Computerspiele sind etwas wunderbares, genau wie Rotwein, Zigarren und Sport. Jedes dieser Dinge kann zur Sucht werden.
Ein weiser Mann sagte einmal: "Der beste Arzt zu jeder Zeit ist die eigne Mäßigkeit".
Die Ursachen liegen aber woanders, die Hauptverantwortung bei den Eltern. Was im strapazierten Beispielsfall Erfurt zu der Tat geführt hat, waren wohl auch andere Ursachen. Schuld sind am ehesten die Eltern, aber zu einem großen Teil auch die Lehrer. Ein Mensch zieht nicht einfach so los und erschießt andere. Als geschulter Pädagoge hätte man eine solche Entwicklung bemerken können. Leider wird aber auch ein großer Teil von Idioten auf die Kinder losgelassen, alt 68er mit völlig verkorksten Ansichten, unzufrieden mit dem eigenen Misserfolg und der Lebenslüge, arrogant und weltfremd. Wenn es mir erlaubt ist, einige Zitate aus meiner Schulzeit anzubringen:
"Gehen se ab, werden se Maurer!" ; Lehrer malt einen Pfeil auf die Tafel in Richtung Fenster, schreibt drunter: "JUMP!"; "Sie sind ein Vollidiot" ; "Aus Ihnen wird nichts, nie im Leben." ; usw. Zumindest hat es bei mir zum Wirtschaftsingenieur gereicht und ich musste nicht Lehramt studieren, mir das Hirn wegkiffen und dann wehrlose Kinder beleidigen.
Dieser Artikel zeigt mal wieder, wie die Politik auf Probleme in der Gesellschaft reagiert. Anstatt das problem mal zu analysieren, wird gleich mit der Gesetzeskeule zugeschlagen und etwas verboten!
Toll, wobei wohl jedem klar sein muss, dass das Problem meist im Umfeld der "Kinder" steckt. Nicht ein Computerspiel macht gewalttätig, sondern die Gesellschaft und ihr Umgang. Viele Jugendliche, fühlen sich von der Gesellschaft alleingelassen und ausgegrenzt. Man sollte lieber Bildung und Betreuung fördern und darin investieren, anstatt mit einer Hauruckaktion zu meinen, man könnte ein Problem lösen. Darüber hinaus muss man sich doch auch einmal klar machen, dass die Eltern zunächst einmal für die Erziehung verantwortlich sind. Wenn man ein Spiel für sein Kind als nicht geeignet ansieht, dann dürfte es dass auch nicht spielen. Die Eltern müssen doch ihre Kinder erziehen können und sollen. Zumindest ist das mal meine Auffassung.
Naja, dann wird in Zukunft der Aufkleber hier -in den USA- wohl heíßen "Banned in EU", anstatt "Banned in Germany" Herzlichen Glückwunsch für eine gelungene Idee, die völlig am Problem vorbeigeht. Aber Hauptsache man muss kein Geld für die Zunkunft (Kinder und Bildung) ausgeben!
Das sind Politiker von vorgestern und "concerned parents" Vertreter, an denen die Informationsrevolution vorbeigegangen ist. Alles was ihnen dazu einfällt, ist nach alter Väter Sitte strengere Gesetze zu fordern. Medienkompetenz ist für sie ein Buch mit 7 Siegeln und das Internet der Inbegriff des Teufels, dass es zu kontrollieren oder zu bekämpfen gilt. Wer sich heutzutage nicht damit auskennt, gehört sprichwörtlich zum alten Eisen und wird nicht mehr ernstgenommen.
Dass sie kräftig am Ast (Jungwählern und Onlineveteranen), auf dem sitzen, sägen, scheint ihnen nicht bewusst zu sein. Irgendwie kommt mir der Satz Gorbatschows in den Sinn: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben".
Persönlich halte ich CS und WoW für wenig geistreich, aber ich masse mir nicht an, anderen vorzuschreiben, welche MMORPGs sie bevorzugen.
ich komme bei dieser diskusion um die killerspiele nicht mit.
ich bin 20 und so anfang mitte der 90er war man als computerspieler ein nerd, aber um den jahrtausendwechsel schlug das voll durch und jeder hat counterstrike gespielt. und counterstrike hat man nicht gespielt, weil es verboten war, sondern weil es spaß gemacht hat.
vorher gab es ein paar spiele von id software, die man nur haben wollte, weil sie eben verboten waren, aber bei cs und mit wachsendem alter spielt das keine rolle.
dann kam eben erfurt und ein lehrer fragte einen von uns, ob er auch dieses counterstrike spiele, was der sofort abstritt.
Dann wollte Beckstein den Besitz von 'Killerspielen' unter Strafe stellen.
eine gesellschaft kann doch nicht auf einen schlag fast ihre komplette jugend kriminalisieren!
wie gesagt, ich komme da nicht mit. die presse wird sich ja langsam der bedeutung von computerspielen bewusst und berichtet über world of warcraft und second life, aber an manch alten politikern scheint das immer noch komplett vorbeigegangen zu sein.