Wolfgang Schäuble lauscht dem britischen Innenminister Reid im Sonderministerrat

Antiterrorkampf

EU-Innenminister für einheitliche Linie im Kampf gegen den Terror

Großbritannien scheint vor allem wegen seines militärischen Engagements im Irak eine bevorzugte Zielscheibe für Terroristen zu sein. Die EU-Staaten zeigen sich solidarisch und wollen der Bedrohung gemeinsam und verstärkt begegnen.

Lesermeinungen zum Beitrag

17. August 2006 14:22

Vom Terror des Terrorismus

Christoph Diener (chris.diener)

Täglich liest man in den Zeitungen vom Kampf gegen den Terror. Doch was ist eigentlich Terror, und was ist Terrorismus. Fakt ist, dass es ganz verschiedene Dinge sind. Der Terror kommt "von oben nach unten"; zum Beispiel wenn Polizisten einen Menschen verhaften und Ihn einsperren, ohne je gesagt zu haben weshalb oder auf die Gesetzesgrundlage zu verweisen - die willkürliche Handlung "von oben nach unten" in belastender Art und Weise. Der Terrorismus hingegen kommt "von unten nach oben" und ist fast immer politisch motiviert. Das gefährliche an ihm ist, dass er unvorhersehbar ist, und dass immer eine höchstmögliche Opferzahl angestrebt wird, um die symbolische Wirkung zu vergrößern. Herr Bush kämpft also nicht gegen den Terror, sondern gegen den Terrorismus. Und die Anhänger der Bombengürtelmode verüben somit auch keinen Terror, sondern Terrorismus. Der Grund für die oft absurden Schreibweisen sind die Wirkungen auf den Leser. Wer hat schon vom - so richtig geschriebenen - "Antiterrorkampf" gelesen? Keiner! Denn Anti-Terror-Kampf wirkt stärker, macht mehr Angst, da das Wort Terror eindeutig heraussticht. Man sollte sich also auch fragen was Fakt ist, und wann das Volk in Angst versetzt werden soll. Ein Volk in Angst ist williger!

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