
Die gebrauchten C1 haben längst den Neupreis überschritten. Franzosen ersteigern diese in Ebay dutzendfach, um diese dann abzuholen und gewinnbrinngend in Paris zu verkaufen wo dieser der totale Hype ist. BMW hat diesen Trend zu kleinen Fahrzeugen erkannt und steht mit dem C2 in den Startlöchern, der noch dazu ein Zweisitzer ist.

Endlich kommt die Message an, dass Innovationen kein "SUV Sport Coupé Sportsback Crossover" sein müssen. Das Crashergebnis des Audi Q7 oder der Spritverbrauch des Porsche Cayenne (Maximalverbrauch 66L) waren ohnehin zum heulen. Übrigens bringt BMW, die sich mit dem Monster X6 versündigt haben, den pfiffigen C2 heraus.

Meine gesammelten Informationen dazu, nicht Erfahrungswerte: Das Fahrzeug geht auf einen Aprilia Prototypen der 90er Jahre zurück. Die PKW Modifikation wurde von der Zubehörbranche adaptiert. Das Fahrverhalten des Dreirades wurde von der Fachpresse stets als sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig beschrieben. Es fährt NICHT narrensicher und sturzfrei. Zudem wird es als unhandlich und sperrig in der Fahrweise beschrieben. Durch die Spurverbreiterung wird der Parallelogrammeffekt der Vorderräder (sie verschieben sich bei Kurvenfahrt gegeneinander) nochmals beeinflußt. Die ersten 125er waren eindeutig untermotorisiert. Ein Piaggio-Mechaniker den ich auf mehrere Sturzschäden vor der Werkstatt ansprach gab als Grund ein wegrutschendes Heck bei unsachgemässer Fahrweise an. Bei rutschigem Belag in Kurven sowie unterschiedlicher Haftung an den Vorderrädern. Die jetzigen stark Motorisierten sind vielleicht noch gefährlicher. Es gibt keine Regelelektronik. Die Fahrzeuge sind nicht für das Fahren abseits befestigter Strassen geeignet. Dazu noch zu den Quads bemerkt: diese sind eigentlich nicht für das Fahren auf Strassen geeignet. Bei beiden Fahrzeugtypen ist große Vorsicht angebracht.

Wenn ich mich für 8000 € zwischen einem Dreirad und einem Neuwagen entscheiden soll - dann nehme ich ganz sicher den Neuwagen. Für das Geld kann ich mir mittlerweile überdachten Fahrkomfort Sommers wie Winters leisten, der vielleicht nicht ganz soviel "Fun" macht. Aber da dies prinzipiell Geschmacksache ist, auf kommts mir darauf prinzipiell auch nicht an. Als Auto schon am Start gescheitert geht der Bolide auch am derzeitigen Rollerboom vorbei. Die bullige Erscheinung von Hinterrad, Verkleidung bis vor zum Vorderradüberbau hätte konsequent weitergeführt werden können. Statt dessen hat sich Piaggio für zwei Kinderwagenräder am ansonsten bulligen Vorderwagen entschieden. Total peinlich. Man fragt sich ernsthaft, was sich Piaggio dabei gedacht hat ? Mit zwei heißen Felgen und einem bulligen Format aus Gummi an den Füßen, gibt mancher die 8000 sicher lieber für Piaggio aus als für Dacia &Co.

Nehmen wir an, einer der beiden Vorderreifen verliert bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h Luft. Was wird im Vergleich zu einem einspurigen Fahrzeug geschehen...

Ganz sicher eine gute Idee, die zumindest in Italien schnell Liebhaber finden dürfte ("Auto zu teuer, Roller zu langsam"). In Italien brachte es übrigens auch der Smart schnell zu ansehnlichen Verkaufserfolgen. Den relativ hohen Preis von fast 8000 Euro sehe ich als Hindernis, denn die Kundschaft sind Leute, die sparen wollen/müssen. Offen ist, ob damit auch auf Autobahnen gefahren werden darf und wie der Maxi-Roller von den Versicherungen eingestuft wird. Nachdem das vierrädige Motorrad (Quad glaube ich ist die Bezeichnung und das BMW-Motorrad mit Überdachung -inzwischen Produktion eingestellt-) keine Stückzahlen brachten/bringen, muß man beim Maxi-Roller mit Vorhersagen zur Durchsetzung vorsichtig sein.