
Auch Iren dürfen die Hand beissen, die sie füttert... alle die sich hier echauffieren, dass doch gerade die Iren von der EG/EU so profitiert haben und nun dieser Undank... sollten mal überlegen dass fast 40% der deutschen Wähler genau das gleiche Machen wenn sie wieder SPD oder sogar die STASI Partei wählen !! Wo kommt denn das ganze schöne Geld her, das all die Gutmenschen verteilen ??? Irgend welche armen Idioten arbeiten hart dafür und denen nimmt man es weg um es anderen zu geben, weil es ja gerecht ist, dass die nichts können oder wollen genauso viel haben "müssen" Welch Ironie...

eine Menge gut bezahlter Berufspolitiker, die, von Staatswissenschaftlern beraten, solche Verträge erstellen müssen ??? Das mit dem gut bezahlt stimmt ja, aber das andere? Besteht das Problem denn nicht darin, dass diese Berufspolitiker, beraten von Staatswissenschaftlern, in den vergangenen Jahren einen Murks nach dem anderen produziert haben? Dass sie abgehoben im Elfenbeinturm ihrer Versorgungsansprüche mauscheln, was das Zeug hält und jede Bodenhaftung zu ihren Wählern/innen verloren gegangen ist? Und kann es richtig sein, Ihr demokratisches Engegement darauf zu beschränken, alle 4 oder 5 Jahre zwar wechselnde Kreuzchen, aber immer hinter demgleichen Wahllisten-Prekariat zu machen? Da ist mir die Lösung, wie jetzt in Irland praktiziert, wesentlich lieber. Auch wenn deutsche Heilsbringer wieder mal gaaaanz genau wissen, was die Iren dachten und bezwecken wollten und mit diesem gaaaanz genauen Wissen mal wieder die Welt genesen lassen wollen.

Nikolas Busse meint, es sei "nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Mitgliedstaat die Gunst der Stunde nutzt, um sich im Schatten des irischen Neins der unpopulären Ratifikation im eigenen Land zu entledigen." Warum noch ratifizieren? Ergäbe das einen Sinn? Weitere Ratifizierungen sind, nachdem ein Land der einstimmig beschließenden EU den Vertragsentwurf abgelehnt hat, nicht etwa geboten, aber "unpopulär", sondern unsinnig. Das Nein eines einzigen Mitgliedstaaates führt, gleich wie viele andere ihn ratifiziert haben, dazu, daß der Vertrag als EU-Vertrag nicht wirksam wird. Das scheint Nikolas Busse nicht begreifen zu wollen.

in einer Demokratie. Weder ich, noch die allermeisten Bewohner der Eu verstehen den Vertrag. Das wäre auch vermessen, denn wir sind alle keine Staatswissenschaftler. Ich lebe in einer parlamentarischen Demokratie und leiste mir eine Menge gut bezahlter Berufspolitiker, die, von Staatswissenschaftlern beraten, solche Verträge erstellen müssen. Meine Rolle als Wähler ist reduziert darauf eine Ideologie, d.h. eine Partei zu wählen, der Vertreter dann für solche Aufgaben zuständig sind. Wenn mir nicht gefällt, was diese Politiker tun, muss ich das nächste Mal eine andere Partei wählen. Ich möchte nicht akzeptieren, das 4 Milionen (uninformierte) Iren einen Vertrag verhindern können, der mich und fast 300 Millionen andere betrifft. Das ist auch keine Demokratie, sondern die Diktatur einer kleinen Minderheit.

Es wird Zeit, statt sich um neue Mitglieder zu kümmern, einen Weg zu finden, daß solche Vorksentscheidungen auch Konsequenzen für diejenigen haben, die sich so entschieden haben. Nur die Vorteile der Gemeinschaft nutzen und sich ansonsten konsequenzlos nicht an der Gemeinschaft beteiligen, kann und darf auf Dauer nicht funktionieren. Irland soll aus der Gemeinschaft austreten und kann dann alles selbst so entscheiden und tun, wie es die Bürger dort wollen.

... oder dass nie Fehlentscheidungen fallen. Demokratie heißt dass zwischen den Handlungen der Regierenden und den Wünschen des Volkes keine Kluft, keine Entfremdung entsteht die auf die Dauer IMMER in eine Diktatur führt - ob nun in eine Diktatur durch herrschsüchtige Despoten oder in eine Diktatur durch Glucken, die ja nur das Beste für die armen, dummen Kinder äh Bürger wollen. Letzteres befürworten Menschen wie Leserkommentator Alfred Kittel und all die anderen die nun jammern man hätte doch die Iren nicht abstimmen lassen sollen, denn das dumme Wahlvieh wüßte ja nicht was es tut. Das ist eine Einstellung die brandgefährlich ist, aber leider ist das ein neues Gespenst dass in Europa umgeht. Im Eifer das Richtige tun zu wollen, wird die Demokratie ausgehebelt ... aber das Gegenteil von "gut", ist "gut gemeint". Die Demokratie zu umgehen mag auf den ersten Blick verlockend sein, denn in der Tat sind demokratische Entscheidungen nicht immer die Besten - auf die Dauer aber führt dieser Weg zwangsläufig in die Diktatur und letztendlich in die Revolution, wenn die Menschen müde sind dass über ihre Köpfe hinweg entschieden wird. Die Regierenden werden dann entgeistert rufen: "Aber wir lieben euch doch alle!"

Das kleine Land lehrt die arroganten EU-Apparatschiks, was in allen EU-Ländern demokratische Selbstverständlichkeit sein sollte, daß nämlich das Volk über so gravierende Verträge abstimmen muß.

Haben die Antreiber der überwertigen Idee einer EU-Verfassung ( das soll sie eben noch immer sein, nur mit semantischen Etikett eines Vertrages) eigentlich "einen an der Waffel"? Hier ein Zitat: "Bayerns Europaminister Markus Söder warnt auf SPIEGEL ONLINE vor Hysterie - und empfiehlt den Iren, einfach nochmal abzustimmen." Ja, es scheint so, man wird die Iren immer wieder noch einmal auffordern abzustimmen, bis beim 32. Mal nur noch drei Leute zur Abstimmung hingehen und 2 davon JA und 1 nein sagt. Unglaublich und eine Unverschämtheit gegenüber den souveränen Bürgern von Irland. Da nützt es auch nichts, wenn Merkel sagt, man achte das irische Votum, aber bedauere es. Wer kann erklären, warum Merkel zu den aggressivsten Antreibern einer EU-Verfassung gehört? Was hat Deutschland davon? Was haben die Deutschen Bürger davon? Es sind die selben Fragen die alle ungefragten Hunderte Millionen Europäische Bürger haben und keiner bekommt sie wirklich eindeutig und verständlich beantwortet. Man muß befürchten, daß die Unverständlichkeit des Vertrags- oder Verfassungsentwurfes gewollt ist und Dinge vor sich gehen sollen, die zumindest nicht geeignet sind, "Schaden vom Volk abzuwenden".

Es solte eine Verfassunggebende Versammlung gewählt werden, diese sollte eine Verfassung erstellen, über die die Bürgen dann abstimmen können.

Es wird wieder mal deutlich, dass die Demokratie zu einer Diktatur des mehr oder weniger unwissenden und von den Medien und Populisten verführtes Volk führt. Bei wirklich wichtigen Entscheidungen sollte man das "Volk" besser nicht fragen. Die Mehrheit der Iren (und auch Deutschen) wird wohl nicht mal wissen welche Bedeutung die EU für ihr tägliches Leben hat. Wahrscheinlich weiß die Mehrheit der Wähler in Irland (und Deutschland) nicht mal wo Brüssel liegt.

Wie so oft sind diejenigen, die am meisten von etwas profitieren, auch diejenigen, die es nicht zu schätzen wissen! Ich habe große Zweifel, daß es Irland und den Iren heute so gut ginge ohne die beträchtliche finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union. Ob diese Union wirklich eine aussichtreiche Zukunft hat, wenn ihr gegenüber eine Mehrheit ihrer Mitgliedsstaaten und scheinbar eine Mehrheit der in ihr sicher und bequem lebenden Menschen eine solche ablehnende Haltung einnehmen, ist, wie ich glaube, eine immer dringlicher werdende Frage. Als Bürger eines föderalen Staates wie Deutschland - ebenfalls mit Länderfinanzausgleich - stelle ich fest, daß es völlig selbstverständlich sein sollte, daß, wer auf Finanzhilfen von anderen angewiesen ist und diese auch annimmt, über kurz oder lang einen Teil seiner Autonomie aufgeben muß - auch wenn das sehr schwerfallen mag. Daß es den Berufspolitikern, auf nationaler und europäischer Ebene, europaweit vor lauter Ämterverteidigung, Postengeschachere und Machtsicherung nicht gelingt, den Europäern die Bedeutung und die Chancen dieses historischen Bündnisses und die langfristigen Vorteile desselben glaubhaft zu vermitteln, das ist allerdings für mich das wirkliche Ärgernis!

Meines Erachtens ist es nicht sinnvoll irgendeinen Vertrag neu zu verhandeln, denn ich behaupte hier schlicht, dass die meisten der Waehler ohnehin nicht wissen was konkret in dem Lissabon-Vertrag drin steht - oder worin der sich von der EU-Verfassung oder Nizza, oder was weiss ich, unterscheidet. Abgestimmt wird weniger ueber eine VErfassung/Vertrag als ueber ein europ. Zugehoerigkeitsgefuehl und Profitmoeglickeiten. Das war m. M. nach letztes Mal bei Franbkreich und den Niederlanden auch schon so. Ich denke es gibt langfristig politisch keine Alternative in Europa zur EU-Einigung. Ich koennte mir aber durchaus vostellen, dass man das anders anpackt: Anstatt derart viele Kompromisse zu suchen, die ohnehin nie alle zufriedenstellen, sollten nun einige Mitglieder selbstbewusst vorweg gehen (bspw.: D., BeNeLux, FR) und sich auf ihre Interessen einigen... Jeder, der moechte kann danach beitreten - oder auch nicht. Dann muss man sich nicht mit den Briten, die nur halbe Europaeer sein wollen, rumzuraufen oder mit Polen, die mehr Gewicht haben wollen..... Ich bin ueberzeugt, dass nach und nach alle Laender aufspringen wuerden!? Polen hat doch (und Osteuropa ueberhaupt) keine andere Wahl und Irland und UK ebenso wenig...

danke irland ....mein land lässt mir leider nicht die wahl