Mit hoher Geschwindigkeit in die Kurve: Motorradfahrer auf dem Ruhrberg

Motorradfahrer

Todesmut in der Applauskurve

In der Eifel treffen sich jedes Wochenende junge Motorradfahrer zu illegalen Wettkämpfen und Show-Duellen. Die Polizei ist machtlos. Denn die Fahrer brauchen den Kick - auch wenn er ihr Leben kosten kann.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. Mai 2007 23:35

EIN POSSIERLICHES WESEN

Gerhard Finsterbusch (bahlsen)

Ja so isser der Mensch, das possierliche Wesen welches partiell immer mehr macht als notwendig:

Essen, Trinken, Lieben, Arbeiten, Rauchen, Beten, Vorsorgen, Kriege führen, allg. sich aufregen...

...und natürlich Gas geben.

Tendentiell isser auch nach Millionen von Jahren anscheinend noch ganz erfolgreich mit dieser Strategie. Zumindest den Bevölkerungszahlen nach zu urteilen.

Wer weiss ob wir sonst überhaupt von der Eifel wüssten ;-)

Aber dass so viel Vernunft auch mehr Selbstmörder produziert als Verkehrs- und Drogentote zusammen genommen, sollte man zumindest zur Kenntnis nehmen.

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15. Mai 2007 12:11

Toleranz

Helmut Andres (helmutandres)

Am WE, bei schönem Wetter mit dem Rennrad in der blaugrünen Eifel unterwegs, steht der Test meiner Toleranzschwelle immer mit auf dem Programm.

Neun von zehn Bikern sind meine Freunde. Sie wissen um meine Position. Sie genießen, da sie nicht treten, sondern nur drehen müssen, noch mehr als ich das Land. Ich kann sie verstehen, auch wenn das Liersbachtal nach ihrer Durchfahrt leider eine ganze Weile stinkt.

Aber es sind Tausende, und da sind 10 % eben auch noch viele. Es ist zugegeben nicht immer leicht, den Gestank und die Raserei zu ertragen.

Es ist ein bißchen so wie mit den Rauchern: sie fordern auch Toleranz - für sich.

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15. Mai 2007 09:54

Motorrad-Raser

Martin Schlosser (Schlosser33)

Lieber Herr Brüggemann,

haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass Sie vielleicht die Statistik fehlinterpretiert haben? Ich als Motorradfahrer meide selbst solche "Ballungsräume" da mit Leben und Gesundheit lieb sind. Und da werde ich nicht der einzige sein. Wen nun die Polizei aber vor allem dort misst, erklärt sich das Resultat von selbst.

Verallgemeinerugen bitte nur bei wirklich repräsentativen Statistiken.

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15. Mai 2007 09:45

Nicht überbewerten

Richard Zenz (WandererTorn)

Zu dem Beitrag: Für mich tendenziös geschrieben. Natürlich gibt es diese Leute, aber bei 3 Millionen Motorrädern und entsprechenden Nutzern stellen diese eine Minderheit dar.
Bedenklich finde ich bei den Kommentaren das sofort wieder eine Hexenjagd begonnen wird. Motorräder gehören auf die Straße und es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, wie er damit umgeht. Pauschale Ideen, wie Motorräder auf die Rennstrecke sind nicht hilfreich. Sonst wäre es genauso legitim zu fordern das Ältere keine Autos über 60 PS mehr fahren dürfen, wegen der langsameren Reaktionszeit (was täte dann Porsche wohl noch verkaufen???) bzw. das Straßen am Wochenende für den Autoverkehr gesperrt werden, damit Raser keine illegalen Autrennen dort veranstalten. etc. etc.

Wenn einer zu schnell fahren will, hat das nichts mit dem Fahrzeug zu tun, sondern mit dem Fahrer. Das geht mit dem Auto oder LKW genauso gut.

Zu der Statistik: Bestimmte Strecken ziehen bestimmte Sorten von Fahrern an, das dann herauskommt das die fast alle zu schnell fahren verwundert doch nicht. Hat man in dem Zeitraum auch die Autos kontrolliert? War das Ergebnis dort anders? Ich glaube nicht.

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15. Mai 2007 09:00

Selber mal dort gefahren ?

Peter Sommer (psommer)

Nach über 500 Runden mit dem Motorrad in der Zeit von 1986-2000 glaube ich, mir ein Urteil über die Nordschleife erlauben zu dürfen.

In diesen Jahren erlebte ich mehr als einmal haarsträubende Aktionen mit absolut rücksichtlosen Autofahrern, Reisebussen und ölverlierenden Touristenkarren. Die fahren dort nämlich ebenfalls herum.

Die Nordschleife ist eine der schwierigsten, aber für mich auch die schönste Strecke der Welt. Es braucht viel Erfahrung und Respekt, um dort schnell fahren zu können. Genau dieser Respekt fehlt vielen Motorrad- als auch Autofahrern.

Die ganze Region lebt von dieser Strecke, daher sollte man mit einer Verurteilung vorsichtig sein. Keiner würde die aberwitzigen Preise für eine Runde bezahlen, wenn dort "Tempo 100" angesagt wäre.

Scheintote Alte hinter dem Steuer produzieren mindestens so viele Unfälle wie junge Raser. Über die spricht aber keiner. Mir ist ein Könner mit 160 auf der Landstraße oder 250 auf der Nordschleife lieber als ein Unfähiger oder Halbblinder mit 50.

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15. Mai 2007 07:19

Motorräder auf den Nürburgring!

Michael Brüggemann (bruegge1952)

Keiner soll mir sagen Motorradfahrer wären alle Engel und es wären nur ein paar Raser dabei. Bei einer Verkehrskontrolle auf einer nahegelegen sehr kurvenreichen und äußerst gefährlichen Bundesstrasse mußte die Polizei jüngst feststellen, daß von 249 an einem Sonntag gemessenen Motoradfahrern 96% zu schnell waren.
Dies spricht eine eindeutige Sprache und bestätigt, daß ein Motorrad ein zu grosses Gefährdungspotential für ander Verkehrsteilnehmer darstellt.
Sportgeräte - und übermotorisierte Motorräder gehören meiner Ansicht nach dazu - sollten nicht zum Strassenverkehr zugelassen werden.
Sie gehören auf die Rennstrecke - da gefährden sie niemanden ausser sich selbst.

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15. Mai 2007 01:23

Kant

Harald Rechert (rechert)

Es gab einmal eine Zait in der in Deutschland der mündige Bürger gefordert war. Heute wird alles reglementiert und genau vorgegeben. Menschen lassen sich nunmal nicht ihre Mündigkeit absprechen, selbst wenn sie bewußt Risiken eingehen.

Auch ohne selbst Motorad zu fahren verstehe ich den Drang nach Abenteuer und Freiheit. Die Bürger Deutschlands sind mündig und verantwortungsbewußt, daran glaube ich fest.

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15. Mai 2007 00:07

der "letzte" Raser

Thomas Newman (arwate)

@Jan,

So ziemlich jeder Raser versteht irgendwann, dass er nicht nur sein eigenes Leben riskiert.

Es kommen nur immer neue nach, die erst den Geschwindigkeitsrausch erleben und erst lange lange danach weiter denken.

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14. Mai 2007 22:29

Der Rausch nach....

uwe mildner (recfarm2)

der Geschwindigkeit, der Kurve, dem Adrenalin, den Hormonturbulenzen mit einem Symbol. Was in der Vergangenheit der Stolze Hengst, den sich der Ritter leisten konnte, oder den er hatte, das ist heute die PS starke Maschine, mit Kraft von zig Pferden. Damals wie heute wollen die Helden vielleicht irgendeiner "virtuellen" Frau gefallen und sie tuen es ja auch, weil Anlagebedingt erregt solch ein Symbolträchtiger Mann Aufmerksamkeit. Das muß schon früher als in der Steinzeit so gewesen sein. Denn Starke Tüpen versprachen gutes genetisches Fortkommen, jedenfalls in der Zeit Ihres Lebens. Danach war soweiso alles vorbei, da mußten sie sich sozusagen schon weitergegeben haben. Männer, das wissen wir können das sehr effektiv in großer Runde, wenn, ja wenn sie dazu stark genug sind, andere zu verdrängen. Was hat das eigentlich mit dem Eifelrennen zu tun? Ach ja, warum riskieren da manche Kopf und Kragen, war die Frage. Nun vielleicht könnten Frauen da was machen, denn wer sich direkt mit einer Frau abgibt, fährt nicht. Wen eine Frau angenommen hat und fordert, wird viel zu tun haben.

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14. Mai 2007 20:57

Frechheiten

Rud Haller (rodolfissimo)

Eine Frechheit das "zügig, aber verantwortungsbewußt". Das heißt nichts anderes als "ich mache meine Verkehrsregeln selber".

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14. Mai 2007 19:27

Andere Verkehrsteilnehmer mit hineingezogen!

Jan Stegmann (00steigenmayr)

Das Traurige daran ist, daß die große Anzahl der vernünftigen Verkehrsteilnehmer, die verantwortungsvoll die Strecken in der Eifel und um den Nürburgring (und die Nordschleife) befahren, durch solche Idioten mit in Verruf geraten. Wann kapiert endlich auch der letzte "wirkliche" Raser (nicht zu verwechseln mit verantwortungsbewußten Autofahrern, die zwar zügig, aber rücksichtsvoll fahren), daß er sich mit solchen Aktionen nur sich selbst schadet. Im schlimmsten Fall werden dann noch stolz die Videos im Internet veröffentlicht. Kein Wunder, daß die Bevölkerung teilweise ein falsches Bild vom durchschnittlichen Verkehrsteilnehmer und dem Verkehrsklima auf unseren Straßen hat.

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