Letzlich blieb der EU keine andere Wahl. Nachdem man in den letzten Jahren Kroatien und Bosnien solche Offerten machte, ohne daß diese ihrerseits Kriegsverbrecher auszuliefern hatten und man im Kosovo Leute unterstütz die ebenfalls - zum Teil verurteilte - Terroristen sind, mußte man so reagieren. Ob dies nun positiv oder negativ zu bewerten ist, spielt an dieser Stelle keine Rolle mehr. Für die EU ist dies in der momentanen Situation wohl die einzige Möglichkeit, sich aus dieser selbst verschuldeten Lage heraus zu manövrieren. Man könnte nun hoffen dies ist den Politikern eine Warnung sich in Zukunft nicht vorschnell auf die Seite einer Kriegspartei zu stellen, doch wir dürfen ahnen Politiker sind beratungsresisdent.
Und dann? Wie weiter?
Was erwartet die EU genau, wie Serbien nun erst nationales Recht Europäischen Werten angleicht (und anschliessend tatsächlich auch umsetzt!), wenn es schon mit grundlegenden internationalen Verpflichtungen nicht klappt?
Es ist gewiss kein Zufall, dass gerade die Niederländer (die vor dem Fall Srebrenicas lange genug an die Verlässlichkeit jener Seite zu glauben schienen, die hinter und für Mladic steht) heute nicht noch einmal leichtfertig auf Harmonie machen wollen, solange ein paar, für die Werte der EU grundlegende, Punkte, nicht geklärt sind.
Die Gegenseite scheint sich durchgesetzt zu haben "um die proeuropäische Seite zu stärken".
Dabei wird vollkommen ausser Acht gelassen, dass der grösste Teil der nationalistischen Serben selbstverständlich EBENFALLS lieber mit der EU als mit Russland assoziert wären. Bloss unter der Voraussetzung, dass es vor allem Zuckerbrot und möglichst keine Peitsche gibt.
Das ist dann wohl gegeben.
Man wünschte, Europa würde sich - AUCH im Interesse aller rechtschaffenen Serben! - besinnen, wessen Werte hier wem integriert werden sollen
- wo noch nicht einmal die Folgen der Integration des mafiösen Kulissenstaates "Bulgarien" (oder Rumänien) abzusehen sin
.... ist oberste Brüsseler Staatsdoktrin (bei der Euro-Einführung schon mal sowieso, man denke nur an die gefälschten griechischen Beitrittsunterlagen, die letztlich überhaupt keine Rolle gespielt haben). Nach Rumänien und Bulgarien werden jetzt schon ehemalige GUS-Staaten wie die Ukraine eingeladen. Und es wird auch nicht mehr lange dauern, bis die Mitgliedsstaaten der jüngsten EU-Kreation, der sog 'Mittelmeer-Union' , dazu kommen werden, und selbstverstänlich werden über kurz oder lang auch die Länder der Nahost-Krisenregion - allen voran Israel - nicht mehr fehlen dürfen. Diese sog 'EU-Erfolgsgeschichte' scheint aber irgendwie schon den Keim des Untergangs in sich zu tragen, und es würde mich nicht wundern, wenn dieser Brüsseler Superstaat an seinem Größenwahn selbst ersticken wird.
Das Begreifen ist in dieser Frage genau so unmöglich für die Europäer wie im Nahen Osten: 0
Die Verhandlungsunwilligen im Nahen Osten wußten, dass sie den Westen Spalten konnten. Und die serbischen Nationalisten haben gelernt! Der Nationalismus ist in Serbien zur Zeit sehr stark. Eine demokratische Regierung in Belgrad kann die nur in Schach halten, wenn die Europäer geschlossen auf den Forderungen nach Auslieferung des Verbrechers bestehen. Warum kann man das in Europa nicht verstehen? Der Einzige Weg für Serbien auf dem Weg zur Demokratie und Anschlus an Europa ist die Standhaftigkeit Europas. Anscheinend hat man in Europa immer noch nicht begriffen, dass man Gewaltäter nicht befrieden kann mit vielen schönen Worten.
Hier haben die Niederländer recht ! Mladic und sein Chef wären längst im Haag,wenn die serbische Regierung mitarbeiten würde !
Serbien muss in die EU,aber erst Recht geschehen !