Der französische Europaminister Lellouche hat sich erstmals von der Idee eines deutsch-französischen Ministers distanziert. Angeblich wollten Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy diese Idee prüfen. Die Verhandlungen mit Berlin kommen wegen staatsrechtlicher Bedenken aber nicht voran.
Der EU-Vertrag lässt dem neuen Ratspräsidenten viele Möglichkeiten, das Amt zu prägen. Van Rompuy will es zurückhaltend ausfüllen. Auch Ashton gelobt als Außenbeauftragte Stille. Die Bundeskanzlerin findet, entscheidend sei, dass die beiden am Telefon nichts Falsches sagen. Von Nikolas Busse, Brüssel
Mit der Ernennung der Britin Catherine Ashton zur Außenbeauftragten der EU hat Premierminister Brown gleich zwei Ziele erreicht - und noch allerlei angenehme Nebeneffekte. Die erste Fast-Außenministerin der EU ist auch in ihrer Heimat keine Berühmtheit. Von Johannes Leithäuser (London) und Hendrik Kafsack (Brüssel)
Die Staats- und Regierungschefs der EU überschlagen sich vor Lob für ihre Besetzung der neuen Doppelspitze mit dem Belgier Van Rompuy und der Britin Ashton. Die europäischen Zeitungen sehen die Wahl dagegen kritisch und fragen: Herman van Wer?
Das neue EU-Gespann aus dem Belgier Van Rompuy und der Britin Ashton atmet viel EU-Kompromiss alter Schule. Ist das jetzt die neue, die Lissabon-gestärkte EU, die Europa in der Welt neues Gewicht verschafft? Von Andreas Ross
Die Staats- und Regierungschefs haben sich auf die Besetzung der beiden neuen Spitzenpositionen in der EU verständigt: Der belgische Ministerpräsident Herman Van Rompuy soll Ratspräsident werden; die britische EU-Handelskommissarin Catherine Ashton Außenministerin. Von Nikolas Busse, Brüssel
Catherine Ashton entspricht nicht dem Wunschprofil des Brüsseler Personals für den neuen Chefdiplomaten Europas. Die Nachricht ihrer Ernennung wurde auf den Fluren des Ratsgebäudes mit wenig Begeisterung quittiert.
Es ist noch kein Jahr her, dass Herman Van Rompuy die belgische Regierung übernommen hat. Früher als seinen Landsleuten zugesagt verlässt er sie nun schon wieder. Das bewahrt ihn davor, ein kniffliges Versprechen wahrzumachen.
Heute Abend wird in Brüssel das Personal für die erste Reihe der EU gekürt: Die Staats- und Regierungschefs bestimmen einen Präsidenten des Europäischen Rates und einen Außenminister. Der Wahlkampf für beide Ämter trug bisweilen absurde Züge. Und übersichtlicher wird die EU auch nicht. Von Klaus-Dieter Frankenberger
Die deutsche Automobilindustrie sieht ihre Interessen durch die EU-Kommission immer weniger vertreten. Es werde viel für die Dienstleistungsbranchen getan, aber wenig für die Industrie. Jünstes Beispiel sei das Freihandelsabkommen mit Südkorea. Von Holger Appel
Bundeskanzlerin Merkel wünscht für Deutschland in der künftigen EU-Kommission einen Kommissarsposten mit Zuständigkeit im Wirtschaftsbereich. Oettinger ist Ministerpräsident eines der erfolgreichsten und größten Bundesländer. Er ist ein ausgewiesener Wirtschaftsfachmann, sagte Merkel der F.A.Z..
Bildergalerie Die EU wird auf einem Sondergipfel in einer Woche ihre neuen Führungspositionen besetzen. Für das Amt des Ratspräsidenten und des Außenministers wird eine Handvoll Kandidaten gehandelt - mancher Name wird gezielt lanciert. Von Nikolas Busse, Brüssel
Deutschland ist einer von neun EU-Staaten, gegen die vor einem Monat ein Defizitverfahren eröffnet wurde. Sie erhalten nun alle genauere Konsolidierungsziele - maßgeschneiderte Vorgaben für jedes Land. Von Werner Mussler, Brüssel
Die Debatte über die Nettobeiträge einzelner Mitgliedstaaten scheint der EU-Kommission auf die Nerven zu gehen - sie greift die umstrittene Idee einer EU-Steuer wieder auf. Auch Rabatte für Staaten soll es nicht mehr geben. Von Hendrik Kafsack, Brüssel
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