Das Sternbüchlein

Hundert Jahre Himmelsjahr

14. Oktober 2009 In Städten wird der Nachthimmel wegen der störenden künstlichen Beleuchtung im Allgemeinen weniger beachtet als auf dem Lande. Aber einige leicht zu beobachtende kosmische Ereignisse stoßen überall auf Interesse - sei es, dass sich die Sonne oder der Mond verfinstert, Kometen mit langen Schweifen am Himmel erscheinen oder Meteorschauer von sich reden machen. In Jahrbüchern wird man rechtzeitig über jene Geschehnisse informiert, die sich vorhersehen lassen. Einige der Büchlein sind vor allem an Amateurastronomen gerichtet, denen sie nützliche Informationen für verschiedenartige Beobachtungen - sei es von Jupitermonden, von hellen Gasnebeln oder Galaxien - liefern, es sind aber auch wertvolle Ratgeber für Laien. Wenn man wissen will, in welcher Phase sich der Mond gerade befindet oder welcher Planet hell am Himmel steht, findet man Auskunft. Zu den längst klassischen Jahrbüchern gehört im deutschsprachigen Raum das "Kosmos Himmelsjahr", das nun für das Jahr 2010 vorliegt. Es ist eine Jubiläumsausgabe; denn es setzt die Tradition fort, die vor hundert Jahren - im Herbst 1909 - mit dem ersten "Sternbüchlein" für das Jahr 1910 begründet wurde. Damals war Robert Henseling der Verfasser. Die Autoren haben mehrfach gewechselt, seit vielen Jahren ist Hans-Ulrich Keller, der Leiter des Planetariums Stuttgart, für die Herausgabe verantwortlich. Das Himmelsjahr zeichnet sich nicht zuletzt durch seine Monatsthemen aus, in denen für jeden Monat ein spezielles astronomisches Thema etwas ausführlicher dargestellt wird.

G.P.

Hans-Ulrich Keller: "Kosmos Himmelsjahr 2010". Kosmos Verlag, Stuttgart 2009. 304 S., br., 14,95 Euro.

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Kosmos Himmelsjahr 2010
von Keller, Hans-Ulrich
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Buchtitel: Kosmos Himmelsjahr 2010
Buchautor: Keller, Hans-Ulrich

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009, Nr. 238 / Seite N2

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