Sieg im Fernsehkrieg: Der per Videokonferenz zugeschaltete Saakaschwili in der ZDF-Talksendung “Maybrit Illner“

Propaganda im Kaukasus-Konflikt

Böse Bären, Tschaikowski und der Holocaust

Nach dem militärischen Sieg gegen Georgien ist Russland drauf und dran, den internationalen Informationskrieg zu verlieren. Denn der Kreml agiert wie immer wenig geschickt, und Saakaschwili läuft auf allen Kanälen. Von Markus Wehner

Lesermeinungen zum Beitrag

04. September 2008 22:25

Welch ein Wunder!

Uwe Horn (nasenmann)

Es ist doch wirklich erstaunenswert: Die westlichen Medien, mit ihrer diversifizierten Organisation, mit unendlicher Freiheit, mit einer fülle von divergenten Interessenssphären, Individualität und dem totalen Mangel an zentralistisch gesteuerter Mechanismen; eine Medienlandschaft, die sich über viele Länder und Kontinente erstreckt – ohne jegliche Gefahr für ihre Journalisten während der arbeit ermordet werden – ist trotz alledem Opfer einer großangelegten, nahezu perfekt (zentral?) organisierten anti-Russland Medienkampagne zum Opfer gefallen als es darum ging, den Georgienkonflikt neutral darzustellen. Nun stellt es sich im nachhinein heraus, dass russische Medienquellen, welche bekanntlicherweise unter starker Regierungskontrolle stehen und daher natürlich nu nur in geringem grade unabhängig sein können, von Tag eins an die Wahrheit über die Zustände in Südossetien haben berichten können. Welch ein modernes Wunder! Es ist dem freien Medienkonsumenten überlassen zu entscheiden, ob dieses Wunder auf der russischen oder der westlichen Seite erstaunenswerter ist.

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03. September 2008 11:04

@Robert Miller

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Offenbar ist Ihnen nicht bekannt, dass Inguschetien mit Ruslan Auschew einen in der Bevölkerung allseits geschätzten Präsidenten hatte, der ein Garant für Stabilität war. Er wandte sich gegen Putins Tschetschenien-Politik und musste daher 2001 gehen. Seitdem ist Murat Sjasikow Präsident und seitdem herrscht in Inguschetien Instabilität und vor allem eine Gegnerschaft zwischen Bevölkerung und Regionalregierung. Insofern liegt nicht Herr Macharadse falsch mit seiner Analyse, sondern Sie! Russland ist dank Putin dabei, sich im Nordkaukasus sein eigenes Grab zu schaufeln! Der jetzige militärische Sieg ist ein Pyrrhussieg und die Anerkennung Südossetiens und Abchasiens wird sich noch bitter rächen. Westliche Schadenfreude ist aber nicht angebracht, da von einem instabilen Nordkaukasus auch für Europa große Gefahren ausgehen. Gerade deshalb ist es so wichtig, Russland Grenzen aufzuzeigen. Das nützt letztlich auch Russland selber.

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01. September 2008 12:04

@Dieter Spethmann

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Die OSZE hat die Spiegel-Berichte noch vor Erscheinen dementiert. Das sagte gestern Abend der luxemburgische Premierminister Juncker in der Sendung "Anne Will".

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01. September 2008 09:42

@Kacha Macharadse

Robert Miller (Dr_Rob)

Zwei kleine Anmerkungen zu Ihrem Kommentar: 1. So weit ich weiß, heißt der inguschetische Präsident nicht Putin. und 2. Ist es nicht so, dass die meisten Georgier Abchasien damals fluchtartig verlassen hatten, weil sie Rache für die Massaker des georgischen Militärs an den Abchasiern Anfang der 90er gefürchtet hatten. Mfg R.Miller

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01. September 2008 07:48

Bei der OSZE sieht man das anders

Dieter Spethmann (dspeth)

In der Zentrale der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) häufen sich offenbar Hinweise auf ein massives Fehlverhalten der georgischen Führung, das zum Ausbruch der Krise beigetragen hat. Nach Informationen des SPIEGEL sind auf informellen Kanälen Berichte von OSZE Militärbeobachtern aus der Kaukasusregion an verschiedene Regierungsstellen in Berlin gelangt. Demnach habe Georgien den Militärschlag gegen Südossetien intensiv vorbereitet und seinen Angriff begonnen, bevor russische Panzer den Verbindungstunnel nach Südossetien befuhren. In den Berichten sei von möglichen georgischen Kriegsverbrechen die Rede. So berichten OSZE Beobachter davon, dass die georgische Führung die südossetischen Zivilisten im Schlaf habe angreifen lassen.

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31. August 2008 18:59

@ Kamil Khadisov : Putins Zauber Teil 2

Kacha Macharadse (waschli)

Und so funktioniert Putins Zauber: 1. Die in legalen Strukturen organisierte Kriminellen sollen nicht daran gehindert werden mit gesetzeswidrigen Handlungen Geld zu verdienen. 2. Es sind ein Paar solche Strafftaten gewünscht, bei denen die Schuld der Teilnehmer eindeutig feststeht und für die hohe Straffen verhängt werden können. 3. Die Kriminellen, die diese Strafftaten begangen haben, werden nicht verfolgt solange sie Treu sind. Der Kommandeur der tschetschenischen Spezialeinheit ist genau so ein Beispiel. Er ist mit dem amtierenden tschetschenischen Präsidenten, der nicht weniger kriminell ist, in Konflikt geraten und mit der Teilnahme an dem Südossetienfeldzug hat er sich die Straffreiheit gesichert. Dieses Muster lässt sich auch auf die ethnischen Konflikte übertragen. Russland ließ zu, dass Abchasen und Osseten insgesamt 300 000 Georgier vertrieben haben und deren Eigentum sich angeeignet haben. Auch mit den einigen Tausend zurückgekehrten Georgiern lässt sich bequem leben, solange die keine Rechte genießen. So werden von diesen landwirtschaftliche Produkte zu niedrigen Preisen gekauft und dann mit mehrfachem Gewinn weiterverkauft. Selbstverständlich sind Abchasen und Osseten dafür, dass es so bleibt.

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31. August 2008 18:51

@ Kamil Khadisov : Putins Zauber Teil 1

Kacha Macharadse (waschli)

Ich werde versuchen an einem aktuellen Beispiel zu verdeutlichen, wie „Putins Zauber“ funktioniert: heute wurde in der russischen Teilrepublik Inguschetien im Nordkaukasus der Besitzer einer oppositionellen Internetzeitung Magomed Ewloew ermordet. Ewloew flog aus Moskau zurück nach Inguschetien in einem Flugzeug zusammen mit dem Inguschetischen Präsidenten. Die Polizei hat Ewloew beim Aussteigen aus dem Flugzeug verhaftet. Die Polizei ist danach in sechs verschiedenen Teilkolonnen weggefahren, so dass Ewloew’s Angehörige nicht feststellen konnten, in welcher Teilkolonne sich der Verhaftete befand. Kurz darauf wurde Ewloew mit einem Kopfschuss vor einem lokalen Krankenhaus liegengelassen. Offizielle Version: versehentlicher Schuss aus der Waffe eines Polizisten. Grund der Verhaftung: das Publizieren extremistischer Materialien, konkret der Abdruck eines Artikels, der in einer Moskauer Zeitung erschien. In dem Artikel wurde der Inguschetische Präsident bezichtigt, korrupt zu sein und Verbindungen zu den Menschenentführern zu haben. Nur an diesem einen Mord haben also direkt oder indirekt einige Dutzend Polizeibeamte teilgenommen. Wie das System funktioniert, das Sie „Putins Zauber“ nennen wird im zweiten Teil erklärt.

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31. August 2008 15:09

@ Peter Slater : das können Sie in der russischen Presse nachlesen Teil 2

Kacha Macharadse (waschli)

Wie der Krieg anfing kann auch in den Archiven der russischen Internetzeitungen nachgelesen werden: Südossetische Führung hat am 6. August den Vorschlag des englischen Botschafters in Georgien abgelehnt zusätzliche Militärbeobachter in der Konfliktregion zu stationieren. Südossetische Milizen haben am 6. August mit dem Artilleriebeschuss georgischer Dörfer angefangen und dies am 7.August fortgesetzt. Einige Tage vor Kriegsbeginn trafen in Zchinwali einige Dutzend russische Journalisten auf Anweisung ihrer Chef-Redakteure ein. In der Nacht vom 7. zum 8. August marschierten russische Truppen auf das georgische Territorium ein. Diese Truppen und deren südossetische Helfer wurden von den georgischen Truppen angegriffen. Mit dem Einmarsch russischer Truppen hat die georgische Führung gerechnet und die russische Panzerkolonne wurde etwa 30 Km nördlich von Zchinwali auf einer engen Bergstrasse von georgischer Artillerie beschossen. Die georgischen Truppen bevorzugten nächtliche Kampfhandlungen, weil sie nachts dank besserer Ausstattung den russischen Truppen überlegen waren. Es war weder „ein Angriff auf die schlaffende Stadt Zchinwali“ noch „tappte die georgische Führung in die russische Falle“.

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31. August 2008 14:20

@ Peter Slater : das können Sie in der russischen Presse nachlesen Teil 1

Kacha Macharadse (waschli)

Russland kauft vom zentralasiatischen Turkmenistan jährlich ca. 40 Mrd. Kubikmeter Gas für 150 USD pro 1000 Kubikmeter ein. Das Gas wird für die Deckung des russischen Gasbedarfes - jährlich ca. 400 Mrd. Kubikmeter - benutzt. Das russische Gas was unter anderem dank turkmenischer Lieferungen übrig bleibt wird in Westeuropa für mindestens 400 USD pro 1000 Kubikmeter verkauft. Beim 40 Mrd. Kubikmeter Lieferungsumfang fällt 10 Mrd. USD Reingewinn an. Ab 2009 kauft Russland turkmenisches Gas für 250 Dollar pro 1000 Kubikmeter ein. Dann soll aber das Gas für Westeuropa bereits 500 USD kosten. Die einzige Möglichkeit das Gas in Umgehung Russlands an Europa zu liefern, besteht darin in Georgien eine Pipeline zu bauen. 10 Mrd. USD sind m. E. für das russische Tandem Putin-Medwedew Grund genug Krieg zu führen.

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31. August 2008 13:18

Putins Zauber ist stärker als Propaganda

Kamil Khadisov (Kkkama)

Die westliche Propaganda basiert sich auf dem Mythos, dass kleine Völker um Russland die Russen hassen und vor den Russen Angst haben. Aber sobald ein Abchase, oder Ossetier gezeigt wird, dann hört man im Westen Unerhörtes - sie wollen mit Russen leben und nicht mit Georgiern. Und da kann die georgische Propaganda sich drehen und wenden wie sie will, diese kleine Wahrheit, dass es Völker im Kaukasus gibt, für die Russen die Beschützer sind, ist stärker. Und als Bonus kommt noch der Umstand, dass an der Spitze der russischen Armee tapfer tschetschenische Spezialeinheiten für Russland gegen Georgien gekämpft haben. Noch vor einem Jahrzehnt haben alle diese Tschetschenen die Russen umgebracht. Putin hat sie alle umgedreht. Das ist mehr Leistung als alle PR-Agenturen machen können. Putins Zauber eben.

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31. August 2008 12:10

Propaganda im Kaukasus-Konflikt

Heinz Wagner (isula)

bedeutet im Spiegel der Westmedien nicht mehr und nicht weniger als die Lügen in bestmögliche Formen zu bringen. Allein der Gedanke über einen Sieg der Propagandisten zu Schwatzen, wenn es um Völkermord geht, ist sträflich. Gaunern, wie Saakaschwili, gehört keine Minute Öffentliche Aufmerksamkeit. Sie gehören vor einen Kadi! Dieses Gesülze von Herrn Wehner in diesem Artikel schreit doch gen Himmel. Es entbehrt aller journalistischen Ernsthaftigkeit.

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31. August 2008 10:43

„Naja, Polen ist an Hitlers Überfall auch nicht so ganz unschuldig …“

Sönke Peters (soenkepeters)

Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wieso Herr Saakaschwili dafür verantwortlich sein soll, dass er bei CNN und BBC mehr zu sehen war, als etwa Putin oder Medwedjew. Der Grund liegt wohl mehr in der typischen Angst von Tyrannen vor der freien Presse und die damit verbundene Zurückhaltung, wenn es um Interviews geht. Wann immer Medwedjew oder der russ. Generalstab zur Pressekonferenz luden, sind doch alle westlichen Medien geradezu begierig gewesen, auch von dort mal was zu hören. War halt immer sehr dürftig, siehe Tschetschenien. Eine Russophobie dahinter erblicken zu wollen ist ja wohl ein Witz, nachdem Putin Politkowskaja und viele andere unpässliche Journalisten hat ermorden lassen. Nach meiner eigenen Erfahrung waren alle georgischen Regierungsseiten übrigens seit den Morgenstunden des 08.08.08. nicht zugänglich, während die des Kremls es ununterbrochen waren. Die russ. Propaganda ist trotz aller Krokodilstränen sehr erfolgreich: Es wird von den Lügen schon was hängen bleiben! Wer die dann auch artig wiedergibt gilt als „ausgewogen“; à la Hitler hätte die Sudetendeutschen ja auch beschützen wollen und Polen hätte in der Nacht zum 01.09.39 ja auch mit bereits regulären Truppen auf Reichsgebiet geschossen blablabla.

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31. August 2008 09:47

FAZ ruiniert ihren Ruf als serioese Informationsquelle

Hans-Joachim Duebel (aduebel)

Einen aehnlich selbstgerechten und verlogenen Kommentar hat bereits gestern CNN abgesondert. Bei den Abo-Live-Berichterstattern aus dem Bombodrom Baghdad hiess es, man haette nicht aus Ossetien berichten koennen, weil die boesen Russen einen nicht gelassen haetten - Guardian und Spiegel hatten da kein Problem - und ueberhaupt seien die Russen selbst Schuld, wenn sie so schlechte Propaganda fuer sich machten. Die FAZ war sich in den vergangenen 10 Tagen um die Verbreitung keiner Propagandaluege Georgiens und der USA zu schade, hat sichtlich keine Anstrengungen unternommen, Fakten selbst zu recherchieren und systematisch Fakten zulasten Russlands und der Ossetiens, das 2% seiner Bevoelkerung durch den Ueberfall verlor, verdreht. Bei der einstmals serioesen Zeitung scheinen alle journalistischen Standards abhanden gekommen zu sein. Als Informationsquelle zu derartigen Konflikten faellt sie in Zukunft aus.

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31. August 2008 09:37

So ist das halt...

Nitup Belisar (Belisar)

...wenn ein Staat wie Russland tumbe Holzfäller als Diplomaten einbestellt. Mit unverhohlenen Drohungen wie „Wenn Polen und Balten glauben, dass sie sich viel erlauben können, dann irren sie sich.“, zudem noch aufgebauten Drohkulissen in Transnistrien sowie der Krim ist es schwer so einen aggressiven Staat allzu positiv darzustellen. Oder soll der russische Bär von der deutschen Presse nur gekuschelt werden, weil er an des deutschen Gas- und Ölhahn dreht? Russland läßt seine Journalisten und Regimekritiker im In- und Ausland umbringen, gebährdet sich als vorlautes Fossil einer antiquierten Machtpolitik aus de 19ten Jahrhundert, manipuliert demokratische Wahlen und seine Regierung besteht nur aus der Chefetage der Gazprom...und daß die russische Gesellschaft ein Wodkaproblem hat ist ja auch nicht gerade gelogen. Klar, das so ein Staat in Krisen in der Presse nicht ganz gut wegkommt, zudem ist es selbstverschuldet.

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31. August 2008 01:25

Die von Georgien engagierten PR-Agenturen sind natürlich Meister der Verdrehung

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es ist ganz klar, dass PR-Profis wie Hunt, der bei Hill&Knowlton Geschäftsführer war, als George Bush einen Grund suchte, um 1991 in den Irak einmarschieren zu können und von der PR-Agentur die Brutkastenstory angeboten bekam, in der Iraker Säuglinge aus den Brutkästen kuwaitischer Krankenhäuser holten, um diese Geräte mit nach Bagdad nehmen zu können, alles Verdrehen, was irgendwie verdreht werden kann, damit ihre Auftraggeber ihre Hände in Unschuld waschen können.

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31. August 2008 01:01

Ist der russische Bar bose? Nein !!! Georgiens Gasleitungen sichern

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Also, ich kann mich jeden Tag wiederholen. Georgien wurde von der westlichen Welt so geblendet, dass man alle Warnungen aus Moskau in den Wind schlug und der Westen half dabei kraftig mit und als sich dann Georgien weigerte, das Feuer auf Russen einzustellen, musste Moskau handeln und schickte Panzer und schlug zuruck. Ich frage euch, hatte die USA anders gehandelt? Nein !!! Russland musste seine Burger mit Gewalt schutzen, denn georgisches Feuer brauchten viele hunderte Russen um. Ich verstehe nur, das durch Georgien Gasleitungen fuhren, die der Westen braucht und deswegen schlagen Nato und EU auf Russland ein. Es ware so einfach gewesen, namlich hatte der Westen mit seiner selbstherrlichen Art und Weise Georgien nicht so verblendet, ware es zu diesem Krieg nicht gekommen. Der Westen und die USA tragen eine grosse Mitschuld.

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31. August 2008 00:06

Populäre Trugschlüsse...

Harry LeRoy (Cimon)

Nur scheinbar werden heute Kriege auf dem Bildschirm ausgetragen, nämlich nur dann, wenn die öffentliche Meinung eine Rolle spielt – und die behalten Rußland und Georgien hier im Auge, denn Rußland fürchtet das was Georgien sich herbei sehnt: Die Intervention fremder Mächte, ausgelöst durch Rußlands martialisches Auftreten oder durch Gräuelpropaganda gegen Rußland; nur in solchen Fällen spielt die öffentliche Meinung in anderen Staaten eine Rolle, denn hier könnte ein enormer Druck auf die Regierungen entstehen - und da Rußland, durch die Sowjetunion und das Zarenreich, noch in vielen Staaten verhasst ist und gefürchtet wird, ist dies eine zumindest theoretisch denkbare Möglichkeit; daher wäre die russische Regierung gut beraten gegenüber osteuropäischen Staaten keine Drohungen auszustoßen, denn diese bestätigen eben solche Haltungen.

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30. August 2008 19:30

Die FAZ hat ihr Niveau nicht preisgegeben - hat sie nicht?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Herr Gresser, die Frankfurter Allgemeine gibt der aktuellen Renaissance antirussischer Reflexe breiten Raum. Der Anlass Ihres Dankeschoens ist mir schleierhaft.

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30. August 2008 16:29

bravo Markus Wehner

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

ein glaubwürdiger Beitrag, der mal nicht nach Voreingenommenheit riecht.

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30. August 2008 15:11

Ressentiments sind keine Informationen

Benedikt Gresser (Benediktus)

Vielleicht lernen wir es noch. Sensationen und Unterstellungen sind in ihrer Farbigkeit und Leichtigkeit sachlichen Informationen immer überlegen. Es bedarf einer hohen Disziplin, dieser Versuchung zu widerstehen. Es gibt nur wenige deutsche Presseorgane, die das Verantwortungsbewußtsein bewiesen haben, auf die Lust zu "catchen" zu Gunsten der eher unangenehmen sachlichen Tatsachenerhebung zu verzichten. Die FAZ hat ihr Niveau nicht preisgegeben. Danke.

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