Alpines Weltcup-Finale

Svindal bringt sich mit Abfahrtssieg in Position

Schweizer im Glück: Didier Cuche gewann den Abfahrts-Weltcup

Schweizer im Glück: Didier Cuche gewann den Abfahrts-Weltcup

14. März 2007 Der Norweger Aksel Lund Svindal hat im Kampf um den Gesamtweltcup der alpinen Ski-Rennläufer gewaltig an Boden gut gemacht. Der Doppelweltmeister von Are gewann beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz die letzte Abfahrt der Saison vor Daniel Albrecht (Schweiz) und Christoph Gruber (Österreich) und liegt vor den abschließenden drei Rennen mit 1052 Punkten nur noch 23 Zähler hinter Titelverteidiger Benjamin Raich. Der Österreicher belegte gehandicapt durch eine Erkältung nur Rang 13 und steht vor letzten Wettbewerben in Super-G, Riesenslalom und Slalom bei 1075 Zählern. „Benni ist mein Favorit, weil er so stark in den technischen Disziplinen ist. Ich bin schon müde“, sagte Svindal.

Überschattet wurde die letzte Schussfahrt des Winters von zwei schweren Stürzen. Zunächst flog der Schweizer Bruno Kernen mit hoher Geschwindigkeit spektakulär in die Fangnetze. Der WM-Dritte im Super-G zog sich eine Gehirnerschütterung, eine Nackenstauchung, einen Nasenbeinbruch und einen Innenbandriss am rechten Knie zu und musste mit dem Helikopter in das Krankenhaus von Chur gebracht werden. Kernen muss eine Pause von vier bis sechs Wochen einlegen. Kurze Zeit später stürzte auch der Franzose Pierre-Emmanuel Dalcin. Er kugelte die rechte Schulter aus.

Cuche im Gesamtweltcup zurück gefallen

Schweizer im Pech: Bruno Kernen erlitt Gehirnerschütterung, Nackenstauchung, Nasenbeinbruch und Innenbandriss

Schweizer im Pech: Bruno Kernen erlitt Gehirnerschütterung, Nackenstauchung, Nasenbeinbruch und Innenbandriss

Als Gewinner des Abfahrtsweltcups stand bereits seit dem vergangenen Freitag der Schweizer Didier Cuche fest. Der 32-Jährige stoppte damit die bereits sieben Jahre dauernde Herrschaft der Österreicher im Abfahrtsweltcup. Die kleine Kristallkugel in der Königsdisziplin hatten zuletzt Michael Walchhofer (zweimal), Stephan Eberharter (dreimal) und Hermann Maier (zweimal) gewonnen. Als letzter Nicht-Österreicher war im Jahre 2000 der Norweger Lasse Kjus bester Abfahrer.

Im letzten Abfahrtsrennen belegte Cuche mit gerade einmal 0,1 Sekunden Rückstand nur Rang fünf und fiel im Gesamtweltcup mit 1008 Punkten wieder hinter Svindal zurück. Da der Schweizer ein schlechter Slalomläufer ist, hat er praktisch kaum noch eine Chance auf die große Kristallkugel.

Text: FAZ.NET / dpa, sid
Bildmaterial: AP, dpa, REUTERS

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