09. April 2008 Das Gespräch zwischen Laien auf der einen Seite und den Krebsforschern auf der anderen ist oft nicht leicht. Was man auf beiden Seiten zumindest voraussetzen darf, ist das gegenseitige Interesse. Deshalb ist es besonders erfreulich, wenn es nicht nur tatsächlich zum Gespräch kommt, sondern die Verständigungsbemühungen letztendlich sogar nachzulesen sind. Die Beiträge zur Wartburgtagung von 2006 sind so ein Fall von äußerer Kommunikation. Vierzehn Experten haben sich in Jena zu den Entwicklungen der Onkologie geäußert. Darunter waren Fachleute aus der molekularen Krebsforschung, der Philosophie, Theologie, den Rechtswissenschaften, der Pharmaindustrie sowie von Patientenvertretern. So werden in den vierzehn Beiträgen neben den Krebsmedikamenten auch patientennahe Fragen angesprochen: Hilft der Gentest etwa, Krebs vorzubeugen, oder gibt es eine Gerechtigkeit in der Therapie?
jom
Nikolaus Knoepffler u.a. (Hrsg.): "Krebsforschung als gesellschatliche Herausforderung", Verlag Karl Alber, Freiburg 2008, 160 S., 26 Euro.
Buchtitel: Krebsforschung als gesellschatliche Herausforderung
Buchautor: Knoepffler, Nikolaus
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2008, Nr. 83 / Seite N2