
Da gerade Djihadisten als leidenschaftliche Bastler gelten, ist die Fingerabdruckidee ganz offensichtlich Verschwendung von Steuergeld.... Wenn nicht schlichter Betrug.
So sieht die Bastelanleitung aus, die nun wirklich keinen Kurzaufenthalt in einem Terroristencamp voraussetzt:
http://www.ccc.de/biometrie/fingerabdruck_kopieren?language=de
Aber mit der "narrensicheren" Erkennungshard- und -software für diesen Kinderkram werden sich ein paar "Experten" eine goldene Nase verdienen.

Es ist bestimmt schon drei Jahre her, als der berühmte Hackerverband Hamburgs (ChaosComputerClub?) bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt vorführte, wie kinderleicht es ist Fingerabdrücke zu fälschen. Ein Kopierer, eine Folie und Holzleim wie es ihn in jedem Baumarkt gibt, haben ausgereicht, um die teure Sicherheitstechnik auf simpelste Art und Weise ad absurdum zu führen (und damit natürlich auch die Sicherheitsindustrie, die sich ein paar Millionen davon versprechen dürfte) .
Logisch, dass ich damals annahm, dass die Diskussion um Fingerabdruckerkennung damit vom Tisch sei.
Offenbar ist dem nicht so.
Und das wirft beunruhigende Fragen auf: Gibt es - ausser den Lobbyisten, die ihre Erkennungstechnik logischerweise als Nonplusultra anpreisen - in den entscheidenen Gremien tatsächlich keine unabhängien Experten? Verlässt man sich wirklich blind auf die, die ihr Geld mit der Augenwischerei machen?
Ich verstehe die Beunruhigung über den Überwachungsstaat durchaus. Noch beunruhigender scheint mir allerdings das trügerische Gefühl von Sicherheit, dass offenbar von technikgläubigen Laien verbreitet wird.
Entspricht in etwa den Vorschriften rund um Flüssigkeiten bei Flügen: Hochtrabend wichtig im Ton, aber völlig unzweckmässig.