
Ganz gleich ob in der Monarchie oder in der Demokratie; wie kommt also jener offensichtlich überforderte Beamte dazu zu glauben, die Europäer wären erpicht darauf jedes Jahr 5 Millionen Einwanderer (sic!) aufzunehmen? Gewiss, rein theoretisch könnten Europas Völker solche Beschlüsse tatsächlich fassen, rein praktisch aber wohl kaum. Mag sein, dass man illegale Einwanderung, Asylmissbrauch und dergleichen mehr nicht vollständig unterbinden kann, aber man kann sie sehr deutlich reduzieren. Allerdings nur, wenn die damit beauftragten Beamten auch beabsichtigen ihren Pflichten ordnungsgemäß nachzukommen. Aber gerade da wirft die Haltung dieses Beamten hier doch erhebliche Zweifel auf. Mag ja sein, dass er allerlei Einwanderungs- und Wirtschaftsfantasien hat, aber ein Mandat dazu hat er nicht und darauf kommt es an.
Folglich muss sich nicht die Mentalität der Europäer ändern, sondern die Europäer müssen die europäischen Institutionen ändern, indem sie beispielsweise die Bestellung der EU-Kommission nicht mehr nach dem Nationenproporz sondern nach Eignung und Befähigung der Aspiranten vergeben; womit es auch mit solch unsinnigen und gefährlichen Ideen und deren Urheber vorbei wäre.

Wenn ich das gut verstehen habe, wird die Regelung dazu fühen dass kvalifizierte Arbeitskräfte aus Drittländern sich nicht in Ländern niederlassen werden, wo die Gehälter unter dem EU-Durchschnitt liegen, weil sie dann nicht in ein anderes Land mit höherem Gehaltsniveau umziehen können. Es sind also wieder mal die reichen Mitgliedstaaten die aus dieser Regelung profitieren werden.
Andererseits ist was Hr Frattini über Flüchtlinge sagt eine unverschämte Lüge, denn hochqualifizierte Fachkräfte kommen nicht in Booten aus Afrika an. Das Flüchtlingsproblem bleibt damit weitaus ungelöst.
Es bleibt auch unklar, wie die Ausbildung der potentiellen Einwanderer bewertet wird, d.h. ob es überhaupt ein System gibt wonach ein in Pakistan, Indien oder Kambodscha erworbenes Diplom in unser System anerkannt werden kann.
Und letztens kommt mir das Ziel dieses ganzen Projektes fraglich vor, da es einmal schon in Deutschland eine ähnliche Möglichkeit für IT-Spezialsten bestand und sich nicht gerade als Erfolgsgeschichte erwiesen hat.