Nach dem Finanzkompromiß

Deutschland wird größter Beitragszahler der EU

Angela Merkel war der Star des EU-Haushaltsgipfels. Doch der Kompromiß, den die Bundeskanzlerin ausgehandelt hat, ist teuer für Deutschland. Während andere Staaten entlastet wurden, macht sich bei den deutschen Beiträgen die Osterweiterung bemerkbar.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Januar 2006 18:56

Die Vereinigung des europäischen Kontinents hätte teurer werden können!

Thomas Bodewig (Bodewth)

Die Osterweiterung der Union, das heißt die politische Vereinigung des Kontinents mit ihrer Friedensrente, die ungewöhnliche Erweiterung der Chancen der deutschen Wirtschaft auf den neuen Wachstumsmärkten in Osteuropa sowie die Erweiterung des günstigen Güterangebots für die Verbraucher in den alten Mitgliedstaaten waren nicht zum Nulltarif zu erhalten. Die Osteuropäer haben erheblichen strukturpolitischen Nachholbedarf und damit Ansprüche an die solidarischen europäischen Strukturfonds. Das Konzept des vereinigten Europa mußte daher vor allem bei der Aushandlung der Finanziellen Vorauschau 2007-2013 berücksichtigt werden. Dies war auch Bestandteil der Schröder-Politik.

Es hätte auch teurer kommen können!
Der Erfolg der Merkel-Politik liegt wie übrigens schon von Schröder angestrebt in der Reduzierung des überzogenen Kommisionsvorschlags und in der Aufhebung des Rabatts der Briten, die nun wie wir und andere angemessen zur europäischen Osterweiterung beitragen. Unbefriedigend bleibt der Fortbestand der Agrarsubventionen bis 2008, die mit 40% des Unionshaushaltes einem Wirtschaftssektor zugutekommen, der nur zu
3 % zum BIP und zu 5% zum Arbeitsmarkt beiträgt. Zudem erhalten vor allem nicht bedürftige großindustrielle
Agrarbetriebe den Löwenanteil. Ein europäischer Kompromiß zur Einbindung Frankreichs. Dommage!

Dr.jur.Thomas Bodewig;www.thomas-bodewig.de

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
22. Dezember 2005 15:06

Lächerlich....

Thomas Striebel (thomas.striebel)

Tja, das ist nun die Quittung dafür, daß wir seit Jahren nur bestenfalls mittelmäßige Diplomaten und Politiker nach Brüssel entsenden - es gleicht sich halt alles aus im Leben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
22. Dezember 2005 14:31

Sollten wir uns Gerhard Schröder zurück wünschen?

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Obwohl ich weit davon entfernt bin die SPD zu wählen, bin ich fast sicher, daß das Herrn Schröder nicht passiert wäre. Bisher haben wir nur erlebt, daß die erste Bundeskanzlerin uns teuer zu stehen kommt. Von Sparen habe ich noch nichts gemerkt (außer bei den kleinen Leuten): mehr Staatssekretäre, Familiengeld, mehr EU-Kosten, mehr staatliche Frühpensionäre usw. usw. Diese Dame führt konsequent die alte DDR-Politik fort: Alles für die Bonzen, nichts für den Bürger. Nach Brüssel fahren und nur mit dem Scheckbuch wedeln, das kann jeder. Wann wird man sich auf eine solide Regierungspolitik konzentrieren?

Rolf-Dirk Maehler
El Puerto de Sta Ma (Cádiz) Spanien

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
22. Dezember 2005 10:59

Deutsche Diplomatie, gibt es das?

Rodrigo Readi (Cid)

Herr Milka, sie fragen, warum nicht hart verhandelt wurde? Glauben Sie, Deutsche können verhandeln? Sie können nicht mal ihre Wunsche klar und deutlich aussprechen, was der Anfang der Verhandlung wäre. Das ist seit langem bekannt, auch vor dem Krieg.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
22. Dezember 2005 06:55

Pleite?

Peter Milka (McDuff)

Da heißt es doch immer das Land wäre Pleite und an uns Bürgern wird gespart bis zum dorthinaus. Sozialabbau, Rentennullrunden etc. Aber da sieht man jetzt ja wofür noch Geld da ist. Anstatt wir von der EG endlich mal entlastet werden und die Länder mit gutem Wirtschaftswachtum einmal mehr einzahlen, nein wir sind wieder mal die Deppen und das auf Kosten der Bürger.
Warum ist hier nicht einmal hart verhandelt worden?Andere können das doch auch.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 5 von 5 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche