem Hinsehen erweisen sich die Erklärungen jedoch als ein Angebot, das Privileg nutzen zu dürfen, RU als "großen Bruder" zum Partner zu haben. Nun ist es jedoch nicht neu, dass der größere Bruder gewisse Rechte und oft auch das letzte, dann entscheidende Wort hat. Diese brüderliche Umarmung in der Vergangenheit ist allerdings noch in so guter Erinnerung, dass nicht alle davon profitieren möchten. Die betroffenen ehemaligen GUS -Staaten haben dagegen die überwiegenden Vorteile einer auch demokratisch funktionierenden Nachbarschaft im alten und neuen Europa mit ihren Werten kennengelernt und wollen darauf nicht verzichten, weil es hier z.B. den großen Bruder östlicher Prägung nicht gibt. Dazu zählt die relative Gleichberechtigung, die schon einen enormen Wert für sich darstellt sowie der Hunger auf neue Perspektiven in vielfältiger Hinsicht.

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12. August 2008 21:12

"natürliche Wechselbeziehungen"?

Teoman Bressel (Bressel)

Sie hatten aus einer Veröffentlichung vom 27.03. zitiert: "Die Bedingung der Führungsrolle Russlands im GUS-Raum könnte die Schaffung eines für die Partner attraktiven und realistischen Modells des evolutionären Übergangs zum vollwertigen gemeinsamen Markt sowie vollwertiger Demokratie sein. (...) Versuche, natürliche Wechselbeziehungen und gewachsene Traditionen zu ignorieren, können sich auf Grund der Schaffung von unselbständigen und schwachen Staaten als eine Bedrohung erweisen." Russland definiert ganz offensichtlich selber, was "natürliche Wechselbeziehungen" sind. Georgier aus Abchasien vertreiben ist dann wohl so etwas wie ein "evolutionärer Übergang", oder wie darf ich das verstehen? Die Konflikte im Kaukasus jedenfalls sind mit Sicherheit eine "gewachsene Tradition", und Russland hat ebensowenig wie die Sowjetunion etwas dazu beigetragen, um diese Konflikte abzumildern. Georgien jedenfalls ist kein unselbstständiger oder schwacher Staat, es hat Interessen, die russischen Interessen entgegenstehen. Und allein daß macht sie dann zu einer "Bedrohung".

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12. August 2008 21:12

Pressefreiheit ist das eigentliche Opfer des Krieges

Alexander Goldmann (nachdenklicherEnthusiast)

In meinen Augen ist das Verhalten der westlichen Medien die große Schande in diesem Krieg. Denn in Disiplinen wie Einseitigkeit und Tatsachenverzerrung haben ARD und ZDf mit Brillianz die gleichgeschalteten Kreml-Medien geschlagen. Tagelang wurde berichtet von maßloser Gewaltanwendung Russlands, weil Georgien nach Ossetien vorrückte -wohlgemerkt:VORRÜCKTE! Nicht Tausende Zivilisten in Schutt und Asche gebombt hatte - vorrückte!Tagelang sahen wir Blder von 5 beim russischen Angriff auf eine georgische Stadt getöteten Zivilisten. Von unzähligen auf der Straße liegenden Leichen in Ossetien hörte man höchstens in einem Nebensatz. Der absolute Höhepunkt vom "Russlands hässlichen Gesicht" ("heute"-Sendung vom 10.08)war der russische Vormarsch auf Tiflis. Bis jetzt hörte ich kein Eingeständnis, dass diese Berichte das Copy-paste von Saakaschvili-Propaganda war. Es mag sein, dass russische Medien kaum besser sind, doch wenigstens wissen die Russen, wie objektiv das Gazprom-TV berichtet. In Deutschland sonnt man sich dagegen auf der angenehm weißen Seite der einfachen schwarz-weissen Welt

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12. August 2008 20:44

"Friedenstruppen"

Teoman Bressel (Bressel)

Georgien hat sich früher darum bemüht, daß die internationale Staatengemeinschaft in den Konfliktregionen als neutrale Instanz präsent ist. Russland hat dies stets verhindert, um nun, als die "Friedensmacht" in der Region, Fakten zu schaffen, wie es überall heißt. "Fakten nachzureichen" trifft es wohl besser, vor allem Abchasien ist schon seit Jahren eine künstlich geschaffene russische Provinzen. Teilen und herrschen wie in dunkelsten Sowjetzeiten.

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12. August 2008 18:49

Vielen Dank für das Lob, Hanno Meissner (hanno_meissner), ...

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Sie sagen es ganz richtig: Die Grenzen der Russ. Föd. bzw. GUS mit der NATO und EU (Norwegen, Schweden, Finnland, Baltikum usw.) sind die sichersten überhaupt. Hierfür müsste die russische Regierung dankbar sein. Die Grenzregionen im vorderen und hinteren Mittelasien, also die Großregion Iran/Pakistan/Afghanistan mit den 'Übergangsgebieten' Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan stellen hingegen langfristig eine unkalkulierbare Bedrohung dar. Das war bereits im Zarenreich der wilde Osten des Staats. Russland kennt seine eigene Geschichte nicht und 'wählt' sich daher die falschen Feinde, das ist gefährlich. Die Aggression Russlands gegen den Westen und dessen potentielle Verbündete in seiner geografischen Nähe hat selbstzerstörerische Züge. Und noch eines: das Selbstbestimmungsrecht der ca. 40.000 Süd-Osseten juckt die russische Führung mit Sicherheit nicht im Mindesten, sie sind lediglich ein Spielball. Sie werden als Bürger Russlands im übrigen keinen Deut besser oder schlechter leben als in Georgien.

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12. August 2008 18:47

@ McDermott

eberhard munk (ebherhard.munk)

Ich glaube, Sie sollten die Kritik an der amerikanischen Aussenpolitik nicht als nicht persönlich nehmen. Zumindest von meiner Warte aus kann ich ihnen versichern, dass ich die Amerikaner die ich kennengelernt habe, durchweg als äusserst freundlich und hilfsbereit erlebt habe. Deswegen kann man aber über die amerikanische Aussenpolitk durchaus geteilter Meinung sein, die im übrigen auch von vielen Amerikanern selbst kritisiert wird. Im Übrigen habe Sie natürlich völlig recht, es muss nicht in erster Linie die Völkerrechtliche Schuldfrage gestellt werden, sondern es müssen die Kampfhandlungen beendet werden, denn dadurch sterben in erster Linie Zivilisten, die keine grössere Schuld auf sich geladen haben müssen als George oder Süd-Ossete zu sein. Dies ist durch nichts zu rechtfertigen. Dadurch läuft IMHO jeder Staat Gefahr schuldig zu sein, der beim Poker um die Durchsetzung machtpolitischer, geopolitischer Interessen kurz- oder langfristig unschuldige Opfer riskiert. Unabhängig von Völkerrechtlichen fragen, deren Klärung sicherlich noch einige Zeit in anspruch nehmen dürfte, stehen die Chancen ungünstig, dass überhaubt eine der beteiligten Parteien unter moralisch und ethischen Gesichtspunkten unangreifbar ist.

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12. August 2008 18:42

Mit seinem Blitzkrieg vom Freitag hat der Menschenschinder Saakaschwili

John Friedmann (JohnFriedmann)

sich selbst diskreditiert. Schlimmer noch, bei den Flächenbombardements vom Freitag (bei dem wahrscheinlich weitaus mehr als 1.000 zivilisten getötet worden sind) handelt es sich um ein mutmassliches schweres Kriegsverbrechen. Was kann einen Politiker, welcher vom "Westen" ernst genommen (besser gesagt aufgenommen werden will, in die Staatengemeinschaft z. B. - EU oder Nato) dazu bringen, derartig schwere mutmassliche Verbrechen zu begehen? Es ist wohl: WAHNSINN!!!

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12. August 2008 18:17

Seit wann haben Selbstherrscher eine demokratische Legitimation?

Herold Binsack (Devin08)

Ein wichtiger Gedanke wird doch von nahezu allen Lesern übergangen, nämlich der nach der Legitimation beider Kriegsparteien in Bezug auf deren Erklärungen, ihre jeweiligen Völker zu schützen. Es genügt die Frage so zu formulieren, um zu erkennen, dass die Behauptung zum Beispiel der Russen „Russenstämmige“ ("Alanen") gegen georgische Ansprüche und Massaker zu verteidigen, pure Demagogie ist. Wie kann eine Regierung, dessen Volk (in dessen eigenen legitimen Grenzen) vor dieser Regierung niemals sicher sein kann (es sei denn Väterchen Zar wäre auch schon so ein „Beschützer“ gewesen, als er den zaristischen Geheimdienst unter eben diesem Volk wüten ließ), sogenannte Russen außerhalb seiner Grenzen schützen. Das lässt sich bestenfalls unter einer Zuhältermentalität subsumieren, aber niemals unter dem Begriff der demokratischen Legitimierung. Und gleiches gilt vermutlich auch für die Georgier, die in ihrer „nationalen Not“, doch möglichst bald in die Nato (die EG) zu schlüpfen, Panzer einsetzen, um die Hindernisse zu beseitigen. Wir haben es hier auf beiden Seiten mit Selbstherrschern zu tun, die den Nationalismus ausbeuten – so wie ihre Völker.

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12. August 2008 17:34

Wo

Markus Teuber (arathorn)

sind eigentlich unsere "teutonischen Friedensbeflügelten",die sich bei derartigen Ereignissen doch regelmäßig als menschliche Schutzschilde an Gebäuden festketten ? Achso,hier haben ja "die Guten" (die Russen) nur ihre zu Tode bedrohten "Landsleute" "beschützt".Und der amerikanische Bösewicht ist auch nur im Hinterhalt präsent. Das reicht natürlich nicht für's Anketten.Nicht einmal für eine Friedens-Demo .

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12. August 2008 17:32

Fortsetzung

Ilya Kalinin (amor-fati)

In der Konzeption der russischen Außenpolitik vom 12.Juli d.J. heißt es, dass sich Russland für die "echte Einheit Europas, ohne Trennungslinien" einsetzt. Ferner sei Russland an einer Stärkung der Europäischen Union und der Entwicklung ihrer Fähigkeit mit einer abgestimmten Position nach außen aufzutreten, interessiert. Russland ist aber gegen die Erweiterung der NATO, da dies neue Trennungslinien in Europa schaffe und dem Prinzip der ungeteilten Sicherheit widerspricht. Das Verhältnis zu subregionalen und anderen Strukturen auf dem GUS-Raum, in denen Russland nicht Mitglied ist, wird ausgehend von der Bewertung ihres Beitrages zu gutnachbarschaftlichen Beziehungen, zur Stabilität sowie ihrer Berücksichtigung der legitimen russischen Interessen definiert.

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12. August 2008 17:32

Herr Meissner, auf persönlicher Ebene mögen sich doch Vertreter aller Nationen!

Ilya Kalinin (amor-fati)

Dass Ihre georgischen Freunde die USA nicht mögen, ist schade. USA ist ein großartiges Land mit vielen sehr freundlichen Menschen, von denen ich einige zu meinen Freunden zählen darf! Und selbstverständlich wünschen sich die Bürger eines jeden Landes Frieden und Wohlstand. Rus. hat in einer Veröffentlichung des RAM vom 27.03.2007 klar dargelegt, welche Art von Nachbarn es sich wünschen würde: "freundschaftliche, wirtschaftlich prosperierende, demokratische und stabile Staaten". Ferner heißt es: "Die Bedingung der Führungsrolle Russlands im GUS-Raum könnte die Schaffung eines für die Partner attraktiven und realistischen Modells des evolutionären Übergangs zum vollwertigen gemeinsamen Markt sowie vollwertiger Demokratie sein. (...) Versuche, natürliche Wechselbeziehungen und gewachsene Traditionen zu ignorieren, können sich auf Grund der Schaffung von unselbständigen und schwachen Staaten als eine Bedrohung erweisen."

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12. August 2008 17:08

@ Arnulf Neumann: Was wäre dann?

Marc Müller (Krzyzak)

Sie schreiben, daß man Georgien in die Nato hätte aufnehmen sollen. Ihnen ist klar, daß dann der Bündnisfall eingetreten wäre und deutsche Soldaten schon längst auf dem Weg nach Georgien, Polen oder sonstwohin wären. Deutschland würde sich im Krieg befinden. Aber sie wollen, daß das nach innen wie außen instabile Georgien in die Nato kommt.

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12. August 2008 17:03

Ob Georgien oder Russland...

Mehmet Mantikli (logisch74)

...oder wer weiß warum noch welche Kriege führen, eins ist sicher da geht es nicht um die nationalen Interessen, auch nicht um die Zukunft der Generationen in Frieden.! Es geht um die Interessen der Mega-Konzerne und sie wollen für ihre interessen die Zukunft sichern.! Die Menschen die an diesen Kriegen die Bösen und die Guten ausgemacht haben wollen, wollen uns weiß machen das es notwendig ist sich gegen die Bösen zu wehren, auch deshalb müssen Kriege herhalten um unseren "Frieden" (den wir durch diese Kriege zerstören) sichern.! Das ist die menschliche Tragödie unserer zeit, denn diese Menschen haben die wichtigsten Posten inne wenn es um Politik, Wirtschaft, Millitär, Wissenschaft, Umwelt und Kunst/Medien geht.! Natürlich die Zukunft der Generationen sieht in Wirklichkeit so aus : wir sehen in uns nur noch Feinde, die wirklich Frieden und Menschlichkeit fordern sind Verräter.! Die Mega-Konzerne produzieren unsere Sicherheit ohne die der Staat nicht existieren kann, also der Staat ist den Konzernen gehorsam.! Wir Leben die Zeit in dem wir freiwillig dazu bewegt werden sollen um unsere Seele zu verkaufen, wer dies nicht tut ist der "Böse".! Ist "Böse" sein zu wollen wirklich schlecht...?!! Schlecht ist auf Kriege zu setzen...!!

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12. August 2008 16:42

@Hanno Meisner

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Nein. Der Wunsch der Georgier mag da sein, allerdings gibt es eine klare Zusage der NATO, daß auf dem Boden des ehemaligen Warschauer Vertrages keine Truppen stationiert werden. Dies wurde von der USA zwar schon mehrfach verletzt, würde aber in diesem Falle zu einer massiven Bedrohung für Russland. Besonders bei den derzeitigen Tendenzen der US-Aussenpolitik. Das Ganze wäre noch erträglich, wenn die NATO die Interessen aller ihrer Bündnisstaaten verfolgen würde und sich tatsächlich als Verteidigungsbündnis erwiese. Doch leider verfolgt sie nur noch die Interessen der USA und hat sich in Jugoslawien und Afghanistan zum Angriffsbündnis gewandelt. Ohne Rücksicht auf die russischen Interessen und Befindlichkeiten kann es keinen Frieden in dieser Regierung oder gar der Welt geben. Wenn sich Georgien als friedlicher, neutraler Staat aufführt, bedarf es auch keiner Mitgliedschaft in der NATO.

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12. August 2008 15:56

Georgien ist Teil Europas

Werner Kühn (IusGentium)

Damit peinliche Fragen wie "warum hält der georgische Präsident Reden vor der europäischen Flagge?" oder "gehört Georgien zur europäischen Wertegemeinschaft?" oder "wo endet Europa?" nicht mehr gestellt werden, sollte man sich daran erinnern, dass die "Europa-Flagge" eigentlich die Flagge des Europarats ist. Die EU hat lediglich diese Flagge übernommen, ohne dass diese offiziell ihre Flagge wäre. Der EU-Verfassungsvertrag, der eine offizielle EU-Flagge vorsah, ist schließlich nicht in Kraft getreten. Georgien gehört seit 27.4.1999 dem Europarat an, einer Organisation, die sich für Demokratie und Menschenrecht in Europa einsetzt. Konsequenterweise gehört Georgien (wie übrigens Russland, was eigentlich wie ein schlechter Scherz klingt, Beitritt: 28.2.1996) zur europäischen Wertegemeinschaft.

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12. August 2008 15:30

Haarsträubend!

Craig McDermott (CraigMcDermott)

Was derzeit in diesem Forum beigetragen wird, ist teilweise wirklich haarsträubend: Mal werden den Russen Großmachtansprüche vorgeworfen, mal sind die Georgier für die Situation verantwortlich. Am besten gefällt mir allerdings die These, dass es eigentlich dann doch mal wieder die bösen Amerikaner verbockt haben. Sicher! Warum nicht gleich die Illuminaten? Fakt ist: im Kaukasus herrscht eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und Georgien und es gilt, dazu beizutragen, dass diese schnellstmöglich endet. Alles andere wird man hinterher klären können. Bis dahin sollten sich alle mit voreiligen Schuldzuweisungen etwas zurückhalten. Es sei denn natürlich es geht gegen die Amerikaner, bei denen kann man nie etwas falsch machen. Craig Mc Dermott

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12. August 2008 15:24

Kaukasus

Nanarubia London (nanarubia)

Georgien ist zuerst in Ossetien einmarschiert. Russland hat sofort reagiert. Seit wann nimmt man den nun das Land, das mit Waffen irgendwo einmarschiert in Schutz...? Obwohl es fuer Georgien von vornherein aussichtslos war und jedem 'normalen' Menschen klar sein musste, dass ein Land wie Georgien bei solchen Aktionen gegen Russland nie ankommen kann - hat Saakaschwili das Leben von so vielen Menschen riskiert und genau das getan! Es war doch klar, dass er nichts erreicht - also wozu diese Aktion? Und man soll ihn auch noch unterstuetzen? Ist es nicht merkwuerdig, dass Codoleezza Rice erst vor ein Paar Wochen in Georgien war und nun Saakaschwili sofort ein Hilferuf in die USA ausrief? Keiner erwaehnt, dass USA Georgien mit Waffen beliefert hat und ausgebildet hat! Ist es nicht merkwuerdig, dass ausgerechnet (!) USA jetzt Russland auf's Groesste kritisiert? Natuerlich geht's dabei nicht nur um die Menschen in Ossetien, natuerlich spielt die Politik, Macht, Oel etc. eine sehr grosse, wenn nicht gar die ausschlaggebende Rolle dabei. (uebrigens, wie in Irak auch!) Und eins sollte man nicht vergessen: es ist nun mal ein grosser Unterschied Laender wie die im Kaukasus als Nachbarn zu haben als Oesterreich oder Schweiz etc.....

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12. August 2008 15:22

Georgien, Russland und die Weltpolitik

Jan Hlavac (Olav1)

Der Einfall der russischen Truppen ins Gebiet Georgiens zugunsten einer Volksgruppe, die lediglich nur 47 000 Köpfe zählt, kann wie eine grobe imperiale Aggression aussehen. Und völkerrechtlich handelt es sich bestimmt auch um eine Aggression. Das kann man aber um folgendes ergänzen: Es ist üblich, dass man die jetzige russische Aggression ähnlich als ähnliche sowjetische Schritte in der Vergangenheit betrachtet. Da gibt es aber einen großen Unterschied in der Motivierung der Aggression und ihrer Erklärung. Wenn es auch dahinter oft ein (groß)russischer Nationalismus versteckt war, wurden die sowjetischen Aggressionen mit den Interessen des Weltkomunismus, dem sich dieser Staat verschrieben hatte, verbunden und erklärt. Die Zeiten haben sich inzwischen geändert, Russland habe den profanierten Gedanken abgelegt und auf der Weltbühne tritt es nur als Nationalstaat auf, der seine nationalen Interessen verteidigt. Da auch eine weitere Großmacht -China- sich außenpolitisch zum Nationalismus bekennt, kann man davon einen Schluß ziehen: Die Ära des von den USA vertretenen ausschließlichen Globalismus und Multikulturalismus in der Weltpolitik scheint vorbeizusein. Es kommt da eine neue Zeit, die Zeit des alt-neuen Nationalismus.

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12. August 2008 15:03

@Igor Samoruchow

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Bedaure, aber die Bild-Zeitung lese ich aus Prinzip nicht!

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12. August 2008 15:02

@Frank Garbe

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Vielen Dank für diese Klarstellung Ihrer Ansichten! Wenn es nun zu einer Aufgabe des Anspruches Georgiens auf Südossetien und Abchasien kommt (es gibt Georgier, die dies als Notwendigkeit ansehen), dann viele das Argument der Nato-Staaten, die ungelösten Territorialkonflikte stünden einer Nato-Mitgliedschaft Georgiens im Weg, weg. Ich nehme an, Sie könnten einer freien Entscheidung des georgischen Volkes zu einem Nato-Beitritt unter diesen Umständen zustimmen?

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12. August 2008 14:55

Souveränität

Ulrich Hinderer (tiger_78)

Wer unter Souveränität eines Staates versteht, dass man im eigenen Staat die Zivilbevölkerung einfach so - weil es innenpolitisch gerade passt, den "Dicken" zu markieren - mit schwerer Artillerie, MG-Feuer und Luftangriffen belegen darf (und das ist in Ts'chinvali scheinbar passiert - von georgischer Seite), dem wünsche ich nur eines zu sagen: Geh kacken. Souveränität darf nämlich auch nicht grob missbraucht werden. Mit der russischen Reaktion bin ich allerdings auch nicht wirklich glücklich. Krieg ist einfach immer sch*****. Egal welch hehrer Grund auch vorgeschoben wird: Ehrenwert ist das Handeln einer Partei, die sich in einen Krieg begibt, nie. Irgendwo stehen immer plumpe Wirtschafts- oder Machtinteressen "in zweiter Reihe" - ob in Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Grenada oder Afghanistan, Tschetschenien, Abchasien, Ossetien, um nur einige Beispiele zu nennen. Deshlb wird halt so lange "getrickst" -oder einfach gewartet - bis das Bild passt und man die eigenen Ziele in einer Aura der Heldenhaftigkeit brutalst durchsetzen kann. Nebenbei: Herrn "Sarkast Willi" als Demokrat ist schon eine schlimme Beleidigung. Für die echten Demokraten.

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12. August 2008 14:50

Hat die angebliche Provokation durch Georgien überhaupt stattgefunden?

Michael Menzel (Galenos)

Nirgends gab und gibt es Einzelheiten, die einen förmlichen Angriff und dessen Ausmaß und Folgen, seitens der Georgier darstellen. Es wird lediglich geredet, daß es sich um gräßliche völkermörderische Übergriffe gehandelt habe. Die einzigen gräßlichen belegten Berichte stammen vom Angriff der Russen und deren Bombardierung bis in die Mitte Georgiens. Einige Zehntausend Süsosseten sind nach Nordossetien geflohen und durch Russisches Militär ersetzt worden. Es gibt offenbar keine Zeugen, die über Greultaten von georgischen Soldaten berichten könnten. Haben wir es hier mit dem Gleiwitz-Phänomen zu tun? Wurden eventuelle Zwischenfälle provoziert, um die bereitstehende russische Armee innerhalb von Stunden (!) in Südossetien, Abchasien und dann mit fast allen Waffengattungen bis ins Herz Georgiens einfluten zu lassen? Gut, daß es im Augenblick so aussieht, als würde der Überfall beendet sein - die Besatzung bleibt aber, wie bereits verlautbart. Übrigens wurde der Fall Gleiwitz auch erst nach Jahrzehnten bis ins Letzte aufgeklärt. Es sind zu viele Ungereimtheiten, die jetzt, nach der "Strafaktion", offen sind.

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12. August 2008 14:48

@Ilja Kalinin

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Ich hatte Ihrer Aussage zu den "gekauften" Revolutionären meine persönlichen Bekanntschaften entgegengesetzt. Sie sind darauf nicht eingegangen, sondern haben nur noch einmal Ihre Asusage wiederholt. Aber ich werde es auch jetzt nicht zulassen, dass Sie Menschen, die sich die persönliche politische Freiheit, die sie bei Aufenthalten in Deutschland kennengelernt haben, in ihrer Heimat Georgien wünschen, als "gekauft" bezeichnen! Das ist eine Beleidigung! Ich wiederhole noch einmal: Ein Land ist nicht groß, wenn es gefürchtet wird, sondern wenn es aufgrund kultureller und wirtschaftlicher Leistungen geachtet wird. Großmacht ist man nicht dann, wenn man den Krieg gewinnt, sondern wenn man den Frieden danach gewinnt! Russland ist es in der Vergangenheit nicht gelungen die Herzen der Menschen in seiner Einflusssphäre zu gewinnen. Russlands Macht fußte immer allein auf militärischer Macht. Auch wenn Sie dagegenhalten, die amerikanische Macht fuße nur auf wirtschaftlicher Macht. Mag sein, aber zumindest mussten die USA niemals Mauern errichten, damit die Menschen nicht aus ihrem Einflussgebiet wegliefen! Russland muss lernen, Menschen für sich zu gewinnen. Die Georgier hat es verloren,aber es bleiben ja noch Tschetschenen,Tataren und Co.

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12. August 2008 14:45

Georgien und der Kosovo-Auf Klein-Putin ist "Verlaß" (II)

Markus Teuber (arathorn)

bestrafen unnachgiebig jeden,der aus dem Schatten des Kremel heraus will. In nicht allzuferner Zukunft werden RasPutin und Co. auch die Europäer spüren lassen,was es heißt,der russischen Macht entkommen zu wollen. Die Europäer sind allerdings zu schwach,zu ängstlich und zu gutgläubig,um sich der russsichen Bären-Klaue zu erwehren.

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12. August 2008 14:39

Georgien und der Kosovo-Auf Klein-Putin ist "Verlaß" (I)

Markus Teuber (arathorn)

Die Vergleiche Südossetien und der Kosovo sind nur in einem Punkt richtig : Während im Falle des Kosovo Rußland die Zwangseingliederung (durch Serbien) gutgeheißen und unterstüzt hatte,tut Rußland im Fall Südossetien genau das Gegenteil! In beiden Fällen hat der russische Bär bewiesen,daß er zwar in seiner ,nur an Eigeninteressen ausgerichteten Außenpolitik "verläßlich" ist,aber beileibe kein Partner des Westens. Die unmenschlichen Handlungen Serbiens dort nun nachträglich "frei zu sprechen" ,genügt vielleicht den verblendeten Anhängern Rußlands und den notorischen ANti-AMerikanern,die Geschichte allerdings weiß es besser .So wird die Geschichte auch den Fall Georgien eines Tages im rechten Licht darstellen: Der kleine russische Zar im Kremel,der sich durch eine Wahl,in der er die Opposition einschüchtern ließ,an die Macht geputscht hat,hat Georgien in eine Falle gelockt und ein Exempel statuiert für all jene Länder,die der Kremel nicht in den Westen entlassen will. Und auch wenn die USA wieder einmal "an allem schuld ist",so sollten wenigstens die Europäer unsanft aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt worden sein. Es war der größtte Fehler,sich derartig in die Energieabhängigkeit von Rußland zu begeben.Denn die Zaren bestrafen

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12. August 2008 14:07

@Werner Stettner: russische Bombardierungen

Igor Samoruchow (igorsamoruchow)

Sie hatten anscheinend die Bildzeitung zum Frühstück, es war eine Inszenierung der Georgier. Sie hatten es wenige Minuten eingestanden, es war ein "Fehlalarm"!

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12. August 2008 13:57

Die Achse Paris-Berlin-Moskau steht wieder

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es nützt ja alles nichts. Georgien hat durch seinen dilettantisch agierenden Präsidenten sein Anrecht auf einen Platz in der europäischen Völkerfamilie verspielt. Sowieso muss man sich langsam fragen, warum auch dieses Land unbedingt dazugezählt werden muss. Entscheidet denn neuerdings die FIFA, wo Europa endet? Vielleicht sollte man auch auf der Ebene endlich mal aktiv werden und die Fehlentscheidung rückgängig machen, alle Länder, die nicht so richtig zu Asien zu passen scheinen, in die UEFA aufzunehmen. Vielleicht wäre der iranisch-israelische Konflikt längst gelöst, wenn die mal in der WM-Qualifikation gegeneinander spielen müssten. Das Wichtigste aber ist jetzt natürlich, dass die Achse Paris-Berlin-Moskau, die bereits einmal gut funktionierte, wieder steht. Denn ein Europa ohne Russland ist wie ein Bett ohne Bettvorleger.

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12. August 2008 13:54

Olympischer Frieden

Monika Balzert (nutrix)

War es eigentlich eine Kriegsfackel, die statt des olympischen Feuers quer über die Erde getragen wurde? Was soll der ganze teure Olympia-Kult, wenn die wichtigste Grundidee, nämlich den Olympischen Festfrieden über die Ökumene zu tragen und zu wahren, so diskreditiert wird? Konnten - wie die Sportler aus Russland und Georgien es spontan taten - sich nicht die in Peking freitags anwesenden Politiker das Friedenszeichen geben? Böse Camouflage!

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12. August 2008 13:53

Bezahlte Journalisten bei der FAZ?

Igor Samoruchow (igorsamoruchow)

An Micheal Ludwig, ihrem Artikel nach „Amerika hat Schuld" werden sie offensichtlich vom Pentagon für ihre "sympiothische Zusammenarbeit" gut bezhalt, oder irre ich mich?

(Anm. d. Red.: Sie irren sich!)

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12. August 2008 13:52

Lange Zöpfe

Herold Binsack (Devin08)

Dass die „Vorfahren der Osseten das Volk der Alanen“ gewesen seien (s.u), ist doch wohl in etwa so wichtig, wie, dass die Vorfahren der Ungarn u.a. (übrigens!) das Volk der Awaren gewesen sind(!), und im übrigen auch, dass die Deutschen von den Germanen abstammen sollen. Was soll dieses Blut- und Bodengewäsch? Ist das alles, was die Prorussen draufhaben? – Alten völkisch gefärbten Nationalismus! Die Tatsache, dass die Osseten den russischen Pass angenommen haben und die andere, dass die Georgier dies nun mit Bomben zu überschreiben wünschen, verweist doch auf viel aktuellere Quellen des Interesses. Sie wurden alle schon genannt: Öl und Gas, Pipelines, Mafiaintrigen, internationale kapitalistische („westliche“) Interessen, Einmischung Dritter (Türken womöglich), russisches Großmachtgehabe, georgischen Nationalismus, der ganze „kaukasische Kreidekreis“ also. Sind diese Zöpfe nicht lang genug? Muss man da bis in die Steinzeit zurück, um vordergründige Ansprüche zu deklarieren, und das auch noch unter der Leserschaft - hier im Westen?

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12. August 2008 13:44

Putin reimt sich auf Stalin

Arnulf Neumann (commentatore)

es war ein folgenschwerer Fehler der vom russischen Erdgas abhängigen Europäer (Merkel / Sarkozy) gegen die Aufnahme Georgiens zum Nato Bündnis zu stimmen und damit Russland zu ermuntern, sich dieses souveränen und demokratischen Staates mit Zugang zum kaspischen Meer, vor aller Weltöffentlichkeit zu bemächtigen.

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12. August 2008 13:23

bemerkenswerte Einigkeit

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Eine ganz interessante Information aus Georgien: Ich habe gestern Abend mit einem georgischen Freund gesprochen und er erzählte von einem Erlebnis mit russischstämmigen Georgiern. Diese haben ihm gegenüber ihre Solidarität mit ihrem jetzigen Heimatland Georgien betont, worauf mein Freund ihnen seinen Respekt ausgedrückt und geantwortet hat, dass es einer Bombe schließlich egal sei, welche Abstammung die Menschen haben, die von ihr getroffen werden. Weiteres: Dass Südossetien und Abchasien für Georgien wohl verloren sind, diese Erkenntnis setzt sich in Georgien seiner Aussage nach durch. Es wird wohl wirklich zu einem klaren Westkurs eines Rumpf-Georgien kommen. Dieser Kurs ist jetzt unumstrittener denn je, was mich nicht wirklich überrascht. Das russische Kalkül einer Umkehr Georgiens unter Druck wird nicht aufgehen, im Gegenteil, es sei denn man stürzt die Regierung mit Gewalt. Aber dann hätte Russland als Besatzungsmacht das ganze Volk gegen sich. Mein Freund glaubt daher auch nicht an eine völlige Besetzung Georgiens durch Russland. Mir fiel überhaupt seine bemerkenswerte Ruhe und Selbstsicherheit nach dem Motto "Wir haben noch alles überlebt!" auf. In Deutschland wäre wohl Panik bei russischen Flugzeugen über Berlin.

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12. August 2008 13:08

Russland meldet sich zurück an die Weltmacht.....

Behrouz Rajabi (rajabi)

...es gibt nie und niemals ein Grund und ein Ursache....sowohl für das Positives oder Negatives... so ist es auch hier. Wer schuld hat, wer nicht , ist ein Debatte, ohne Ergebnis... hier sind viele Grunde... eine der Übeltäter ist mit Sicherheit USA, die durch viele Fehler und Fehlereinschätzungen in ihrer Außenpolitik in den letzten Jahren vieles verspielt haben. Aber auch Georgische President, die mit seiner jugendlichen Unerfahrenheit sich zu so einem Krieg aufreißen ließ. Dieser Krieg wird nicht lange dauern und ist es auch fast beendet. und Die Sieger und Verlierer stehen fest. Westen + Georgien sind Verlierer... Russland hat sich zurück gemeldet... und Iran ist der größte Gewinner, denn wie die Situation jetzt ist, eine weitere Diktat der USA in der UN-Unsicherheitsrat ist nicht mehr durchsetzbar. und somit hilft dieser Krieg doch einiges Unrecht in der Weltpolitik zu nichte machen.

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12. August 2008 12:54

Wir, von Gottes Gnaden, haben beschlossen

Michael Menzel (Galenos)

die Kriegshandlungen gegen Georgien einzustellen. "Russlands Präsident Medwedew hat den Militäreinsatz in Georgien gestoppt. Die Sicherheit der Soldaten und der Staatsbürger sei gewährleistet und der "georgische Aggressor" bestraft, sagte er". Was für eine unmenschliche Ausage! Tausende werden im Kollektiv mit dem Tode bestraft, für eine umstrittene Maßnahme (was war tatsächlich passiert?) , nämlich russifizierte Südosseten aus dem völkerrechtlich Georgien zugehörigen Gebiet zu vertreiben. Sind die Russen noch im 19. Jahrhundert mit ihrer atavistischen Weltanschauung? Sind Ihnen die Petro-Dollars so zu Kopf gestiegen, daß sie sich nun gottgleich fühlen und Strafexpeditionen in unbotmäßige Anrainerstaaten aussenden? Ist das Angstregime der Zaren und der Stalinisten wieder aus den Gräbern gestiegen? Man wird Russland künftig wohl eher nicht mehr der zivilisierten Welt zurechnen dürfen. Sie haben zu verstehen gegeben, daß man künftig vor ihnen gefälligst Angst haben müsse. Man wird sich darauf einstellen müssen. Angstregime im Inland und Drohung gegen jegliche Form von Demokratie. "Man ist wieder wer!" Aber was für eine schreckliche Mutation und Rückfall in Zeiten, die man im 21. Jahrhundert für graue Vorzeit hielt.

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12. August 2008 12:54

Falsch verstanden, Herr Holzinger

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Um es gleich klar zu stellen: Ich lehne jede Art von militärischer Gewalt zur Konfliktlöstung ab. Was ich hier versucht an verschiedener Stelle klar zu machen, daß die Kritik an Rußland seitens NATO, den USA und die Darstellung in unseren Medien mit Blick auf die jüngerer Vergangenheit völlig unangebracht ist. Zudem sind die Aussagen Abchasien und Südossetien würden zu Georgien gehören faktisch falsch. Weil sich diese Republiken eben auf Grundlage geltender sowjetischer Gesetze für unabhängig erklärten und somit keine Bestandteile der damaligen SSR Georgien waren, als diese in die UNO aufgenommen wurde. Zudem hatte die SSR Georgien die Unabhängigkeit Abchasien sogar auf Grundlage der Verfassung von 1921 anerkannt. All dies vergessen unsere Medien.

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12. August 2008 12:50

Unglaublich.

Ulrich Hinderer (tiger_78)

George Walker Bush bezeichnet die Verletzung der Souveränität von Staaten als "dem 21. Jhdt. nicht würdig". Nicht, dass das nicht auch meine Ansicht ist. Aber das aus dem Munde Bushs ist wie moralische Entrüstung über Gewalt von einem mehrfach der Körperverletzung Angeklagten, der gerade mitten in einem von ihm grundlos ausgelösten Zweikampf um Leben und Tod steht. Wenn einer sich eines Kommentars enthalten sollte, um dem Frieden dienlich zu sein - dann George Bush. Was er auch sagen mag - es wird im Kontext mit "Friedensbehmühungen" nur lächerlich und unglaubwürdig wirken.

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12. August 2008 12:48

@Tobias Rüger

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Sie haben völlig Recht mit Ihrem Beitrag! Das problem ist, dass die KGB-Clique um Putin noch so stark von anti-westlichem Denken geprägt ist, ebenso die russischen Militärs, dass sie verdrängen, dass Russland kulturell ein Teil des Westens ist. Dabei wird vergessen, dass die Grenzen Russlands zu den Nato-Lädnern Norwegen, Estland und Lettland sowie zu Finnland die sichersten Grenzen des Landes sind. Aus dieser Richtung kommt nicht die Spur einer Bedrohung. Aber nun wird sich Russland einerseits aus Westphobie andererseits aus wirtschaftlichen Gründen (Pipeline) Südossetien einverleiben und das Ego freut sich, dass man es dem unbotmäßigen Georgien gezeigt hat. Dabei wird man nicht merken, dass gleichzeitig das eigenen Hinterland wegbricht. Schadenfreude ist dann allerdings auch für Georgien nicht angebracht, denn wenn Russland den Nordkaukasus verliert (im Grunde ist es ein russisches Kolonialgebiet geblieben, aber eben nie Russland geworden), ist auch Georgien sowie der Westen insgesamt bedroht, eben vom radikalen politischen Islam. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte! Erschreckend wie dumm europäische Völker sein können! Und Kommentare, die jede Niederlage Amerikas bejubeln, sind auch nur eins: kurzsichtig!

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12. August 2008 12:12

Propaganda hüben und drüben !

Christian Erkelenz (Christian_030)

Wenn ich den Artikel „Amerika hat Schuld“ lese, so komme ich nicht umhin zu fragen ob es bei uns denn wirklich so viel anders ist. Bei uns werden machtpolitisch getriebene Interventionen eben nicht mit nationalem Pathos, sondern mit Menschenrechten und Humanität begründet. Wie weit oder nah das im Einzelfall an der Wahrheit liegt, prüft eh kaum noch jemand. Beispielsweise gilt es heute als bewiesen, daß die Serben im Kosovokonflikt keineswegs vorhatten, den Kosovo ethnisch zu säubern. Das wäre auch gar nicht möglich gewesen, da schon damals 80% des Landes aus Kosovoalbanern bestand (heute sind es 90%). Die Macht einzelner Fernsehbilder und Joschka Fischers Auschwitzvergleich jedoch haben bei uns jede Kritik am Einsatz erstickt. Warum aber hat die NATO neben Zielen im Kosovo auch massiv Belgrad selbst bombardiert? Altkanzler H. Schmidt hat kürzlich zu Protokoll gegeben, daß Humanität niemals der Grund für diesen Krieg gewesen ist. Nur ein Narr könne das noch glauben. Ist dies nicht ebenso eine Form von Propaganda wie derzeit in Russland? Und klingen die Worte "Menschenrechte" und "humanitärer Einsatz" nicht längst wie hohle Schlachtrufe, die zunehmend machtpolitisch mißbraucht werden?

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12. August 2008 11:54

Tschechenien

Andreas Kirsch (A.Kirsch)

hat mit Georgien bzw. Ossetien/Abchasien nichts gemeinsam. Jeder der hier auf Tschechenien verweist zeigt, dass er/sie entweder völlig uninformiert ist oder Desinformation betreibt. Einfach mal nachlesen was in Tschechenien abging, bevor Russland diesem Treiben ein Ende setzte: 1997 wurde Aslan Alijewitsch Maschadow bei Neuwahlen Präsident (in Tschechenien). Er behauptete sich jedoch nicht gegen die immer stärker werdenden radikalen Gruppierungen, die von eingeströmten ausländischen, zumeist arabischen Kriegsherren ideologisch inspiriert, finanziert und teilweise angeführt wurden. Mit der Zeit ließ sich Maschadow immer mehr auf eine Kooperation mit ihnen ein. Am 21. Mai 1998 hatte eine wahhabitische Gruppe versucht, das Dagestaner Regierungsgebäude (russisches Terretorium) zu stürmen. Ein Terroranschlag in der Hauptstadt der benachbarten russischen Republik Dagestan Machatschkala vom 4. September, bei dem 17 Personen ums Leben kamen. Am 7. August 1999 marschierten wahhabitische Einheiten unter Schamil Bassajew und Ibn al-Chattab in Dagestan ein, um es einem islamisch-fundamentalistischen Kalifatstaat anzuschließen, der langfristig den ganzen Nordkaukasus umfassen sollte. Es kam zu schweren Gefechten mit der russischen Armee.

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12. August 2008 11:51

@Anatolij Schmidt

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Es ist nicht korrekt, dass Südossetien nie georgisches Land war. Das Gebiet gehört historisch ohne Zweifel zu Georgien, der georgische König hatte einst ossetische Siedler aus dem Nordkaukasus ins Land geholt (daher auch die eher dünne Bindung Nord- und Südossetiens). Die russischen Pässe, die viele Südosseten heute haben, wurden erst ab 2004 ausgegeben. Damals kritiserte Georgien dies als "schleichende Annexion". Man befürchtete, dass diese Formalie Russland einmal als Vorwand dienen könnte. Nun ist es soweit! Wie dem auch sei: Georgien hat Südossetien verloren, da besteht für mich kein Zweifel, historisch georgisches Land hin oder her, das interessiert niemanden. Hier gibt es wirklich eine Parallele zum Kosovo. Die Serben sind historisch eigentlich im Recht, aber die Albaner hatten Fakten geschaffen und stellten in den 90ern die erdrückende Bevölkerungsmehrheit. Und der Westen hat damals einen Fehler gemacht, da liegt Russland in der Tat richtig!

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12. August 2008 11:39

@ Sönke Peters

Patrick Sachs (PatSa)

Hallo Herr Peters, also nicht für ungut und ich will Sie auch nicht verurteilen, da wir uns nicht persönlich kennen!!!! ABER: Muss hinter jeder geopolitischen Entscheidung in der Welt immer eine Verschwörung gegen Isreal stecken! Bei allem Respekt - aber erzwungene Freundschaft und blinde Sympathie hat noch nie zum Erfolg geführt!!!! MfG

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12. August 2008 11:30

Spielball Georgien

Christian Grube (grubec)

Georgien mit seinen autonomen Regionen Abchasien und Südossetien ist einmal mehr zum Spielball der allseits bekannten Interessen Russlands und des Westens geworden. Herr Saakaschwili hat den unverzeihlichen Fehler begangen, das Wohl und Leben vieler Menschen auf beiden Seiten des Konfliktes zu verletzen. Welcher Teufel ihn dabei geritten hat, kann man nur vermuten - ganz ohne Deckung des Westens wird dies jedoch sicher nicht geschehen sein. Dabei ist es auch in diesem Konflikt auf keiner Seite völkerrechtlich korrekt zugegangen - also sollen doch bitte alle Parteien diese Scheinheiligkeit ablegen. Sicher hat Russland seinen Teil durch ständige Provokationen und Verletzung der staatlichen Souveränität (bspw. Eindringen in den Luftraum) dazu beigetragen. Leider hat der georgische Präsident Russland mit seiner Aktion genau den Vorwand geliefert, den es sowohl innen- als auch außenpolitisch brauchte um die lange vorbereitete Operation zu starten. Dem Fehler - der russischen Provokation auf diese Weise entgegengetreten zu sein und unschuldige Menschenleben zu opfern - wird sich Herr Saakaschwili stellen müssen. Für das Überleben eines freien Georgien scheint er - zu mindest im Moment - nicht mehr haltbar.

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12. August 2008 11:28

@Werner Stettner: russische Bombardierungen

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Nach georgischen Angriffen haben die Rsusen einen Militärflugplatz nahe dem internationalen Flughafen bombardiert. Der zivile Flughafen ist nach wie vor in Betrieb. Und zu Gori: Es ist Ihnen wohl entgangen, dass der französische Außenminister Kouchner von seinen Leibwächtern schnell in Deckung gebracht wurde, als am Himmel über Gori russische Hubschrauber auftauchten. Ja, was wollten die denn da? Russische Bürger schützen? Und ja, Bilder werden im Krieg grundsätzlich dazu benutzt, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Deshalb ist es auch bedauerlich, dass die Bilder von ossetischen Flüchtlingen bisher ausschließlich von russischen Fernseh-Teams stammen. Es müssten überall westliche Medien vor Ort sein. Nur die russischen (und seit vorgestern nun auch die georgischen) Medien zu zitieren, ist etwas dünn!

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12. August 2008 11:27

Es ist schwer vorstellbar, dass westliche Staaten für die Souveränität...

Ilya Kalinin (amor-fati)

eines anderen Staates, von dessen (energie-)wirtschaftlicher Rolle sie nicht im gleichen Maße abhängig sind, mit gleicher Vehemenz kämpfen würden. Im Grunde genommen geht es darum, dass der Westen sich möglichst günstige Bedingungen für die eigene Energieversorgung erzwingen möchte. Dabei treten die erklärten primären Gründe wie Unterstützung der "Freiheit" oder "Demokratie" - wenn man die eigentlichen Ursachen bedenkt - in den Hintergrund. Der reiche Westen hat es eigentlich gar nicht nötig, militärische Kraft anzuwenden, um bestimmte Staaten in die eigene Einflusssphäre zu ziehen. Mit Geld und versprochenem Wohlstand kann man schließlich auch Menschen kaufen. Und dort, wo die Menschen nicht käuflich sind oder wo es nicht schnell genug geht, hilft man mit einer "humanitären Intervention" oder einer "farbigen Revolution" nach. Was die finanziellen Versprechungen angeht, kann Russland mit dem Westen noch nicht konkurrieren. Es kann lediglich an den Anstand und den guten Willen des Westens appellieren. Da diese Appelle aber an der westlichen Hybris bzw. Unersättlichkeit (siehe unendliche Erweiterungen der EU/NATO) abprallen, fühlt sich Russland gezwungen, aktiv dem Westen sein Spiegelbild vorzuhalten - ein besseres Spiegelbild.

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12. August 2008 11:22

Rußlands ethnische Säuberungen - Putin in den Fußstapfen von Milosevic

Robert Hamacher (harohama)

Allmählich wird die seit Freitag laufende sowjetrussische Agitprop Maschine etwas transparenter. Welche konkrete und einzelne militärische Aktion georgischer Kräfte zum Startsignal der russischen Großoffensive benutzt werden sollte, war demnach "Wurst" - die Interventionskräfte dafür mussten nur Gewehr bei Fuß, Panzer auf der Straße und die Marine zum Auslaufen bereitstehen. Die systematischen Zernierungen georgischer Dörfer vor dem 8. August, Übergriffe südossetischer (?) Irregulärer, das Attentat auf Sanokoyev im Juli sollten den Boden bereiten für eine massive georgische Gegenreaktion, die Rußland spektakuär genutzt hat. Abchasien und Süd-Ossetien sind mit dem Wochenende ethnisch "reiner" denn je .... das erste Ziel der russischen Intervention ist erreicht. Die dort verbliebenen Georgien gegenüber loyalen Bevölkerungsteile - ohnehin nur noch Restbestände im Vergleich zu 1990 - sind geflohen oder vertrieben worden.

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12. August 2008 11:10

NOch 10 Jahre

Harry Hain (zx10)

und der Kalte Krieg findet seine Fortsetzung. Diesmal jedoch mit einem "Gegner" der mehr wirtschaftliche Macht hat. Die wirtschaftliche Schwäche aufgrund eines "falschen" Wirtschaftmodells" hat die damalige Militärmacht zu Fall gebracht. Diesen Fehler wird Rußland nicht noch einmal begehen.

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12. August 2008 11:09

Domino-Effekt

Katrin Huber (KatrinHuber)

Was hat die georgische Regierung hier ins Rollen gebracht? Hat man wirklich geglaubt, dass bei dem Massaker an den Osseten neben den USA und der EU, auch die Russen tatenlos zusehen? Vor dem Hintergrund der vergangenen Tage erscheint nun die 2. Front in Abchasien als absolut nachvollziehbar. Schliesslich liegen die Pläne für eine Invasion Abchasiens ebenfalls in der Schublade, doch nun handeln die Abchasen präventiv. Schliesslich weiß man, zu welchen grauenvollen Taten die georgische Führungsriege im Stande ist.

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12. August 2008 10:53

@Ilja Kalinin

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Mit Ihrer Aussage, dass Russland zur westlichen Zivilisation gehört, haben Sie völlig Recht! Ich stimme Ihnen auch zu, dass es im Prinzip blödsinnig ist, dass sich der "Westen", die USA und Russland gegenseitig schwächen. Und genau vor diesem Hintergrund halte ich es für kontraproduktiv, wenn Russland ausgerechnet gegenüber westlich orientierten Nachbarn wie Georgien oder der Ukraine die Zügel anzieht. Da ist mir noch zuviel nationalistisches Denken im Spiel. Vor ein paar Jahren beklagte sich ein russischer General aus Kaliningrad im Fernsehen darüber, dass er dort von der Nato umzingelt sei. Ist das so schlimm? Polen und Litauen werden sich kaum Kaliningrad einverleiben. Und es sollte sich in Russland auch rumsprechen, dass die Grenzen zu Norwegen, Finnland, Estland und Lettland Russlands sicherste Grenzen sind. Die wirkliche Gefahr für Russland droht eienrseits im Osten mit China udn andererseits im Inneren, denn es ist bisher nicht gelungen, die nicht-russischen Völker auf russischem Territorium, unter ihnen 20 Millionen Muslime, wirklich zu integrieren. Ich sehe die Gefahr, dass Russland der Nordkaukasus in den nächsten 50 Jahren wegbricht. Dann nützen Moskau Südossetien und Abchasien gar nichts mehr!

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12. August 2008 10:46

Angelika Fritz (MyDocAngel)

den man auf eine kurze Formel zusammenschreiben kann: Wer heute die Welt mit Gas/Öl beliefert - hat die Macht. Putin hat das bereits beim G 8 Treffen in Heiligenhafen schmunzelnd erkannt... und alle anderen üben den Kniefall - können nur hilflos zusehen...

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12. August 2008 10:32

@Kyrylo Chilevych

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Ich erinnere mich noch gut, dass Georgien protestierte, als Russland begann, an die Südosseten und Abchasen russische Pässe auszuteilen, obwohl selbstverständlich auch Russland die völkerrechtliche Souveränität Georgiens über beide Gebiete bis dato nicht in Frage gestellt hatte. In Tiflis sprach man damals von "schleichender Annexion". Ist es nicht genauso gekommen? Heute greift Russland, das eigentlich Friedensmacht sein sollte, in einen Konflikt ein, um "seine Bürger" zu schützen. Und diese Politik soll man noch gutheißen? Dass die Südosseten derzeit den Schutz Russlands gegenüebr den Georgiern suchen, kann man nachvollziehen. Aber irgendwann werden auch sie merken, dass sie nur Mittel zum Zweck waren und für russische Nationalisten immer die kolonisierten "Schwarzär****" (ein verbreitetes rassistisches Schimpfwort in Russland für Kaukasier) bleiben werden. Russland mag Kriege gewinnen können, es wird auch heute wieder gefürchtet von seinen Nachbarn. Aber es gelang Russland bisher noch nie, den Frieden zu gewinnen, sprich die Herzen anderer Völker im eigenen Einflussgebiet. Diese Tugend ist aber notwendig, wenn man eine Weltmacht sein will!

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12. August 2008 10:14

@Werner Stettner

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Wie neutral müssten sich die USA denn verhalten, um Ihren Ansprüchen zu genügen? So neutral wie die russischen "Friedenssoldaten", die seit 16 Jahren in Abchasien und Südossetien stationiert sind? Ich hatte schon mehrmals geschrieben, dass die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline direkt an Südossetien vorbeiführt, die Russland ein Dorn im Auge ist. Für Russland bedeutet es eine klare Schwächung, dass Europa Öl aus Aserbaidschan beziehen kann, ohne auf russische Pipelines angewiesen zu sein. Nun soll parallel auch noch eine Gaspipeline gebaut werden. Jetzt habe ich einmal eine Frage an Sie: Sie scheinen Amerika nicht zu mögen, das ist mir zunächst einmal egal. Aber ist es Ihnen wirklich lieber, dass Europa energiepolitisch einseitig von einem unberechenbaren Russland abhängig ist, als dass wir uns Alternativen eröffnen? Ein MächteGLEICHGEWICHT kann es ohne die USA auch nicht geben! Haben Sie das vergessen? Derzeit sind die Interessen der USA und Europas im Kaukasus deckungsgleich, auch wenn es sich so mancher Europäer nicht vorstellen mag, dass die Amerikaner jemals Dinge tun könnten, von denen WIR profitieren.

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12. August 2008 09:22

@Sebastian Bauer

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Warum es keine gemeinsame Friedensmission der EU mit Russland geben kann, kann ich Ihnen sagen. Die Russen müssten verrückt sein, dem zuzustimmen. Dann hätten sie sich die ganze Militäraktion auch schenken können. Die georgische Forderung ist seit Jahren, internationale Missionen nach Abchasien und Südossetien zu schicken, um die russischen Friedenstruppen abzulösen. Russland hat das immer abgelehnt. Da werden sie jetzt kaum zustimmen, wo sie die Möglichkeit haben, beide Gebiete völlig unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie scheinen davon auszugehen, dass es Russland wirklich um die Selbstbestimmung der Abchasen und Osseten geht. Das ist aber leider falsch. Russland braucht beide Gebiete aus geostrategischen Gründen als Brückenkopf in den Südkaukasus. Südossetien schiebt sich wie ein Keil in georgisches (=künftig "westliches") Gebiet. Und wenige Kilometer von der südossetischen Grenze entfernt verläuft die Baku-Tiflis-Ceyhan-Ölpipeline (zukünftig auch die Nabucco-Gaspipeline), die Russland immer bekämpft hat, da Europa nun Kaspisches Öl beziehen kann, ohne auf russische Pipelines angewiesen zu sein. So ein Zufall aber auch!

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12. August 2008 08:59

@Wolf Haupricht

Ilya Kalinin (amor-fati)

Sie wundern sich ob der "Undurchsichtigkeit" des russischen Handelns. Oft wird im Zusammenhang mit Russland neben Undurchsichtigkeit auch der Begriff "Unberechenbarkeit" verwendet. Warum? Ich wage eine mögliche Erklärung: Was man den hiesigen Medien, konkret dieser Zeitung, entnehmen kann, spiegelt nun einmal in seltensten und äußersten Fällen die offiziellen russischen Stellungnahmen wider. Man fühlt sich erst dann genötigt, Russlands Positionen darzustellen, wenn es nicht mehr länger möglich ist, sie zu verschweigen, weil man sich dann gänzlich blamieren würde. Und selbst dann erfährt der deutsche Leser nur die halbe Wahrheit. Interessanterweise sind US-amerikanische Zeitungen (etwa die NY-Times) viel ehrlicher! Jedenfalls erzeugt diese "halbe Wahrheit" in den Augen der mitdenkenden und nach Antworten suchenden Lesern den Eindruck als ob russisches Handeln undurchsichtig wäre und Russland für diese Intransparenz verantwortlich sei.

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12. August 2008 08:58

Achja, Herr Garbe

Franz Holzinger (franzholz)

Zum Kosovo: Hier scheint also nun tatsächlich kein Massaker in Rugovo und auch keines im restlichen Kosovo stattgefunden zu haben. Die deutschen Politiker hatten über die Zeitungen und ARD/ZDF immer Gegenteiliges versichert. Ich muss gestehen, die Jahre nach dem Krieg gegen Serbien keine weiteren Berichterstattungen mehr gelesen zu haben. Damit sind die NATO-USA nun tatsächlich unglaubwürdig geworden und haben somit mehr als nur einen Erklärungsbedarf gegenüber denen, die sie absichtlich getäuscht und denen, die sie bombardiert haben. Die katastrophale Zerstörung der Umwelt und Infrastruktur in Serbien durch den NATO Angriffskrieg scheint nun ja tatsächlich völlig unangemessen und unnötig gewesen zu sein. Und weshalb unterstützen Sie aber Russland, gegen Georgien gleich oder noch schlimmer zu handeln als die NATO? Was Sie an der NATO bemängeln, wollen Sie den Russen aber erlauben?

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12. August 2008 08:42

Versagen allerseits

Teoman Bressel (Bressel)

Georgien hat sich über Jahre an Abchasien und Südossetien festgekrallt, anstatt auf die Regionen zuzugehen und mit Zugeständnissen jegliche militärische Intervention Russlands von vorneherein als absurd erscheinen zu lassen. Nun sind Zugeständnisse etwa an Abchasien zugleich Zugeständnisse an Russland - dabei war Abchasien vornehmlich ein georgisches Problem, kein russisches. Andererseits war es viel zu früh, Georgien als NATO-Partner ins Gespräch zu bringen. Russland wiederum hat die Konflikte lediglich als Mittel zum Zweck benutzt. Die derzeitige Intervention ist dabei ein deutliches Zeichen der Schwäche. Zur Macht gehört Verantwortung, und Russland hat seine Macht auf plumpe Weise verzockt und benutzt die Konfliktregionen, um einen gerade noch zu schwachen westlichen Partner in seine Schranken zu weisen. Es gibt in Georgien für Russland aber keinen Blumentopf zu gewinnen. Langfristig wird Russland weltweit an Ansehen verlieren. Kaum jemand wird sich hier an Russland als einen Befreier Südossetiens erinnern. Als einziger "Gewinn" bleibt eine destabile Lage am Kaukasus, ob das dauerhaft ausreichen wird, Georgien vom Westen zu isolieren?

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12. August 2008 08:06

GORI,Geburtsstadt Stalins. Heim in's Reich ?

Karlheinz Wiechel (wiechk)

Will Putin GORI, Geburtsstadt seines Vorgängers und Vorbildes Stalin , vielleicht als "Heldenstadt" Russland einverleiben? Wann wird er versuchen , SEINE Russen in Berlin,Baden-Baden oder in Cannes befreien ? Russland fällt unter Putin in seine alten , aggressiven Verhaltensweisen zurück. Auch wir in Deutschland werden das bald sehr zu spüren bekommen.

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12. August 2008 05:51

Fehlverhalten

Torsten Rhode (Torsten.Rhode)

Die hier von vielen Authoren vertretene Meinung "Russland haette nur darauf gewartet um nun endlich..." ist nicht so einfach von der Hand zuweisen, zumindest habe ich keine stichhalten Argumente dagegen. Aber so ist die reale Welt LEIDER! nunmal. Andere Staaten warten auch auf was, um dann endlich... Und wir normalen Bürger kennen das aus der Wirtschaft/dem Arbeitsleben. Siemens wartet auch auf falsches Marketing/Marktstrategie von Generel Electric um nun endlich... Oder hier im Forum. Schreiber X wartet auf einen kleinen Fehler von Schreiber Y, um in dann endlich argumentativ in der Luft zu zerreissen. Die Frage ist eine ganz andere: "Gebe ich mit meinem eigenem Fehlverhalten den Grund/Anlass/Auslöser dafür, das die Anderen nun endlich können?", "Verschaffe ich meinem Mitbewerber Argumente?". Dies zu vermeiden nennt man "To be smart and clever" oder vereinfacht "diplomatisches Verhalten". Das georgische Staatsoberhaupt und die USA haben den Russen durch ihr eigenes Fehlverhalten den Anlass gegeben. Man war halt nicht "smart and clever" am 08.08.08. Und nun zu meiner Mutter, die immer gesagt hat: "Junge, es wird gegessen was auf den Tisch kommt! Keine Extrawürste". Die Russen tischen nun auf, und die Georgier muessen es essen.

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12. August 2008 00:34

und was war am 9.April 1989 ?!

gerhard schulz (adur)

Damals 1989 als Georgien nach Unabhängigkeit strebte demonstrierten junge Studenten vor dem Parlament friedlich mit einem Hungerstreik. Ihnen schlossen sich mehrere tausend Menschen an. Sie sangen, tanzten und beteten zusammen mit dem Georgischen Patriarchen. Am 9.April rollten Sovietische Panzer in die Stadt und attakiereten die Menschenmassen! Sie metztelten sie nieder und verfolgten sogar die, die sich zu retten versuchten-vom Hunger geschwächten junge Männer und sogar Frauen! Bei youtube anschauen: Tbilisi Massacre of April 9, 1989 Ich finde es komisch, dass sich gerade jetzt keiner daran erinnert. wer die geschichte kennt,kennt die zukunft sagt man.

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12. August 2008 00:26

Zu Georgien sei noch ein „kleines“ Problem angemerkt:

Sönke Peters (soenkepeters)

Die Erölpipeline durch Georgien ist auch für Israel überlebenswichtig. Es geht in Georgien also nicht nur darum, ob Putin energie(macht)politisch Europa in seine KGB-Finger bekommt, sondern auch um die Frage, die Israel, die die USA, Europa und damit alle freien Länder der wesentlichen Welt betrifft: Können diese Staaten es zulassen, dass Putin und seine iranischen Freunde den Staat Israel in seiner Existenz gefährden, der durch Auschwitz erst entstanden ist? Putin hat mit seiner quasi Allianz à la Moskau-Teheran-Achse schon ganz eindeutige Zeichen gesetzt. Der offensichtlich aus einem „Gleiwitzer-Sender-Argument“ heraus resultierenden Aggression gegenüber dem unabhängigen Staat Georgien zur Eroberung der Pipeline lassen hier tief blicken. Die Vermittlung der Europäer, um die Waffen schweigen zu lassen, mag sehr verdienstvoll sein, sie beeindrucken Putin aber nur sehr wenig … auch die Israelis dürften hier mehr verlangen. Gerade Deutschland ist jetzt gefordert … aufgrund der völlig abgewirtschafteten Bundeswehr kann die Bundesrepublik natürlich nur labern … sie hat schließlich soooo viel aus ihrer Geschichte gelernt ;-). Sönke Peters

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12. August 2008 00:21

Der Westen darf keinen Krieg unterstützen!

Marc Müller (Krzyzak)

Ein Schreiber sagt, daß Amerika eingreifen soll. Soll wirklich das kleine Georgien und die Region Südossetien der Grund für den Dritten Weltkrieg sein? Soll georgien das werden, was Irak, Yugoslawien und Afghanistan nicht geschafft haben? Amerika wird keinen Krieg gegen Rußland führen. Es wäre unser aller Ende! Nicht genug damit, daß die westliche Welt Georgien unterstützt, sie widerspricht damit auch ihren eigenen Werten, nämlich denen vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. Rußland als Schutzmacht der Südosseten hat das verstanden. Der amerikanische Politiker Zbigniew Brzezinski, ein gebürtiger Pole versucht Rußland auf eine Stufe mit Hitler und Stalin zu stellen. In Polen werden schon seit Jahren riesige Bunker an der Ostsee errichtet (ich habe sie selbst gesehen) Polen ist ein Freund Amerikas. Eigentlich der einzige wahre Freund, den dieses Land in Europa hat. Ist es im Interesse Polens gegen Rußland Krieg zu führen? Noch steht der Schutzschild nicht, noch gibt es auch Chancen. Aber eben lese ich, daß Bush Rußland auffordert aus Georgien abzuziehen. Was wird passieren? Rußland wird sich davon nicht beeindrucken lassen. Wollen wir nur hoffen, daß Deutschland kein verlässlicher Partner der USA im nahenden Konflikt sein wird

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11. August 2008 23:47

Die Reichweite des Konfliktes...

David Wagner (dave_rookie)

...kann niemand der Leser sowie der Autoren des Berichtes wirklich erfassen, zur Zeit gibt es die differenziertesten Meinungen über Ursachen, Motiven und möglichen Auswirkungen. Bisher unerwähnt ist hier geblieben, dass die Russen die russischen Staatsbürgerschaften in Südossetien erst vor wenigen Jahren ausgegeben haben. Diese Ausgabe erfolgte sicherlich nicht aus reiner Nächstenliebe. Zudem hat der Westen ein Interesse an Georgien als Partner aufgrund der Ölpipeline die durch Georgien führt. Die nationalen Motive der Südosseten und die Ignoranz Georgiens gegenüber diesen Motiven ist ebenfalls fragwürdig. Auch kommt der Konflikt Russland vielleicht grade recht, denn noch ist Georgien nicht wie angestrebt in der Nato, denn dann könnte Russland sicher nicht einfach einmarschieren, und so könnte der Einstieg in die Nato auf Grund der Lage verhindert werden. Aber allein aufgrund der Tatsache das die USA hinter den Georgiern steht spricht für eine diplomatische Lösung nachdem die Supermächte mit den Muskeln gespielt haben. Sicher habe ich jetzt nichtmal ein zehntel der zu bedenkenden Aspekte genannt

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11. August 2008 23:36

Ein interessanter Kommentar........,

wolf haupricht (emilgilels)

der die Hintergründe und Absichten/Abläufe sichtbar macht. Trotz allem bleibt ein fader Beigeschmack, warum Russland als große Nation so undurchsichtig handelt. Undurchsichtig und wenig glaubhaft auch deswegen, weil z.B. von Seiten Russlands kein Ultimatum für eine sofortige Beendigung des Konflikts gefordert wurde. Einer Großmacht mit guten Absichten hätte dies geholfen, das Gesicht zu wahren. Jetzt wird auch noch die Zuständigkeit für einen Waffenstillstand auf Abschasien und Südossetien weitergeschoben. So gewinnt man Zeit, russische und andere Truppen in Georgien weiter Krieg führen zu lassen. So wird Völkerrecht mit Füßen getreten.

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11. August 2008 23:07

Russland muss aufhören, sich zu überschätzen.

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Russen, Georgier und Osseten sollten sich eigentlich als natürliche Verbündete im Kaukasus gegen den islamischen Terrorismus sehen. Aber es scheint, als ob Russlands Regierung zu einer partnerschaftlichen Struktur mit Nicht-Russen nicht imstande ist. Man hat das in den 90ern im Baltikum gesehen. Langfristig wird Russland den größten Schaden haben: Wenn sich Süd-Ossten und Abchasen von Georgien abspalten dürfen, warum dürfen sich Tschetschenen, Dagestaner, Inguschetier - und eines Tages vielleicht sogar Nord-Osseten - nicht von Russland abspalten?! Diese Doppelmoral basiert auf der Arroganz der Macht und ist in Anbetracht der enormen wirtschaftlichen und demokrafischen Probleme der Russ. Föd. ein Spiel mit dem Feuer. Russland muss aufhören, sich zu überschätzen, sonst zieht es ganz Mittelasien in den Abgrund.

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11. August 2008 22:24

Warum die Europafahne bei Saarkaschwili?

Christiane Möller (N8schatten)

Die Macht der Bilder soll stärker sein als die rationale Analyse. Radprofis, die dopen, tragen gern Anti-Doping-Banner.

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11. August 2008 22:02

Öl und Gas

Lutz Grellmann (Lumi1)

Wenn es stimmt, daß die russische Armee auf dem Vormarsch nach Tiflis ist wird sie auch die bestehenden Öl- und Gaspipelines aus Aserbeidschan kreuzen. Dort würde auch die geplante Nabucco-Gaspipeline Richtung Südosteuropa ( inkl. Italien, Oesterreich und des Freistaates Bayern ) verlaufen, die Gazprom überhaupt nicht gefällt da sie das aktuelle russische Transportmonopol für asiatisches Gas brechen würde. Dies könnte einer der wichtigen internationalen ökonomischen Beweggründe für den Ausbruch des aktuellen Konfliktes sein.

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11. August 2008 21:29

Westenagitprop

Vitali Gergert (adligat)

Ich bitte um Erinnerung an die 90-e Jahre in Jugoslawien und Informationslüge in westlichen Medien. Alle sollten daran glauben, dass nur die Serben die Barbaren und schlachten ihr eigene Völker. Haben sie vergessen lieber gesättigte Bürger, dass sie diesen Krieg an ihrem Fernsehen befolgt haben, wie auch Afghanistan, Irak und jetzt Südossetien. Mit Ihren stummen Stimmen werden solcher Kriege geführt. Sie kriegen diese Pille, schlucken zum Frühstück Bild- Zeitung und alles in Butter. Meinung des Volkes ist damit gemacht! Warum machen sie sich ein Bild von anderer Seite nicht? Warum alles aus einer Küche CNN, BBC, VOX News. Ja, die Südosseten haben keine solche digitale Unterstützung. Haben Sie daran gedacht? Schauen Sie diese Stadt doch an, der ist doch völlig noch an der Freitagnacht durch die georgische Raketenangriff zerstört worden. Russische Truppen haben der Stadt ZWEI TAGE SPÄTER befreit. Warum zeigen die TV Kanäle nicht die Frauen aus der Ossetien die russischen Soldaten bedanken und küssen? Und zum Schluss, mit diesen Mann, der im Sessel Georgiens sitzt soll endlich mal Schluss sein und sie werden sehen, wie der Westen diese Perle Demokratie noch verraten und von Russland wegblasen liest!!!

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11. August 2008 21:29

Bevor ich einem "schlafenden Bären in's Bein beiße"...

Bernfried Loosen (B.Loosen)

sollte ich die hieraus unweigerlich entstehenden Folgen bedenken. Der "Bär" jedenfalls - wenn er einmal hellwach ist - wird erst Ruhe geben, wenn er sicher ist, daß sich ein solcher Angriff nicht wiederholen wird. Wer dies nicht bedenkt, ist für die Folgen selbst verantwortlich.

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11. August 2008 21:27

Olympia

Dirk Donau (Ddonau)

Bei diesem Konflikt könnte die IOC wirklich Farbe bekennen (Cohen-Bendit). Dieser Krieg widerspricht eindeutig Coubertins Gedanken von Olympia. Sportler der Kriegsmächte sollte nach Hause geschickt werden. Das ist zwar unschön für die Sportler, aber lange nicht so häßlich wie das Gesicht des Krieges.

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11. August 2008 21:21

Typische Unkenntniss

Anatolij Schmidt (tolikschatz)

Ich habe hier mit Interesse die Beiträge durchgelsen, und muss leider feststellen,dass die meißten Meinungen einfach aus Unwissenheit her entstehen bzw. der Propaganda im Fernsehen. Historisch gesehen, war Ossetien sowie Abchasien NIE ein Gebiet von Georgien. Die Südossetien wurde von Stalin, der auch Georgier war, an Georgien übergeben, was in den Sowjetzeiten auch egal war. Nach dem Georgien sich getrennt hat, wollten diese Länder NIE dazu gehören. Deshalb ist es auch legetim, dass Russland die Länder beschützt, da die Einwohner russische Pässe haben. Und die ganzen Bilder, die gezeigt werden und die Zahl der Opfer ist auf der Ossetischen Seite und nicht, wie propagandiert auf Georgiens.Es ist nachgewiesen, dass georgische Armee zivile Ziele beschossen hat und die Friedenstruppe. Denn dort gibt es keine Militärplätze. Von welchem eindringen Russlands kann hier die Rede sein?? Jedes Land im Kaukasus, sogar die Tschetschenien verurteilen den Einmarsch der Georgier,und die müssen es wohl besser wissen oder?Westliche Journalisten sind nur in Georgien vertretten, deshalb wird auch nur diese Propaganda gesendet. RTL hat einen Journalisten in Ossetien, guckt mal die Nachrichten an. Sogar TheTimes spricht von Georgiens schuld.

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11. August 2008 21:03

Abgesehen von Putins üblichen Vorgehensweisen (z. B. durch Polonium) …

Sönke Peters (soenkepeters)

Man muss u. A. feststellen, dass die georgischen Mini-Truppen bei völliger Luftherrschaft und erdrückender Überlegenheit durch die Russen, den Vormarsch Putins Truppen doch erheblich verzögern können. ... Angesichts der in Tschetschenien gezeigten Rücksichtslosigkeit der Kreml-Militärs gegenüber eigen Verlusten, wird der Blutzoll russischer Wehrpflichtiger wohl wieder mal ein Maß erreicht haben, dass in demokratischen Staaten schlichtweg unmöglich wäre. Ganz zu schweigen von den zivilen Opfern. Putin kann hier vielleicht militärisch unwissende Jubelkandidaten in Europa Sand in die Augen streuen, um damit die dortige Gesellschaft in seinem Sinne zu beeinflussen, und den Teil seiner Bevölkerung, die es mögen, wenn Russland „gefürchtet“ wird, beeindrucken, … militärisch gesehen ist der Erfolg nun aber nicht wirklich exorbitant. Beim allgemeinen Zustand der russischen Streitkräfte (man denke z. B. an die „Kursk“) ist das allerdings auch nicht weiter verwunderlich. Die traurige Realität im russischen Militär, wo Rekruten noch jedes Jahr zu hunderten durch „Schikane“ ums Leben kommen, zeigt sich wohl wieder in Konsequenz. Auch dieser unschldigen Opfer dieses neuen Putinschen Machtkrieges sollte man mal gedenken! Sönke Peters

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11. August 2008 20:40

Ist Ihnen vielleicht etwas aufgefallen?

Werner Stettner (WStettner)

Heute sind der franz. AM Kouchner und sein finnischer Amtskollege auf dem Flughafen von Tiflis gelandet. Was mich bei den Bilder sehr verwundert hat; trotz der angeblichen, bereits seit Samstag stattfinden, "massiven Bombardierung" durch die russische Luftwaffe, waren keinerlei Schäden erkennbar. Und Gori "liegt in Trümmern", dabei wird doch permanent ein einziges Gebäude gezeigt, was bereits am Samstag vormittag in Brand geraten ist. Ich frage mich ernsthaft; nutzt man Bilder um die öffentliche Meinung zu manipulieren?

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11. August 2008 20:38

Südossetien/Nordossetien

Peter Krattigen (BrainLock)

... Einigkeit und Recht und Freiheit für das GANZE Ossetienland!

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11. August 2008 20:37

Ohnmacht der EU

Nikolas Hava (Mr.Hyde)

Die Ohnmacht Europas angesichts der Abhängigkeit von Energielieferanten wie Russland ist ein weiterer Grund für die EU sich vermehrt alternativer Energiequellen zuzuwenden. Frei nach dem Vorbild Schwedens sollte (im Idealfall) größtenteils eine Energie-Autarkie forciert werden. Die Furcht vor versiegenden Gasleitungen sollte und darf nicht außenpolitische Entscheidungen der EU beeinflussen.

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11. August 2008 20:03

Amerikaner sollten eingreifen

Franz Müller (Franzy)

Der Westen darf auf keinen Fall zusehen, wie Russland Georgien plattmacht. Sonst ist seine Glaubwürdigkeit vor aller Welt dahin. Mir gefällt das Kreuz auf Georgiens Fahne. Es erinnert mich an England. Das signalisiert mir: Wir gehören zusammen. Sollte Russland beabsichtigen, Tiflis zu zerstören, wäre es klasse, wenn die U.S.A. militärisch eingreifen und Russland in seine Schranken verweisen würde. Nur Amerika wäre dazu in der Lage.//Ganz schlecht hingegen wäre es, wenn der Westen bei all den in den vergangenen Monaten gefallenen salbungsvollen Friedensworten Georgien jetzt, am Tage der Not, im Stich ließe.

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11. August 2008 19:51

Achja, Herr Holzinger

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Zunöchst einmal zum Kosovo: Die NATO hat nach nichts gesucht, sie hat bis heute keinen einzigen Beweis für einen dortigen Völkermord. Der angebliche "Hufeisenplan" war eine Erfindung. Dies ist alles bewiesen. Es gab auch kein Ultimatum, sondern man erpresste Serbien mit einem Abkommen, dem kein Staat dieser Welt zugestimmt hatte. Sie haben also nicht die Bilder der zerstörten Brücken und Dörfer gesehen oder der zerstörten chinesischen Botschaft? Was ist mit dem Massaker in der Stadt Varvarin? Dort griffen NATO-Bomber vorsätzlich Zivilisten auf offener Straße an. Aber leben Sie ruhig weiter in Ihrer Traumwelt der sauberen NATO. Georgien hat diesen Krieg begonnen mit einer großangelegten und geplanten Offensive. Man sieht bis jetzt lediglich ein paar zerstörte Wohnhäuser aus der Stadt Gori. Von wem die angegriffen wurden, ist unklar. Auch Südossetien und Abchasien verfügt über eigene Kampfflugzeuge. Ob es einen Rückzug der Georgier gab, ist völlig unklar. Bis jetzt gibt es nur Bilder wie weitere georgische Truppen in Richtung Südossetien unterwegs sind. Würde es sich hier um einen geplanten russischen Angriff handeln, wäre Georgien bereits überrannt.

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11. August 2008 19:46

@ Herr Andersen

Andre Glück (Andryxa)

Das Szenario des Tschetschenischen Krieges könnte sich wiederholen. Allerdings hoffe ich inständig, dass der Westen sich am Herzen Packt und Georgien tatkräftig unterstützt. Ob die derzeitige georgische Führung es Wert ist, mag dahin gestellt sein, aber das georgische Volk und die ureigentsten westlichen strategischen Interessen sollten es Wert sein.

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11. August 2008 19:31

Seit Jahren Absehbares wird nun zur Realität

Sabine Gabriele Breuer (sgbreuer)

Das, was die Welt derzeit zwischen Olypischen Doping und Sommerloch wahrnimmt, ist ein Konflikt, der schon sehr lange schwelt. Georgien ist immer schon Lebensraum für viele Völker mit unterschiedlichen Kulturen, bisweilen sind sie sich untereinander fremd, bisweilen nicht. In Tiflis leben sie in großer Alltag-Selbstverständlichkeit miteinander, die einen als politische oder wirtschaftliche Flüchtlinge aus ländlicheren Gebieten Georgiens, andere als Nachfahren anderer Zugezogener und die alteingesessenen Großstädter. Die junge Generation (unter 45 Jahre) sieht Georgien als politische Einheit mit unterschiedlichen Kulturen, Glaubensrichtungen - aber gleichen Wertvorstellungen. Sie orientiert sich Richtung Westen (=Euopa) - politisch wie kulturell. Russisch wird zwar gesprochen - aber ungerne. In Tiflis sind gängige Fremdsprachen Engl., Franz., Deutsch; das Russische gilt als Überbleibsel einer Zeit, die diese Stadt zu vergessen sucht. Russland setzt seit Jahren schon kleine, feine Nadelstiche gegen die georgische Bevölkerung, die diese erträgt, weil es nicht anders geht. Auch nun wird es nicht anders sein. Während diese Zeilen geschrieben werden, rückt die russische Armee gen Tiflis. Von schweigenden Waffen ist nicht auszugehen.

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11. August 2008 19:24

Die Motive?

Anton Paschke (Anton_Paschke)

Möchte daran erinnern, dass georgische Wähler schon öffter mal vor dem Ablauf der Amtszeit eines Präsidenten ungeduldig geworden sind. So hat Saakaschwili den (in Deutschland sehr beliebten) Schewardnadze in Pension geschickt. Der Hardvard-Absolvent Saakaschwili wurde unterstützt, weil man auf wirtschaftliche Hilfe der USA hoffte - eine Idee aus dem vergangenen Jahrhundert. Non-starter. Wäre alles mit den USA angesprochen - wie die Pravda titelt - dann hätten wir am Samstag eine direkte Konfrontantion der Atommächte gehabt, erstmals seit der Kubakrise 1962. Das ist, Gott lob, nicht passiert. Saakaschwili ist intelligent und denkt rationell, nur hat er eine andere Datenlage, die wir nicht einsehen. Darum können wir seinen Entscheid (Krieg zu beginnen) nicht nachvollziehen. Putin hat natürlich einen negativen Punkt durch die Umstände seiner ersten Präsidentenwahl und durch den ganzen Tschetschenienkrieg. Aber Putin ist nicht Breschnew und Russland nicht die Sowjetunion. Russland ist heute demokratisch und offen wie schon lange nichtmehr. Man sollte sich jetzt nicht in einen neuen kalten Krieg hetzen lassen, wegen Streit unter Kaukasiern deren verschiedene Sprachen Westeuropäer nicht einmal aufzählen können!

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11. August 2008 19:17

Unterbelichteter Saakaschwili?

Klaus Schmidt (Wetten)

Man fragt sich doch als unwissender Bürger was das kleine Georgien sich da gedacht hat. Wenn ein teil der Bevölkerung partout nichts zu tun haben will mit dem rest des landes sollte man sie doch ziehen lassen. Die U.S.A. wird sich kaum mit den Russen unmittelbar in deren Hinterhof Prügeln. Wäre ein verständnisvolles entgegenkommen nicht klüger gewesen gegenüber den abtrünnigen Regionen? Hauptsache wäre doch gewesen den Handel und ähnliches zu sichern, so wie wir das in der EU auch tun, um den Frieden und Wohlstand zu sichern. Ganz abgesehen von den menschlichen Leid und Hass der hier gesät wird, sind die Wirtschaftlichen Kosten riesig. Das die Russen eingreifen würden war doch sicher, und zimperlich waren die noch nie, ganz abgesehen von dem Politischen Labyrinth das sich hier entfaltet. Wer blickt den da noch durch? Die bösen Russen, die bösen Amerikaner, die bösen Georgier? Keiner sieht hier gut aus. Saakaschwili ist ein sehr schlechter Vertreter seines kleinen Landes. Das ganze erinnert mich an den Krieg Eritrea gegen Äthiopien, es war eine Torheit für das kleine Land, Stolz vor Pragmatismus zu stellen.

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11. August 2008 19:14

Russland in Gefahr

Andre Glück (Andryxa)

Die 1000 Elite-Soldaten aus dem Irak (da es ja die Drittgrösste Besatzungsmacht ist) sind eine enorme Bedrohung für das kleine und schutzlose Russland. Jetzt wo die ganzen 1000 Soldaten zurück in Georgien sind ist es ein eindeutiges Signal für Russland.... Die georgischen Elitesoldaten werden Russland okkupieren und deswegen muss sich Russland schützen. Der Westen sollte endlich kapieren, dass das arme, von allen Seiten bedrohte Russland sich nur zu schützen versucht.

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11. August 2008 19:02

@Ilja Kalinin: Irrtum

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Sie irren sich! Ich kenne drei junge Georgier(innen), die alle auf Seiten der Rosenrevolution standen, alle betonen, dass sie Russland und die Russen im Grunde mögen, alle gleichzeitig die russische Politik kritisieren und ebenfalls alle die USA nicht lieben, aber als notwendigen Beschützer des Heimatlandes ansehen. Eine meiner Freundinnen ist eine erklärte Gegnerin Micheil Saakaschwilis, zumindest war sie das noch letzte Woche. Was ich sagen will: Diesen Menschen ist die große Geostrategie, die Russland und die USA betreiben, völlig egal und gekauft waren sie zu keinem Zeitpunkt! Sie wollen persönliche Freiheit in einem demokratischen Land und Wohlstand. Russland bietet all das nicht bzw. hat es in der Vergangenheit nicht geboten, der Westen dagegen schon. Folgich ist man in Georgien bereit, sich notfalls auch den USA unterzuordnen, nach dem Motto: "Besser als Russland!" Wichtig ist eins: Wenn Russland weiter macht wie unter Putin, wird es die Herzen der Georgier endgültig verlieren! Wissen Sie, was das bedeutet? Russland wird jetzt einen Phyrrhussieg davontragen, aber mittelfrstig wird auch der russische Kakasus bröckeln. Das bedauere ich, weil ein gefährliches Vakuum die Folge sein wird!Ein westliches Georgien wäre gut für RUS!

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11. August 2008 18:55

Was ist denn passiert

Hans-Ulrich Schwarznecker (HansUS)

In Bukarest fand eine NATO-Konferenz statt, dort wurde den Georgiern mitgeteilt, sie könnten erst dann Mitglied werden (und würden es auch), wenn sie keine offenen Grenzprobleme mehr haben. Daraufhin haben die Georgier mit Zustimmung Washingtons möglicherweise auch der EU (siehe das Verhalten der französischen Regierung) entschieden, dieses Problem mit Waffengewalt zu lösen. Immerhin zu einem Zeitpunkt, da die Weltöffentlichkeit nach Peking schaut. Wie kurzsichtig die Regierung der USA kalkuliert, konnten wir ja schon an anderer Stelle sehen, auch hier haben sie nicht mit Rußland gerechnet. Rußland hat seit dem Kosovo-Konflikt eine Niederlage auszugleichen und hat diese Vorlage aufgenommen. Nun einen Waffenstillstand zu fordern, nachdem man vorher den ossetischen Bürgern 3 Stunden Zeit gegeben hatte, ihre HS zu verlassen, ehe die Georgier sie erobern wollten, ist etwas seltsam. Rußland 2008 ist nicht Rußland 1998. In einem DLF-Interview erklärte der Vorsitzende der Kaukasischen Gesellschaft, Ossetien sei für Georgier ein Bestandteil ihres Landes, als wenn dieses Argument eine Rolle spielen würde. Im Kosovo haben wir (USA-EU) doch den Serben erklärt, alte Siedlungsgebiete und damit einhergehende Rechte zählen nicht.

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11. August 2008 18:38

Wer ist hier eigentlich der Agressor?

Marcus Mellein (mellein.marcus)

Wer hat denn eigentlich eine Offensive gegen die Zivilbevölkerung in Südossetien gestartet und das noch am Eröffnungstag der olympischen Spiele? Wie viele Menschen (Zivilisten) mussten unter der massiven militärischen Attacke der "übermächtigen" georgischen Armee alleine an diesem Tag sterben? Ich finde es beschämend, dass wir im Westen mit verschieden Maßstäben die Handlungen von Regierungen, Organisationen und Menschen in der Welt beurteilen! Denn die momentane Kriegsberichterstattung (auch seitens der hochgeschätzten F.A.Z.) fällt unter die Rubrik "Propaganda". Wenn ich nur daran denke wie man mit dem serbischen Aggressor heute noch umgeht... Die Parallelen zu der Kosovoproblematik sind nicht zu leugnen, allerdings werden Unabhängigkeitsreferenden nur dann akzeptiert, wenn D, USA, etc. sie auch mittragen. Das Recht auf einen unabhängigen Staat steht den Osseten (Nachfahren der Alanen) historisch mehr zu als den Albanern auf dem Amselfeld und trotzdem wird heute Russland als Invasionsmacht in Georgien angesehen und die amerik. und europ. Bomber im Jugoslawienkrieg als Befreier. Es bleibt immer noch zu hoffen und zu beten, dass das Leid der betroffenen Menschen bald ein Ende findet.

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11. August 2008 18:35

"Einer ist gleicher als der Andere"

René Kana (ReKa10)

Ein Krieg, in dem Geopolitik also Machtpolitik unschuldigen Zivilisten das Leben kostet - Der "Westen" und "ein" Präsedenzfall Wer Politik aufmerksam verfolgt und sich im Laufe der Zeit eine Querschnittsmeinung aus allen Meinungen, Ansichten und Interessenlagen bildet, kann nur zu einem Schluss kommen - Souveränität und Integrität eines Staates sind in dem Augenblick zu vernachlässigen, wenn man die besseren "Argumente" hat. Präsedenzfall :Kosovo, Präventivschlag Und hier noch was zur Thematik: Jellinek, Georg, Staatsrechtslehrer, * Leipzig 16. 6. 1851, † Heidelberg 12. 1. 1911, vereinigte philosophisches, historisches und juristisches Denken, maß zugleich den sozialen und politischen Gegebenheiten eine rechtswandelnde Wirkung bei (»normative Kraft des Faktischen«). Von bleibendem Einfluss sind seine Statuslehre (Status, in denen der Bürger dem Staat begegnet), die Dreielementelehre der Staatsqualität (Volk, Gebiet, Staatsgewalt) und die staatliche Selbstbindung durch Einräumung von subjektiven Rechten des Einzelnen gegenüber dem Staat. Also immer schön alle Seiten betrachten

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11. August 2008 18:31

wie konnten russische truppen so schnell vor ort sein...

Elena Hoerner (ZorOko)

..diese Frage wurde in einigen Kommentaren gestellt. Na erstmal grenzt Südossetien wie auch Georgien an Russland, zweitens hat Russland in der Region seit geraumer Zeit 'Friedenstruppen' postiert. Georgien möchte sich unter dem Schutz der USA und NATO wissen. Südossetien und Abchasien - unter dem Schutz Russlands. So sieht es momentan aus. Russland ist unberechenbar, USA - eigenwillig. Und Europa steht dazwischen.

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11. August 2008 18:24

@Michael Menzel

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Es gibt 2,4 Millionen Russlanddeutsche in Deutschland. Aber auch wenn ich Ihre Kernaussage verstehe und ihr zustimme bezüglich der Politik Russlands, liegen Sie in diesem Fall völlig falsch! Denn der größte Teil der jungen Russlanddeutschen ist weitgehend assimiliert (das sehe ich in meinem eigenen Freundeskreis; in meinem Abiturjahrgang waren über 10% Russlanddeutsche)) und hat mit dem Geburtsland Russland nicht mehr viel am Hut. Der Grund für dass öffentliche Bild des schlecht integrierten Russlanddeutschen, der lieber wieder nach Russland zurück möchte, ist foglender: Ein in Deutschland integrierter Russlanddeutscher ist ein Deutscher. Bei meinen russlanddeutschen Freunden merkt man überhaupt nicht, das sie nicht in Deutschland geboren werden. Folglich merken fremde Leute gar nicht, dass sie Russlanddeutsche vor sich haben (deutsche Namen etc.), während man es bei ausländischen Zuwanderern eben trotzdem merkt. Folgich gibt es den "gut integrierten Türken", aber nicht den "gut integrierten Russlanddeutschen". Bei ihnen fallen nur die nicht integrierten Personen auf. Aber dennoch: Sie bilden die Minderheit!

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11. August 2008 18:23

@Sebastian Bauer

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

Was die Europafahne bei Saakaschwilli's Ansprachen soll, weiß ich nicht. Der Zweck ist womöglich, darauf hinzuweisen, dass Georgien west-freundlich ist - und deshalb von Russland gehaßt wird. Warum er vor us- und europ. Medien redet? Soll er etwa vor russischen reden?? Und die Asiaten interessiert es eh nicht. Die Wiederwahl dieses "Staatsmannes war übrigens llaut internationalen Beobachtern auch nicht ganz sauber. Das ist wohl kein Argument gegen ihn. In Russland gibt es sogar so BEobaachtungen wie mehr als 100% Wahlbeteiligung, Beobachter werden vielfach nichtmal zugelassen. Ein Schelm wer böses dabei denkt, Herr Demokrat Putin! Kosovo und Südossetien ist, finde ich, doch "etwas" verschieden. Der Völkermord an den Albanern war real, der an den Osseten hingegen eher eine Erzählung Moskaus. Oder wie viele wurden in den letzten Jahren gemeuchelt?

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11. August 2008 18:22

Meinen aufrichtigen Dank an Rußland,

Emanuel Roth (E.Roth)

daß es den durch die georgische Führung wohl beabsichtigten Genozid in Süd-Ossetien verhindert hat. Wie wäre wohl dieses Desaster verlaufen, wenn Rußland nicht helfend eingegriffen hätte? Was wäre noch alles geschehen, wenn russische Truppen den Agressor nicht zurückgedrängt hätten? Sicherlich wären noch viel mehr Menschen getötet und vertrieben worden. Ihre Lebensgrundlage hätte die georgische Führung in "Schutt und Asche" gelegt. Am Ende wäre eine beabsichtigte etgnische Säuberung wohl durchgesetzt worden. Deswegen danke ich Rußland.

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11. August 2008 18:18

Fakten sprechen füt sich

sophie zakarashvili (liku1)

Habt Ihr n-tv gesehen? habt Ihr jezt die wahre ziele Russlands gesehen. Südossetien ist nur eine VORWAND. Die Artikeln in FAZ selber Putin hätte nicht besser schreiben können.

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11. August 2008 18:09

:-o

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

Baffes Erstaunen. Man schaue sich mal die ganzen Beitragsbewertungen an. Egal wie qualifiziert, wie lang, wie kurz - (fast) grundsätzlich sind die BEiträge polarisiert bewertet, und zwar eher pro-russische positiv und pro-georgische negativ. Sind die wirklich echt? Ich befürchte es... Die Vergleiche mit dem Balkan, mit der Anerkennung des Kosovo oder gar dem Irak hinken. Der Irak ist etwas ganz anderes, dort geht es nicht um Annektion. Und die Albaner wurden WIRKLICH vor einem Genozid gerettet. Wo ist dieses bitte in Südossetien? Außer dass es die Russen sagen, aber das heißt ja nichts. Und welche lupenreinen Demokraten verhindern ein angebliches Genozid mit Bombern? Und schon gar nicht mit Bombenangriffen auf Wohnhäuser und Infrastruktur. Und wenn Russland weiterhin behauptet, dass das nicht stimme - da glaube ich lieber dem Auswärtigen Amt. Und das warnt ausdrücklich vor Bombenangriffen im georgischen Kernland! Oder lügen nun auch die deutschen Diplomaten?

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11. August 2008 18:07

@Thomas Süße: Sichtweise der Georgier

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Ich möchte mal ein Zitat einer georgischen Freundin wiedergeben: "Ich wäre so froh, wenn Georgien irgendwo anders liegen könnte. Meinetwegen auch irgendwo in Afrika. Nur nicht neben diesem Monsterland!" Diese Aussage liegt gerade mal zwei Monate zurück. Nochmal: Die jungen Georgier interessiert es überhaupt nicht, warum sich Europa und Amerika für Georgien interessieren (Energieversorgung). Sie sehen für sich die Chance, einen Beschützer zu bekommen, den ihr Land braucht, und diese Möglichkeit bieten nunmal nur die USA. Von Europa sind sie dieser Tage sehr enttäuscht, weil außer den üblichen Floskeln (wenn überhaupt) nichts kommt. Es ist peinlich, dass ausgerechnet George Bush klare Worte findet! Aber nochmal zu unseren Interessen: Wäre es Ihnen wirklich lieber, die Amerikaner wären in Europa nicht mehr präsent? Was hätte das zerstrittene Europa derzeit einem autoritär regierten und imperialistisch agierenden (im Falle Georgiens langfristig zum eigenen Schaden) Russland entgegenzusetzen? Nichts! Kritisch bin ich übrgiens auch, vor allem gegen Meinungsmache. Dass die Wende vor allem aus Neid entstand, glaube ich nicht. Sie dürfen heute eine von der Regierung abweichende Meinung äußern. Das wollten die Demonstranten damals auch!

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11. August 2008 18:07

wenn sich zwei streiten...

Ilya Kalinin (amor-fati)

Während Europa das Zeitalter der Ideologien immer noch nicht überwunden hat und sein Geld und seine Energie lieber in die Bekehrung anderer Staaten investiert, überholen die Wirtschaften Chinas (und anderer Staaten) den alten Kontinent, indem sie sich mittels massiver Investitionen in die Infrastruktur und Bildung für den globalen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts bestens positionieren. Europa aber möchte Russland nicht einmal die Rolle eines zwar exklusiven, aber im Grunde primitiven Rohstofflieferanten gönnen - nicht gerade eine erstrebenswerte Rolle im Zeitalter der Nanotechnologie! Je schneller man auf dieser Seite des Globus die Perspektivlosigkeit dieses innereuropäischen Gerangels einsieht, umso wahrscheinlicher wird es sein, dass wir gemeinsam mit den USA und mit Russland die europäischen Werte für das 21. Jahrhundert bewahren. Russland ist ein Teil der europäischen Zivilisation - auch wenn viele Ignoranten das nicht wahrhaben wollen.

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11. August 2008 18:02

Die Amerikaner sind nun wirklich die schlechtesten Ratgeber

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Gerne wird immer wieder verschwiegen, daß sowohl Saddam Hussein als auch Bin Ladin zunächst insbesondere vom CIA aufgebaut wurden als man noch glaubte sich ihrer bedienen zu können. Als den USA die ganze Angelegenheit aus den Händen glitt (wie schon so oft) waren es plötzlich die bösen Feinde. Da sind mir persönlich die Russen allemal lieber. Sie schützen ihre Bevölkerung. Daran kann ich nichts schlechtes finden. Übrigens sollten auch die Europäer nicht vergessen, was sie im Kosovo getan haben, gegen den Rat der Russen. Heute will man das als etwas ganz verschiedenes darstellen. Ist es auch. Im Kosovo hat man es zumindest auf Regierungsebene ganz überwiegend mit Kriminellen zu tun. Und die darf u.a. der deutsche Steuerzahler noch finanzieren. Auch in diesem Zusammenhang wird gerne vergessen, daß es sich um Albaner handelt, die als man ihnen helfen wollte für die Hilfsgüter nach Albanien Schutzzölle verlangt haben. Ein gutes Gedächnis könnte hie und da auch bei Herrn Steinmeier hilfreich sein. Gerade Herr Putin dürfte als einer der intelligentesten und ehrlichsten Politiker unserer Zeit angesehen werden. Er zögert keine Sekunde das Notwendige und Richtige zu tun.

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11. August 2008 17:30

Putin ist in seinem Element.......

wolf haupricht (emilgilels)

Er wird diese Chance als tatsächlicher "Oberbefehlshaber der Streitkräfte" und als wirklicher "Präsident" des Riesenreiches Russland mit vollen Händen ergreifen und Tatsachen im Kaukasus schaffen. Georgisches Gebiet ist bereits erreicht und wird gnadenlos bombardiert. Das geltende Völkerrecht ist dabei unwichtig, das könnte allenfalls stören. Wichtiger ist der künftige und direkte Einfluss in dieser Region, in der künftig ohne Russland, respektive Putin, nichts mehr geht. Auch eine künftige Regierung in Georgien wird ohne Zustimmung Putins nicht existieren können. P.S Dass die ehemalige SU unter Stalin der Verursacher der Spannungen in dieser Region war, wird nicht berücksichtigt, außer dass RU heute ungeniert davon profitiert.

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11. August 2008 17:30

Wie unglaublich dieser Vorwand russische Staatsbürger beschützen zu wollen...

Torsten Rhode (Torsten.Rhode)

...vielleicht auch sein mag. Aber mal ehrlich... doch glaubwürdiger als ein Saddam der Bio-, Chemie- und eventuell sogar Atomwaffen entwickelt bzw. schon hat und damit die ganze Welt vernichten will. Zumindest gibt es nachweislich russische Staatsbürger in Südossetien.

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11. August 2008 17:04

„Seit 5.45 Uhr wird zurrrrückgeschossen !"

Markus Teuber (arathorn)

Diese Ansprache hätte man durchaus auch vor wenigen Tagen im Radio hören können,formuliert vom kleinen Zar im Kremel .Während es von georgischer Seite aus offensichtlich nur Kampfhandlungen gegen bewaffnete und organisierte Separatisten gab,machte Klein-RasPutin gleich einen "Völkermord" und ethnische Säuberungen daraus -etwas,was die Russen in Tschetschenien ja selbst "nie" exekutiert haben und etwas,was die Serben unter russischem Handauflegen in Ex-Jugoslawien Tag für Tag praktizierten in jenen 90er Jahren. Gut,daß der Zar bereits am ersten Tag des Konfliktes schon eine erkleckliche Streitmacht in Ossetien versammelt hatte,um "dem Morden" ein Ende zu bereiten (oder geht das -wie in Tschetschenien- unter russicher Regie jetzt erst richtig los?),ganz so,als hätte er den Konflikt bereits erwartet. Die Russen haben ihren "Sender Gleiwitz" formidabel inszeniert !

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11. August 2008 16:58

und wann kommen die Chinesen?

michael lang (mini1985)

Tja, die Westen habens vor 10 Jahren schon gezeigt,wie die Sache läuft, jetzt machen die Russen 1:1 nach und schon sind sie still geworden,oder gucken die alle noch Sport sowie Putin und Bush? Für einen Krieg braucht man keine Ausreden, warum ,wann oder wer gegen wem, das ist nur eine Frage des Willens. Tipp für den Chinesen: schick schon mal ein paar Millionen Hans nach Tibet oder haben sie mittlerweile schon Dalai Lama mit Atombombe auf ihrem Satellitenfotos?? PS: Wo sind nun die Menschenrechtkritiker?Ach sorry,habe vergessen,die Leute sind ja im Krieg, und nicht bei einer Demostration getöt worden.... Gruss

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11. August 2008 16:46

Es hat sich abgezeichnet, bevor etwas geschah.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Putin hat gewartet und Recht behalten. Nun nutzt er die Gelegenheit. Die Führung in Georgien hat sich vom eigenen politischen Ehrgeiz und falscher Strategie in die Irre führen lassen, nicht einmal den Strohhalm eines bedingungslosen sofortigen Waffenstillstandes ergriffen. Da hilft es nicht, den hilflosen Westen anzuflehen. Der wird den Teufel tun. Tiflis wird besetzt, die Führung ersetzt und ein Zeichen für die Nato gesetzt. Das war`s.

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11. August 2008 16:28

Putin bringt was durcheinander

Konstantin Schneider (bundesboy)

Ausser, dass Saakaschwili und die USA offenbar eine NATO-Erweiterung erzwingen wollten, so wie die USA ja auch die Türkei in die EU bringen und den Irak befreien wollten, ohne uns Europäer wirklich mal zu fragen, ist da nicht viel Logik über diesen Krieg zu erkennen. Putin bringt natürlich auch etwas durcheinander, wenn er Saakaschwili mit Saddam Hussein vergleicht. Es ist allerdings auch gerade in den Anfangstagen eines Krieges schwer, genau zu erkennen, welche Transporte welchen Zweck verfolgen. Durch die Rückkehr der georgischen Elitesoldaten aus dem Irak, wird eine Argumentation, dass man mit Russland wie mit dem Irak verfahren wolle, allerdings ungeheuer erleichtert. Es sind diese Fehler der Amerikaner, die eine schnelle Lösung unwahrscheinlich machen.

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11. August 2008 16:24

@Antworten zu meinem Beitrag

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

Ja, "im eigenen Land" ist in der Tat EIN Knackpunkt. Wenngleich nicht der, für das was JETZT dort stattfindet. Ich gehe jetzt mal von der "herrschenden Meinung" aus, die die beiden Provinzen noch immer Georgien zuordnet. Aber selbst wenn dem aus welchem GRund auch immer nicht so wäre, so rechtfertigt das nicht, was Russland tut. Offiziell hat Russland bis heute Georgien nicht den Krieg erklärt! Wenn sie jedoch tatsächlich nur Südossetien helfen, dann müssten sie das tun. Stattdessen behaupten sie ausdrücklich, dass sie weiterhin nicht im Krieg seien. Außerdem: Seit wann besteht Beistand aus Angriffen auf das gegnerische Land? Nach deutscher Verfassungsauffassung besteht ein Verteidigen (ohne internationalem Mandat) aus der Verteidigung auf EIGENEM Boden. Tiflis ist aber noch nicht südossetisch, auch (noch) nicht sowjetisch - von daher ist die Behauptung Russlands, lediglich zu "schützen" gelogen - und darum geht es mir. Was Georgien in Südossetien tut ist inzwischen eh nicht mehr aktuell. Georgien zieht sich zurück und hat eine Waffenruhe - k.A. ob sie die einhalten, aber es schießt ja wohl jeder zurück wenn er weiterhin beschossen wird!

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11. August 2008 16:20

Georgienkonflikt

Wilhelm Rggrt (Wilhelm29)

Putin dummplaudert und will nur alte russische Großmachtträume im Kaukasus wieder herstellen. Was hat den Rußland dort verloren? Den glanz seiner ehemahligen Größe, und das wollen die postkommunistischen "lupenreinen Demokraten" nicht hinnehmen. Und deshalb ist es recht daß ihnen der Westen, USA, EU usw. die rote Karte zeigt.

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11. August 2008 16:15

Was lernen wir aus dem russischen Überfall auf Georgien?

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

1. Appeasement führt zu Krieg. Georgien hat nicht zu viel, sondern zu wenig Militärhilfe erhalten. 2. Russland bleibt unberechenbar, eine Abhängigkeit Europas von russischen Lieferungen stellt ein permanentes Risiko dar. 3. Georgien braucht auf unbestimmte Zeit Schutz. NATO- und EU-Mitgliedschaft werden auf Generationen das legitime Ziel georgischer Politik sein. 4. Alles was der Eurokratie zur Vergewaltigung Georgiens einfällt, ist, das 'beide Seiten' ihren Konflikt 'friedlich' lösen sollten. Anders gesagt: die EU-Leute sind nicht fähig, Konflikte zeitig zu kontrollieren.

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11. August 2008 16:00

H. Saakaschwili hat Osseten und Georgier Leid zugefügt

Werner Stettner (WStettner)

Nicht nur, dass es angebracht wäre H. Saakaschwili wegen Völkermordes und Massenvertreibung vor ein internationales Gericht zu bringen, es wäre zudem sinnvol ihn auch innerländisch auf die Anklagebank zu setzen. Mit seiner infantilen und dennoch demagogischen Art hat er seinen Landsleuten Leid zugefügt, in dem er sie direkt und kompromisslos in einen Krieg gesteuert hat. Des Weiteren ist die Haltung der USA beschämend; anstatt neutral und diplomatisch zu wirken, werden weitere georgische Soldaten sowie schwere Gerätschaft durch amerkanische Militärmaschinen an die Front transportiert. Und somit äußern die USA ihr Verlangen nach sofortiger Einstellung der Kampfhandlungen!? Welche perfide - aber dennoch altbekannte - Politk der USA.

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11. August 2008 15:48

Menschenleben für Öl, Geld und Macht - Russland: zurück in die Zukunft

Tobias Kochbeck (Tobisas)

Es ist doch offensichtlich, um was es eigentlich bei dem Angriff Russlands auf Georgien geht! Es geht mal wieder um Öl, Geld und Macht. Die Behauptungen der russischen Regierung, bei der Militäroffensive ginge es um den Schutz russischer Staatsbürger, kann man wohl eindeutig als Lüge bewerten. Russland geht es um die Vorherrschaft im Kaukasus und die komplette Kontrolle über die Ölpipelines, die durch Georgien führen. Die Menschen in Südossetien sind der russischen Regierung genauso egal, wie die Souveränität Georgiens. Auch die Vergleiche mit den Angriffskriegen der USA hinken meiner Meinung nach beträchtlich. Immerhin hatten die USA in Afghanistan ein UN Mandat. Irak und Serbien muss man dabei allerdings differentzierter betrachten. Aber Russland bombadiert und attakiert zurzeit einen demokratischen, souveränen Staat und die Welt schaut mehr oder weniger tatenlos zu. Wenn Georgien fällt, wird Russland nicht davo rzurückschrecken, weitere Länder im Kaukasusgebiet anzugreifen! Alleine schon um den USA und der EU zu zeigen, zu was Russland alles in der Lage ist!

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11. August 2008 15:33

Krieg im Kaukasus

claus korner (CKKO)

Der Versuch als Brandstifter die USA und andere NATO-Staaten im Konflikt gegen Russland zu instrumentalisieren darf nicht unbestraft bleiben. Wohin fluechten die Menschen nach Georgien offensichtlich nicht. Wenn der Kosovo von Serbien angegriffen wuerde waere die Nato nicht bereit weg zau schauen. Die Menschen muessen frei bestimmen koennen.

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11. August 2008 15:28

Fehler des Westens

Alexander Fitzgerald Jung (jung2000)

Es wäre sehr schade, wenn aus dieser Sache jetzt ein neuer kalter Krieg werden würde. An schlimmeres möchte ich gar nicht denken. Ich wünsche mir sehr, dass die USA und die NATO sich zurückhalten werden. Diplomatische Aktivitäten im friedlichen Sinne fände ich jedoch sehr gut. Leider scheinen sich die Russen von der NATO-Osterweiterung wirklich in die Enge getrieben zu fühlen. Das kann ich gut nachvollziehen, denn die USA sahen die Russen damals auch nicht gerne auf Kuba. Ich hoffe sehr, dass beide Seiten im Dialog bleiben und die Russisch-Amerikanische Freundschaft nicht zu stark darunter leiden wird. Immerhin haben ja die Georgier mit dem Krieg angefangen, deshalb würde es uns im Westen ganz gut tun, nach einer friedlichen Lösung zu suchen und einander zuzuhören. Vielleicht klingt das etwas naiv, aber wenn man es möchte, funktioniert es auch.

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11. August 2008 15:27

Ein Stellvertreterkrieg muss es nicht bleiben!

Herold Binsack (Devin08)

Um diesen Krieg zu verstehen, macht es wenig Sinn sich in die jeweiligen hysterischen Nationalismen hineinzumischen. Die Georgier sind nicht minder nationalistisch als die Großrussen chauvinistisch. Das ist eine uralte Geschichte. Selbst die Bolschewiken, gar unter dem Georgier Stalin, wussten zeitweilig nicht, wer da eigentlich der „Übeltäter“ ist, sodass ein Russe Lenin dem Georgier Stalin grossrussisches Gehabe gegenüber den Georgiern vorwerfen durfte. Also lassen wir das und gehen wir zu den wirklichen Mächten der Gegenwart. Zunächst einmal ist das ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen und dem Osten, ja das gibt es noch:West gegen Ost! Und dann mischen da noch verschiedene Randmächte mit, wie eben zum Beispiel die Türkei mit ihren Ambitionen in den sog. „turkvölkischen“ Regionen der ehemaligen Sowjetunion. Wenn man die Aggressivität der Türken zu der des Westens addiert, bekommt man in etwa eine solche der Russen, die sich da gegenwärtig über die Georgier entlädt. Aber Vorsicht: Ein Stellvertreterkrieg muss es nicht bleiben.

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11. August 2008 14:35

Jetzt läuft die Propaganda auf Hochtouren

Konstantin Schneider (bundesboy)

Würde es wirklich so klar sein, dass sich Georgien bereits ergeben hat und alle Waffen schweigen lassen will, dann hätte G.W. Bush sicher keine Schwierigkeiten gehabt, mit ein paar als Aufklärungsflügen bezeichneten Manövern im georgischen Luftraum Flagge zu zeigen. Es scheint also zu stimmen, dass die Aggressivität Georgiens noch nicht völlig abgeklungen ist. Für die Russen, die sich in Propaganda verstehen, gibt es entsprecchend noch keinen triftigen Grund, die Operation Denkzettel vorzeitig abzublasen. Sollten sie sogar später von Sieg sprechen wollen, müssen sie schon noch einige unabänderliche Fakten schaffen. Dass Putin als der Kriegsherr von Tschetschenien versucht, die Welt mächtig daran zu erinnern, dass es zwischen den westlichen Kriegsmethoden und denen des Kreml gehörige Unterschiede gibt, ist auch klar. Die Ermüdung des Westens hinsichtlich seiner Rolle als oberste Weltpolizeibehörde trägt ihr Übriges dazu bei, dass sich die strategisch vernichtende Niederlage am Kaukaus kaum noch vermeiden lässt.

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11. August 2008 14:28

@ U. Hinderer

Teoman Bressel (Bressel)

Bis jetzt weiß niemand, wie es wirklich begonnen hat. Innerhalb weniger Tage wurden verschiedene Versionen durch die Medienlandschaft geschickt. Ich halte Saakaschwili nicht für ein Unschuldslamm, aber Kampfhandlungen gegen südossetische Separatisten sind etwas anderes als Bomben auf Zivilisten. Entweder hat also Saaksaschwili bewusst einen Konflikt in Kauf genommen, um Südossetien um den größtmöglichen Preis zu verlieren: Weltweite Aufmerksamkeit für sein Land bzw. die Region sowie Loyalitätsbekundungen durch westliche Welt und russische Nachbarstaaten. Oder aber Russland hat darauf gewartet, daß Georgien in Südossetien nur mit der Wimper zuckt, um diese Strafexpedition anzuzetteln. Vielleicht ist beides wahr, entscheidet sollte vielleicht sein, wer am Ende den größten Profit davon hat.

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11. August 2008 14:27

jetzt zeigt sich die Werte orientierte Politik des Westens

Sebastian Bauer (Sebastianbauer)

Warum hält Hr. Saakaschwilli seine Ansprache ständig vor der Europafahne. Und warum spricht er hauptsächlich vor amerikanischen und brittischen Medien? Es ist eine Sauerei das dieser "Staatsmann" (dessen Wiederwahl laut internationalen Beobachtern auch nicht ganz sauber ablief) so versucht den Westen auf seine Seite zu ziehen. Die EU muß sich jetzt ganz klar von ihm distanzieren und Neutralität bewahren. Wieso sträubt sich der Westen so die abtrünnigen Provinzen anzuerkennen. Die Konservativen hüben und drüben müssen endlich alte idelogische Beweggründe überwinden und einen Schritt auf einander zu gehen. Der Kosovo konnte innerhalb von 2 Tagen durch die Bundesregierung anerkannt werden. Warum ist es nicht auch andersherum möglich und mit einer anschließenden gemeinsamen Friedensmission durch die EU und Rußland in Südossetien und Abchasien. Die wenigsten wissen das ja sowieso schon Deutsche Soldaten in Georgien vor Ort sind. Also wenn am Hindukusch schon unsere Nationale Sicherheit verteidigt wird dann wohl ohne Frage erst recht auch am Kaukasus. Da man sich leider bei den USA nicht mehr sicher sein kann ob sie einen wirklichen Friedensprozess vorbehaltlos unterstützen sind die EU gefordert deeskalierend einzuwirken.

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11. August 2008 14:17

Alles sehr merkwürdig

Jürgen Clasen (Heini1946)

Die Russen wußten bestimmt von dieser Aktion und haben sich entsprechend verstärkt, um blitzschnell einzugreifen. Um das zu verhindern, hätten sie ja Garantieerklärungen abgeben können oder mit ähnlichen Instrumenten den Übergriff verhindert. Wollten es wohl nicht. Die Amerikaner haben das doch alles mit ihren Satelliten gesehen ? Oder sind es alles Blindfische ? Besser garnichts glauben. Es ist doch alles erstunken und gelogen.

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11. August 2008 14:14

Herr Garbe

Franz Holzinger (franzholz)

Ein Ultimatum ergibt einige Tage Rückzugsmöglichkeit, ohne dass es unwiderruflich zum Kriegsausbruch kommt. So etwas hat es von Russland nicht gegeben. Eine Waffenstillstandsvereinbarung ist kein Ultimatum vor einem Kriegsausbruch. Wer bezeugt denn, dass die Georgier zuerst geschossen und angegriffen haben? Wer bezeugt den Georgiern zur Last gelegten soeben begangenen Völkermord? Die NATO hatte im Kosovo zuerst viele Monate nach klaren und eindeutigen Beweisen gesucht, und dann zusätzlich ein Ultimatum gestellt ohne sofortigen Kriegseintritt. "Und so ist es nicht verwunderlich, daß Rußland zum selben Mittel greift umd Flugplätze und Radaranlagen auszuschalten." Und warum sehe ich dann auf den Fotos der FAZ Bilder, in denen auch ganz normale Wohnhäuser von den Russen bombardiert werden? Es gibt aber keine ähnlichen Bilder aus Serbien, in denen NATO Bomber gezielt die Häuser der Serben zum Einsturz gebracht hätten. Nebenbei sind mir keinerlei Gebietsbesetzungen bekannt, welche die Georgier durchgeführt hätten, sondern es hat einen sofortigen Rückzug gegeben.

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11. August 2008 14:11

Wenn...

Teoman Bressel (Bressel)

...es Russland allein darum geht, georgische Aggressionen zu bestrafen, warum beendet es nicht die Kampfhandlungen, nachdem Südossetien in russischer Hand ist? Es ist bisher nicht klar, wer den Krieg provoziert hat: Entweder hat Saakschwili sich völlig überschätzt und trägt mindestens eine Mitschuld, oder aber Russland hat den Konflikt bewusst forciert, um innerhalb weniger Tage seine Position im Kaukasus zu stärken. Fakt ist: Russland hat den Krieg bis jetzt nicht beendet, obwohl Saakaschwili bereits einen Waffenstillstand unterzeichnet hat. Russlands Bedingung war es doch bis gestern, daß sich Georgien aus Südossetien zurückzieht. Das ist geschehen, aber wenn es um Südossetien ginge, dann müsste Russland doch jetzt seine eigenen Bedingungen erfüllen und die Kampfhandlungen beenden. Wer auch immer den Konflikt also ausgelöst hat: Russland versucht, daraus so viel Kapital wie möglich zu schlagen und lehnt einen Waffenstillstand ab, weil es Putin bis jetzt noch nicht passt. Bis zur Stunde werden Poti und Tiflis bombardiert. Hier geht es längst nicht mehr um Südossetien. Georgien soll auf den Knien betteln und Saakaschwili hassen. Um das zu erreichen, hat Russland noch nicht genug getan.

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11. August 2008 14:07

Zumindest haben wir jetzt Klarheit darüber...

Werner Kühn (IusGentium)

was wir von Russland und seinem "lupenreinen Demokraten" zu erwarten haben: Unterwerfung oder vollständige Zerstörung, falls wir uns nicht unterwerfen wollen. Genauso gut hätte es einen der baltischen Staaten treffen können. Gut, dass wir die NATO haben! Leider hatten die Georgier keine derartige Sicherheits- und Schutzgarantie und müssen nunmehr spüren, was es ist, im "backyard" Russlands zu leben. Erst recht sollten wir die US-amerikanischen Abwehrraketen in Polen und Tschechien aufstellen. Die Russen haben die Chance verpasst, Freunde des Westens zu werden.

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11. August 2008 13:58

@ Marry Scharrer - Sie wiedersprechen sich selber

thomas schulz (peanutbutter)

Das, was Russland in Georgien, die EU auf dem Balkan und die USA im Irak und Afghanistan veranstalten, ist internationale Einmischung, mal mit mal ohne den Segen der UNO, es sei denn, die legitime und international anerkannte Regierung, gewählt oder auch nicht, eines völkerrechtlich anerkannten Staates bittet darum oder erlaubt diese Einmischung, ohne dazu genötigt zu sein. Das sind die Prinzipien, die nach dem 2. Weltkrieg festgelegt wurden, um ein für alle mal Clausewitz's Dogma den Garaus zu machen. Aber dieser hehre, humanistische Plan ist wie viele andere auf den Müll der Geschichte gelandet. Zynischerweise gibt es in Extremfällen (s.o.) offensichtlich keinen anderen, zuverlässigeren Weg für Frieden zu sorgen, als den (regionalen) Großmächten zu gestatten, in ihren Einflußsphären die große Keule zu schwingen. Es reduziert sich letztendlich bzgl. der Überlegung, ob man eingreifen soll oder nicht, auf die Frage: "Ist es in meinem nationalem Interesse einzugreifen oder nicht ?" "collateral damage" unter der Zivilbevölkerung haben noch nie eine Rolle gespielt, es sei den, das eigene Volk stört sich daran wie z.B. beim Libanonfeldzug der Israelis oder dem Vietnamkrieg der USA.

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11. August 2008 13:41

Das ist ein Angriffskrieg

Michael Menzel (Galenos)

wie der, der am 1. September 1939 begann. Das Ziel ist, so wie damals, die Okkupation und Terrorisierung eines souveränen Landes. Die Gebietsstreitigkeiten die zwischen den Südossetien, Abchasien und Georgien bestehen sind der Vorwand für den Überfall ganz Georgiens. Ein Vergleich mit Kriegen der USA ist nicht möglich, da es den USA niemals um die Annektion von Ländern ging und geht. Speziell das immer wieder erwähnte Eingreifen der USA in Serbien hatte niemals den Zweck von Landgewinn sondern rettete die Albaner vor einem fast schon vollendeten Genozid. Jegliche diplomatische Bemühungen der UN oder der EU sind völlig sinnlos, da Russland in der UN selbstverständlich blockiert und die EU überhaupt keine Macht hat, Russland zu beeinflussen. Es ist unsinnig, von Russland die Einstellung der Kampfhandlungen zu fordern, wenn diese doch gerade von langer Hand geplant waren und vorsätzlich den Kern des ganzen Unternehmens darstellen.

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11. August 2008 13:38

Olympischen Spiele oder ethnische Säuberungen?

Andrew Sedov (Ber_Mtte)

Wie lange kann es dauern, bis eine kleine ehemalige sowjetische Republik mit einem militärsinnendem Staatsoberhaupt zu einem europäischem Staat wird? Wie viel Zeit braucht georgisches Volk um zu verstehen, dass Süd Osetien und Abkhasien keine Georgier sind und genaso wie Kosovo unabhägig sein möchten? Warum hat Saakaschwili mit ethnischen Säuberungen in Südosetien am Tag der Olympischen Spielen angefangen? Man kann die unzählige Fragen auch weiter stellen. Es ist mir einziges klar: kein demokratischer Staatsoberhaupt führt sein eigenes Volk in den Krieg ein.

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11. August 2008 13:38

Herr Holzinger

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Ihre Aussage bezüglich des fehlenden Ultimatums ist falsch. Es gab seit über einem Jahr ein Abkommen in dem Georgien auf jegliche Gewaltanwendung verzichtet. Dies wurde mit dem Überfalls Georgien nicht nur gebrochen, sondern beschoss man dabei ausserdem russiche Truppen. Russland griff darauf zum Mittel der Selbstverteidigung und vorallem dem Schutz der eigenen Soldaten. Dass man sich dabei nicht so delitantisch anstellt, wie die UNO einst in Bosnien, kann man Russland nicht anlasten. Im Übrigen ist es gerade von Seiten der USA sehr lächerlich Angriff gegen georgische Militäranlagen zu verurteilen. Als man seitens der NATO Serbien in Schutt und Asche legte, geschah dies mit dem Hinweis, daß es am effektivste und "humansten" wäre die vermeintlich militärische Infrastruktur zu zerstören. Und so ist es nicht verwunderlich, daß Rußland zum selben Mittel greift umd Flugplätze und Radaranlagen auszuschalten.

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11. August 2008 13:28

Klaus-Dieter Frankenberger täuscht sich, wenn er der Meinung ist...

Ilya Kalinin (amor-fati)

dass Multipolarität den europäischen Interessen nicht zuträglich ist. Und wenn er das Streben nach einer multipolaren Welt für eine linksintellektuelle Marotte hält, dann spiegelt das nur sein in die Vergangenheit gerichtetes Denken wider. Die Begrenzung der amerikanischen Macht ist kein stupider Antiamerikanismus, sondern ein Zwischenschritt zu einer Weltordnung, in der europäische Werte nicht offensiv exportiert werden, sondern auf natürliche Weise, durch ihre Attraktivität verbreitet werden - natürlich gemeinsam mit den USA! Frankenbergers Verbund westlicher Demokratien (Demintern?) erinnert an eine neue ideologische Grenzlinie, mit der wir Europäer unsere Werte nicht etwa nach außen tragen, sondern eben jenen ideologischen Kampf zwischen autoritären und demokratischen Staaten erst heraufbeschwören. Dass westliche Demokratien ein exklusives Recht haben, die Probleme dieser Welt zu lösen und v.a. dass sie dies erfolgreicher machen können als andere "Pole" ist mit Blick auf das Engagement der aktuellen US-amerikanischen Administration sehr zweifelhaft. "Kalter Wind" - ja, aber man rüstet sich dagegen nicht, indem man sich hinter den USA versteckt oder andererseits sich in seiner postmodernen Lethargie verbarrikadiert.

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11. August 2008 13:26

@ teoman bressel:

Ulrich Hinderer (tiger_78)

Ich kann mich schon erinnern, dass es Bildchen von gewissen Raketenwerfern sah, die laut georgischen Angaben ein gewisses Ts'chinvali beschossen. Ebenso wurden viele Bilder von Panzern gezeigt, die eben diese Stadt einnehmen sollten. Ferner gab es Filmchen von Luftangriffen auf Seperatisten aus russischen Quellen. Am 07.08.08. Dass eine Seperatistenbewegung in Abchasien sich solidarisch erklärt ist nicht verwunderlich: Sie sind die nächsten... es sei angemerkt, dass diese Gruppierung auch Flugzeuge aus UdSSR-Zeiten befehligen soll - und auf russische Hilfe bei Luftangriffen nicht unbedingt angewiesen ist. Dass Russland bei dem Spiel mitmacht, ist natürlich eine Sauerei. Etwas verwunderlich ist , dass ein georgischer Präsident so doof ist und seinen Leute befiehlt in's offene Messer zu rennen. Die Reaktion Russlands bei einem Artillerieangriff auf eine von ihnen protegierte Stadt war glasklar. Dort sind Militärs am Werke - und sowas lässt sich kein Militär bieten. Hat vielleicht jemand georgische Truppen "beraten", Russland so sehr zu unterscchätzen wie man's daheim auch tut? Und evtl. ein wenig eigenmächtig zu handeln - nach Texas Ranger-Manier am Rio Grande - weil man Souveränität nur gut findet, wenn Andere sie beachten?

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11. August 2008 12:59

Russland im falschen Jahrhundert?

René Golombek (rg038)

Ich frage mich was treibt die Russen (Politiker) an? Das sind imperiale Verhaltensmuster die man aus dem 19 Jahrhundert kennt und zu 2 Weltkriegen geführt haben. Ich dachte das hätten wir hinter uns. Warum handelt Putin und Co so aggressiv? Warum sind die russischen Truppen, in dieser Größenordnung, schon vor Ort? Die Verhaltensweisen von Putin und Med.. ähneln den von Diktatoren vergangener Zeiten. Es steht nicht mehr das eigene Volk oder die friedliche Koexistenz mit Nachbarn im Mittelpunkt, es geht nur noch um das Ego dieser beiden Herren. Milton Friedmann schrieb 1962 "Auch wenn die Männer, die diese Macht ausüben ursprünglich guten Willens sind,... so ist es doch die Macht, die sie anzieht und andere Männer aus ihnen macht." Dazu noch zentrale Machtstrukturen und fertig ist die Diktatur. Nur jetzt wird es langsam eng für Europa. Mit einem kriegerischen Diktator auf imperialen Feldzug, mit den wichtigsten Ressourcen in seiner Hand sollte Europa ganz schnell einig sein und entschlossen reagieren. Sind die Russen ( Bevölkerung) eigentlich stolz auf die Handlungsweise ihrer Regierung? Muss die Welt die Russen immer fürchten oder reicht ihnen nicht auch die Anerkennung, ein zuverlässiger Wirtschaftspartner zu sein?

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11. August 2008 12:40

solange man sich nicht an Krieg gewöhnt hat

Elena Hoerner (ZorOko)

Beim besten willen - hat Georgien nichts mehr zu tun , als die abtrünnigen gewaltsam wieder vereinen zu müssen?? Hat die junge demokratie sonst alles bewältigt? Es ist absolut falsch gewesen militärisch in südossetien vorzugehen und Zchinwali zu bombardieren. Mit amerikaner im lande (oder sogar mit ihrem einversändnis) haben sie einfach stärke zeigen wollen - blödsinn!! Und die russen sind kein bisschen besser. wenn ein großes land sowenig anstand hat, dass es nach vergeltung ruft anstatt die situation zu stabilisieren versuchen, dann ist 'unverhältnismäßigkeit' das mildere was man dazu sagen kann. Man fühlt sich nicht besonders sicher mit solchen nachbarn. Dennoch schuldigen zu suchen ist das nutzloseste, wenn man ein konflikt lösen will. Verschärfte töne lassen den frieden noch weiter in die zukunft rücken. Beide seiten an den verhandlungstisch zu holen so schnell wie möglich - dass sollte das ziel der internationalen gemeinschaft sein.

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11. August 2008 12:26

Putin „verteidigt“ Gazprom gegen Pipelines in Georgien

Sönke Peters (soenkepeters)

Monatelang haben die sog. Russ. Friedenstruppen Seelenruhig zugeschaut, wie in Südossetien die dort lebenden Georgier in einer ethnischen Säuberungsaktion vertrieben wurden. Dann werden plötzlich alle Gespräche abgebrochen und georgischen Dörfer beschossen. Und nun, wenn Georgien diesem Treiben einer Bande von Drogenhändlern und Terroristen ein Ende machen will, ist Russland innerhalb von Minuten mit tausenden Soldaten, mit hunderten von Kampf-Panzern und -Flugzeugen zur Stelle, um „russische Staatsbürger“ zu schützen. Ganz bestimmt kein Zufall sondern offensichtlich eine lang geplante Aktion!!! Wie schön, dass so viele Kommentatoren hier nur zu willentlich der Kreml-Propanganda erliegen und dem eiskalten Putin, der gerade sein drittes Massaker à la Tschetschenien veranstaltet, auch noch zujubeln. Dabei geht es Putin eigentlich einen Dreck an, ob Georgien oder sonst wer NATO-Mitglieder werden möchten oder nicht. Wofür hält sich dieser KGB-Scherge eigentlich, dass er glaubt, sich derartig aufspielen zu können? Dies ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg eines kriminellen und demokratiefeindlichen Regimes gegen einen Ministaat auf dem Weg zur Freiheit. Und diesmal geht’s wirklich mal nur um Öl! Sönke Peters

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11. August 2008 12:16

Wann hört Russland auf?

Teoman Bressel (Bressel)

Georgien hat sich praktisch aus Südossetien zurückgezogen. Russland streut unbestätigte Gerüchte, daß dies nicht der Fall ist. Immer noch herrscht Krieg. Das Eingreifen in Südossetien wurde u. a. damit gerechtfertigt, daß Georgien Kriegsverbrechen in Südossetien begangen habe. Das sind ebenfalls russische Behauptungen, und bislang sieht es so aus, daß Georgien zunächst lediglich seine militärische Präsenz in Südossetien verstärkt hatte, was an sich keine aggressive Handlung gegen Russland darstellen kann. Mit welcher Begründung verstärkt Russland also seine Truppen in Abchasien? Um einem Völkermord vorzubeugen? In einer Region, in der es praktisch keine Georgier mehr gibt? Ich denke, es ist für Russland viel wichtiger, eine Stadt wie Poti zu bombardieren, als unterdrückte Minderheiten zu schützen. Wo man schonmal dabei ist, Georgien eine Lektion zu erteilen, kann man Abchasien ja auch noch mitnehmen. Sobald das russische Militär einmal die Grenzen dichtgemacht hat, kann eh niemand mehr etwas daran ändern. Damit bleiben im Endeffekt: Ein geschwächtes Georgien und ein instabiler Kaukasus. Und davon profitiert allein Russland.

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11. August 2008 12:15

Bitte nicht vergessen....

Noman Rentrup (n.rentrup)

Rußland ist durch die von georgischen Truppen am vergangenen Freitag unprovoziert verübten Massaker (durch Flächenbombardements in Süd-Ossetien) erst zum militärischen Eingreifen genötigt worden. Offensichtlich war ein Genozid an dem kleinen Volk der Südossieten beabsichtig. Georgier, welche im Nachhinein geschädigt werden, sollten sich an ihren Präsidenten wenden. Denn dieser ist verantwortlich für die Aggression.

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11. August 2008 12:11

Kriegstreiber

Markus Teuber (arathorn)

Im Augenblick gibt es nur einen Kriegstreiber - und zwar den kleinen Wladimir aus Moskau ! Wie schon öfters in der Vergangenheit (zB bei den geschobenen Wahlen in Rußland,dem Entgegenkommen gegenüber den iranischen Mullahs,Tschetschenien ...) zeigt das kleine Kerlchen aus dem Kremel ,daß es sich unter Demokratie,Völkerverständigung,partnerschaftlichem Verhältnis eben etwas anderes vorstellt als seine westeuropäischen und vorallem deutschen Klakeure. Daß in Moskaus Augen zwar Serbien jedes Recht hatte, sich gewaltsam den Kosovo einzuverleiben,Georgien hingegen bei der abtrünnige Provinz Südossetien nicht,war zu erwarten. Wenigstens den Wahnsinn,Rußland in die EU und die Nato hineinzubringen,den hatten die Rußland-Symphatisanten zu unserem Glück nicht entfachen können .

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11. August 2008 12:07

Jeder vor seiner Tür...

Marie Scharrer (Marie-Charlotte)

Aus meiner Sicht ist es in Ordnung, wenn Rußland für Ordnung im Kaukasus sorgt, China für Ordnung in Tibet sorgt und Europa für Ordnung in Bosnien-Herzegowina sorgt. Internationale Einmischung sollte sich meines Erachtens auf den Dialog bzw. internationale Gespräche beschränken, wie ihn z.B. Außenminister Steinmeier pflegt. Sodaß es einen klaren Informationsstand für den Rest der - beunruhigten - Welt gibt. Aus heutiger Sicht sehe ich zwei Aspekte, um die es hier gehen könnte: zum einen der Wunsch nach Unabhängigkeit (immer mal wieder gerne, bei manchen Staaten, aus meiner Sicht internes Problem, s.o.) und auf der anderen Seite gewisse Zugänge zu Rohstoffen bzw. Gasversorgung. Da müssen wir erst an Georgien vorbei ;-) Das nun wieder sieht der Buschmann nicht gern (Georgieboy). Und schon haben wir die USA mittenmang.

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11. August 2008 11:31

Am Kaukasus bestimmt Russland die Regeln

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es ist schon interessant, wieviel die Russen aus ihren Niederlagen der vergangenen Jahre gelernt haben und wie sie sogar noch eigene Fehler in Vorteile ummünzen können. Denn natürlich ist es ein Fehler, die militärischen Operationen in Georgien nicht sofort einzustellen. Andererseits ist es im Hinblick auf generalstabmässige Traditionen durchaus nachvollziehbar, wenn Verbindungswege wie bei Gori vorsorglich gekappt und Seeblockaden verhängt werden. Dass im Krieg die Nähe des Feindes zu Abwehrreaktionen führt, ist das normalste der Welt. Wer Russland reizt, muss mit totaler Bestrafung rechnen. Wir Deutschen wissen, was es heisst, zum Frieden gezwungen zu werden. Es bedeutet nichts anderes als die bedingungslose Kapitulation. Diese schwebt Russland vor, wenn sie von Georgien Garantien fordert, wegen Südossetien oder Abchasien nie wieder Gewalt anzuwenden. Die Amerikaner waren schlecht beraten, als sie die zügige Aufnahme Georgiens in die NATO wollten und Saakaschwili hat dadurch gleich doppelt verloren.

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11. August 2008 11:00

@Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben)

Sener Sen (senersen)

Sie reden so, als ob die Türken schuld daran wären. Kann ein unabhängiges Land seine Soldaten nicht ausbilden lassen? Muss man die Russen danach fragen bevor man seine Soldaten ausbilden lässt? Ausserdem was geht Russland an, wenn zwei gute Nachbarn miteinander gut auskommen? Das Problem ist ganz einfach. Russland möchte die Baku-Ceyhan Pipeline nicht haben und dafür haben die Russen erstmal die Osseten und Abchasen ausgenutzt, um ihr Ziel zu erreichen. Damit wird die Situation so dargestellt, dass der russische Angriff völlig legitim wäre. Durch diesen Angriffen möchten die Russen, diese Pipeline unter kontrolle bringen oder gar zerstören, damit sie ihre eigene Pipline einsetzen können. Das konnte Russland vorher nicht erreichen und jetzt wollen sie es militärisch erreichen. Die Russen wollen die Kontrolle über das Öl nur für sich haben. Das ist ja auch der Grund weshalb sie mit der Waffenruhe nicht mitmachen. Der Westen sollte darum Russland aufhalten. Ansonsten wird es ihnen sehr teuer in der Zukunft.

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11. August 2008 10:52

Herr Schulz-Gebeltzig

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Auch wenn es unsere Medien und diverse Poltiker immer wieder gerne behaupten: Abchasien und Südossetien sind keine Bestandteile Georgiens. Beide Republiken erklärten sich gemäß den gültigen Gesetzen der Sowjetienunion 1991 für unabhängig. Damit waren sie kein Bestandteil der SSR Georgien als diese formell aus der UdSSR austrat und von anderen Staaten anerkannt wurde. Damit greift Georgien einen Nachbarstaat an und dieser erhält Unterstützung seiner Bündnispartner. Dies nennt man kollektive Verteidigung. Die Anerkennung durch andere Staaten ist völkerrechtlich nicht die Vorraussetzung für einen eigenen Staat - siehe Taiwan. Nun halte ich die zunehmende Zersplitterung vorallem der ehemaligen Ostblickstaaten zwar für völligen Blödsinn, doch ist dies noch kein Freibrief für einen Angriffskrieg. Und nur mal ein Blick in die Geschichte: Bereits 1988 griffen georgische Nationalisten Tschunwali an und führten Massaker an der nicht-georgischen Bevölkerung durch. Erst das Eingreifen der sowjetischen Armee konnte die Situation damals vorrübergehend stabilisieren. Die Truppen der georgischen SSR hielten es nicht für notwendig, die - nacher Ihrer Auffassung - georgischen Bürger Südossetien zu beschützen.

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11. August 2008 09:34

Rückfall in die Breschnew-Ära

Ernst-Markfried Kraatz (ErnstKraatz)

Nicht auszudenken, wie sich der "lupenreine Demokrat" Putin im Fall der Wiedervereinigung Deutschlands und der Loslösung der Baltischen Staaten verhalten hätte. Boris Jelzin sei posthum gedankt!

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11. August 2008 09:33

Bedrohung oder Bestechung?

Ilya Kalinin (amor-fati)

Oft liest man in den Kommentaren zu diesem Konflikt, dass sich Georgien deshalb dem Westen(EU, NATO) annähern möchte, weil es sich von Russland grundsätzlich bedroht fühlt. Ich glaube, dass man das auch anders sehen kann und dass dieses Argument dann nur vorgeschoben ist. Es ist ohne Zweifel so, dass Russland zu seiner Peripherie besonders enge wirtschaftliche, kulturelle und politische Kontakte hat, die sich historisch entwickelt haben. Auf einmal taucht ein Dritter Akteur auf und bietet viel Geld, sehr viel Geld für einen Richtungswechsel. In der Wirtschaft wird das auch als Bestechung bezeichnet. Und just wird in diesem Staat ein Machtkampf initiiert zwischen Bevölkerungsgruppen, die sich einerseits ihrer historisch gewachsener Wurzeln bewusst sind und andererseits solchen, deren Parteilichkeit käuflich ist. Die letzte Gruppe gewinnt - und zwar in einer Revolution die nicht ohne Zutun von Dritten stattfindet. Das nenne ich Korruption auf internationaler Ebene. Was dann stattfindet, ist das gewaltsame Abschneiden von Beziehungen - die Mittel sind Geschichtsumschreibung, Aufbau einer Drohkulisse, Unterdrückung der Opposition.

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11. August 2008 09:30

Antwort auf Herrn Schulz-Gebeltzig

Christoph Mauntel (mauntel)

Genau die Aussage "im eigenen Land" (Zitat von Herrn Schulz-Gebeltzig) ist ja der Knackpunkt. Die Bewohner Südossetiens haben in zwei Referenden 1992 und 2006 zweimal deutlich für die Unabhängigkeit gestimmt. Anders als das Kosovo erhalten sie aber ihre Unterstützung nicht durch den Westen, sondern durch Russland. Greift Hat Georgien also im eigenen Land eingegriffen? Und auch die Sache mit der NATO kann man andersherum betrachten: Georgien ist solange mit Sicherheit NICHT auf dem Weg in die NATO, solange es auf seinem Territorium oder mit Nachbarn (die Sichtweise ist in diesem Fall nicht wichtig) ungelöste territoriale Probleme hat. Vielleicht war die ganze Sache nun ein Versuch Herrn Saakaschwilis, genau dieses Problem mit Brachialgewalt zu lösen? Die Aussage "Russland greift ein zukünftige[s] NATO-Mitglied an" hat keinerlei Relevanz, solange Georgien eben nicht in der NATO ist.

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11. August 2008 09:30

Wo bleiben die Lichterkettenträger?

Lothar Woelfel (LWoelfel)

Georgien wünscht in die EU und NATO einzutreten. Russland schürt seit langem den Konflikt und die Abtrennung der georgischen Provinzen. Russland will partout den Beitritt verhindern. In seinem Wahn verlässt sich der georgische Präsident auf die Solidarität des Westens und treibt den Konflikt auf die Spitze. Schröders lupenreiner Demokrat Putin, nutzt erbarmungslos die Chance. Nun haben die Friedensfreunde und Täterversteher nichts besseres zu tun als die USA wieder an den Pranger zu stellen.

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11. August 2008 08:51

Vergleiche

resi mayer (kimwales)

Berlin 1936 mit Peking heute,oder auch Einmarsch im Sudetenland zur Befreiung der Sudetendeutschen mit Einmarsch der Russen in Georgien.Vergleiche erlaubt ? Dann später Winterolympiade in Russland mit 1936 in Garmisch ??

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11. August 2008 08:36

Nur Verhandlungen helfen weiter...

Günter Busse (guenter.b)

Wer den Albanern im Kosovo völkerrechtswidrig (nach dem Völkerrecht müssen bei einer Trennung beide einverstanden sein) das Recht auf Lostrennung zubilligt, kann den Osseten und Abchasen nicht erklären, weshalb sie dasselbe nicht haben sollen. Es war vorauszusehen, dass die Anerkennung der Abtrennung des Kosovo andere Unabhängigkeitsbestrebungen ermuntern wird, ihre Ziele ebenfalls ohne Rücksicht auf das internationale Recht zu verfolgen. Und die NATO hat sich bisher auch nicht gerade um eine friedliche Konfliktlösung im Kaukasus bemüht - schon gar um ein partnerschaftliches Verhältnis zu Russland. Lieber hat man nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Russlands Interessen nicht mehr ernstgenommen und versucht, die NATO bis zur russischen Grenze auszudehnen. Wieder einmal hat man statt auf Partnerschaft lieber auf militärische Stärke gesetzt (das Grundübel der Administration Bush). Inzwischen ist der russische Nationalismus wieder erstarkt - und nicht mehr bereit, nur den Zuschauer zu spielen. Mit aggressiver (und letztendlich hilfloser) Rhetorik a la Cheney wird man allerdings nichts erreichen. Man kann nur hoffen, das die Verhandlungen der OSZE Erfolg haben - sie hätten schon viel früher beginnen müssen.

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11. August 2008 08:25

Europa muss handeln

Ilya Kalinin (amor-fati)

Nun hätten die Europäer die Möglichkeit, zu einer eigenen, europäischen außenpolitischen Linie zu finden, indem sie sich zu ihren Fehlern im Fall Kosovo bekennen und daraufhin Russland in der UNO zu einem völkerrechtskonformen Vorgehen ermahnen (was Russland allerdings meines Wissens bereits jetzt erfüllt - es hat gar nicht vor, dagegen zu verstoßen). Ermahnungen ohne eigene Fehlereingeständnisse sind heuchlerisch. Wenn Europa die US-amerikanische Linie fortsetzt oder schlichtweg schweigt, dann verliert es nur weiter an Ansehen und verhilft dabei nur den Russen, die besseren Europäer zu sein.

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11. August 2008 08:19

Russland - USA - und das europäische zahnlose kaukasische Berghörnchen......

gerd hodina (hodger)

....wie sonst sollte man sich und allen Anderen erklären, das Russland z.B. in der Kosovo-Frage immer "pro-serbisch" argumentiert hat - nun aber in Georgien " die völkerrechtlich zu Georgien gehörenden abtrünnigen Teil-Republiken - die alleine ebenso wieder nicht überlebensfähig sind- in ihren "Loslösungsbemühungen" nun sogar kriegerisch "unterstützt"?? Es ist eine zusätzliche Schande, das die europäische Union sich wieder einmal mehr als zahnloses "kaukasiches Berghörnchen" verhält - und mit tränen-und angsterfüllten Augen auf einen sich möglicherweise abzeichnenden Stellvertreterkrieg der beiden "ehemaligen" Großmächte schielt..... Was hilft? Durchhalten und auf die chinesischen Doping-Festspiele schauen!

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11. August 2008 07:32

völlig anders als der Krieg von NATO gegen Serbien

Franz Holzinger (franzholz)

So wie die NATO hat im Konflikt der Kosovo-Albaner gegen Rest-Jugoslawien einen Krieg ohne UNO Mandat geführt hat, beginnt nun auch Russland einen Krieg gegen Georgien Georgien hat zuvor Häuser auf eigenem Land unter Beschuss genommen. Somit haben inzwischen 4/5 der Länder des UNO Sicherheitsrates durch ihr Handeln bewiesen, dass sie nicht gewillt sind, die UNO Charta einzuhalten. Somit stellt sich die Frage, wozu die UNO noch gut ist. Es wäre an der Zeit sie aufzulösen. Ein Rat des Papstes wäre ausreichend gewesen. Es gibt allerdings einen gravierenden Unterschied im Vorgehen Russlands gegenüber dem Vorgehen der NATO in Jugoslawien. Es hat sofort einen Angriff Russlands gegeben, ohne ihn vorher anzukündigen oder ein Ultimatum zu stellen. Die Serben hatten hingegen die Möglichkeit bekommen, ihre Militäraktion im Kosovo einzustellen und friedlich wieder abzuziehen. Und die Georgier hatten schon vor dem Einmarsch der Russen ihre Kampfhandlungen eingestellt und ihre Soldaten aus der autonomen Region abgezogen. Unter den gleichen Bedingungen wäre es nie zu einem Krieg von NATO gegen Serbien gekommen. Es ist irreführend, wenn einige Poster in diesem Forum behaupten, das wäre miteinander vergleichbar.

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11. August 2008 06:29

Die Restauration der russischen Herrschaft auf dem Kaukasus?

Harry LeRoy (Cimon)

Kleine Völker und Nationen, die sich im Dunstkreis großer Mächte befinden, brauchen entweder kriegerische Tugenden oder mächtige Beschützer, um ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu behaupten; dies gilt für die abtrünnigen Völkerschaften Georgiens ebenso wie für Georgien selbst. Dieser Konflikt ist insofern ein Doppelkampf um die Unabhängigkeit. Stalins Minderheiten- und Nationalitätenpolitik sowie dessen Art Grenzen zu ziehen stellt zwar Georgien ins Unrecht, aber auch Rußland ist hier nicht der edle Ritter der nationalen Selbstbestimmung, sondern nimmt blutig Rache für seine Zurschaustellung auf dem Balkan, wo das einst so mächtige Rußland ohnmächtig mit ansehen musste wie sein orthodoxes Brudervolk, die Serben, vom Westen in die Schranken gewiesen wurde; in seinem Vorfeld aber ist Rußland Meister und es war sehr unklug von den Georgiern die Rebellen zu attackieren, ohne vorher Rußlands Einvernehmen erhalten zu haben. Denn nun droht Georgien die Restauration der russischen Herrschaft. Putin ist nicht der Mann sich eine solche Gelegenheit entgehen zu lassen und die USA sind im Irak und in Afghanistan gebunden, daher hat Georgien keine direkte militärische Hilfe zu erwarten. Tschetschenien hätte hier eine Warnung sein sollen.

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11. August 2008 01:03

Krieg im Kaukasus

Roberto Sibbel (rtsibbel)

Das Vorgehen Rußlands im Kaukasus ist absolut zu verurteilen. Die westliche Presse schäumt vor moralistischer Entrüstung. Nur, wo waren diese (berechtigten) Moralpredigten, als die USA 2003 völkerrechtwidrig einen souveränen Staat Angriff, ihn besetzte und einen Krieg entfachte, der inzwischen an die eine Million Todesopfer gefordert hat? Hier wird wieder einmal mit zweierlei Maßstäben gemessen. Die USA dürfen überall in der Welt ihre Interessen, wenn nötig mit Gewalt, durchsetzen, Rußland jedoch darf sich die eigenen Grenzen nicht gegen potentielle Gegner absichern. Nichts rechtfertigt die brutale Gewaltanwendung gegenüber Georgien, aber wir sollten anstandshalber den moralischen Zeigefinger wegstecken. R. Sibbel, Rathkeale, Irland

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11. August 2008 00:30

@Jan Müller (nikipore)

Pavel Lori (LorPav)

Dass ihre Freunde ihr Haus verlassen mussten, ist zu verstehen. Sogar einige Institutionen in Tiflis wurden evakuiert. Vorsichtsmaßnahme eben. „georgier, osseten, abchasen würden vermutlich ohne die russen friedlich zusammenleben…“ – gut möglich, aber auch mit Russen zusammen. Georgien ist dem russischen Reich freiwillig beigetreten und die beiden Völker kamen miteinander gut aus. Die Zahl der Georgier in Russland hat sich in letzten 15 Jahren mehr als verdreifacht. Also, sie können ohne Konfrontationen mit Russen leben. Außerdem haben sie einen Glauben und wie ich schon sagte, es gibt viele gemischte Ehen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion allerdings gab es in Georgien eine antirussische Propaganda. Nach dem Motto- gegen jemand sein, um sich zu vereinen. Also, einen Feind finden, wie die Nazis die Juden als Feindbild hatten. Georgier bestehen ja auch außer Osseten oder Abchasen aus vielen anderen Ethnien. Ich habe nichts gegen das georgische Volk. Ich bin gegen ein Spielzeug „Georgien“ in amerikanischen Händen, die vielleicht noch vor ein Paar Jahren nicht wussten, wo Georgien sich befindet.

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10. August 2008 23:39

Es gibt nur eine Lehre aus diesem Konflikt

Andre Glück (Andryxa)

Es gibt weder die Guten noch die Bösen. Es gibt offensichtlich nur Betrachtungswinkel. An dieser Stelle sollte Europa schnell erkennen, dass angesichts der wachsenden millitärischen Stärke Russlands (insbesondere weil es ein direkter Nachbar ist) und zunehmender Beschränkung der USA auf eigene Interessen die Diplomatie der EU versagt. Wenn Europa ihre Verteidigungsetats der Weltentwicklung nicht anpasst wird es über kurz oder lang in politischer Bedeutungslösigkeit versinken und zum Spielball in den Armen der Amerikaner und Russen werden. Hier können konsequenterweise nur zwei Fragen gestellt werden: Wollen wir das wirklich? Und was wollen wir dagegen tun?

Einige der unsinnigsten beiträge wurden hier als lesenswert markiert und einige der durchdachtesten beiträge leuchten feuerrot. an dieser stelle möchte ich behaupten, dass die diener der lupenreinen demokratie einfach fleissiger bei der bewertungstätigkeit sind als die normalen leser.

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10. August 2008 23:29

wenn man schon von wissen spricht

Andre Glück (Andryxa)

Sollte man auch die Zahlen und die Quellen benennen. Vielleicht würde man in diesem Falle selbst erkennen, dass 1-2.000 Soldaten im Irak gegenüber 160.000 geradezu lächerlich sind. Aber wenn es um die Drittstärkste Truppe geht (was wahrscheinlich so garnicht stimmt, ausser vielleicht in der Welt der ORT), dann handelt es sich selbstverständlich um eine extreme Bedrohung für Russland.

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10. August 2008 23:18

Back in die SU

Külliki Alekand (kyllikialekand)

Bitte vergessen sie nicht - Russland wird niemals den Gedanken - die SU wiederaufzubauen - abgeben. Denken sie auf Putin's Worte - der Zusammenfall der SU ist das grösste geopolitische Katastrophe im 20. Jh gewesen. Es ist kein Genozid in Ossetien gewesen - aber - falls die westliche Welt letzte Ereignisse in Kaukasus ruhig akzeptiert, werden die Fälle der Genozid auch in den anderen Ländern der PostSU geschehen. Von vielen Lesebriefe kann man die Vorstellung bekommen dass die Menschen es nicht früher glauben bis auch in Berlin - wo doch Tausende von Russen wohnen - einige Russen dem Genozid zum Opfer fallen. Keine Sorgen - wenn die ruhige pragmatische Eingeborenen es doch nicht errichten können, sorgt die GPU dafür. Es ist schwer zu glauben dass Kreml ganz feste Pläne hat, die Flüchtlinge (postsowjetische Ländern seit Kaukasus und Mittelasien bis Baltikum) wieder im seinem Schoss zu haben - aber es ist so. Georgien ist ein Probestein - wird das Westen es verschlucken folgen die andere - die Anlässe wird Kreml schon erfinden. Der Ziel es ihnen klar und Mitteln auch - nur wir mit ihnen wissen es noch nicht. Es tut eigentlich Leid - weil Russland damit ihre innenpolitische Unbeholfenheit vor ihren eigenen Bürgern verbergen soll

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10. August 2008 22:59

Erschreckend

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

Ich finde es erschreckend und beschämend, wie anti-georgisch und vor allem pro-russisch die Mehrheit scheint (siehe BEwertungen der Beiträge). Mir unbegreiflich. Man muss Georgien's Eingreifen in Südossetien nicht gutheißen. Wenngleich ich denke, dass es legitim ist, Militär IM EIGENEN LAND einzusetzen wenn von dort (wie aus dem Gazastreifen!) ständig geschossen wird. Aber Zu diesem Zeitpunkt, da GEorgien längst alle Kampfhandlungen eingestellt hat (laut westlichem Kenntnisstand) noch immer Russland zu unterstützen, das zum "Schutz" der "russischen Staatsbürger" (denen sie seit 2004 Pässe GESCHENKT haben) die Georgische Küste blockiert, georgische Zivileinrichtungen im georgischen Kernland bombardiert, Wohnhäuser, außerdem militärische Anlagen im Kernland obwohl es weiterhin behauptet, mit GEorgien "nicht im Krieg" zu sein - das ist mir unbegreiflich. Putin freut sich. Der Weg ist bald frei zur "Sowjetunion 2.0 reloaded" Ein weiterer Denkanstoss: Georgien ist auf dem Weg in die NATO. Russland greift ein zukünftiger NATO-Mitglied (nur eine Frage der Zeit) an! Ich als gedienter Wehrpflichtiger habe die Wahrscheinlichkeit eines Krieges immer weit von mir gewiesen. Jetzt ist sie näher gerückt. Noch weit weg, aber näher.

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10. August 2008 22:12

Sollen die Russen etwa ihren Panzerkreuzer "Putin" versenken lassen?

Konstantin Schneider (bundesboy)

Die aktuelle Entwicklung zeigt auf, dass Russland die verbleibende Zeit bis zum Beginn von Waffenstillstandsverhandlungen noch nutzen will, um den Georgiern einen absoluten Denkzettel zu verpassen. Das ist im Nahen Osten, zu dem auch die Kaukasusregion gezählt werden muss, nun einmal so Usus. Israel hat es im Libanon vorgemacht. Der Westen kann da nicht mehr viel machen und muss akzeptieren lernen, dass man sich im Kaukasus eben nicht so verhalten kann, wie in Rest-Jugoslawien vor zehn Jahren. Wir müssen einfach zurückkommen zu den Zeiten, als man Russland seine Ressourcen gern abkaufte und auch gern Technologieaustausch betrieb. Das funktionierte sogar in den Zeiten des NATO-Doppelbeschlusses. Es ist doch ein Unding, dass man nach dem Ende des Kalten Krieges langsam immer mehr dazu übergegangen ist, Ressourcen lieber wieder in richtigen Kriegen zu erbeuten, statt sie sich einfach zu kaufen. Was steckt hinter dieser Politik bloss für ein Nutzen?

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10. August 2008 22:05

Interessant finde ich auch...

Ulrich Hinderer (tiger_78)

... dass die Pressekonferenzen brav auf Englisch abgehalten werden. Man stelle sich vor: Angela Merkel in einer vergleichbaren Lage hielte eine Pressekonferenz auf Russisch. Ahhhh jahhh.

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10. August 2008 21:05

Wissen Sie eigentlich...

Pavel Lori (LorPav)

Wissen Sie eigentlich, wer die drittgrößte Truppe im Irak nach Amerikanern und Britten stationiert hat? Es ist Georgien! Gucken wir mal, wie die Amerikaner ihren "Kampfbrüdern" helfen werden.

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10. August 2008 21:00

Noch ein Opfer

Benedikt Gresser (Benediktus)

Georgien gehört jetzt zu den Opfern strategischer Machtspiele zwischen den Nato-Staaten und Russland. Dass Russland einen Beweis für seine wiedergewonnene Stärke liefern "mußte", nachdem seine Bedeutung auf der UN-Bühne eingebüst hat, kann nicht überraschen. Wann und wie werden die Vereinten Nationen sich genug Respekt verschaffen können, um der Selbstherrlichkeit der Supermächte wirklich Grenzen zu setzen?

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10. August 2008 20:38

Schluss mit der Scharade!

Alexander Clemens (A.Clemens)

Wie nicht anders zu erwarten verhalten sich die Amerikaner inkonsequent und selbstgefällig; die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen in der Kosovo-Frage wurde wie so oft als Schritt in Richtung "Freiheit und Gerechtigkeit" dargestellt, doch nun, da Russland den Spieß umdreht und sich auf die selben Rechte beruft, sprechen sie Warnungen aus und kritisieren das Vorgehen Moskaus. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die westlichen Medien ihre Geschütze auf Russland richten, doch bis das geschieht sollten die europäischen Menschen ihren unbeeinflussten Verstand nutzen und erkennen, dass die Amerikaner nicht die Friedensbringer sind, als die sie sich ausgeben, sondern eine egoistische Militärsupermacht, die stets nur ihre eigenen Interessen durchsetzen wird. Und die sind hier wieder einmal bedroht, verläuft doch durch Georgien die so wichtige Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, die Europa und die USA mit Öl und Gas versorgt... Dieser Krieg ist unvermeidbar und in meinen Augen -so Leid es mir um die unschuldigen Zivilopfer tut- absolut legitim

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10. August 2008 19:57

@Lori-Pav

Jan Müller (nikipore)

ich lese ihre kommentare und habe zur kenntnis genommen, dass sie die russische propaganda gut aufgesogen haben. leider muss ich ihnen jedoch mitteilen, dass meine freunde ihr haus im zentrum goris wegen bombenangriffs (!) verlassen mussten. hier geht georgiens hauptstraße über den mtkwari. ich habe mit diesen leuten telefoniert und vor sechs wochen noch dort übernachtet. ich glaube, dass in tskhinvali unrecht durch die angriffe begangen wurde, aber 1. wer hat bisher die meldungen von tausenden opfern und völkermord in tskhinvali bestätigt und 2. haben nicht die russen bomben auf tskhinvali geworfen, während ihre so geliebten und zu schützenden "russischen mitbürger" noch in den kellern hocken? wenn sie die russen so gut kennen und verstehen, sollten sie wissen, dass den kriminellen machthabern (russische armee, russischer geheimdienst und und deren schmugglerverbündeten) die bevölkerung ossetiens ebenso egal ist wie die tschetschenische, die ja auch jedes recht auf ihre unabhängigkeit hatte --- wenn da eben nicht besagte kriminelle was dagegengehabt hätten. lesen sie mal was von frau politkovskaya. und: georgier, osseten, abchasen würden vermutlich ohne die russen friedlich zusammenleben, und geo wäre längst wie cz, pl oder hu.

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10. August 2008 19:35

@TOBIAS RÜGER (t.ruger): Wer hat den Krieg angefangen?

Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben)

Sehr geehrter Herr Rüger, Sie bitten mich, Ihnen logisch zu erklären, wie das kleine Georgien das riesige Rußland angreifen konnte. Mit Ihrer Frage haben Sie den Kern des Problems genau getroffen! Das ist nämlich logisch gar nicht zu erklären. Ich halte Saakaschwili für einen machtbesessenen und kranken Diktator, der vor allem sein Volk mißachtet und für seine schmutzigen politischen Zwecke opfert (erinnert das Sie an irgendwas?) Ich kann seine Handlungen logisch nicht erklären. Genausowenig kann ich die Handlungen von Stalin, Hitler, Mao, Nero etc. logisch erklären. Die Tragödie ist, daß 2 christliche Brüdervölker einen Krieg führen! Der Anschluß Georgiens an das russische Reich war eine Initiative der Georgier, die in Rußland eine Schutzmacht gegen das osmanische Reich sahen. Unser großer Dichter Lermontow schrieb darüber (frei übersetzt von mir): "Und Gottes Frieden fiel herab auf Georgien. Es blühte unter dem Schutz der russischen Bajonetten, ohne Angst vor Feinden"... Und nun ist das vergessen, Saakaschwili läßt seine Soldaten in der Türkei ausbilden und provoziert Rußland... aus der sicht eines normalen Menschen total unlogisch, da haben Sie Recht! P.S. Ich mag Georgier sehr. Die sind ein großartiges Volk...

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10. August 2008 19:08

Alle beziehungen mit russen muss abgebrochen werden.

Grazvydas Ziemys (grazvi)

bis die russen den Georgian Teritorium verlest. Und Lassen sie sich von Russische Propoganda nicht iritieren! Rusladn hat sehr lang an diese krieg gearbeitet. Der beste Beweis für tiese Tatsach ist das russen hat die visum und russische Pässe par tagen vor dem Krieg für Osseten verteilt. Und alle pro russische denker muss genau so bestarft sein wie neonazis.... Weil das noch schlimer. Wegen russische politik stirbt dauernd Leute... und noch mehr leidet.. Denken sie bitte an Tschetschenien, Baltischen Statten.. Denkesie an Finland... Russen wolte immer für seine nachbarn "helfen"!!!!!

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10. August 2008 18:35

Dank an Russland, dass es Wohnhäuser georgischer Zivilisten bombardiert.

Lars Vollmar (griessn)

Mit diesem militärisch völlig unsinnigen Vorgehen, das schon im Tschetschenien-Krieg praktiziert wurde, zeigt Russland seine wahren Beweggründe. Es geht um das Abstrafen einer unbotmäßigen ehemaligen Sowjetrepublik, die Moskau immer noch als seine Einflusssphäre betrachtet. Schon Ende der 80er Jahre stiftete der KGB ethnische Unruhen zwischen Osseten und Georgiern, um einen Hebel gegen die offen zu Tage tretenden Unabhängigkeitsbestrebungen der georgischen SSR in der Hand zu haben. Merkwürdig, dass die russische Unsaat nur in der von Moskau kontrollierten georgischen Provinz Südossetien aufgeht und nicht unter den Zehntausenden Osseten, die in der georgischen Provinz Kachetien friedlich mit ihren Nachbarn zusammenleben. Der angebliche Genozid am ossetischen Volk ist ein lächerlicher Vorwand Moskaus, um nach der Einfuhrssperre gegen georgische Waren und der kaum verdeckten Unterstützung der mafiösen Regimes in Suchumi und Zchinwali den Druck auf Tiflis zu erhöhen. Es ist mir unverständlich, wie ossetische Zivilisten geschützt werden sollen, wenn Moskau georgische Küstengewässer blockiert oder Zivilisten tötet. Merkwürdig, dass unsere Regierung die Verletzung der georgischen Souveränität - nicht beim Namen nennt.

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10. August 2008 18:25

Ob die auch die Russlanddeutschen in der BRD "befreien" wollen?

Michael Menzel (Galenos)

Es sind ja immerhin etwa 1 Million und viele von ihnen würden lieber heute als morgen zurück in ihre tatsächliche Heimat zurückkehren. Abgesehen davon, daß die Russen sich offensichtlich schon keine Mühe mehr geben, eine halbwegs plausible Erklärung für ihre Okkupationen zu konstruieren, wäre doch so ein Gedanke nicht völlig abwegig. Die Baltischen Länder haben allerdings schon jetzt sehr berechtigte Ängste geäußert, daß im Rahmen der Wiedervereinigung der UDSSR sie als nächstes "dran" sein könnten.

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10. August 2008 18:19

Ist dies das "Ergebnis" der jahrelangen amerikanischen Militärberatung?

Marius Kaiser (Kaiser.M)

Die Aggression Georgiens gegen das kleine Volk der Süd-Osseten ist zu verurteilen. Die EU sollte sich an einem Wiederaufbau dieses kleinen Landes beeiligen.

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10. August 2008 18:08

Russland lässt sich nicht länger vorführen

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es ist ganz klar, dass Russland die Chance nutzt, um zu zeigen, wer die Herren am Kaukasus sind und dass es sich definitiv nicht länger vorführen lassen will. Der Keil, den die USA während der Zeit von Präsident Bush zwischen Russland und Europa getrieben haben, er sitzt nun in Georgien noch einen Schlag tiefer. Dazu bedarf es nun keiner expliziten Beweisaufnahme mehr. Damit entfällt für Georgien wohl auch endgültig die Option, ausser Im Fussball in Europa dabei sein zu können. Die schöne Vorstellung der Amerikaner, Georgien in die NATO integrieren zu können und damit einen direkten Nachbarn der Türkei, wird wohl für die nächsten 50 Jahre eine Illusion bleiben. Europa sollte sich auch deshalb ein für allemal vornehmen, eine Energieleistung in Sachen Energiewende zu schaffen, sollte also die Monopolstellung seiner Konzerne in Frage stellen und Selbstversorgertechniken subventionieren, wo es nur irgendwie Sinn macht. Im Kampf der Nationen um Ressourcen, der an den Börsen bereits tobt, ist darüberhinaus jedweder Vorsorge, die mögliche Eskalation verhindern hilft, der Vorzug zu geben. Einen Energiepopulismus, wie wir ihn in den letzten Monaten in Deutschland erlebt haben, können wir uns absolut nicht leisten.

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10. August 2008 17:50

@ K. Schneider

Teoman Bressel (Bressel)

Vielleicht wäre es schon längst dazu gekommen, daß Abchasien und Südossetien mindestens größtmögliche Autonomie und vielleicht sogar den eigenen Staat bekommen hätten - wenn man dies in Georgien nicht als ein Zugeständnis an Russland werten würde. Russland baut in Abchasien schönere und luxuriösere Häuser als in den eigenen Provinzen. Die Abchasen wollen unabhängig sein, und keine russische Urlaubsprovinz für reiche Moskauer.

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10. August 2008 17:36

Ein neues "Great Game"

Stefan Gigga (GodSaveAmerica)

Während das westliche Finanz- und Wirtschaftssystem immer tiefer in die Krise rutscht, versuchen die „Geostrategen“ in London und Washington die Welt in Chaos zu stoßen. Neben China ist es Russland, welches am deutlichsten unter Beschuss steht. Während die Anführer der tschetschenischen Terroristen unbehelligt in London ihre Terroraktionen vorbereiten können, wurde Saakaschwili einst von George Soros Open Society Stiftung geschaffen, damit auch von Georgien aus Russland destabilisiert werden kann. Die Frage für uns Deutsche und Europäer ist, stellen wir uns auf die Seiten der britisch-amerikanischen Kriegsspieler oder unterstützen wir das Projekt von Lyndon LaRouche für eine friedliche Entwicklung der eurasischen Landmasse.

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10. August 2008 17:31

Dank an Rußland, daß es den laufenden 'Genozid' an dem Volk der Süd-Ossetier...

Ivan Poppov (poppov)

gestoppt hat. Dennoch ist dieses kleine Land nach diesem schamlosen Überfall durch Georgien wohl weitgehend zerstört worden. Nur wenn Rußland gegenüber dem Agressor Georgien jetzt hart durchgreift, kann sichergestellt werden, daß sich künftig ein solches Verbrechen nicht wieder holt.

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10. August 2008 16:55

Politischer Sandkasten

Christian Blohm (McGeorge)

Ich kann mir kein wirkliches Urteil erlauben, welche Partei nun "im Recht" ist und welche nicht. Ich weiß aber, dass keines der betroffenen Länder einen nennenswerten breiten Wohlstand aufweist und seine Haushaltsmittel sicherlich sinnvoller einsetzen könnte … Mir drängt sich daher mehr die Frage auf, in welcher Zeit wir eigentlich leben? Hatte ich doch derartige Methoden eher den politischen Sandburgphilosophien vergangener Jahrhunderte zugeordnet, aber nicht als probates Mittel von Demokratien oder Staaten gesehen, die eine Demokratie sein wollen. Während sich also die Nationen im fernen Peking Eintracht vorgaukeln, beschießen sich nur wenige Flugstunden entfernt Akteure eben dieser Nationen mit Raketen. Das macht mir Angst vor der Zukunft!

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10. August 2008 16:47

EU sollte eine entsprechende Reaktion gegen Georgien zeigen.!

Mehmet Mantikli (logisch74)

Es ist eigentlich ungeheuerlich und ein Spiegelbild dessen was den georgischen Präsidenten ausmacht.! Das er wahrscheinlich zu sehr auf die Unterstützung im Konflikt gegen Russland auf den Westen gesetzt hat, kommt einfach nicht so daher.! Er wurde vom Westen ermutigt diesen Konflikt in die Katastrophe zu treiben.! Wie erlaubt sich sonst der Saakaschwili vor laufenden kameras der ganzen Welt den Kriegszustand zu erklären, wo er vor EU-Flagge postierend dies verkündete.! Ich dachte im ersten Moment das Georgien EU-Mitglied sei, die EU sollte sich diese frage selbst stellen, wie viele Menschen nach diesen Bildern auf der ganzen Welt denken das die EU mit Russland im Kriegszustand ist.! EU sollte eine Reaktion zeigen die der ganzen Welt verständlich macht, das der Saakaschwili die EU-Flagge mißbraucht hat.!

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10. August 2008 16:38

Herr Bressel...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Auch wenn es in den Medien verschwiegen wird, Abchasien wurde 1921 zur unabhängigen Republik erklärt unter Zustimmung des georgischen Sowjets. Erst Stalin gliederte es als Autonome Teilrepublik der SSR Georgien wieder an. Südossetien erhielt den Status eines Autonomen Gebietes. Als die SSR Georgien ihren Austritt aus der UDSSR erklärte, erklärten Abchasien Georgien ihre Unabhängigkeit von Georgien gemäß damals geltenden Verfassung der UdSSR. Damit sind beide Gebiet zum Zeitpunkt der völkerrechtlichen Anerkennung Georgiens nicht mehr Bestandteil dieses Staates. Wenn diese beiden Staaten also Beistand von Russland anfordern und dieses dem nachkommt, ist dies ein legitimes Mittel der kollektiven Verteidigung. Im übrigen stimmt es schlicht und ergreifend nicht, daß es keine Gespräche und Verhandlungen gab. Es gab ein Kontrollgremium und gemeinsame Friedenstruppen Georgiens, Russland, Abchasiens und Südossetien. Nur hat Georgien die dort gemachten Zusagen immer wieder gebrochen und die Klärung der Statusfrage herausgezögert. Bis es schließlich zum Angriff auf Südossetien kam.

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10. August 2008 16:31

@Hanno Meissner

Thomas Süße (tennists)

Fakten: Georgien unterdrückt 2 Völker, die de facto Ihre eigene Unabhängigkeit in den 90er eigenständig erkämpft haben. Jetzt hat noch dieser Irre Präsident den Krieg angefangen und hat die Hauptstadt in Schutt und Asche gelegt. Die Russen waren immer für territoriale Integrität. Leider hat die NATO (=USA) dies z.B. bei Irak und speziell im Kosovo nicht befolgt. Nun spielt Russland das umgekehrte Spiel. Das ist 100% legitim. Zumal die Georgier seit Monaten russische "Friendstruppen" festnehmen, morden, etc. Sicher nutzen das die Russen aus, aber das mach(t)en alle (NATO, EU, etc.) so. Ich komme aus dem Osten und die Ossies sind eben kritischer, weil sie die Propaganda von beiden Seiten kennen. Die Wende war gut, aber sie wurde erziehlt wegen dem Neid (unbegrentztes Reisen und Produkte) der Bevölkerung. Die UDSSR haben Verbrechen begangen, keine Frage und die USA waren damals noch vernünftig. Doch die Zeiten sind anders. Bush+Cheney sind verrückt. Ich erinnere mal an Kuba: Die USA gestatteten den Russen nicht, die Atomwaffen auf Kuba zu stat., aber die Russen müssen diese Stationierung (oder jetzt NATO-Beitritte) überall dulden. Es geht um 1 gerechtere Welt. Heuchlerei unterstütze ich nicht!

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10. August 2008 16:17

Historische Parallelen

S Giesen (SGiesen)

Ohne daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen, sei Folgendes in die Diskussion eingeworfen: Kurz nach Putins Amtsübernahme marschiert Russland in Tschetschenien ein. Kurz nach Medwedews Amtsübernahme marschiert Russland in Georgien ein. Ich habe mir selbst noch keine Meinung gebildet, was davon zu halten ist. Einerseits ist ein kleiner Krieg ein gutes Mittel Stärke zu beweisen. Andererseits ging die Eskalation des Konfliktes von Georgien aus. Aber die Parallele finde ich doch auffällig.

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10. August 2008 15:53

@ Herr Garbe

Teoman Bressel (Bressel)

Russland hat am Ende der Sowjetunion allen Menschen, die zuvor Bürger der Sowjetunion waren, russische Pässe angeboten, ohne die neuen Staaten wie etwa Georgien zu fragen, ob dies in Ordnung ist. In Abchasien leben also entweder georgische Abchasen oder georgische Abchasen mit russischen Pässen, die anderen Georgier wurden weitgehend vertrieben. Südossetien und Abchasien sind georgische Probleme. Wie es hier aber schon dargelegt wurde, hat Russland ein gesteigertes Interesse daran, die Konflikte im Kaukasus aufrechtzuerhalten, also mischt es sich in die Konflikte ein und behauptet, in Südiossetien die Interessen russischer Bürger zu verteidigen. Solange Russland auf georgischem Staatsgebiet stationiert ist, also auch als UN-Soldaten, kann es dort nicht zu Gesprächen zwischen Abchasien, Südossetien und Georgien kommen. Es SOLL auch gar nicht zu Gesprächen kommen. Georgien kann jetzt nur verlieren, mindestens Südossetien, schlimmstenfalls noch Abchasien. Seien Sie also sparsam mit Ihrem Gas.

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10. August 2008 15:51

a small lack of self-sufficiency oder eine schwalbe macht noch keinen winter

thomas neeb (orant)

schlag und gegenschlag : ist hier der rubikon nicht ueberschritten ? oder ist diese eskalation als "response presence" geplant und gefuehrt als negativ background der olympischen spiele in peking ? stell dir vor ,es ist krieg und alle laufen hin - das waere eine reaktion wie in 1914. soll das moeglich sein ? und der ruf , die u.s.a. als vermittler einzuschalten ? seit wann waren die u.s.a. politisch praesent im kaukasus ? da waere wohl der ottomanische sultan oder ein persischer scheich der genauere ansprechpartner. womit das kalkuel doch ganz eindeutig aufzeigt , wie es clausewitz beschrieben haben soll , dasz der krieg die diplomatie mit anderem sei. prestige oder machthunger sollen rechtfertigen , was in einer tv-diskussion nicht zu leisten ist .

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10. August 2008 15:44

Glaubt man im Ernst im Westen ...

Friedrich Lorenz (LOCONS)

... dass es einzig der USA und der NATO anheimgestellt ist, nach Gutdünken in aller Welt militärisch intervenieren zu dürfen, egal, ob es das Völkerrecht hergibt oder auch nicht. Die Russen haben demonstriert, dass sie gleiches Recht für sich beanspruchen, zumindest direkt vor ihrer Haustüre. Und rein "handwerklich" haben Sie den US-Beratern in Georgien erst einmal den Meister gezeigt.

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10. August 2008 15:41

UNO-Schutzzone mit niederländischen Beschützern!

Christiane Möller (N8schatten)

Dazu eine schlagkräftige Luftwaffe unter Kommando eines französischen Generals. So geht das humanitäre Europa mit ethnischen Konflikten um. In Ossetien? Nein, das war in Srbrenica ... Später im Kosovo hat man die Militärschläge dann keineswegs auf das Kosovo beschränkt, sondern in ganz Serbien angegriffen; nicht nur militärische Ziele, auch Kraftwerke, Fabriken, Brücken, Bürogebäude und hat auch Wohnhäuser und Flüchtlingskonvois getroffen. Schon vergessen? Wenn man irgend etwas aus den Balkankriegen lernen kann, dann doch wohl, dass man gegen Fanatiker, Kreigsverbrecher und Rassisten entweder entschlossen vorgehen muss oder gar nicht. Saarkaschwili hat nachts, als alles schlief, mit Raketenwerfer die ossetische "Hauptstadt" (ein Kaff) beschießen lassen, wie sogar die Bilder des georgischen Fernsehens zeigen.

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10. August 2008 15:34

Union von Ethnien!

Rolf Huchthausen (huchthausen)

Um was es da im Einzelnen geht, weiß man nicht. Ich war einige Male in Tiflis und habe Abchasier in einem Asylantenheim gesehen. Aber wenn es heute noch dazu kommt, dass sich in Europa (ok, SüdostostEuropa, eigentlich ja schon Asien) Armeen beschießen, um ethnische Konflikte auszutragen, fällt einem nix mehr ein. In Westeuropa gilt de jure fast ein Recht für mehr als 1.000 Ethnien und im wirtschaftlich völlig desolaten Georgien leistet man sich den Luxus eines Angriffskrieges, um mehrere 10.000 Menschen in Südossetien oder Abchasien zu disziplinieren? Was hat die Frau Rice dort zu suchen, Besuch bei US-Militärberatern? Warum engagiert sich Mr. Selbstüberschätzung (Minister Steinmeier) dort wie gewöhnlich erfolglos? Wenn dort aus der EU irgendjemand auftauchen sollte, dann die französische Ratspräsidentschaft. Und warum tritt MP Sakashwilli vor einer EU-Flagge auf? Ich hätte die Vermutung, dass uns die US-Amerikaner in ein Abenteuer gegen Russland treiben wollen, um Rußland wieder zu destabilisieren, und dementsprechend ihren Kaukasus-Pudel Sakashwili instrumentalisieren. Aber auch um die Europäer zu disziplinieren. Wahrscheinlicher ist aber der politische Selbstmord eines abgewirtschafteten MP mit diesem unmöglichen Set up.

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10. August 2008 15:31

die Bilder

Mark Hauer (marki71)

von georgischen Soldaten mit US-Ausrüstung (Schuhe, Helme, Schutzwesten) unterwegs im HMMWV sagen viel aus über Ursachen des Krieges. Auch wenn Russland die Gunst der Stunde nutzt, die Aggressoren kommen aus Georgien.

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10. August 2008 15:25

Saakaschwili

Pavel Lori (LorPav)

Offensichtlich liegt es bei Georgiern im Blut, Tyranneien am eigenen Volk zu betreiben. Der Stalin hat’s vorgemacht, der Stalin junior = Mr. Saakaschwili macht’s auch. Saakashwili hat wahrscheinlich seinen in Russland lebenden Landsleuten sehr geschadet, es leben viele Georgier in Russland, es gibt viele russisch-georgische Ehen. Mit seiner Politik hat er dem russischen Nationalismus Nährboden gegeben, sich weiter zu verbreiten.

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10. August 2008 15:20

Freiheit für Süd–Ossetien und Abchasien

Hans Schwinger (torino1949)

Was für den Kosovo richtig war, muß auch für Süd–Ossetien und Abchasien gelten: Trennung von Georgien und Selbständigkeit.

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10. August 2008 15:13

Stalin kehrt zurück in mafiotischer Verkleidung: Putins "Gang" zockt Kaukasus ab

Robert Hamacher (harohama)

Da werden alle Staaten aufpassen oder sich "anpassen" müssen, wo sich russische "Staatsbürger" befinden insbes. Estland, Lettland, Ukraine; Quislinge und Kolloborateure werden sich ggfls. schnell finden oder brauchen nur damit zu drohen, den "Onkel" herbeizurufen. Die laufende Entwicklung am Wochenende bestätigt die generelle Einschätzung, dass es Putin & Co. darum geht, die Republik Georgien zu marginalisieren , gleichzuschalten, wenn nicht zu unterjochen mit Hilfe georgischer Marionetten. Westeuropa wird noch tiefer in der Energiefalle stecken und in fatale Abhängigkeit geraten, wenn das russische Kalkül aufgeht. Denn jetzt geht's für Putins Horden Richtung KaspiSee.

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10. August 2008 15:12

Die Russen wollen schon seit langem dem Westen klar machen...

Mehmet Mantikli (logisch74)

...das sie mit dem Entwicklungen das von usa vorangetriebenen politischen und wirtschaftlichen einnehmen des Ostens nicht einverstanden sind.! Die usa wollen einfach keinen Rücksicht auf die vorbehalte der anderen nehmen und die Europäer versuchen diesen Staat in seinen Rücksichtlosen handeln die politische Legitimation zu verschaffen.! Warum auch immer die Europäer sich den usa verbunden fühlen, interessiert die anderen nicht.! Ob sie das aus angst tun oder auch in der Hoffnung das sie von diesen vorhaben der usa profitieren werden, bedeutet das sie in diesem Konflikt schon von Anfang an parteiisch sind.! Das ganze Problem ist eine Russich/Georgisches Problem den der Westen (usa,NATO) aufs Feuer mit Benzin aufgegossen hat.! Die Russen machen klar das sie wenn es sein muss auch Militärisch ihre Interessen in den gebieten was schon immer russisches "Hoheitsgebiet" war verteidigen wird.! Der Westen Vergewaltigt und bombardiert selber die rechte und grenzen von anderen souveränen Staaten, besetzt sie, duldet auch Angriffe von anderen Staaten auf andere Länder wie z.B. der Türkei auf Irak, obwohl usa selber Schutzmacht des Iraks ist.! "Georgien ruft die usa zu Hilfe" ist zu lesen, Georgien wird sich verraten fühlen ist die Wahrheit.!

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10. August 2008 15:01

krieg im kaukasus

igor ivanovic (bebara)

Ja, ja... Und was ist bitte der Unterschied zwischen dem Vorgehen von Russland und dem Vorgehen der NATO 1999? Doch, Untershiede gibt es, man hat ja nicht ganz Georgien zerstört. Kann jemand in der FAZ auch ein schlechtes Wort über den Liebling des Westens, Saakaschwili, sagen. Wäre mal eine willkommene Abwechslung. immerhin hiess es, die Georgier sind zuerst in Südossetien einmarschiert.

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10. August 2008 14:57

Verhaltensregeln...

Torsten Rhode (Torsten.Rhode)

Das Zusammenleben der Menschen regelt sich über Gesetze und Verhaltensregeln. Und jetzt, meine Herren, seien Sie ehrlich. Jeder von uns hat schon mal seine Notdurft an einer Mauer verrichtet. Ist ja auch ok, solange es nicht die Gartenmauer von Henry Maske ist, und er uns dabei erwischt. Sowas nennt man eine Verhaltensregel! "Pinkel nicht an die Gartenmauer von Henry Maske". Die USA stichelt staendig politisch an der Gartenmauer Russlands. Nato hierher, Raketanabwehrsystem dorthin. Das gehört sich nicht! Verhaltensregel! Russland stellt ja auch keine neuen Raketensysteme auf Kuba auf oder veranstaltet Manöver gemeinsam mit Venezuela kurz vor Florida. Russland kann politisch garnicht anders als nun mit voller Haerte ein Beispiel zu setzen. Wie unaktraktiv das vielleicht auch in der westlichen Welt und vorallem in Europa wirken mag. Sicherlich spielen Macht und Finanzen auch eine Rolle, unumstritten! Aber Russland muss diesen Weg jetzt bis zum Ende geben. Sollte Russland dies nicht tun, wer weiss welcher Streich den USA dann morgen einfaellt.

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10. August 2008 14:50

unabsehbare folgen

sascha wansner (paparazzoberlin.de)

dass sich in der gesamten rohstoffreichen region die lage zuspitzt, ist sicherlich kein zufall. angesichts immer knapper werdender ressourcen wird dies nicht der letzte militärische konflikt im kaukasus und hahen osten sein.

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10. August 2008 14:48

Kleiner rechtlicher Hinweis

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Weil ja immer von "Separatisten" und "nicht annerkannten Republiken" die Rede ist: Die SSR Georgien trat am 9. April 1991 aus der UdSSR aus. Darauf erklärten die Autonome Teilrepublik Abchasien und das Autonome Gebiet Südossetien bassierend auf dem Gesetz der UdSSR "Über das Verfahren der Entscheidung von Fragen, die mit dem Austritt einer Unionsrepublik verbunden sind“, ihre Unabhängigkeit von Georgien. Damit sind beide Gebiete auch völkerrechtlich unabhängig.

(Anm. d. Red.: Ungeachtet der hier beschriebenen Rechtsauffassung ist keine der beiden Provinzen bisher formal als unabhängig anerkannt.)

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10. August 2008 14:44

Respekt, Herr Putin!

Dominik von Wolff Metternich (jassy)

Da hat die russische Aussenpolitik dem Westen einen Spiegel vorgehalten: Russland verhält sich in Georgien (Süd-Ossetien) so wie die NATO mit Serbien (Kosovo) 1999, einschließlich der Bombardierung von Zielen im "Mutterland" und der gesamten Rhetorik( humanitäre Katastrophe, Völkermord etc.) . Der Westen ist zur Passivität verurteilt, will man sich nicht der Doppelmoral überführen lassen. Derweil kan Russland ungestört die beabsichtigten Warnsignale an weitere NATO-Aspiranten in Osteuropa aussenden, welche Konsequenzen bei einem pro-westlichen Kurs drohen.

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10. August 2008 14:42

Georgien muss zur entmilitarisierten Zone am Kaukasus werden

Konstantin Schneider (bundesboy)

Für Georgien gibt es keine Rettung mehr durch den Westen. Diese Möglichkeit hat sich Saakaschwili durch sein Handeln gründlich verscherzt und wenn die Waffen erst ruhen, wird das georgische Volk wahrscheinlich gegen seinen Präsidenten aufbegehren, weil er ihm soviel versprochen hat, was er gar nicht halten konnte. Die innergeorgischen Konflikte existieren schliesslich bereits seit fast einem Jahrhundert. Es ist eine Utopie gewesen, die abtrünnigen Gebiete jemals wieder nach Georgien zurückholen zu können. Der Westen muss langsam begreifen, dass es auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion tatsächlich eine Unzahl von Völkern gibt, für die es mit normalen Mitteln keine Lösung geben kann. Das Krieg auch keine Lösung ist, das sollte nun endlich eindeutig anerkannt werden. Die Denkweise, dass Georgien ja an die Türkei grenzt und man ihm deshalb selbstverständlich die NATO-Mitgliedschaft anbieten sollte, zumal es sich demokratisch zu entwickeln schien, war falsch. Gerade in einer Demokratie muss man sich nämlich im Klaren darüber sein, dass die Demütigung Russlands nicht funktioniert. So verliert man nämlich nicht nur den richtigen Krieg, sondern auch den Kalten Frieden, der darauf folgt.

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10. August 2008 14:36

Spiritus rector

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Putin wird diese ihm angetragene Gelegenheit nutzen, um mindestens eine ihm freundlich gesonnene Regierung in Georgien zu installieren - oder der gegenwärtigen die nötige Freundlichkeit abnötigen. Noch vor nur wenigen Jahren wäre zunächst eine Besetzung und sodann der bedingungslose Anschluß ans "Mutterland" gelungen. Ob dies heute noch ohne weiteres möglich ist, mag zweifelhft bleiben solange Putin es nicht versucht. Nato und Westen werden sich fein heraushalten aus dem Hinterhof der Russen. Was hätten sie dort auch zu suchen nachdem ihre laufenden internationalen Dilettierereien sie politisch schon so reichlich beschäftigen. Im Übrigen sind selbstverständlich alle Bewohner dort mit russischem Paß zu schützen. Wie das am besten gelingen mag, wird Putin sich kaum vorschreiben lassen. In der allergrößten Not wird dann eben Südossetien und Abchasien bis auf weiteres unter aktiven russischen Schutz gestellt. Mit dem Lauf der Zeit ergeben sich auf diese Weise neue Bindungen, die dauerhaft geschützt werden müssen. Mit einem Wort: eine großartige "Spielwiese" für den russischen Strategen.

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10. August 2008 14:31

Warum keine Unterstützung von der Nato?

Rene Meyer (matrix1329)

Weil die nicht Teil der Nato sind, und außerdem die Nato keine Angriffskriege unterstützt, sie ist ein Verteidigungsbündnis. Angriffskriege müssen ihre Mitglieder schon alleine führen, oder sie suchen sich selbst die Willfährigen (s. im Irak).

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10. August 2008 14:29

@Jewgeni Protas

Rene Meyer (matrix1329)

Achja, die lieben lieben Russen haben Südossetien "nur" nicht anerkannt, und "nur" Pässe verteilt. Ist es denn ein normales Vorgehen in der internationalen Diplomatie, ein von der Mehrheit der Staaten einem Land zugeschlagenes Gebiet durch die Verteilung von Zweitpässen, nämlich russischen, erstmal langsam russisch werden zu lassen, und sich dann als großer Beschützer hinzustellen, der natürlich die russischen Bürger verteidigen muß? Schaut mir eher wie ein taktischer Winkelzug aus, um ein Stück aus den georgischen Territorium herauszuschneiden. Die Südossetier sind doch ethnisch weder Georgiern noch Russen (s. Wikipedia)! Was scheren sich dann die Russen! In der Ukraine kann man ja noch verstehen, daß Rußland sich sorgen könnte, da leben viele russischstämmige Ukrainer. Aber hier? Das hier ist wieder einmal so ein Fall von "eine Supermacht unterstützt Abtrünnige, um ihre Pläne zu erreichen". Wir sollten lieber mal diskutieren, warum Rußland soviel Interesse an diesem kleinen Stück Land hat. Zwei Gründe wurden schon genannt: Die Angst vor der Nato (so ein Stück Georgien rauszuschneiden gibt ein Super-Aufmarschgebiet!), und evtl. die Ölpipeline, die dort durch geplant ist.

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10. August 2008 14:26

Berichterstattung

Teoman Bressel (Bressel)

Es wurde hier behauptet, daß die westliche Presse allein aus Georgien berichtet. Das ist falsch, die ARD berichtet ebenfalls aus Wladikawkas in Nordossetien/Russland, von wo die russischen Bombardierungen Georgiens korrdiniert werden. Allerdings wusste man von dort gestern Abend lediglich zu berichten, daß die russischen Soldaten schlafen. In Georgien herrschten zur gleichen Zeit Angst und Chaos. Georgien hat sich aus Südossetien praktisch zurückgezogen, das haben sowohl russische als auch georgische Medienberichte bestätigt. Und dennoch bereitet Russland eine Offensive in Abchasien vor und hört nicht auf, georgisches Territorium zu bombardieren. Wer tatsächlich glaubt, es ginge in diesem Konlikt um die Freiheit der Südosseten, ist wirklich naiv.

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10. August 2008 14:24

...

tobi tobiason (funsta)

aus völkerrechtlicher perspektive betrachtet findet ein angriffkrieg russlands auf georgisches territorium statt, und damit ein verstoss gegen die charta der vereinten nationen, genauer gesagt gegen das angriffsverbot. georgien darf sich demnach ohne weiteres wehren, es kann sich auf das selbstverteidigungsrecht stützen. russland hat keinerlei möglichkeiten sich anhand der derzeitigen argumentation auf geltendes völkerrecht zu stützen, und führt damit einen angriffskrieg gegen georgien. daneben wird auch noch gegen das prinzip der nicheinmischung verstossen, dabei ist es völlig unerheblich wie viele menschen russischer staatsbürgerschaft sich in südossetien aufhalten, von der landung in anderen georgischen provinz mal abgesehen, hier besteht nun wirklich keinerlei legitimation. natürlich hat auch die politik des westens/ der usa dazu geführt, dass völkerrechtliche normen nicht mehr beachtet werden, trotz allem kann ich nicht verstehen, wie hier von einigen benutzern der angriff der russischen föderation als gottgegebenes recht identifiziert wird.

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10. August 2008 14:21

Für Sanja Sanja (Sanja999)

Vladimir Chiveri (coolgreetings)

Wozu den Sender "Vesti" zitieren? Es ist eine Übersetzung eins zu eins aus eine Reportage die ich gestern gesehen habe. Du sprichst nur die Westlichen Medien an, aber was ist mit den russischen Medien? Das hast du woll vergessen, oder? In den Sender "Vesti" laufen die ganze Zeit, Bilder der Zerstörung und Verzweiflung. Eine alte Frau wurde gestern mindestens 30 Mal weinend gezeigt, als ob das ein Werbespot einer bekannten Sportmarke war. Und die Fotos die rund um die Uhr laufen (immer die gleichen) erinnert sehr stark an Propaganda. Es wurden Telefonleitungen angerichtet damit die Leute ihren ausdruck zum Krieg sagen können, aber es laufen immer nur die selben zwei- drei Aussagen, die natürlich sehr traurig sind. Was ist mit der Propaganda der russischen Journalisten? Schon in den frühen morgen Stunden gestern war LIVE im russischen Fernsehen zu hören, das Zichwalli schon von Russen "befreit" wurde, obwohl in Wirklichkeit, das erst in den Abendstunden passiert ist. Die russischen Medien haben sehr viel aus dem Irakkrieg gelernt, wo die US-Medien gezeigt haben wie ein Krieg zu vermarkten ist. Im Irak waren die Terroristen und im Abchasien ist die Humanitäre Situation die zum Handeln zwingt... das ich nicht Lache.

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10. August 2008 14:18

Das Bild des brennenden Wohnhauses

Pavel Lori (LorPav)

Dieses Bild von einem brennenden Wohnhaus und laufenden georgischen Soldaten in Gori sollte eigentlich zeigen, wie brutal die Russen sind, dass sie schon die Zivillisten angreifen. Die Sprecher der russischen Armee sagen, dass dieses Wohnhaus nicht von einem Kampfflugzeug getroffen werden konnte. Nach einem Flugzeugbombeneinschlag würde das Haus anders aussehen. Das Dach würde nicht so brennen, die Bombe würde bis zum Fundament eindringen und s.w. Also, das Haus hat wahrscheinlich etwas von einer Explosion (vielleicht eines Waffenlagers) abbekommen. Wieso denn so plötzlich die georgische Armee in der Nähe dieses Hauses bis es noch brennt?

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10. August 2008 14:15

Aufgaben der russischen Armee

Pavel Lori (LorPav)

Georgien hat Südossetien angegriffen. Für den Frieden waren die vereinten Friedenstruppen (bestehend aus Osseten, Georgiern und Russen) verantwortlich. Nach dem Angriff verlassen die georgischen „Blauhelme“ ihre Stellung und schießen auf die russischen Blauhelme. Die Hauptstadt geriet fast in georgische Hände, Friedenstruppen wurden angegriffen. Die 500 russischen Blauhelme können den Frieden nicht sichern und Russland lässt die Armee einmarschieren. Die georgischen Truppen ziehen sich aus der Hauptstadt zurück, sind aber immer noch auf dem ossetischen Boden. Die Aufgabe der Russen ist sie von diesem ossetischem Boden zu vertreiben. Sobald die georgische Armee da weg ist, wird Russland mit Gegenangriff aufhören. In Georgien werden militärische Ziele (Waffenlager, militärische Flughäfen und Technik u.s.w ) von russischen Kampfjets angegriffen. Georgien ist ja klein und da kann die georgische Armee aus dem Hinterland schnell Nachschub holen.

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10. August 2008 14:10

@Alfred Bucher: Europaflagge

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Nein, Sie haben nichts verpasst! Saakaschwili zeigt beeits seit Jahren die Europaflagge bei Fernsehauftritten um die Zugehörigkeit Georgiens zur europäischen Wertegemeinschaft zu betonen. Was aus unserer europäischen Sicht seltsam anmutet, trifft den Nerv des Großteils der georgischen Bevölkerung, vor allem der jungen Menschen.

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10. August 2008 14:07

P.S. @Thomas Süße: russische Georgien-Politik

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Ich habe noch zwei Fragen an Sie: Sie haben geschrieben, dass Sie Russland für glaubwürdiger halten als den Westen. Übertragen wir dies mal auf den konkreten Südossetien-Konflikt. Es gab Anfang der 90er Jahre den Sezessionskrieg, indem die georgischen Einwohner größtenteils vertrieben wurden. Russland unterstützte damals die Separatisten informell, half allerdings später als Vermittler den Krieg zu beenden. Es wurden russische Friedenstruppen in der Region stationiert. In der Folgezeit gaben russische Behörden massiv russische Pässe an Südosseten (nach wie vor völkerrechtlich georgische Staatsbürger!) aus. Ein ungewöhnlicher Akt für eine Friedensmacht. Im Kosovo wurden jedenfalls von der Nato keine albanischen oder sonstige ausländische Pässe an Kosovo-Albaner (serbische Staatsbürger) ausgegeben. Als jetzt der Südossetien-Konflikt wieder aufflammte (unter der Annahme, dass Georgien dafür verantwortlich ist), griff Russland ein, um die "russischen Staatsbürger" zu schützen. Was bitte ist daran glaubhaft? Gleiches gilt für die Bombardierung des Hafens in Poti, den Truppenaufmarsch der Russen in Abchasien und die Seeblockade im Schwarzen Meer. Alles glaubwürdige Politik einer neutralen Friedensmacht?

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10. August 2008 14:05

Im Zweifel gegen die USA

Lothar Woelfel (LWoelfel)

"Die USA sind schuld". Das ist alles, was reflexartig einfällt. Dann werden noch schnell einige Argumete gesucht. Militärberater, Waffenverkäufe oder der US-Wunsch, Georgien in der NATO zu sehen, müssen als Kriegsursache herhalten. Dass sich in Deutschland die Feinde der Freiheit immer mehr in den Vordergrund drängen, zeigt sich eben nicht nur im Erstarken der SED-Nachfolgepartei und dass im Namen von Political Correctness immer mehr die Grundrechte auf Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung aushöhlt werden.

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10. August 2008 14:04

Warum...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

...sollte die NATO sich denn bitte in einen selbstverschuldeten Kriegs Georgien mit Russland einmischen? Falls sich die Regierung Saakaschwili sich dies erhoffte, hat sie ihre Augen vor den Realitäten verschlossen. Russland handelt hier nicht anders als die NATO im Konflikt Kosovo-Albaner gegen Jugoslawien. Die NATO hätte eine erhebliches Glaubwürdigkeitsproblem, wenn sie jetzt eingreifen würde. Von globalen Folgen mal ganz abgesehn.

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10. August 2008 13:56

@Thomas Süße: Antiamerikanismus

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Wollen Sie wirklich ernsthaft behaupten, Sie seien nicht antiamerikanisch, wenn Sie gleichzeitig die Amerikaner als "Schweine" bezeichnen? Ich bestreite nicht, dass die Amerikaner in ihrer Geschichte bereits viele Fehler gemacht haben, die teil großes Leid nach sich gezogen haben (Vietnam, jetzt Irak). Aber führt es wirklich zu einem ausgewogenen Weltbild, wenn man aus Prinzip immer und überall auf der Seite der Gegner Amerikas steht?. Nun also Russland. Haben Sie schon einmal Gespräche mit Esten, Litauern, Polen oder Georgiern geführt und haben Sie über deren Positionen nachgedacht? Ich habe vielfach mit Menschen aus diesen Ländern gesprochen. Die meisten Menschen hegen keinen blinden Russen-Hass, aber die Erfahrungen mit der russischen Politik sind dort einfach sehr schlecht und vor diesem Hintergrund ist jede pro-amerikanische Ausrichtung verständlich (die meisten Deutschen wollten schließlich vor 1990 auch lieber in der Bundesrepublik als in der DDR leben, ist das alles vergessen?). Ich empfehle Ihnen, in die genannten Länder zu reisen und mit den Menschen zu sprechen. Ich muss Sie allerdings vorwarnen, dass Ihr jetziges Weltbild sehr leiden wird! Die russische Politik wird nicht durch amerikanische Fehler geadelt!

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10. August 2008 13:50

In einem so lange dauernden Konflikt...

Ole Steinmetz (OleSt)

...spielt es wirklich keine Rolle, wer den letzten Schuss zur Eskalation abgegeben hat. Klar ist aber (meiner Meinung nach), dass Russland in diesem Konflikt jedenfalls als Verlierer steht: entweder sie sieht Georgiens Vorgehen zu und dadurch sich schwach zeigt - was ein Echo an alle postsowjetischen Konflikte hätte, oder sie zeigt ihr wahres Gesicht: neoimperialistisch, aggressiv... und Hintermann im gesamten Konflikt. Frage ist nur, ob die Medien es wagen, die Sachen beim Namen zu nennen. Denn davon hängt ab, wie die Welt reagiert und folglich welche Schicksal Georgien erwartet. Und da hab ich meine Zweifel, da der Angst vor dem russischen Bären groß ist: sieht man an hiesigen Lesermeinungen. Adieu, klein Georgien.

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10. August 2008 13:22

Schuldfrage unerheblich

Christian Roigk (Dubai1)

Ich lese in den Kommentaren unterschiedliche Meinungen, wer die Aggression denn nun begonnen habe. Ich glaube wir wissen es zur Zeit alle nicht so genau, obwohl von aussen und von der Ferne danach aussieht, dass Georgien der Aggressor war. Aber bisher hatte das Land keine Chance seine Version zu veroeffentlichen, also ich denke dies wird ist mit der Zeit rauskommen. Wo mir jetzt aber jegliches Verstaendnis fehlt, ist die Weigerung Russlands mindestens einem Waffenstillstand zuzustimmen. Dies ist eine Grundvoraussetzung fuer Verhandlungen. Aufgrund dieser Weigerung bin ich jetzt schon der Meinung, dass die NATO Georgien mit massiven Waffenlieferungen ueber die Tuerkei unterstuetzen sollte, damit das Land sich verteidigen kann und die Russen einsehen, dass Verhandlungen nicht schlecht waeren.

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10. August 2008 13:20

Antworten auf viele Fragen

Ilya Kalinin (amor-fati)

Leider musste ich in der heutigen FAS sowie in den bisherigen Berichten eine massive Unterrepräsentanz der russischen Stellungnahmen zum Konflikt feststellen. Viele der in den Leserkommentaren aufgeworfenen Fragen bleiben unbeantwortet. Vielleicht hilft das folgende Interview mit dem russischen Außenminister, die Situation etwas besser zu verstehen: http://www.ln.mid.ru/brp_4.nsf/106e7bfcd73035f043256999005bcbbb/7da7151ccfe690b6c32574a00061bf06?OpenDocument

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10. August 2008 13:19

Ausweitung des Konflikts

Teoman Bressel (Bressel)

Russland hat zugesagt, die Kampfhandlungen zu beenden, sobald sich Georgien aus Südossetien zurückzieht. So sieht es derzeit auch aus. Derweil macht Russland in Abchasien mobil. Entweder ist der Konflikt also bald beigelegt, oder Russland nutzt die Gunst der Stunde, um Georgien auch in Abchasien dauerhaft zu schwächen. Russland hat es dabei noch nicht einmal übertrieben: Die Bomben auf Tiflis, Poti und Gori waren geradezu dezent platziert, genug, um die Georgier zu schocken und zu demütigen. Global ist dises völkerrechtswidrige Vorgehen Russlands jedoch ein paar Nummern zu klein, um ernsthafte Konsequenzen nach sich zu ziehen. Der Riese räuspert sich, und Georgien ist im Schockzustand. Hoffentlich hält Russland Wort und beendet die Kampfhandlungen, sobald Georgien aus Südossetien verschwunden ist. Ich fürchte aber, die Russen haben Blut geleckt und beginnen bald eine Offensive in Abchasien. Saakaschwili ist offenen Auges in den Rachen des Löwen gerannt. Der Westen wird ihm nicht beistehen.

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10. August 2008 13:07

Zum Beitrag von Rene Meyer (matrix1329)

Pavel Lori (LorPav)

Zum Beitrag von Rene Meyer (matrix1329): „In Georgien gibt es aber keine solche Hassgeschichte…“ – woher wissen Sie das? Die Osseten waren immer an russischer Seite, dafür hassen die Georgier sie. Stalin hat Südossetien der Georgischen SSR geschenkt. War ja sowieso egal, gehörte ja alles der Sowjetunion. Nachdem aber Georgien selbständig geworden ist, wollten die Südosseten von Anfang an, diesem neuen Staat nicht angehören. Deswegen gab es einen Krieg in neunziger Jahren, der Tausenden Menschen das Leben gekostet hat. „weil sie die Völker, die sie vor wie nach dem zweiten Weltkrieg auch gewaltsam unter Kontrolle gebracht haben, immernoch nicht in ihrem Freiheitsdrang verstehen.“ – die Russen haben das längst verstanden. Und sie haben nichts gegen die Freiheit der ehemaligen Sowjetrepubliken und anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks. Das Problem ist, dass dieser Freiheitsdrang oft nationalistische und faschistische Züge hat, viele wollen sich an heutigem Russland für die Sowjetzeit rächen.

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10. August 2008 13:02

news, news , news - no business like showbisines

thomas neeb (orant)

staatenbund oder staatsverband ? das sieht doch alles nach olympia-pr aus - die negativ olympiade im kaukasus. fehlen jetzt noch die mudschahedin und tibetbeschwoerer : es ist mal wieder soweit - fastnacht , fasching , hellau und allaf! wie waere es denn mit ein paar reformen ? zarentum georgien, koenigreich ossetien , prinzentum abchasien , und nicht zu vergessen muesli fuer alle im kreml , anstatt wodka.

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10. August 2008 13:01

Verlogenheit in westlichen Kommentaren gegenüber Russland

Joachim Zeidler (ZeidlerDuran)

Wie kommt eigentlich unsere Bundeskanzlerin dazu in Moskau bei Putin belehrende Vorträge über Menschenrechte zu halten? Zur Erinnerung: Im von Deutschland angezettelten Krieg sind ca. 27 Mio. Menschen aus Sowjetrepubliken umgekommen. Da sollte sich jeder deutsche Staatsrepräsentant grundsätzlich zurückhalten. Genauso sind leider die jetzigen westlichen Kommentare von geschichtlicher Unkenntnis und einseitiger Polemisierung gegen Russland bestimmt. Warum eigentlich? Natürlich kämpfen die Russen auch um die Kontrolle über Rohstoffe. Aber tun wir das nicht auch? Hat nicht der Westen versucht (allen voran Amerikaner und Engländer) sich über den Verkauf von Yukos der russischen Ölressourcen zu bemächtigen? Als Putin dagegen eingeschritten ist, kam von westlicher Seite wieder diese Heuchelei über freie Marktwirtschaft und Menschenrechte... Dieser Sakaschwili versucht offentsichtlich von eigener Unfähigkeit abzulenken in dem er einen Krieg anzettelt. Georgien ist ein sehr schönes Land, das mit Tourismus, Landwirtschaft und erneuerbarer Energie eine blühende Wirtschaft aufbauen könnte. Wir im Westen täten gut daran gegenüber Russland eine pro-aktive Position einzunehmen, d.h. gemeinsam unsere Probleme anzugehen ohne diese Heuchelei!

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10. August 2008 12:45

Wann handelt die Allianz?

Andre Glück (Andryxa)

Warum bekommt Georgien keine Unterstützung von der NATO? Wenigstens in Form von hilfreichen Lieferungen wie die Fliegerabwehr? Hat man inzwischen so viel Angst von Russland? Wenn das so ist, kann der EU eine rosige Zukunft blühen. Wenn die Geschichte Tschetscheniens zum zweitem Mal wiederholt wird, dann wird sich diese nochmal wiederholen. Wollen wir das wirklich dulden? "Russische Bürger" wollen bestimmt auch in baltischen Ländern oder in Ukraina beschützt werden. Wie weit will man die lupenreinen Demokraten gehen lassen?

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10. August 2008 12:13

Revisionismus pur!

Michael Menzel (Galenos)

Geschichte wiederholt sich: Hitler 1938, Rußland 1956, 1979, 1968, 2008. Wo sind die "Friedensaktivisten"? Offensichtlich hat Russland in diesem Fall keine bezahlten Protestierer im Westen nötig. Wer spricht für Georgien? Was machen die Russen in Abchasien, wenn sie doch "nur" den "Völkermord" der Georgier an den Südosseten verhindern wollen? Die Russen haben in einem "Blitzkrieg" Südossetien auch ganz offziell okkupiert, nach dem sie das Land durch Russifizierung bereits vorbereitet hatten. Jetzt wird noch Abchasien kassiert und der Rest von Georgien kommt wohl auch bald dran. Ist das der Beginn der Restitution der UDSSR auf den Putin die freie Welt am 10.2.2007 (München) vorbereitet hat?

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10. August 2008 11:51

Frechheit wie die westlichen Medien über Russland und den Krieg berichten

Sanja Sanja (Sanja999)

Mal ganz ehrlich gab es in der Zeit nach dem 2.ten Weltkrieg mal einen Moiment in den mal etwas nicht Negatives in den Medien über Russland berichtet wurde, NEIN gab es nicht! Das ist eine Frechheit wie in den westlichen Medien durch Oberflächeninformationen und Oberflächenrecherche die wahren Geschichten und Hintergründe verschleiert werden! Alleine Georgien ist hier der Aggressor, den alleine Georgien hat diese knapp 2000 Menschen auf ihrem Gewissen! Die Tatsache ist so, hätte es keinen Einmarsch gegeben, dann hätten auch nicht tausende von Menschen ihr Leben lassen müssen! Am schlimmsten ist die Medienveraschung in den USA und GB, wenn ich CNN oder andere Sender anschaue, dort wird nur erwähnt Russland ist einmarschiert, Russland hat angegriffen, Russland ist der Aggressor, Georgien bietet Waffenstillsten an, Georgien braucht Hilfe, und 1500 Menschen gestorben! Dass aber die 1500 Menschen durch georgische Waffen sterben mussten oder das Georgien Russische Bürger auf dem Gewissen hat sowie dass Georgien einmarschiert ist, vergisst man zu erwähnen! Die Recherche für die westlichen Medien ist auch spitze, es gibt keinen einzigen westlichen Reporter in dem Kriegsgebiet alle befinden sich auf der Georgischen Seite z.B. in Tiflis!!!

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10. August 2008 11:51

Weitsichtiger H. Saakaschwili

Werner Stettner (WStettner)

Wie verblendet und kurzsichtig muss man sein, um wie der georgische Präsident Saakaschwili zu handeln? Oder liegt sein diletantisches Verhalten daran, dass er so stark von außen manipuliert wird und keinen Funken eigenen Geistes einsetzt? Zunächst wird den Osseten ein Kompromissangebot unterbreitet (weit reichende Autonomie), um dann einige Stunden später, ohne jegliche Vorwarnung, die Zivilisten in Süd-Ossetien zu überrennen und abzuschlachten. Bereits einen Tag nach der Invasion feiert man sich als Sieger, um am darauffolgenden Tag bereits vollständig seine Truppen abziehen zu müssen, da Russland diesem Genozid nicht tatenlos zusehen wollte und konnte. Und nun!? Jetzt schreit H. Saakaschwili nach einer Feuerpause und stellt den achso "bösen Russen" als Agressor und Brandstifter des Konfliktes dar. Das ganze Szenario deutet auf US-amerikanische Schule hin. Was für ein Zufall, dass H. Saakaschwili ein treuer Vasal ist. Und das wird ihn am Ende wahrscheinlich auch davor bewahren, die persönliche Verantwortung für diesen Völkermord hinzunehmen. Wobei die innerpolitische Entwicklung sich durchaus problematischer gestalten kann. Aber in Ansätzen hat er ja bereits bewiesen, dass er auch vor dikatorischen Mitteln nicht abschreckt.

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10. August 2008 11:39

Russland muss die offensichtlich geplanten "ethnischen Säuberungen" Georgiens...

Jerry Stiller (JerryStiller)

...in Süd-Ossetiens verhindern. Wie kann man die georgische Regierung davon abhalten, weiter einen mutmasslichen Völkermord am Volk der Süd-Ossieten voranzutreiben. Das geht nur, indem die Aggressoren so schwer geschädigt werden, sodaß sie es nicht ein zweites Mal wagen werden, ihre mutmasslichen Verbrechen zu wiederholen.

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10. August 2008 11:27

Der Aggressor Georgien zieht seine Truppen ab?

Sebastian Unger (Seb.Unger)

Kaum zu glauben. Was hat sich dieser Präsident denn wohl bei der Ausführung seiner Menschen verachtenden Politik gedacht? Dass "Mütterchen Rußland" zusieht, wie russische Bürger und Städte (in denen dieese menschen leben) ausgelöscht werden. Das war wohl kaum zu erwarten. Die Verantwortung liegt bei Georgien und den Mächten, welche die Voraussetzungen für diese Wahnsinnspolitik geschaffen haben (z.B. Aufrüstung der Georgier).

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10. August 2008 11:18

Georgien und Südsossietien

Wilhelm Rggrt (Wilhelm29)

Um was geht es den? Einzig und allein um die Öl- und Gaspipline auf die Russland keinen Zugriff hat und weiß daß es einen Teil seiner Energiemacht verlieren wird wenn diese Energierohstoffe aus Turkmenistan und anderen Ländern nicht mehr über russisches Territoriium nach Westeuropa exportiert werden. Gazprom mit Ex-Kanzler Schröder an der Spitze läßt grüßen.

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10. August 2008 11:06

Kosovo ist nicht Südossetien oder Abchasien

Rene Meyer (matrix1329)

Im Kosovo hatte eine schlimme Geschichte des Völkermords hinter sich, v.a. auch der Serben an den Albanern, die heutzutage dort die große Mehrheit stellen. Deshalb bietete sich eine solche Abspaltung von Serbien meiner Meinung nach an. In Georgien gibt es aber keine solche Haßgeschichte, es ist in diesem Fall einzig und allein die Ermutigung der Russen, die die Südossetier und Abchasier zur Unabhängigkeit ermutigen. Und warum tun die Russen das? Weil sie es immer noch nicht verdaut haben, daß ihr Riesenreich Sowietunion zerfallen ist, weil sie die Völker, die sie vor wie nach dem zweiten Weltkrieg auch gewaltsam unter Kontrolle gebracht haben, immernoch nicht in ihrem Freiheitsdrang verstehen.

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10. August 2008 11:02

@ Thomas Süße

Andreas Brecht (andreasbt)

>> Man informiere sich auf beiden Seiten z.B. Russiatoday.com über Nazideutschland informiere man sich z.B. im "Völkischen Beobachter" >> genauso behandelt werden wie Kosovo das sollte wohl heißen wie das Sudetenland >> der Westen tut mal wieder seine heuchlerische Seite zeigen Hoppla meine Seite ist entblößt! >> sind die Russen für mich auch glaubwürdiger als die heuchlerischen Amis und für mich ist die Zahnfee! und der Weihnachstmann noch tausendmal glaubwürdiger!!! >> zig tausend westliche Journalisten vom Pentagon bezahlt werden deshalb auch die dauernden antiamerikanischen Ausfällen der westlichen Qualitätsmedien (Tarnung - alles Tarnung!) (...) Kosovo wurde von der NATO angegriffen .. zur Erinnerung!! das war wohl auf dem Planeten verkehrtherum am Gegenteiltag

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10. August 2008 10:45

Russen nutzen Saakaschwilis Fehler eiskalt aus

Konstantin Schneider (bundesboy)

Russland verhält sich Georgien gegenüber jetzt wie Israel im Krieg gegen Libanon, der ausbrach, nachdem die Hisbollah zwei Soldaten entführt hatte und weil es ja auch dort sowieso immer wieder zu Übergriffen gekommen ist. Wer sich dem Stärkeren nicht fügt, der muss getreu dieser Strategie nämlich damit rechnen, weit über das normale Mass hinaus bestraft zu werden. Der Westen, der sich hauptsächlich wegen der Pipelines für Georgien interessiert, der lieber ein böses Russland will, weil dies seine Bodenschätze so unfair als Machtmittel einsetzt, während die USA nur völlig legitim mit ihrer militärischen Überlegenheit drohen, wird angesichts des georgischen Vorgehens natürlich abermals gespalten. Der Administration Bush dürfte dies allerdings mittlerweile völlig egal sein, denn Weltfrieden wollte sie nie. Europa muss deshalb jetzt alles auf eine Karte setzen und sowohl Saakaschwili wie auch den Russen eine harte Rüge erteilen. Vielleicht müssen die Deutschen sogar das Projekt der Ostsee-Pipeline abblasen.

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10. August 2008 10:22

Ein Krieg Georgiens gegen RUSSLAND??

Philip Maria Muennighoff (Merchistonian)

Ich sehe nicht wie man jeweils einer Seite einfach an Hand des ersten Schusses die Schuld zuweisen kann, wie dies in vielen vorherigen Beiträgen der Fall ist. Wenngleich viele Russen in Südossetien leben, es gehört noch immer zu Georgien. Insofern greift Georgien eine abtrünnige Provinz an, nicht aber Russland. Ob ein solcher Krieg tatsächlich gerechtfertigt ist, das ist eine zweite Frage. Aber Russland hat in diesem Krieg nichts zu suchen. Allein von internationaler Seite wie der NATO kann hier eingegriffen werden. Da Russland aber kaum daran gehindert werden kann sich Südossetien einzuverleiben, wird Georgien natürlich diesen Kampf verlieren. Die Frage ist jetzt nur: Wie reagiert der Rest der Welt, wenn Russland in einem "Vergeltungsschlag" ganz Georgien annektiert? Nazi-Deutschland ist ähnliches mit dem Sudetenland ja auch gelungen. Und um noch einige Pro-Russland-Kritiker zu hinterfragen: Warum sollte denn ein Land wie Georgien tatsächlich Russland angreifen, so aussichtslos wie dieser Krieg würde? Hier konnte Georgien nur gehofft haben, dass Russland daran gehindert würde am Krieg teilzunehmen bzw. zögern würde. Auch wenn man den Schutz der olympischen Spiele gesucht hat wird dies natürlich nicht aufgehen.

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10. August 2008 10:12

Jetzt erfährt die Welt leidvoll,

Sebastian Unger (Seb.Unger)

warum sich seit längerer zeit etwa 2.000 us-amerikanische Militärberater in Georgien aufhalten bzw. aufgehalten haben.

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10. August 2008 09:51

Ich hab' da mal 'ne Frage:

Alfred Bucher (alma_bu)

Warum sitzt Saakaschwili eigentlich bei seinen Fernsehauftritten vor einer Europa-Fahne? Hab' ich da etwa was verpasst?

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10. August 2008 09:43

@HannoMeissner

Thomas Süße (tennists)

Anti-Amerikanismus? Wer hat die orangene Revoluation inszeniert in der Ukraine? wer hat den Tschetschenien-Konflikt inszeniert? Wer hat Irak angegriffen? Wer zertsört das Leben der irakischen bevölkerung? Wer bombt immer zuerst bevor er guckt wen er bomt? etc. USA!!! + GB! Das ist kein Anti-Amerikanismus. Die Amis sind eine der größten Schweine der Geschichte und wollen immer andere belehren was Sie zu tun haben und selber machen sie was sie wollen, speziell in Kriege anfangen und anzetteln. Sie sind einfach voll naiv und unwissend! Schauen Sie mal Russiatoday und Sie werden merken, dass die 'bösen' Russen viel offener mit Kritik umgehen und diese auch diskutieren und dagegen argumentieren. Die USA + Westen macht das nicht, die stellen immer nur eine Sichtweise dar und argumentieren dann diese.
(...)
Ich gebe mal 1 Bsp. In den USA ist 'Al-Jasira' quasi verboten (man hat die Kabelbetreiber 'gebeten'). Man will eben nicht, dass die Amis andere Meinungen aufnehmen, denn sonst wirkt die eigene Propaganda nicht so gut. Tolle Demokratie!!!

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10. August 2008 09:06

Lichterketten müssen her!

Franz Müller (Franzy)

Sobald die USA in irgendwelche Scharmützel verstrickt werden, beeilen sich Linke, Kirchen und Umweltschützer hierzulande, an allen Straßenecken Lichterketten, Mahnwachen und dergleichen zu organisieren und die Medien bis zum Verdruss damit vollzuschlagen. Hier sind die USA jetzt mal nicht involviert, höchstens als Berater der Georgier, aber ohne eigene Soldaten, und es ist Krieg und was machen die Kirchen? Wo ist eigentlich die Bischöfin Käsmann jetzt, die sonst immer von Frieden schwafelt? Wo steckt die Jespen?*Daran merkt man, es handelt sich bei deren Auftritten immer nur um antiamerikanischen Aktionismus, ansonsten verstecken sie sich feige hinter dicken Kirchenmauern.

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10. August 2008 08:53

der da hat angefangen!

Franz Holzinger (franzholz)

Das lässt sich gut mit einem typischen Streit beim Sandkastenspiel vergleichen. 16 Jähriger Sohn ... 16 J. Russland 3 Jähriger Sohn ... 3 J. Georgien 2 Jähriger Sohn .. 2 J Südossetien Mutter ... UNO 2 J zeigt 3 J die Zunge. 3 J zerstört den Sandhaufen, den der 16 J für den 2 J gebaut hat. Nun kommt der 16 J und zerstört die Burg des 3 J und er sagt zur Mutter, dass er sich hätte sofort gegen den 3 J. verteidigen müssen. Die Mutter weiß jetzt nicht, was sie tun soll. Aber sie will den 16 J. nicht stoppen, den 3 J. zu verhauen. Vielleicht verteidigt er sich ja nur. Der 16 J. versucht der Mutter zu erklären, wie brav er doch sei. Dann geht er hin und schlägt dem 3 J. gleich nochmals ins Gesicht. Auch der 3 J. schlägt auf den 16 J. ein. Die Mutter ist ratlos, wen von beiden sie nun als braven Jungen bezeichnen soll und ob sie sich in den Streit ihrer 3 Söhne einmischen solle. Am nächsten Tag ist der Streit wegen des zerstörten Sandhaufens (oder etwa wegen des Zeigens der Zunge?) noch nicht beendet. Sie versucht auf den 16 J einzureden, aber dieser ist fest entschlossen, dem 3 J. noch weiteres Leid zuzufügen. Schließlich hat der 3 J. vor einigen Tagen auch einige Spielsachen vom 18 J. Nachbarsjungen (USA) als Geschenk erhalten.

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10. August 2008 08:43

Timing...

Torsten Rhode (Torsten.Rhode)

Klar, Russland hat sein Interesse am Konflikt... wie Nato, EU und USA wohl auch. Klar, die Osseten haben bestimmt schon einmal geschossen vor dem 08.08.08. Demnach scheint es sogar legitim, hier einen Akt der Selbstverteidigung der Georgier zu konstruieren. Aber Diskussionen solcher Art, zur Ermittlung des Initiatiors des jetzigen Waffenganges, haben bis Dato noch zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt. Zu meiner Verwunderung ist noch niemand auf das Timing eingegangen. Derzeit hat die USA einen Praesidenten, der für harte Aussenpolitik einsteht und im Allgemeinen sehr konfliktbereit ist. Zudem zeigt er an der Region hohes Interesse. Dies koennte sich in naher Zukunft aendern, gemaess der Wahlumfragen in den USA. Die Chancen, das am Ende diesen Jahres die USA von einem Demokraten, mit weicherem Verstaendnis für Aussenpolitik und geringerer Konfliktbereitschaft, regiert wird stehen nicht so schlecht. Also... mal konstruiert: der jetzige Waffengang ist ein Show-Down, der nun endlich die Entscheidung in dem so alten Konflikt erzwingen soll. Für wen ist der 08.08.08 die bessere Wahl? Russland oder Georgien? Diese Frage zu durchleuchten, macht es einem vielleicht leichter den Initiator diesen Waffenganges ausfindig zumachen.

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10. August 2008 08:10

Scheinheiligkeit

Franz Holzinger (franzholz)

Russland greift plötzlich zu Beginn der Olympischen Spiele Georgien an und gibt sich als Opfer einer Erniedrigung durch Georgien aus. Eigentlich wären sie ja so friedliebend, aber leider müssten sie sich sofort mit aller militärischer Macht gegen einen Zwerg verteidigen. Dabei haben sie geflissentlich übersehen, dass Ossetien nicht zu Russland gehört und dass sie auch die UNO völlig übergangen haben. Und jetzt reklamieren Sie die für sich, doch gut dabei zu handeln. Und Russland ist es völlig egal, ob die USA und die NATO gute Freunde Georgiens sind. Ganz im Gegenteil wollen sie gerade deshalb einen möglichst harten Krieg gegen Georgien haben. Russland muss ja nichts fürchten, einige NATO-Politiker schütteln doch in diesen Tagen Putin weiterhin freundlich die Hand. Es wäre an der Zeit, entweder sofort UNO-Sanktionen gegen Russland zu erheben oder die UNO sofort wegen Nichthandelns gegen das ständige Mitglied Russland aufzulösen. Solange Russland und China ein UNO-Vetorecht haben, ist auch die UNO völlig planlos gegen Missachtung des Völkerrechts.

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10. August 2008 05:31

Wetten dass,

Albert Huber (AlbertHuber)

dieser vordergründig durch Georgien provozierte Krieg auf Trixereien der US-Amerikaner zurückgeht?! Das georgische Volk hat sich den falschen "Freunden" anvertraut. Demmnächst könnte es heissen: "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff". Es wäre nicht das erste Mal.

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10. August 2008 02:07

Fakt ist...

Mark Hauer (marki71)

Georgien hat mit RM-70 Raketenwerfern eine Stadt mit 30.000 Einwohnern dem Erdboden gleich gemacht. In wenigen Stunden starben 1500 russische Zivilisten. Das erinnert von seiner Zerstörungskraft in der Fläche an Stalingrad und diente nur zur Auslöschung einer Stadt. Russland musste militärisch genauso intervenieren wie die NATO gegen die Serben im Balkan-Krieg. Saakaschwili gehört nach Den Haag

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10. August 2008 01:17

Wer zieht Russland zur Rechenschaft?

Teoman Bressel (Bressel)

Sehr geehrter Herr Uebel, es ist nicht gleichgültig, wer den Krieg begonnen hat oder wer Schuld hat. Sie möchten betonen, daß Krieg etwas Schlechtes ist? Dies ist nicht mehr als eine Tautologie, die sie sich wirklich schenken können. Im konkreten, vorliegenden Fall geht es geht es um handfeste wirtschaftliche und politische Interessen eines mächtigen Landes, nämlich Russland. Die Soldaten m russischen Wladikawkas schlafen gerade friedlich, während in Georgien Angst und Chaos herrschen. Wozu wird ein Ort am Schwarzen Meer bombardiert, wenn es Russland darum geht, die Südosseten zu schützen? Wozu wird Gori bombardiert, ein Ort in Georgien, in dem ebenfalls Osseten leben? Weil es um mehr geht als die scheinheilige Befreiung einer Region, in der 70.000 Menschen leben. Es geht um viel Geld europäischer Verbraucher. Nicht der Krieg ist böse, sondern Mächtige, denen ein kurzes Muskelspiel und hohe Gaspreise mehr bedeuten als bisher knapp 2000 Tote. Es sind unschuldige Menschen ohne Vorwarnung getötet worden, und dafür muss sich Russland verantworten. Der Westen muß hier aus Prinzip handeln, und nicht, damit Europa mit billigerem Gas beliefert wird.

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10. August 2008 01:12

Die Finger weglassen, wenn man sich nicht genau auskennt

Julius Franzot (JFranzot)

Ich habe keine Ahnung, ob Russland oder Georgien recht hat. Ich finde es grundsätzlich falsch, politische Differenzen mit Massenmord zu lösen. Wenn so ein Missgeschick passiert, bin ich mit den Opfern solidarisch, werde mich gerne an Geldsammlungen für Hilfsmittel beteiligen, aber ein Eingreifen der NATO (ist ein defensives Bündnis, nicht die Nachfolgerorganisation der Achse Berlin-Rom-Tokyo!) würde ich aufs Schärfste verurteilen. Es handelt sich um keinen Bündnisfall und die Amis haben alle Kriege, die sie neulich angezettelt haben, schamvoll verloren und unschuldige Soldaten und Zivilisten ihrer Bündnispartner ermordern lassen. Ein Name für alle: Calipari. Ich verstehe, dass die Versuchung gross ist, das Wahlergebnis mit einem Blitzkrieg zu beeinflussen, aber hier riskiert man die Gottesdämmerung! Kriege in entfernten Gebieten sollten von den Amis nicht als Vorwand genommen werden, eigene Probleme, jetzt die subprime-crisis, zu Kosovo-Zeiten Frau Lewinskis Mundwerk, unter den Teppich zu kehren. Der Krieg 1939-1945 wurde auch angezettelt, um einem Anstreicher die Einhaltung seiner Wahlversprechen zu ermöglichen. Eingedenk dieser Tatsache, wäre hier eine Beteiligung der EU nur ein Verbrechen.

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10. August 2008 01:07

Saakaschwili - ein Fall für Den Haag

Konstantin Schneider (bundesboy)

Mit einem unglaublichen Täuschungsmanöver hat Michael Saakaschwili versucht, die westliche Welt auf seine Seite zu ziehen, in dem Irrglauben, dadurch könne er die Russen ich Schach halten. Mit seiner Behauptung, Georgien sei nur der Anfang, später würden auch die Baltischen Staaten ja sogar Polen das Schicksal erleiden, dem nun Georgien aufgrund der unfassbaren Dummheit seines Präsidenten ausgeliefert ist, hat sich Saakaschwili eindeutig für alle weiteren Aufgaben an der Spitze des georgischen Staates disqualifiziert. Auch wenn es schwerfallen mag, den Russen Recht zu geben, doch Saakaschwili ist seit Freitag, den 8. August 2008 tatsächlich ein Fall für Den Haag.

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10. August 2008 00:41

Wer hat begonnen?

Peter Szameitat (MAKSAS)

Dies wird nicht zu klaeren sein. Die Wahrheit wird voellig anders aussehen. Die Wahrheit hat auch damit zu tun, wie die USA ihre Rolle in dieser Region auffassen und wie sie sie verkoerpern. Hat die US-Aussenministerin bei ihrem Besuch in Georgien kurz vor dem Ausbruch dieser Auseinandersetzungen eine Weisung oder gar Anweisung erteilt? Einiges spricht dafuer. Nun aber, wie Polen und die drei baltischen Staaten (Litauen, Lettland, Estland) zu behaupten, RU habe die plitisch rote Linie ueberschritten, ist anmahssend. Das RU daran gelegen ist an seinen Grenzen und in seinem Einflussgebiet eine Offensive entsprechend zu beantworten ist voellig legal, auch das RU eine weitere Einkreisung seines Landes durch die NATO abwehrt. Politisches Theater bringt wieder voellig andersartige Probleme. Moralpredigten und Vorverurteilungen gilt es unter allen Umstaenden zu vermeiden. Objektivitaet ist unabdingbar, von allen Beteiligten, damit es zu einem normalen Dialog kommt und am Verhandlungstisch eine Loesung gefunden werden kann. Eine Ausbreitung eines Flaechenbrandes auf eurasichem Boden, also Krieg, muss auch durch die EU verhindert werden. MAKSAS

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09. August 2008 23:19

Kosovo: ein Präzedenzfall für Südossetien?

Kacha Macharadse (waschli)

Nehmen wir an, Russland würde Unabhängigkeit Südossetiens anerkennen. Welche Folgen hätte dies für Russland? 1. Andere Staaten könnten Unabhängigkeit z.B. von Tschetschenien anerkennen. 2. Die Osseten träumen selbst von Großossetien. Mit welchem Argument würde sich Russland gegen die Unabhängigkeit des Nordossetiens wehren? Die Russen haben erkannt, dass der „Fall Kosovo“ eine Falle für die selbst darstellt. Die Lage vor dem gegenwärtigen Krieg entsprach den russischen Interessen. Der „Fall Kosovo“ diente nur zur Drohung: Es könnte noch schlimmer kommen, wenn irgendjemand versuchen sollte, eine Lösung des Konflikts zu finden. Sollte aber Georgien den Krieg gegen Russland verlieren, dann wäre das für Russland natürlich noch besser. 1. Der Konflikt bliebe ungelöst. 2. Der ossetische Traum von Großossetien wäre ausgeträumt. Die Hilflosigkeit ossetischer Milizen gegenüber georgischer Streitkräfte war eindeutig zu erkennen. Die Osseten würden, zumindest eine Zeitlang, die Russen als Beschützer akzeptieren und die Pläne der Eigenstaatlichkeit ruhen lassen. Vor allem, weil die Osseten auch im Nordkaukasus Feinde in Gestalt von Inguschen haben, deren einstige Territorien Nordossetien von Stalin geschenkt bekommen hat.

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09. August 2008 23:17

Also wirklich, Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben), ...

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

"Georgien hat diesen Krieg angefangen"?! Das kleine Georgien greift das riesige Russland - auf dessen Gebiet bislang kein einziger Schuss gefallen ist - an?? Können Sie das logisch erklären?

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09. August 2008 23:14

Es ist nicht zu glauben!

Alexandra Franke (eknarf)

Es ist einfach nicht zu glauben, nicht nur, dass diese Kriegshandlungen zum Beginn der olympischen Spiele ausbrechen, während deren Zeitraum die Waffen eigentlich schweigen sollten. (Ja, es ist leider zu einem idealistischen Bild verkommen.) Es ist zudem nur eine überflüssige Demonstration der Diskussions- und Verhandlungsunfähigkeit der Beteiligten, bei der mal wieder der größte Leidtragende die unschuldige Zivilbevölkerung ist. Georgien macht sich vollkommen unglaubwürdig in dem es zuerst mit einer Angriffsoffensive den Streit eskalieren lässt und nun plötzlich ganz kleinlaut zurück rudert: "Saakaschwili schlug am Mittag eine sofortige Feuerpause vor. Alle Konfliktparteien sollten die Kämpfe um Zchinwali einstellen und mit einer Entmilitarisierung beginnen, sagte der Präsident in Tiflis." Ebenso wenig ist die überaus brutale Machtdemonstration Russlands nach zu vollziehen. Hier ist nicht das Ziel den Konflikt lösen zu können, sondern sich gegenseitig den schwarzen Peter zu zu schieben. Der Konflikt wird noch lange auf seine Lösung warten.

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09. August 2008 23:01

@Vladislav Pereiaslavets: wahren Grund genannt

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Im Grunde haben Sie mit der Art Ihres Beitrags schon gesagt, worum es Russland unter anderem geht. Alle Argumente für das russische Verhalten in Georgien sind vorgeschoben ("russische Bürger") und auch strategische Überlegungen sind nur ein, wenn auch wichtiger Teilgrund. Letztendlich geht es auch um den russischen Seelenfrieden, der durch die Westausrichtung Georgiens, viel stärker aber noch der Ukraine (immerhin war die Kiewer Rus das russische Kernland) arg strapaziert wurde. Russland fühlt sich gedemütigt, ob zurecht oder zu Unrecht möchte ich nicht beurteilen. Aber diese Tatsache stellt, wie man sieht, ein reales politisches Problem dar. Russland ist aber sehr schlecht beraten, sich von derartigen Gefühlen leiten zu lassen, denn 1. verspielt man momentan die Herzen der Georgier endgültig, die als altes christliches Volk eigentlich von Haus aus kein Gegner des christlichen Russland sind, und 2. Russland letztlich sein eigenes südliches Territorium auf diesem Weg unnötig stabilisiert. Ein westliches Georgien wäre sicher nicht der schlechteste Nachbar für Russland, auch als Nato-Mitglied nicht. Oder wird Russland gegenwärtig an der estnischen Grenze bedroht? Wer weiß, was Russland im Kaukasus nun in Zukunft noch alles blüht!

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09. August 2008 23:00

Herr Bressel... Teil 2

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Das sich Russland von Georgien nicht auf der Nase herumtanzen lässt, hätte man in Georgien wissen müssen. Unter dem besonderen Spannungsbogen mit Blick auf Georgiens Ambitionen NATO-Mitglied zu werden und den russichen Befürchtungen deshalb, hätte man hier zusätzlich Sorge tragen müssen. Und was auch immer die USA oder sonst wer Georgien versprochen oder zugesichert haben mag, man hätte sich bewusst sein müssen, daß sich weder NATO, die USA oder die EU einen bewaffneten Konflikt leisten werden. Doch offenbar hatte man hier gehofft, die Welt vor vollendete Tatsachen zu stellen und falls es schief geht, werden die westlichen Freunde schon helfen. Übrigens ist die georgische Offensive auch keine Erfindung Russlands, sondern diese wurde von Saakaschwili bekannt gegeben. Und noch mal: Wer sich verteidigt und keinen Konflikt mit Russland beschießt Städte nicht mit Raketenwerfern oder greift russische Soldaten an und tötet sie dabei.

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09. August 2008 22:59

Gori wird von Russen bombardiert - Treppenwitz der Weltgeschichte

Christiane Möller (N8schatten)

Vor einigen Jahren war ich in Gori, dem Geburtsort des Georgiers Dschugaschwili alias Stalin. Im Geburtshaus Stalins hatten die Georgier ein Museum eingerichtet, erinnert wurde nicht an den Schlächter und Massenmörder, sondern den großen Staatsmann. Ob die russischen Bomben das Museum zerstört haben? Übrigens sind die Osseten nicht Georgier "mit russischen Pässen", sondern eine eigene ethnische Gruppe, die momentan in zwei Ländern leben - eben in Südossetien (Georgien) und in Nordossetien (Russland). Ein geteiltes Land.

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09. August 2008 22:52

Herr Bressel... Teil 1

Frank Garbe (Frank_Garbe)

...die georgische Politik im Konflikt mit Abchasien und Südossetien war noch nie von langem Vorrausdenken geprägt. Bei der Auflösung der UdSSR setzte man damals die Grenzen von 1921 wieder in Kraft, demnach war Abchasien eine unabhängige Republik. Dem stimmte Georgien ausdrücklich zu - um dann wenige Monate in Abchasien einzumarschieren. Das Ergebnis war eine vernichtende Niederlage für die georgische Armee. Dies nutzten die Südosseten um ihrerseits die lange erwünschte Unabhängigkeit wiederherzustellen. Nun verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich selbst halte sämtliche separatistischen Tendenzen auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR bzw. des Warschauer Vertrags für äusserst gefährlich und mit Blick auf die Größe dieser "Staaten" für aberwitzig, dennoch verurteile ich die Vorgehensweise Georgiens in diesem Konflikt. Die Schnelligkeit mit der hier georgische Angriffstruppen bereitstanden, widerspricht sämtlichen Erklärungen man verteidige sich nur. Gerade mit Blick auf den gleichzeitigen Konflikt mit Abchasien, kann Georgien solche Truppen nicht mal eben zusammenziehen. Es stellt sich in der Tat die Frage was sich Saakaschwili oder seine Militärs bei dieser Aktion eigentlich dachten....(siehe Teil 2)

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09. August 2008 22:15

Russische Wirtschaftsinteressen im Kaukasus

Kacha Macharadse (waschli)

Seit Anfang der 90er Jahre war es das erklärte Ziel der Gazprom keine Gasexporte aus Zentralasien (vor allem aus Turkmenien, aus Kasachstan und in Zukunft auch aus dem Iran) nach Westeuropa in Umgehung des eigenen Pipelinenetzes zuzulassen. Eine Pipeline, die die gasreichen Länder über Aserbaidschan-Georgien-schwarzes Meer-Ukraine mit den Gasabnehmern verbindet wäre ein Alptraum für Russland. In diesem Falle entstünde ein Wettbewerb unter Gaslieferanten und die Gaspreise würden fallen. Um dies nicht zuzulassen, war eine instabile politische Lage im Kaukasus notwendig. Die Initialzündung für die Konflikte war der Plan Michail Gorbatschows ende der 80er Jahre die autonomen Republiken und die autonomen Bezirke, die ein Teil einiger sowjetischen Republiken darstellten, in deren Rechten mit den Letzteren gleichzusetzen. Dies war übrigens auch der politische Dolchstoss für die Sowjetunion. Allein aus der Sowjetrepublik Russische Föderation würden dadurch mehrere Dutzend gleichberechtigte Republiken innerhalb der Sowjetunion entstehen. Für die nationalen politischen Eliten der 15 Sowjetrepubliken war dies natürlich inakzeptabel. Russland hat es bislang verstanden durch diese Initialzündung entfachte Konflikte nicht erlöschen zu lassen.

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09. August 2008 22:12

Westliche Heuchlei

Claudio Bonato (cbon58)

Der Westen zeigt Doppelstandards - Warum konnte Kosovo als abhangiger Staat deklariert und anerkannt werden aber nicht Sudossetien (oder Abkhazien)? Russland hat die Pflicht die russische Bevolkerung zu verteidigen - und sie macht die etwas 78% der ganzen Bevolkerungzahl in Sudossetien. Und Russland muss auch seine Grenzen gegen Westliche Angriffe schutzen - wenn noch irgendeiner sich an Hitler und Napoleon erinnert... Der Westen (Europa, USA) ist ganz uberzeugt von seiner selbstproklamierte "Friedenliebe" und vergisst was die ubrigende Welt schon seit langem kennt als ein Kennzeichen von dieser so forschrittliche Zivilisation: Krieg, Volkermord, Holocaust, Kolonialismus, Umweltzerstorung, Hiroshima, Apartheid, usw... Georgie ist von Nato ermutigt Sudossetien mit Gewalt wiedereinzuleiben und pfluckt jetzt die Folgen seiner Dummheit.

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09. August 2008 22:04

Scheinheiligkeit

Vladislav Pereiaslavets (Ak_Viersieben)

Ich lese einige Kommentare hier und sehe ganz deutlich, wie die langjährige antirussische Hysterie der Medien Früchte trägt. Georgien hat diesen Krieg angefangen! Wie raffiniert, böse und gemein muß man sein, um genau an dem Tag, wo Olympisches Feuer angezündet wurde, einen brutalen Angriff auf unschuldige Zivilisten zu starten? Ich meine den Saakaschwili. Ihr, die den Kerl und sein paroanoid-faschistisches Regime verteidigt, schaut doch, was für Verbrechen in Osseetien bereits begangen wurden, in diesen 2 Tagen, und zwar von der georgischen Seite. Aber Ihr tut das bestimmt nicht. Wir Russen (und ich bin einer) sind ja per Definition grausame Barbaren. Wir waren gut genug für arme deutsche Prinzessinen, die russische Zarinen wurden, und als Gaslieferant ist Russland auch gut genug, aber wehe, wenn das Land auf blutige Provokationen von "demokratischen" Diktatoren a-la Saakaschwili entsprechend reagiert. Russland muß je jede Erniedrigung, jede Provokation hinnehmen und die Klappe halten. So ist doch die von den Medien aufgezwungene Meinung. Aber das ändert sich, und es ist die Zeit, das zu kapieren.

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09. August 2008 21:55

Symptom-Debatte

Jochen F. Uebel (arjuna_de)

Hier findet nur eine Symptom-Debatte statt, in beiderlei Bedeutung: Man redet sich aufgeradezu lächerlich aufgeregte Weise die Köpfe heiß über die Symptome weltweiter Unfähigkeit zum Frieden, und zeigt damit, zweitens, symptomatisch die intellektuelle Unfähigkeit, den Dingen auf den Grund zu gehen. Es ist doch vollkommen gleichgültig, wer am Ende den ersten Schuss abgab, wer wen provozierte und wer welche Ziele verfolgt bei dem bestialischen Kriegsgeschäft (das immer ein Verbrechen ist)! Wichtig ist doch einzig und allein, dass erneut Menschen massakriert werden und andere, ganz junge Menschen als Kanonenfutter missbraucht! Einzig und allein interressant ist also nur eine Frage: Wie kann sichergestellt werden, dass Kriege eines nicht fernen Tages endlich, endlich der Vergangenheit angehören? Typisch für die intellektuelle Dürftigkeit solcher Diskussionen: Mit dieser Frage will sich niemand beschäftigen. Der einzige Beitrag, der in diese Richtung zielt, wird – ebenfalls als einziger – deutlich abgewertet. Ein Symptom im Kleinen für den Zustand dieses Planeten im Ganzen.

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09. August 2008 21:35

Biete fairen Dialog !

uwe gottwald (ugottwald)

Alle RESSOURCEN WELTWEIT gehören den USA. Wenn wir uns darauf einigen könnten ,wäre das schon mal eine gute Gesprächsgrundlage über VÖLKERRECHT und DEMOKRATIE !!!

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09. August 2008 21:23

Irgendwie

Andreas Kirsch (A.Kirsch)

habe ich ein Gefühl, dass der Krieg ein integraler Teil des menschlichen Wesens ist. Wo waren bitte die UN und die NATO-Mitglieder als Georgien von langer Hand eine Invasion in Südossetien geplant hat ? Alle die hier Russland als Verbrecher aburteilen sollten sich vielleicht mal überlegen wieso der Steinmeier\Bush sich erst jetzt offiziell in den Konflikt einmischen und nicht bereits vor 2-3 Wochen, als klar war was in Südossetien ablaufen wird. Trotzdem - dieser Krieg ist genauso sinnvoll wie die Reden von Herr Bush und so nötig wie S***** am Schuh. Der grosse Verlierer ist wie immer die Zivilbevölkerung die als Spielball der grossen/skrupellosen Politik herhalten muss.

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09. August 2008 21:01

Vergleiche und Parallelen

Andre Glück (Andryxa)

Es sind schon einige Vergleiche hier und da gefallen. Einen habe ich bisher leider schmerzlich vermisst. Der „Wieder“ Eroberungszug von Tschetschenien. Dieser begann mit Grenzscharmützel und endete später nach einer breiten Militäroffensive der russischen Armee (die zunächst mit vorsichtigen Bombardements Ziele außerhalb des Kriegsgebiets in Kern – Tschetschenien begann). Und die Welt schaute zu. Übrigens Söhne die zu Bundeswehr als Wehrpflichtige gehen werden in keine Auslandseinsätze geschickt. Und die Unterstützung der NATO kann sich auch in Form von Lieferung moderner Flieger- und Panzerabwehr enorm hilfreich zeigen.

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09. August 2008 21:01

Meisterhafter Schachzug von Putin und Medjedew

Georges Dorgan (geoorgge)

Monatelang haben die Osseten mit russischer Unterstützung die Georgier gereizt, damit sie Südossetien angreifen. Endlich hat Sakaschwili den russischen Plan in die Tat umgesetzt und das in einer Art, die nicht tölpelhafter hätte sein können. Am Donnerstag morgen Frieden angeboten, am Abend und in der Nacht die Zivilisten in Südossetien bebombt, 2 Tage dort geblieben, vertrieben worden und dann Aufruf zum Rückmarsch und zum Frieden gegeben. Solche schlechten Feldherren sollte man sicher nicht in die NATO aufnehmen. Und der Böse ist jetzt Sakaschwili und der Gute ist Russland ! Jetzt wird Russland in aller Ruhe die Unabhängigkeitsbestreben Abchasiens und Südossetiens unterstützen, die georgische Wirtschaft (zunächst den Hafen Poti) schwächen, und evtl. auch die Russland meidenden Öl- und Gaspipelines "Baku-Ceynan" und "Südkaukasus-Pipeline" ausser Betrieb setzen. Ein meisterhafter Schachzug ! Ein Hoch auf das russische Energiemonopol !

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09. August 2008 20:59

Antiamerikanismus oder Angst vor Russland?

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Bei einigen Kommentaren frage ich mich, ob bei den Autoren wohl der Antiamerikanismus schwerer wiegt oder die Angst vor dem russischen Bären. Sollte letzteres der Fall sein, wäre das zwar nicht gerade mutig, aber doch legitim. Denn einen offenen Konflikt mit Russland will und kann sich Europa auch aus meiner Sicht nicht leisten. Dazu ist es momentan noch viel zu schwach. Derartige Ängste braucht Amerika nicht zu haben und kann daher ganz anders agieren. Wie dem auch sei: Wenn man einen Konflikt mit Russland scheut, so sollte man dies offen sagen und nicht absurde Argumentationsgebilde konstruieren. Denn den eigentlich entscheidenden Punkt, der auch hinter diesem aktuellen Krieg steht, hat noch niemand meiner Georgien-kritisch eingestellten Vorredner abgesprochen: Wer oder was gibt Russland heute eigentlich das Recht, darüber zu bestimmen, in welche Richtung sich ein souveräner Nachbarstaat politisch orientiert? Ich vermisse bereits seit Jahren (Tschetschenien ist lange vergessen) den Aufschrei friedensbewegter Menschen angesichts russischer imperialistischer Gelüste. Und wo bleiben die Lichterketten und die Forderungen nach einem Ende der Bomben auf Gori und Poti? Letzteres bedroht wohl kaum das Leben "russischer Bürger".

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09. August 2008 20:42

Zivile Opfer in Südosetien

Kacha Macharadse (waschli)

Zuallererst sollte man anmerken, dass keine überprüfbaren Informationen über die zivilen Opfer in Zchinvali vorliegen. Die Mitglieder der de-facto-Regierung, die solche Angaben machen, befinden sich in der Ortschaft Dshava, ca. 30 km von Zchinvali entfernt. Die russischen Journalisten halten sich auf dem Stutzpunkt der Russischen Friedenstruppen auf. Diese beteiligen sich an den Kriegshandlungen und stehen hin und wieder unter Beschuss, so dass auch Journalisten nicht in die Stadt wagen. Die Zahlen der „Zivilopfer“ könnten so kalkuliert worden sein: nach Angaben der russischen Online-Zeitung gazeta.ru haben vor dem Ausbruch der Kriegshandlungen in den „Streitkräften“ Südossetiens 2500 Soldaten gedient. Diese hatten 70-80 Panzer, 180 gepanzerte Fahrzeuge, 100 Artilleriegeschütze 23 Artilleriesysteme „Grad“ usw. zur Verfügung. Nehmen wir an, am zweiten Tag der Kriegshandlungen standen 1000 Soldaten zur Verfügung. Die restlichen 1500 zählen zu Zivilopfern. Dasselbe passiert auf der georgischen Seite. Aus den umliegenden Dörfern sind Frauen und Kinder evakuiert worden. Die Männer sind geblieben, um zu kämpfen. Sollten diese bei russischen Angriffen umkommen, würden auch diese in der Opferstatistik als Zivilsten geführt.

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09. August 2008 20:34

Keine Blutkonserven - geplanter Krieg?

Teoman Bressel (Bressel)

Sehr geehrter Herr Garbe, Einen Konflikt in Südossetien zu beginnen ist gleichzusetzen mit einer Kriegserklärung gegen Russland. Schauen Sie mal auf die Landkarte: Georgien erklärt Russland den Krieg? Schon jetzt sind in Georgien die Blutkonserven knapp, es werden 18-jährige Teenager als Reservisten von den Badestränden des Schwarzen Meeres eingesammelt. Einen Tag nach Beginn der Kamphandlungen. DAS soll ein langfristig geplanter Konflikt sein? Entschuldigung, das ist schlicht absurd. Russland behandelt Südossetien als russisches Staatsgebiet. Völkerrechtlich gehört die Region aber zu Georgien. Der Punkt ist: Georgien kann den Südosseten die größtmögliche Autonomie erklären, es kann der Region das Blaue vom Himmel versprechen - darum geht es den Russen eben nicht. Russland interessiert sich dafür, Georgien langsfristig kaltzustellen, und dafür sind die Autonomiebestrebungen zweier Flecken Erde, Abchasien und Südossetien, der ideale Anlaß. Russland erfindet Geschichten, und da eh keiner weiß, was Sache ist, kann Putin sich darauf verlassen, daß wir vor lauter Verwirrung eher zu "Kerner kocht" umschalten, als uns in die Geschichte dieses Konlikts einzuarbeiten.

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09. August 2008 20:34

Warum geht es eigentlich ?

thomas schulz (peanutbutter)

Oder anders gefragt, warum ist Georgien der Zankapfel zwischen dem Westen bzw. NATO und der russischen Föderation ? Schon Hitler lenkte die Stoßrichtung der Heeresgruppe Süd zum Kaukasus, um die Kontrolle über das dort sprudelnde Erdöl zu erlangen, überdehnte die Ostfont und verlor den Krieg im Osten. Heutzutage ist Georgien ein potientiell wichtiges Transitland für Erdöl/-gas aus dem Osten, das Rußland unbedingt unter seine Kontrolle bringen will, um Europa bzw. seine westlichen Nachbarn wie Ukraine, Weißrussland etc. wie bisher unter Druck setzen zu können. Dafür opferten sie sogar ihre traditionellen Verbündeten auf dem Balkan, um als Gegenleistung das Stillhalten des Westens bei der jetzt begonnen, generalstabmäßige geplanten Invasion Georgiens zu garantieren. Da die USA nicht daran denken, sich an den Deal zu halten, greift Putin in die Trickkiste der Nazis und kopiert deren Annektion des Sudetenlandes und anschließender Zerschlagung der Tschecheslowakei mit Georgien und falls erfolgreich, auch mit anderen abtrünnigen, ehemaligen Sowjetrepubliken. Was wird die EU angesichts ihrer Abhängigkeit von russischem Gas/Öl unternehmen ? Nichts, außer gesichtswahrende Apellen, die Kämpfe einzustellen. Kosovo ist überall.

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09. August 2008 20:31

Georgien

Walter Remy (wremy)

Die Ursache des jetzigen Konflikts ist die Absicherung der Rohoel Pipeline durch Georgien. Die U.S. Politik hat mal wieder einem kleinen Vasallen (Georgien) falsche Hoffnung gemacht die nicht eingehalten werden kann. Mit Millionen wurde das kleine Land bestochen. Hoffningauf NATO Beitritt wurde erweckt. Kein Wunder dass sie sich jetzt groesser sahen als sie sind. Leider ist die EU Fuhrung noch nicht erwachsen genug eine eigenstaendige Politik zu betriben. Sie haben dieses bloede Spiel der U S Aussenpolitik einfach mitgemacht. Georgien war Teil der Sowiet Union und ihre Buerger waren voll in die russische Gesellschaft integriert. Woher ploetzlich die Feindseligkeit? Sie ist von aussen gemacht. Die Russen werden ihnen in den aechsten Wochen zeigen dass sie naeher und staerker sind als der neue ferne Freund aus Washington.

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09. August 2008 20:01

Fakt ist...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

...wer auch immer in der Nacht von Donnerstag zum Freitag nun den ersten Schuß abgab, Georgien hatten diesen Angriff von langer Hand geplant. Wenn man sich dazu verpflichtet nur friedlich zu agieren und nur zum Zwecke der Selbstverteidigung zurückschießt, hat man nicht mal eben eine Invasionarmee bereitstehen, die in kürzester Zeit einen Kampf erfahrenen, gut organisierten und gut ausgerüstet Gegner wie die südossetischen Truppen überrennt. Ebenso beschießt man bewohnte Städte im Normalfall nicht mit Raketenwerfern, wenn es um Selbstverteidigung geht. Und nun wundert man sich also, daß die südossetischen Einheiten, die abchaisische Armee und die russischen Truppen Angriffe gegen militärische und infrastrukturelle Ziele in Georgien durchführen? Was auch immer in den letzten Tagen genau geschehen ist und wer verantwortlich ist, die georgische Führung wollte diesen Krieg und tut alles um ihn zu verschärfen. Nun muß sie auch die Konsequenzen tragen.

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09. August 2008 20:01

Russische Verbecher

Teoman Bressel (Bressel)

Georgien kann in diesem Konflikt nur verlieren, und Russland weiß das gut. In jedem Fall werden Beitrittsverhandlungen zur NATO um viele Jahre verschoben. Zudem liegen Abchasien und Südossetien sowohl geographisch als auch politisch an der Peripherie des öffentlichen Interesses. Sobald der Konflikt beendet ist, wird sich innerhalb kürzester Zeit niemand mehr groß dafür interessieren. Abchasien und Südossetien sind willkommene Anläße für Russland, Georgien einzuschüchtern, hier geht es nur sekundär darum, vermeindlich russische Bürger zu schützen. Ob russische Bomben Georgier oder Südosseten töten, ist Russland völlig gleichgültig. Aber Russland wird mit diesem verbrecherischen, völkerrechtswidrigen Konflikt durchkommen. Und das ist das wirklich schreckliche. Sie können friedliche georgische Städte bombarieren, sogar am Schwarzen Meer sind Bomben abgeworfen worden. Und die westliche Welt schaut zu und "appelliert".

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09. August 2008 19:36

Es macht mich traurig... und wütend!

Martin Bauer (bauermartin)

Es stimmt mich trauig, wenn ich die Bilder von verletzten und toten Zivilisten sehe. Es macht mich aber wütender, wenn sich die EU und die westlichen Medien auf die Seite einer kriminellen Marionette wie Präs. Saakaschwili stellen. Warum? Warum diese Heuchlerei?

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09. August 2008 19:25

Überall die Amis

Lorak Mann (Panwlo)

Der Mehrzahl der Kommentare ist zu entnehmen, wie oberflächlich und amerikafeindlich ein Großteil hier im Forum beteiligeten ist. Die Kommentare beschäftigen sich entweder mit einer amerikanischen Verschwörung (womöglich mit israelischer Beteiligung) oder mit der Vorwürfen die aus den "unabhängigen" russischen Medien entnommen sein könnten. Zahlen wie die 1500 Toten Zivilisten nach den "Flächenbombardements" der Georgier werden einfach ohne Widerspruch übernommen um einen vermeintlichen Georgisch-Amerikanischen Angriffskrieg in Südossetien zu konstruieren. Schade, dabei sollte man vielleicht versuchen sich etwas in die Lage Georgiens zu versetzen, dass seit über 10 Jahren über ein Teil seines Staatsgebiet keinerlei Kontrolle ausüben kann. Zum Vergleich: Würden die Sorben in Deutschland die Unabhängigkeit fordern sowie einen Anschluss an Polen. Ob dann ein Versuch Deutschlands im Gebiet der Sorben die Staatsmacht wieder herzustellen ähnliche Reaktionen in der Leserschaft hervorrufen würde? Was wäre erst wenn polnische Kampfflugzeuge zum Schutz Ihrer "Landsleute" in Sachsen Flughäfen in Berlin unter Beschuss nehmen würden?

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09. August 2008 19:11

Herr Bohle - volle Zustimmung

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

wenn Sie formulieren: 'Europa darf sich nicht länger in die Politik kleiner Stiche gegen Russland drängen lassen.' - Ich wollte schon eine Wette in diesem Leserkreis ausloben, wie lange sich die Russen die Muskelspiele des scheidenden Praesidenten Bush wohl gefallen lassen wuerden. Kanzlerin Merkel handelt(e) in gleich zweifacher Hinsicht toericht. Statt die Ukrainer auf dem Weg nach Europa zu ermutigen und damit als ruhenden Pohl an der Suedostflanke aufzubauen , speiste sie diese mit Unverbindlichkeiten ab. Bush's Osteuropa - Umtriebigkeit (amerikanische Raketen, ueberhastet angestossene Beitrittsdebatte zur Ukraine und Georgien) UND das Schweigen von (West-) Europas charakterschwacher Staatschefs dazu raecht sich jetzt. Sollte Obama Praesident werden, kann man nur darauf hoffen, dass er Europa mit mehr Respekt behandelt, sich aus unseren Angelegenheiten raushaelt. Wird John McCain Praesident, werden Merkel, Sarkozy, Gordon Brown (falls dann noch im Amt) ordentlich mit diesem Herrn in's Schwitzen kommen. Ein Gutes hat diese Kriese: Sie dient der Klaerung, denn nur ein 'Show-down' wird die Dinge richten koennen. Die Zeiten des vorbehaltlosen Anschmiegens an amerikanische Regierungen muessen passe sein.

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09. August 2008 18:21

MafiaClan-Auseinandersetzungen oder Russische Rückeroberung des Kaukasus ??

Robert Hamacher (harohama)

oder beides ?? Einige der Mitkommentatoren sind ja offensichtlich vor Ort und wissen genau, wer wann wie begonnen hat, wer was bombardiert, wieviele wo getötet worden sind usw. Dass sich einige als fleissige Nachsprecher der zensierten staatlichen Massenmedien und Agenturen Russlands hier "profilieren" und sich damit selbst diskreditieren ... nur so en passant ;-) . Tatsächlich rutscht ein schwelender und sich seit Jahren eskalierender Konflikt, der permanent von Rußland geschürt worden ist, einige Eskalationsstufen höher. Ethnische Reinigungen haben längst stattgefunden mit der Vertreibung von Georgiern aus Abch. und S-O vor Jahren. Nach denen kräht hier kaum ein Hahn - geschweige denn die Putin-Apologeten. Dass sich strategische Gesamtüberlegungen Rußlands mit dem Ziel einer völligen Kaukasus-Hegemonie mit ordinären, tristen z.T. konkurrierenden "Geschäftszielen" diverser lokaler, regionaler und nationalrussischer MafiaClans von St. Petersburg und Moskau ( incl. der durchweg korrupten herrrschenden Elite um Putin und Medwedjew) bis Abchasien, Süd-Ossetien ( beide beherrscht von "Business Men" und deren Clans ) bis Tiflis überlappen, traut man sich in Deutschland nur verklausuliert vorzutragen.

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09. August 2008 17:17

Schamlos war der feige Angrif auf die Zivilbevölkerung von Süd-Ossetien

Albert Beerenbaum (Beerenbaum)

durch Georgien. Es ist schwer vorstellbar, daß der georgische Präsident diese militärische Aktion in Süd-Ossetien (mit Flächenbombardements gegen die Zivilbevölkerung!) ohne Zustimmung seines wichtigsten Unterstützers, den USA, durchgeführt hätte. Die Verantwortung für die Folgen der eskalierten Situation tragen die Georgier.

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09. August 2008 16:59

Krieg im Kaukasus, Georgien in die Nato

Hermann Bohle (Hermann.Bohle)

Es widerspricht dem Interesse Europas, unter amerikanischem Drängen nach Osten immer mehr Ex-Sowjetrepubliken ins Bündnis zu holen. Welches Geschrei, nähme der alte Warschauer Pakt (gäbe es ihn noch) heute Venezuela und Kuba auf?! Europa darf sich nicht länger in die Politik kleiner Stiche gegen Russland drängen lassen. Von niemandem, auch nicht von kleinen Staaten, die mit dem Säbel des großen US-Freundes rasseln oder partout die - heute überstandene - ewig-gestrige Bitternis mit dem riesigen Nachbarn nicht vergessen wollen. Ohne ein kooperatives Russland, ohne dessen schrittweise gedeihende Interdependenz mit einer starken EU, findet unser Kontinent weder Gleichgewicht noch dauerhaften Frieden. Der Fall des - in seinem Demokratieverständnis noch arg notleidenden - Georgien kann dem neuen US-Präsidenten zeigen, wie gefährlich es ist, immer neuen Nato-Partnern die Schutzgarantie des Vertragsart. 5 zu bescheren. 1949 erzwang Washington die Begrenzung der Nato-Bündniszone auf den Raum "nördlich des Wendekreises des Krebses", um Amerika nicht in spätkoloniale Konflikte Englands, Frankreichs, Hollands geraten zu lassen. Mit neuen Nato-Partnern droht neues Ungemach dieser Art. Doch keiner will "für Georgien sterben".

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09. August 2008 16:35

@Thomas Süße: Kosovo

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Bezüglich des Kosovo hatte Russland auch Recht und das Verhalten des Westens, die Unabhängigkeit zu fördern, war aus meiner Sicht falsch. Allerdings ging es Russland nur darum, einen Fuß auf dem Balkan zu haben, indem man sich mit Serbien einen willfährigen Verbündeten schafft. (Ich behaupte nicht, dass Amerika grundsätzlich anders handelt!) Die russische Taktik ging aber trotz der Unabhängigkeit des Kosovo nicht auf, da die pro-westlichen Kräfte in Serbien inzwischen zu stark sind. An den USA kann man viel kritisieren, aber glaubwürdiger ist Russland keineswegs! Oder wie wollen Sie erklären, dass Russland die Unabhängigkeit Tschetscheniens mit aller Macht verhinderte, sie für Südossetien aber fordert? Wenn man sich eine Karte anschaut, löst sich das Rätsel. Russland braucht Südossetien aus geostrategischen Gründen. Die geostrategischen Interessen Amerikas in Georgien sind, anders als die russischen, für das Land eine Lebensversicherung. Hass auf Russland gibt (gab) es im Volk nicht, nur Abneigung gegen die russische Regierung. Insofern schadet sich Russland auf die Dauer selbst mit seinem Vorgehen. Liebe zu Amerika gibt es auch nicht in Georgien. Man sieht es als kleineres Übel an. War das bei uns zu Zeiten der Teilung anders?

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09. August 2008 16:35

Kriegsgericht

Katrin Huber (KatrinHuber)

Ich hoffe sehr, dass der "lupenreine Demokrat" Saakaschwili für die Ermordung von 1.500 Zivilisten und die Vertreibung von nahezu 40.000 Zivilisten zur Verantwortung gezogen wird und sich dafür vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag wieder findet. Schliesslich mussten auch Serben für die militärische Intervention auf ihrem(!) Staatsgebiet strafrechtlich büsen, und der Süd-Ossetien-Konflikt offenbart ausreichende Parallelen. Man stelle sich nur die hinterhältige Politik des H. Saakaschwili vor. Am Donnerstag bot man den Osseten noch weitreichende Autonomie an, um dann in der selben Nacht mit der gesamten militärischen Kapazität auf diesen kleinen Flecken einzuprügeln. Hätten die Russen nicht interventiert, dann wäre das Ossetische Kapitel in Georgien für immer geschlossen worden und die westlichen Staaten hätte vor diesem Genozid ihr Augen verschlossen.

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09. August 2008 16:19

Europa sieht zu...

Ilya Kalinin (amor-fati)

Es ist bemerkenswert, dass u.a. die USA Russland dazu auffordern, seine legitim stationierten Friedenstruppen aus den umkämpften Gebieten abzuziehen, dies in einer Situation, da massive georgische Angriffe bereits Hunderte von unschuldigen Menschen, darunter Kinder und Frauen, in den Tod gerissen haben und ein Abzug der Soldaten eine noch größere Katastrophe nach sich ziehen würde. Dass sich europäische Staaten vom georgischen Präsidenten - der sich nicht nur mit der europäischen Flagge sondern auch mit europäischen Staaten im Rücken wähnt - immer noch nicht distanziert haben, trägt nicht zur Glaubwürdigkeit Europas und seiner Werte bei. Außerdem verlängert diese europäische Tatenlosigkeit den fatalen georgischen Irrweg und vermehrt die menschlichen Tragödien im Kriegsgebiet.

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09. August 2008 16:19

Spiel der Großmächte

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Keine Frage, die USA sind im Südkaukasus nicht aus idealistischen Motiven vor Ort, sondern weil die Region für die Energieversorgung des Westens bedeutend ist. Georgien kommt dies gelegen, denn ohne amerik. Unterstützung hätte es dem nicht gerade friedlichen Nachbarn im Norden nicht viel entgegenzusetzen. Somit ist es aus georgischer Sicht schlicht logisch, sich unter amerikanische Fittiche zu begeben, auch wenn dies in Deutschland vielen antiamerikanisch sozialisierten Menschen den Magen umdrehen mag. Die Situation im Südkaukasus ist eine andere als im friedlichen Deutschland. Man sollte nicht vergessen, dass auch hierzulande 1945 die Menschen den Amerikanern in die Arme liefen, um der russ. Einflussspäre zu entkommen. In einer ähnlichen Situation fühlen sich heute die Georgier. Georgien hat durch Fehler dem Sezessionismus der Südosseten und Abchasen Vorschub geleistet. Aber letztlich hat Russland aus ureigenem Interesse - Sicherung der Einflussspäre - diese Konflikte in die Länge gezogen mit seinen "Fiedenstruppen". Und es ist ein Witz, zuerst im Ausland russische Pässe auszugeben und anschließend die "russischen Staatsbürger" militärisch zu verteidigen. Kann man da anprangern, dass sich Georgien um amerik. Unterstützung bemüht?

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09. August 2008 16:15

»Regierungen« sind purer Betrug

Jochen F. Uebel (arjuna_de)

Der neue Krieg zeigt erneut: Regierungen sind nur noch »fake«. Fata Morgana, Betrug. Zu »regieren« hieße doch, die Dinge lenken zu können (selbstredend zum Wohle der Völker). Regierungen sind dazu absolut nicht in der Lage. Und viele, selbst namhafte Regierungen (Russland, China) sind noch nicht einmal willens dazu. Wir brauchen also ein neues Paradigma des Regierens. Und als erstes Einsicht und Wissen in den »prime mover« des Lebens: Bewusstsein. Nicht weiteres Geschwätz all der Hampelmänner mit ihren »staatstragenden« Attitüden. Sondern weltweite Hinwendung zu einer soliden – man google so – consciousness based education (bewusstseinsorientierten Bildung).

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09. August 2008 16:08

War das ein Test?

Milan Kacarevic (kamicak)

Dieses Mal hat sich die amerikanische Marionette Saakaschwili sehr übernommen. Möglicherweise haben seine Berater und Minister, die meistens Staatsbürger der Vereinigten Staaten sind, Russland und Serbien verwechselt. Wie dem auch sei, was die Initiatoren dieser Dummheit wissen wollten, werden sie bald erfahren. Ich hoffe nur, dass die Antwort Russlands so unmissverständlich sein wird, dass die neugierigen Herren der NATO, EU und USA nie mehr auf die Idee kommen, diese „Frage“ noch einmal zu stellen. Da es sich hier um die skrupellose Vertreibung eines Volkes geht, nehme ich an, dass bald jemand wegen der ethnischen Säuberung als Kriegverbrecher angeklagt wird oder werden sich die Täter straffrei aus der Affäre ziehen, wie die Kroaten 1995. als 250.000 serbischen Zivilisten in einer Woche vertrieben wurden, begleitet vom Beifall der Amerikaner und, leider, auch der Deutschen. Wir werden sehen!

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09. August 2008 15:30

Der böse Russe, der gute Ami

Thomas Süße (tennists)

ich will hier keinen Geschichtsunterricht geben. Nur soviel. Nur weil der kalte Krieg vom Westen gewonnen wurde, sollte man nicht denken, seine Medien erzählen immer die Wahrheit.

Einen Tip: Man informiere sich auf beiden Seiten z.B. Russiatoday.com und bei den üblichen westlichen Medien und mache sich dann eine Meinung, die irgendwo dazwischen liegt. Das kommt schon näher an die Wahrheit. Die Russen pochen eben darauf dass die beiden Republiken genauso behandelt werden wie Kosovo. Der Westen tut mal wieder seine heuchlerische Seite zeigen und beide Konfklikte unterschiedlich bewerten. Die Russen wollen das nicht. Daher sind die Russen für mich auch glaubwürdiger als die heuchlerischen Amis und die gehochenden Europäer. Man sollte auch bedenken dass zig tausend westliche Journalisten vom Pentagon bezahlt werden, damit sie im Auftrag des Pentagon berichten. Göppels Propagandaministerium war gar nichts dagegen. Kosovo wurde von der NATO angegriffen .. zur Erinnerung!!

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09. August 2008 15:29

Russland ist der Böse

Jens Jablonski (Mustrum)

Die Russische Förderation bereitet den abgefallenen Teilen seines Imperiums seit Jahren Probleme. In vielen Ländern, wie Moldavien, Georgien aber auch in der Ukraine werden Separatisten unterstützt, um stabile Staaten zu verhindern und die Einbindung dieser Länder in westliche Organisationen wie der NATO zu verhindern. Dieser Krieg ist nur der Höhepunkt eines Konfliktes der 1991 mit der Unabhängigkeit Georgiens begann. Seit dem sieht sich dieses Land den Provokationen des Russischen Imperiums ausgesetzt. Die Separatisten in Abchasien und Südossetien werden von Russland militärisch und moralisch unterstützt, georgische Exporte nach Russland werden unterbunden. Nun nutzt man den Vorwand eines Angriffs auf „russische Bürger“, die man durch die Ausgabe russischer Pässe an Südosseten erst zu Russen gemacht hat, um auch Städte in Georgien wie Gori zu bombadieren. Russland ist in diesem Konflikt der Böse, der Provokateur der nicht von seinen imperialistischen Methoden lassen kann.

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09. August 2008 15:15

Einseitige Kommentare

Maik Hünninghaus (Poliorketes)

Die Kommentare zu den Artikeln über den Südossetienkonflikt lesen sich, als ob Georgien einen Eroberungskrieg gegen einen friedliebenden Nachbarn begonnen hätte und erscheinen alles andere als neutral. Ich kann die Handlungsweise der Georgier nachvollziehen, die sich im Klaren sein mußten, daß Rußland nur auf einen Vorwand zur militärischen Intervention gewartet hat. Aber daß Rußland selbstlos nur den bedrohten, hilflosen Südosseten zu Hilfe kommt, glaubt doch wohl kein vernünftiger Mensch. Es bleibt der Verdacht, daß Scharfmacher auf beiden Seiten Angst bekommen haben, daß die jüngsten Friedensinitiativen zu ergebnissen geführt hätten.

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09. August 2008 15:11

Die Motive sind auf beiden Seiten

Michael Becker (manigja)

die selben: Südossetien als Teil des eigenen nationalstaatlichen Territoriums zu besitzen. Insofern ist dies ein Territorialkrieg in ganz pragmatischer Hinsicht und es macht wenig Sinn diesen nach moralischen Kriterien wie "die Guten" und "die Bösen", "gerechtfertigt" oder "heimtückisch zu beurteilen. Wo dies passiert ist immer Parteilichkeit zu unterstellen, welcher das Wohl der Südossetischen Bevölkerung gänzlich egal ist und zur reinen Instrumentalisierung dient, um seine eigenen Ressentiments zu artikulieren, seien es nun die antiamerikanischen, indem man sich auf Seiten Russl. schlägt, seien es die antirussischen, indem man sich zur georg. Seite bekennt. In der Logik des Krieges sind sowohl das georg. als auch das russ. Vorgehen legitim. Dabei sterben Menschen und das ist schade genug. Das letzte was hierbei hilft diesen Zustand zu beenden sind einseitige Schuldzuweisungen. Russland hat in der Vergangenheit die separatistischen Strebungen ebenso gefördert wie Georgien diese zu unterdrücken versuchte; beides führte eben jetzt zu dieser militärischen Konfrontation. Und so bleibt zu erwarten, dass sich die Gewaltpotentiale weiter ungehemmt entladen werden bis die (materiellen und unmateriellen) Kosten nicht mehr tragbar sind...

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09. August 2008 15:10

Europa endet am Bosporus

Konstantin Schneider (bundesboy)

Georgien ist zwar ein nicht zu beneidendes Land, da es am Südkaukasus ziemlich abgeschnitten zu sein scheint von Europa, das sein Präsidenten Michael Saakaschwili so anhimmelt. Allerdings berechtigt gerade die georgische Grossspurigkeit, es mit 5 Millionen Einwohnern dem Rest der Welt beweisen zu können, dass man Mittel gegen den Expansionsdrang Russlands in der Hand habe, zu allergrössten Zweifeln, dass sich Georgien wirklich schon ein Anrecht darauf erworben hat, in die europäische Völkerfamilie aufgenommen zu werden. Europa, dem der Frieden nicht in den Schoss fiel und dass gerade erst kürzlich die Krise auf dem Balkan einigermassen in den Griff bekommen hat, darf sich nicht durch einseitige Parteinahme für Georgien aus der Balance bringen lassen. Denn der Frieden, bzw. seine dauerhafte Erlangung erfordert viel Geduld. Dass sich Kerneuropa genau in diesem Punkte von Briten und Amerikanern unterscheidet, muss auch in Tiflis endgültig zur Kenntnis genommen werden und insofern ist Washington jetzt verpflichtet, seinen Zögling Saakaschwili an die Leine zu legen. Der unerhörte Versuch, durch einseitige Entscheidungen, Europa und die NATO an die Seite Georgiens zu zwingen, ist zum Scheitern verurteilt. Europa endet am Bosporus.

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09. August 2008 15:02

Früher gab es keine Probleme

sophie zakarashvili (liku1)

Wie lange leben Osseten in Georgien? Seit über 800 Jahren. Gab es Probleme früher zwischen diesen Völkern? Die Antwort ist eindeutig „NIE“. Wie viele Osseten wohnen derzeit im übrigen Georgien? Mehrere zehn tausende. Warum ist diese Unverträglichkeit aufgetaucht, seit Georgien seine Unabhängigkeit erklärt hat? Und fängt Krieg gerade kurz vor dem Beitritt Georgiens in NATO? Was für ein Vorteil zieht Georgien, wenn kurz vor diesen Ereignissen das Volk „ vertreibt“, mit dem eigentlich seit 800 Jahren problemlos lebt? Warum haben alle ex-sowjetische Republiken gleiche Probleme? Muss man einfach sich bisschen mehr Information beschaffen und logisch denken können.

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09. August 2008 15:02

Immer wieder die USA

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Es sind immer wieder die USA, der Anmaßung Unruhe und Streit in Gebieten der früheren Sowjetunion schürt. Sie haben haben im Kaukasus nichts zu suchen. Aber in ihrer Borniertheit unterstützen sie auch solche fragwürdigen Machthaber wie diesen Saakaswili, der sich von verantwortungslosen Versprechungen der USA zu einem verbrecherischen Krieg ermuntert fühlt, so wie Saddam Hussein vor seinem Einmarsch in Kuweit. Es ist ein Verbrechen, dass Georgiens Machthaber Menschen in einen Krieg gegeneinander führt, die bis 1990 unter dem gleichen System gelitten haben, die Bürger des gleichen Staates waren.

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09. August 2008 15:00

Sind die Russen denn je an etwas schuld?!

Gabor von Zoltan (Putinras)

Nein; ich kann nicht behaupten, dass ich diesen Konflikt durchblicke. Was ich aber mit absoluter Gewissheit weiss, ist, dass ich es noch nie erlebt habe, dass Russland je an irgendwas schuld zu sein glaubt; geschweige denn die Verantwortung dafür übernehmen will! Das reicht schon von weit vor Katyn bis zum vollkommen irrren 2. Tschetschenienkrieg (bei dem sich die Russen schon einen Namen mit dem Bombardieren ganzer Städte - wobei Grosny ja eine russische Stadt sei! - gemacht haben). Muss man es nun Vorurteil nennen oder ist es nicht Resultat leidvoller Erfahrung, wenn man daher eher skeptisch gegenüber Russland die Brauen hebt? Insbesondere bei einem Russland, das paramilitärische Kadettenschulen und einen unverhohlenen militärischen unterfütterten Patriotismus (Naschi!) pflegt? Das selber am Allermeisten meint, dass "Russland nur geachtet ist, wenn es gefürchtet wird" (und sich deshalb auch nie ernsthaft darum kümmert, etwas Anderes hervorzubringen, für das man zu Recht geachtet werden könnte!)? Wie könnte man einem Land denn nicht skeptisch gegenüber stehen, dass zwar unverhohlen rassistisch gegen die Kaukasier wettert, zugleich aber allen Ernstes den Massenmörder Stalin (Georgier!) als "grossen Russen" nach Zar Peter preist!!!

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09. August 2008 14:48

Böse Russen???

taskin kayman (barisemre69)

Jawohl böse Russen!!! Der ist nämlich kein deut besser als Uncle Sam.Er hatte und hat überall auch seine "Finger im Spiel".Beispiele gefällig:1.Wer hat die Armenier im 1.WK aufgestachelt und zu deren Untergang geführt? 2.Wer hat Afghanistan ruiniert? 3.Wer hat die Armenier in Karabag in unterstützt und zur völkerrechtswidrigen Besetzung duch Armenien geführt.wer hat hier den Völkermord in Hocali herbeigeführt. 4.Wer hat die Tchechenien über den haufen geschossen usw. Jetzt setzen sich die Russen für die Freiheit der Oseten und Abchasen ein?? Da gackern ja die Hühner... die zivilen Opfer sind selbstverständlich zu bedauern.aber Georgien hat das seine territoriale Integrität zu verteidigen. Ergo Russe verdrückt dich aus Georgien!!! 60000 Tausen pässe in Ossetien verteilen und der Weltöffentlichkeit erklären Russen zu schützen.auch Dreistigkeit sollte Grenzen haben.Gilt jedoch nicht für den blutrünstigen russischen Bären.Und Uncle Sams Reaktion? Null!!! Russland ist nicht Irak woll!!!

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09. August 2008 14:31

Eine Jahrhunderte alte Realität wird hier zelebriert

Christian Roigk (Dubai1)

Erinnert sich noch jemand an die karibische Insel Granada ? Dort haben die Amerikaner den Sowjets mit einer Invasion und der Vertreibung der dort stationierten Kubaner klargemacht, daß die Karibik zum Einflußgebiet der USA gehört, und eine andere Großmacht dort nicht geduldet wird. Hundert Jahre zuvor haben die Amerikaner dies auch den Spaniern klargemacht ( Dom Rep & Kuba ). Hundert Jahre davor die Engländer den Franzosen in Afrika mit dem Ergebnis Ostafrika ist britisch, Westafrika französisch. Hundert Jahre davor die Spanier und Portugiesen in Südamerika. Es geht den Russen jetzt überhaupt nicht um Abchasien und Süd Ossetien, die sind denen völlig wurscht, es geht Russland darum, den Amerikanern klarzumachen, daß es sich wieder als Weltmacht sieht, und eine Ausweitung der NATO oder die Präsenz amerikanischen Militärs ( gemeinsame Manöver USA und Georgien ) in den -stan Staaten nicht länger tatenlos hinnehmen wird. Alles nördlich der iranisch- türkischen Grenzlinie betrachtet Russland als sein Einflußgebiet. Die USA sind jetzt in der Klemme, weil Georgien mindestens auf militärische Hilfe hofft, die USA aber durch ihr Engagement in Afghanistan und im Irak nicht mehr die Mittel hat, eine Drohkulisse aufzubauen.

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09. August 2008 14:18

Ergeiz, koste was es wolle

Benedikt Gresser (Benediktus)

Solange im Westen alles, was sich gegen Russland richtet, automatisch zur Befreiungstat deklariert wird, wird eine rücksichtslose Politik wie die Saakaschwilis noch viele Opfer fordern, der sich die Mühen langwieriger Verhandlungen glaubt ersparen zu können.

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09. August 2008 14:14

Russen sind keine Unschuldslämmer

Volker Paul (vpaul)

Gerechtfertigt sind die russischen Angriffe auch auf Zivilisten durch gar nichts. Und die zu 90% russische Bevölkerung schützen, wie dies der russische Präsident behauptet, kann man nicht dadurch daß man 1500 Menschen umbringt. Ich will nicht behaupten daß Georgien an dieser Eskalation unschuldig ist. Aber zu einem Krieg gehören zwei. Und Rußland macht mir den Eindruck, als hätte sie nur auf eine Gelegeheit gewartet zu sagen: "Ab heute wird zurückgeschossen". Mir scheint, hier wird wieder Machtpolitik betrieben, und da zählen Menschenleben nicht viel. Georgien will in die NATO, das ist Rußland ein Dorn im Auge (wobei da der Begriff "Nordatlantik" tatsächlich etwas weit gefaßt wäre). Amerika will in der Region Einfluß und Energiereserven sichern. Ich hoffe bloß, die Amerikaner eilen jetzt nicht Georgien zu Hilfe und ziehen dann auch den Rest der NATO mit rein, so wie sie uns in den Afghanistan-Konflikt reingezogen haben. Einen dritten Weltkrieg ist das Ländchen wirklich nicht wert. Wenn wir Tibet den Chinesen zugestehen, dann können wir auch Südossetien und Abchasien den Russen überlassen. Schließlich besitzen die Chinesen Tibet mit demselben Recht wie die Sowjetunion früher Georgien besaß: nur mit dem Recht des Stärkeren.

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09. August 2008 14:11

Keine Rücksicht

Franz Müller (Franzy)

Hab keine Ahnung, wer jetzt die Schuld hat an diesem Krieg, bzw. wer ihn begonnen hat. Gehört Südossetien zu Georgien oder zu Russland? Wenn es zu Georgien gehört, warum will es sich abspalten? Geographisch scheint es ja eher in das politische Gebiet Georgiens zu passen. Aber was anderes: Im Unterschied zu den Amerikanern, die bei ihren Kriegen mit Rücksicht auf die Weltöffentlichkeit möglichst chirurgische Angriffe führen, also Bomben und Raketen so steuern, dass möglichst wenige Zivilopfer zu beklagen sind, was sie übrigens auch schon zumindest in der Anfangsphase des Zweiten Weltkriegs getan hatten, werden hier halt die Bomben einfach haufenweise auf die Ortschaften geschmissen, nach dem Motto, woll'n mer mal schau'n, was übrig bleibt. Das Photo mit dem Mann, der um seinen gefallenen Freund trauert, ist beeindruckend. Der Freund, russisch = "Drug", spielt unter Russen eine gewichtigere Rolle als bei uns der "Freund". Ich weiß das, weil ich mal einen Russen als Freund hatte, der aber inzwischen leider verstorben ist. Dieser hatte mir zu seinen Lebzeiten die Bedeutung des Wortes "Drug" erklärt. Ich schätze mal, die Georgier sprechen auch russisch und verstehen das ähnlich.

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09. August 2008 13:37

Schon wieder der böse Russe

Fritz Stirlitz (belomorkanal)

Stellen sie sich vor, unter den Blauhelmsoldaten der UN würden die Franzosen auf einmal die Deutschen beschiessen.... Obwohl die russischen und georgischen Friedenssoldaten ZUSAMMEN für Frieden sorgen sollte, wurden die russischen Soldaten von ihren georg. Kollegen schon seit längerem heftig provoziert (z.B. durch unbegründete Verhaftungen etc.) und nun sogar beschossen! wobei viele Russen starben. Georgien hat einen Krieg angefangen, nachdem es einen Waffenstillstand versprochen hat. Es ist eine Frechheit, hier zu behaupten, die Russen würden einen Angriffskrieg führen!!! Niemand in Russland ist an einem solchen Konflikt interessiert. Und während der georg. Präsident von angeblichen Zugeständnissen spricht, lässt er seine Truppen zum Angriff marschieren, bei dem Tausende Zivilisten umkamen. DURCH GEORGISCHE BOMBENANGRIFFE!!! (Wenn hier die Rede von russischen Bombenangriffen auf Zchanwilli geschrieben wird, kann es nur eine unverfrohrene Lüge sein, weil das Friendly Fire wäre!! Hören Sie bitte auf, immer und immer wieder die Russen als die Bösen darzustellen. Das, was sie (die Russen) momentan machen ist absolut gerechtfertigt durch die heimtückische Aggression der Georgier!!!

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