Wandernde Völker

Auf der Suche nach Siedlungsraum

16. September 2009 In der Geschichte des Homo habilis sind immer wieder kleine Menschengruppen oder ganze Völker auf Wanderschaft gegangen. Zunächst mit der Folge, dass die Erde weitflächig besiedelt wurde. Ohne diese Migration wäre die Menschheit auf Afrika beschränkt geblieben. Später haben die Wandernden im positiven Fall übrig gebliebene Lücken gefüllt. Es trafen aber auch Völker mit unterschiedlichen Interessen aufeinander, wodurch gelegentlich heftige Kriege entstanden. Die jüngeren Völkerwanderungen sind historisch gut zu belegen, bei den frühesten Migrationen dagegen fehlt es oft an Material. Wie etwa ist der Homo sapiens nach Australien oder nach Amerika gekommen, und wie hat er sich dort verbreitet? Neuerdings helfen Genforschung und Isotopenanalyse, solche Fragen zu beantworten. Das Buch "Die Geschichte der Völkerwanderungen - zwischen Pioniergeist und Flucht" von John Haywood führt in die Thematik ein, soll hingegen keine komplette Abhandlung der Geschichte der Völkerwanderungen sein. Es werden 51 Beispiele von den ersten Schritten des Menschen aus Afrika bis zu den ökonomisch bedingten Migrationen der Gegenwart vorgestellt.

G.P.

John Haywood: "Die Geschichte der Völkerwanderungen". National Geographic Deutschland, Hamburg 2009. 256 S., geb. 29,95 Euro.

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Die Geschichte der Völkerwanderungen
von Haywood, John
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Buchtitel: Die Geschichte der Völkerwanderungen
Buchautor: Haywood, John

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2009, Nr. 215 / Seite N2

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