Vorbild Amerika: Einwanderer während einer Einbürgerungszeremonie

Zuwanderung

Müntefering lehnt „Blue Card“ ab

Die EU-Kommission will die Grenzen für hochqualifizierte Arbeitnehmer aus der ganzen Welt etwas mehr öffnen. Arbeitsminister Müntefering (SPD) ärgert sich über den Vorschlag. In der Ablehnung einer europäischen „Blue Card“ ist er sich mit Wirtschaftsminister Glos (CSU) einig.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. September 2007 13:47

Sie können noch so reich und tüchtig sein,

Michael Pörschke (michaelpoerschke)

Herr(?) Sen, solange für manche Deutsche
zusammenphantasierte "Rassen"merkmale
mehr zählen als Leistung und Charakter,
brauchen Sie keine Anerkennung erwarten.

Ausserdem, wie im Forum kürzlich jemand
schrieb, sollten besonders gut ausgebildete
und vermögende "Ausländer" doch bitte raus
aus Deutschland, denn wir möchten
deren Heimatländern schließlich keine
kostbaren Ressourcen entziehen.

So sind wir eben, solche Sorgen machen
wir uns um das Wohlergehen fremder Länder.

Sie sehen also, Sie können machen was Sie
wollen, arm oder reich sein, Nobelpreisträger
oder Sozialhilfeempfänger, Sie sind als Ein-
wanderer in Deutschland immer Eindringling.

Gleichzeitig ist übrigens unser größtes Problem,
dass wir zuwenige Kinder haben und mit höchster
Priorität mehr Bevölkerung brauchen.

Versuchen Sie erst gar nicht, es zu verstehen.
Willkommen in Deutschland !

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
26. September 2007 15:47

Einwanderung und Deutschland

Sener Sen (senersen)

Ich bin nach Deutschland gebracht worden als Hochqualifizierter Arbeitskraft. Seit dem ich hier bin habe ich keinen einzigen Tag gehabt, wo ich nicht gearbeitet habe und seit dem ich hier bin höre ununterbrochen über Ausländer über Nazis über Rechtsextremen usw. Die Deutschen werfen den Ausländern vor, unter sich zu bleiben Ghettos zu bilden. Als ein hochqualifizierter und gebildeter Ausländer kann ich nur sagen, wenn Sie ständig das Gefühl aufgezwungen bekommen, dass sie nicht dazu gehören, bilden sich leider solche Ghettos. Solange Deutschen auch unter sich bleiben wollen wird es auch mit der Zuwanderung oder Einwanderung nie funktionieren. Wisst Ihr was, ich werde auch abhauen. Ich möchte nicht das Deutschland überfremdet wird.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. September 2007 17:15

Hauptsache keine Ueberfremdung

Alexandra Hennessy (hennessyali)

Frattini hat recht, dass hochqualifizierte Fachkraefte in die USA gehen, waehrend die unqualifizierten nach Europa kommen. An diesem Trend werden auch gutgemeinte EU Richtlinien nichts aendern, sondern nur nationale Reformen. Es fehlt an gut ausgebildeten Arbeitskraeften, weil die Verdienstmoeglichkeiten fuer z.B. Aerzte hier zu gering sind, Betreuungseinrichtungen fuer Kinder entweder fehlen oder qualitativ miserabel sind, und weil der ausgepraegte Kuendigungsschutz die Einstellung neuer Leute verhindert (das bekannte insider/ outsider problem). Forscher kommen nicht nach Deutschland, weil es hierzulande keine guten Arbeitsbedingungen gibt. Da hilft es auch nicht, einzelne Unis einfach zu „Eliteschulen“ zu erklaeren. Der Markt entscheidet, welche Unis wirklich gut sind. Die Leute stimmen mit den Fuessen ab und gehen in die USA, nach Australien oder Grossbritannien, wo sie wirklich hervorragende Arbeitsbedingungen haben. Wenn Deutschland wenigstens den wissentschaftlichen Nachwuchs, der hierzulande vom deutschen Steuerzahler ausgebildet wird, halten wuerde. Aber nicht mal die bekommen eine Arbeitserlaubnis – das wuerde ja zu Ueberfremdung fuehren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 3 von 3 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche