Kalender und Zeit

23. Juli 2008 Der Stern Sirius ist im 3. Jahrtausend v. Chr. insbesondere in Ägypten sorgfältig beobachtet worden - kündete doch jedes Jahr sein erstes Erscheinen am Morgenhimmel die für die Landwirtschaft so bedeutsame Nilflut an. Auch in anderen Kulturen teilten die Bauern ihre Zeit nach Vorgängen am Himmel ein. Vor allem der Mond wurde frühzeitig zur Zeitmessung herangezogen. Lange vor dem Sonnen- ist der Mondkalender entstanden, der nicht nur im Islam überdauert hat. Auch in China beispielsweise spielen Feiertage im Mondkalender eine besondere Rolle, selbst das christliche Osterfest richtet sich nach dem Lauf des Mondes. Im Römischen Reich allerdings setzte sich der Sonnenkalender durch. In dem Büchlein "Kleine Geschichte der Zeitrechnung und des Kalenders" geht Leofranc Holford-Strevens auf die verschiedenen Kalender samt den astronomischen Grundlagen ein. Neben dem Tag, dem Monat und dem Jahr handelt er die Woche und die Jahreszeiten ab, und auch der Berechnung des Osterfestes wendet er sich zu.

F.A.Z.

Leofranc Holford-Strevens: "Kleine Geschichte der Zeitrechnung und des Kalenders". Reclam Universal-Bibliothek, Stuttgart 2008. 192 S., br., 5 Euro.



Buchtitel: Kleine Geschichte der Zeitrechnung und des Kalenders
Buchautor: Holford-Strevens, Leofranc

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2008, Nr. 170 / Seite N2

 
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