Die EU-Ratspräsidentschaft wandert von Helsinki...

FAZ.NET-Spezial

Deutschland vor der EU-Ratspräsidentschaft

Spezial Mit der Bundesregierung übernimmt zum Jahreswechsel eines der politischen Schwergewichte der EU den Ratsvorsitz. Doch Berlin tut sich nicht leicht, ein Feld von Gewicht ausfindig zu machen, auf dem es am Ende sichtbare Ergebnisse vorweisen kann.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Januar 2007 22:30

Europa und die Türkei

heike haubrichs (roselheike)

Beim Lesen der zahlreichen und eindeutigen Kommentare eines evtl. Beitritts der Türkei zur EU drängt sich die Feststellung auf, daß die Türkei derart viele Zugeständnisse eingehen müsste, die letztlich zur Verleugnung von in Jahrhunderten gewachsener Identität führen würde.
Kann dieses das Ergebnis sein? Mit Sicherheit nein. Hinzu kommt, daß Europa sich nicht in Richtung orientalischer Traditionen bewegen wird und kann.
Ist unter diesen Vorzeichen eine "priviligierte Partnerschaft" wie bisher dann nicht doch die realistische und zudem ehrliche Lösung, die beiden Seiten Gesichtsverlust erspart und damit die traditionell gute Freundschaft mit der Türkei zu neuem Leben erwecken kann. Von meinen zahlreichen Aufenthalten in der Türkei weiß ich, daß die Erwartungen an uns Deutsche beträchtlich sind. Von daher ist Ehrlichkeit besonders geboten,was leider in der Vergangenheit nicht immer praktiziert wurde.
MfG
WoHa

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