EU-Plan

Apfelwein darf nicht mehr Apfelwein heißen

Apfelwein: Ein aus Brüssel bedrohter GattungsbegriffInbegriff Frankfurter Frohsinns: Fans während der Fußball-WM, vor dem Anstoßen gut gelauntOft eine Mutprobe für auswärtige Gäste: Apfelwein-Kostprobe mit der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU)Das Stöffche ist so sauer, dass es selbst für Parteifreundschaften eine Belastung sein kann: SPD-Chef Kurt Beck (links) mit dem Frankfurter Genossen Franz Frey

Bildergalerie Als Wein sollen nur Erzeugnisse aus vergorenen Trauben bezeichnet werden. So plant es die Europäische Kommission. Apfelwein, das Getränk hessischer Identifikationskultur, dürfte sich nicht mehr so nennen. Politiker in Hessen laufen Sturm.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. November 2007 00:32

Eu-"Parlament"

Enrico Fels (enFels)

Das EU-"Parlament" ist aus politikwissenschaftlicher Sicht kein Parlament, da es u.a. das wichtige Gebot von Gleichheit der Stimme nicht erfüllt. Staatsbürger großer Länder sind gnadenlos unterrepräsentiert (bis zum Faktor 1 zu 10; Bsp. Deutschland 99 Stimmen bei 82 Mio., Malta 5 Stimmen bei 400.000 Einwohnern).

Wenn wir nicht mehr Apfelwein sagen dürfen, dann sollten sich die "EU-Parlamentarier" eben nicht mehr Parlamentarier nennen dürfen. Eine Forderung ausgleichender Gerechtigkeit :)

Im Rat ists übrigens noch schlimmer...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 22:44

kein Ebbelwei mehr

Hans Chr. Riedelbauch (riedelbauch)

Bevor sich die Frankfurter totlachen oder anderer Schaden entsteht, sollte man die Kommissionsmitglieder zu Hessen größter Äpfelweinkellerei einladen und dort in das größte vorhande Fass eintauchen und das solange, bis sie - und sei es mit dem letzten Atemzug- bekennen, daß man nicht nur aus Trauben, sondern auch aus Äpfeln Wein machen kann.

Hans Chr. Riedelbauch

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 18:01

Austreten!

Uwe Bussenius (uwebus)

Es wird Zeit darüber nachzudenken, ob es noch Sinn macht, sich einem Parlament unterzuordnen, welches nur noch Schwachsinn produziert. Dieses EU-Parlament besteht überwiegend aus abgehalfterten Politikern, die man mit einem Aufgeld aus nationalen Parlamenten nach Brüssel abgeschoben hat. Die Brüsseler Dritte Liga sozusagen will Erste Geige spielen und produziert nur noch Mißtöne, daher sollten wir das Konzert verlassen.

Uwe Bussenius

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 16:40

Die spinnen, die Bürokraten

Susanne Ruitenberg (SusanneRuitenberg)

Ei dann saache mer halt als glei nur noch Stöffsche oder Ebbelwoi zu derer Brüh, des kabierense in Brüssel dann nit un mer habbe unser Ruh.

So en Kabbes aber aach!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 15:41

Eurokraten-Schwachsinn

Dorothee Mußgnug (DorotheeMussgnug)

Apfelwein heißt auf Deutsch nun einmal „Apfelwein“. Daran kann die EG nichts ändern. Denn das Eingreifen in die Sprachen ihrer Mitgliedstaaten liegt weit außerhalb ihrer Kompetenz. Auch mit dem von der Kommission schon seit langem zum Idiotenschutz verballhornten Verbraucherschutz ist dem Apfelwein nicht beizukommen. Denn wo in aller Welt sind die Verbraucher so töricht anzunehmen, was ihnen als Apfelwein angeboten wird, sei aus Trauben hergestellt? Wenn die Kommission glaubt, selbst diesem (allenfalls bei ihr selbst zu besorgenden) Irrtum vorbeugen zu müssen, so sollte sie beim Apfelwein nicht stehen bleiben. Dann muß sie sich auch um die Kokosmilch kümmern, die in Eurokraten-Kreisen leicht für Kuhmilch gehalten werden könnte. Der Hagebuttentee sollte die Kommission ebenfalls beschäftigen; seine Bezeichnung als „Tee“ täuscht vor, er bestehe aus Blättern der Camillia sinensis. Last not least müßte die Kommission den Fußpilz auf ihre Agenda setzen, um auszuschließen, daß man ihn mit demSteinpilz in einen Topf wirft.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 14:03

Wen wundert es noch, dass jeder diese Kommission für ein Kasperltheater hält?

Thomas Panke (Survivor2000)

Zum Glück haben wir ja alle anderen Probleme in der EU gelöst, dass wir uns jetzt schon diesen Themen widmen können. Wen interessiert die Energie- oder Subventionspolitik, wenn man über das Wort "Wein" diskutieren kann?
Sinnfreien Vorschlägen folgen ebensolche Gesetze, wobei dann aber jedes Land eine Ausnahmeregelung beantragen kann, so dass alles so bleibt, wie es vorher schon war.

Ich bin so froh, dass wir diese klugen Köpfe in der EU-Kommission sitzen haben. Hier würde ja sonst das reine Chaos herrschen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 14:01

Die EU muss verkleinert........

wolf haupricht (emilgilels)

....und auf wenige Bereiche (z.B. Aussenpolitik,Militär, Finanzen ect) verschlankt werden, damit derart unnötige Vorschriften nur um einer Änderung willen unterbleiben.
Das Schlimme daran ist, dass es über die EU keine Kontrolle gibt und jeder Bereich glänzen will und dies zu Lasten unseres Geldbeutels.
P.S. Ich glaube nicht, dass die EU-Bürokraten den "Äppelwoi" oder den Viez kennen, der dann auch davon betroffen wäre.
Das ist nicht das Europa, das die menschen wollen.
Ich wähle nicht mehr zum Eurpoaparlament.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 13:54

Jetzt Sprachreform?

Niklas Bambach (Argusauge)

Wenn heute der 1. April wäre, hielte ich dies für einen Scherz. Oder ist diese Meldung das? - Nachdem uns die KMK die Rechtschreibreform verordnete, will die EU uns jetzt die Sprachreform (der gesprochenen Sprache) verordnen. Was passiert, wenn ich weiter Äppelwoi (bzw. Erdbeerwein etc.) sage und schreibe? - Auch vom Reiswein habe ich schon gehört. Wie will die EU denn überhaupt akzeptiert werden, wenn sie solche Vorschriften bringt? - Die sollen lieber das CE-Zeichen abschaffen und es durch das TÜV-, GS-, VDE-Zeichen usw. ersetzen, um uns besser vor dem Schrott aus China zu schützen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 13:51

Typischer EU-Blödsinn

Kai Bockelmann (KB63)

Eigentlich sollte man auf Wortmeldungen durch Hinterbänkler-Parlamentarier nicht reagieren. In diesem Fall war es wohl ein italienischer Ebensolcher. Man hat langsam den Eindruck, daß die EU-Behörden nur auf solche Forderungen warten, da sie ansonsten wohl nichts zu tun haben. Endlich gibt es wieder etwas, woran man die geballte Regulierungswut auslassen kann. Das Gesetz über das Verbot über die Verwendung des Wortes "Wein" für gekelterte Getränke, die nicht aus Weintrauben entstanden, wird sicher über 1.000 Seiten umfassen.

Im Übrigen bin ich dafür, daß Bier nur dann Bier heißen darf, wenn es nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut wurde. Da bin ich mal gespannt, welche Bezeichnung die jetzt noch so heißenden, aber jenseits des Reinheitsgebotes gebrauten, Getränke in den übrigen EU-Ländern tragen werden.

Ach, da fällt mir ein: Was ist mit "Alsterwasser" oder "Radler"?. In dem Getränk ist weder das Eine noch der Andere enthalten (sollte man meinen). Die Bezeichnungen müssten ja dann auch verboten werden.

Für die EU-Bürokraten gibt es also noch viel, sehr viel, zu tun...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 12:57

Union der Narren

Dirk Bremer (dataxpress)

Stilblüten Brüsseler EU-Bonzokratie!
Der ganze Irrsinn der propagierten Europa-Ideologie.
Mit Steuergeldern finanziert.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 12:18

Regelungswut

Andreas Baustein (ABaustein)

als ob es in der EU nicht genügend Probleme gibt. Da wird allen Ernstes geregelt, dass in Hessen der Apfelwein nicht mehr Apfelwein heißen darf. Vom einmal seinerzeit durchgesetzten Subsidiaritätsprinzip ist keine Rede mehr !

Di EU mischt sich derart in Bräuche und Kultur einzelner Regionen ein, dass man sich bei aller positiver Grundstimmung gegenüber einem freien und geeinten Europa fragen lassen muss, ob das sein muss.
Antwort : N E I N !!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 12:18

Populismus auf Kosten der EU

Christos Vittoratos (Vittos)

Jedes Land kann rechtzeitig Ausnahmeregelungen beantragen, oder auch sie nachreichen.

Es kommt häufig vor, dass sich die Politik auf Bundes- oder Länderebene sich nicht darum kümmert, und dann einen Feldzug gegen Brüssel anzettelt. Es darf nicht sein, dass Medien dieses Spiel bewusst oder unbewusst mitmachen.
Erinnern Sie sich an die Schlammschlacht in Österreich wegen des Begriffs Marmelade? Dänemark und Griechenland hatten Ausnahmeregelungen beantragt, auch Produkte mit wenig Fruchgehalt Marmelade nennen zu dürfen, da der Begriff Konfitüre in diesen Ländern unbekannt ist. Österreich hatte es versäumt. Politiker und Presse meldeten die EU wolle den Österreichern Ihre "Marillenmarmelade" verbieten...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 12:15

Bürokratischer Quatsch höchsten Grades

Ines Caspar (ines-ca)

Es ist unglaublich und erschreckend, für welchen -entschuldigen Sie den Ausdruck- MIST in der EU Steuergelder verplempert werden.
Ein Widerspruch in sich stellt ja schon dar, dass eine dänische "Politikerin" für die "Weinmarktreform" zuständig ist! Schon aus rein geographischer Sicht, hat Sie vermutlich keine großen Berührungspunkte mit Wein und mit Apfelwein schon gar nicht! Wie man aber bei Wikipedia über Fr. Boel Ihre Familie nachlesen kann, hat Sie wohl mit dem einkassieren von Subventionen der EU mehr Berührungspunkte.
Welchen bürokratischen "Mist" müssen wir denn noch ertragen???

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. November 2007 12:11

Gib die Eier an der Türe ab ...

Bernd Guido Mau (BerndGuido)

Feingefühl lassen die EU Parlamentarierinnen und Parlamentarier häufig vermissen. Da fällt einem die
Identifikation schwer.
Für "Junggebliebene": Wenn das der "Blaue Bock" wüßte!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 14 von 14 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche