20. Mai 2009 "Ein aufgeschlosseneres gesellschaftliches Klima" gegenüber der landwirtschaftlichen Gentechnik, das klingt heute mehr denn je wie ein frommer Wunsch. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die diesen Wunsch neben einer "verlässlichen" Rechts- und Gesetzeslage soeben in einem gemeinsamen Memorandum mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft formuliert hat, mag es dabei zuerst um die von ihr geförderten Forscher und Institute im Land gehen. Es gibt aber auch jene Stimmen, die seit Jahren für ein ausgewogeneres Verhältnis der Verbraucher zur Gentechnik werben, die ein Gegengewicht zu den lauten Kampagnen der meist wissenschaftsfernen Kritiker sein wollen. Eine der publizistischen Spitzen dieser Bewegung bildet der Frankfurter Autor Thomas Deichmann. Er hat in seinem Buch "Warum Angst vor Grüner Gentechnik?" in vielen Einzelartikeln, Analysen und Interviews aus den vergangenen acht Jahren nachgezeichnet, wie systematisch versucht wird, Fortschritt in den Biowissenschaften zu verhindern. Eine "Blockadechronik", meint dazu der Erfinder des Goldenen Reis, Ingo Portykus, in seinem Vorwort.
jom
Thomas Deichmann: "Warum Angst vor der Grünen Gentechnik?", Projekte-Verlag Cornelius, Halle 2009, 257 S., 28,50 Euro.
Buchtitel: Warum Angst vor der Grünen Gentechnik?
Buchautor: Deichmann, Thomas
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.05.2009, Nr. 116 / Seite N2