Deutscher Brigadegeneral

„Russen reagierten angemessen in Georgien“

Frieden am Horizont? Georgische Polizei wartet am Freitagabend darauf, in Gori wieder das Kommando zu übernehmenRussischer Abschied aus Gori? Oder beziehen die Panzer und Soldaten nur neue Positionen?Durch eine Rakete zerstörtes Haus in Gori - Augenzeugen sprechen von “Terrorbeschuss“ durch russische AngriffeAufeinandertreffen zwischen russischen Soldaten und Sondereinheiten der georgischen Poizei in Gori, die dort wieder das Kommando übernehmen

Bild für Bild In der deutschen Botschaft in Moskau ist der russische Militäreinsatz in Georgien wenige Tage nach der Eskalation in Südossetien als angemessen beurteilt worden. Augenzeugen bestreiten diese Darstellung. Sie sprechen von „Terrorbeschuss“ auf Gori. F.A.Z.-Fotograf Helmut Fricke dokumentiert, wie sich dort nun die Russen anscheinend zurückgezogen haben.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. August 2008 16:53

Karriereende !! Nur "offene russische" Quellen ausgewertet

Robert Hamacher (harohama)

Selten ist ein Militärattache von den eigenen Diplomatenkollegen so vorgeführt worden. Die Gründe, warum eine bürokratische Gelegenheitsarbeit, die ausschließlich auf existierenden "offenen russischen Quellen" beruhte, aus dem Auswärtigen Amt an die Öffentlichkeit gespielt wurde. liegen noch im Dunkeln. Pech gehabt, sich bereits am 11.08. in dieser Art festzulegen und keine eigene Recherchen ausserhalb des eigenen Büros angestellt zu haben - und sich dann namentlich auf den kollektiven Präsentierteller gestellt zu fühlen. Selten so gelacht!

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24. August 2008 14:55

Teile voll die Meinung des Generals

Andreas Riemer (rimandi)

Hätte den Russland denn zusehen sollen, wie Tausende unschuldige umgebracht werden. Entgegen allen Berichten aus Georgien hat Russland auch die Pipeline nicht zerstört. Und die Ansammlung der russischen Truppen erscheint mir eher als die Vorsichtsmaßnahme auf die Truppenbewegungen der georgischen Armee. Es wird so geredet, als Russland gar keine Aufklärung haben, die vor genau solchen Angriffen warnen kann. Und das die russischen Bodentruppen erst 2 Tage später kamen, erscheint mir die Geschichte mit Hinterhalt als eine Märchengeschichte(auch sonst: seit wann reagiert man auf die Ansammlung des Gegners mit einem Militärschlag auf Zivilbevölkerung?).Eins ist klar, Russland hat innerhalb von 3 Tagen das Genozid an einem Volk verhindert, das wenn es nach NATO ginge, immer noch in den Gremien diskutiert würde. Und dass wir anstatt unserem eigenen General zu glauben, lieber die Worte aus dem Mund von Bush als wahr nehmen, zeigt doch wie sehr wir unter Einfluss der Amerikaner stehen. Soweit hat nicht mal George Orwell gedacht...

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24. August 2008 13:45

Der Verteidigungsminister + der Aussenminister

Christian Roigk (Dubai1)

muessen diesen Brigadegeneral sofort abberufen, ihm seinen Stern entfernen und in den Ruhestand schicken. Der Bericht ist voellig wertlos, da der Brigadegeneral selbst schreibt, dass er nicht vor Ort war. Es ist beaengstigend, wenn deutsche Aussenpolitik auf der Basis solch stuemperhafter Berichte gemacht werden sollte. Auch der Botschafter sollte einen Rueffel bekommen, der solch einen Bericht zu- und rauslaesst.

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24. August 2008 13:18

Deutscher Brigadegeneral „Russen reagierten angemessen in Georgien“

Robert Adolf Tittl (ProHistoria)

Es geht doch: Informationen von Profis statt Politiker- und Journalisten-Meinungsäußerungen zum nachplappern. Danke für den Beitrag! Herr Brigadegeneral Heinz G. Wagner ist durch seinen militärischen Grad, seine Funktion, die Ihm Zugriff auf Informationen erlaubt, viel kompetenter in der Sache als Politiker. Bitte teilen Sie der Öffentlichkeit mit, sobald er deswegen zurückbeordet wird. Der deutschen Regierung, die die Opfer der georgischen Aggression verschweigt, sie als minderwertigen Ethnie degradiert, den Aggressor agitatorisch und propagandistisch (Spezialität des Hauses), materiell und militärisch unterstützt, ist das ohne Weiteres zuzutrauen. Die Vasallen-Pflichten gegenüber der USA sind offensichtlich wichtiger und bestimmen zunehmend die Politik der deutschen Regierung. Ist das auch im Interesse der deutschen Bevölkerung, im Interesse Deutschlands? Wenn nicht, dann besteht ein Problem mit dem Amtseid. Historische Parallele: Dass Bismarcks Russlandpolitik mit ein Grund zu seiner Entlassung war, wird von manchen behauptet. Die entgegengesetzte Politik Wilhelms II und seiner Nachfolger hat sich aber in zwei Weltkriegen „bewährt“. Will man einen Dritten, diesmal als Vasall der starken Seite?

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24. August 2008 13:16

Russische Medien kontrolliert?

Igor Samoruchow (igorsamoruchow)

Mein Vorredner behauptet die russischen Medien seien kontrolliert, das ist nicht der Fall. Staatliches Fernsehen in Russland ist wesentlich Informativer und Kritischer gegenüber der eigenen Regierung als in der bananen-republik Deutschland oder der 51. Staat der Vereinigten Staaten von Amerika, wie ich es gerne nenne. Russische Medien haben keine Anteile an den Staat oder Gazprom verkauft. Man sollte sich russisches Fernsehen erstmal anschauen, bevor man unwahrheiten verbreitet. Aber das ist die westliche Idioti, an die ich mich hier gewöhnen muss, jedoch nicht kann. An die Politik, die lügt und betrügt und nach der Pfeife der Amerikaner tanzt. Die deutschen Medien sind kontrolliert, und zwar vom Pentagon. Oder Haben Sie westliche Journalisten in Tschinwali oder Wladikawkas gesehen??? Eigenartig das dort kein einziger westlicher Journalist war. Das sollte euch deutschen zum nachdenken geben. PS: Einen großen Dank an die FAZ-Redaktion, welche meinen letzten Kommentar zensiert hat. Wie war das nochmal mit der Medienfreiheit und Zensur?

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24. August 2008 12:52

noch ein Dolchstoß, Zensur jetzt !

christian kumbier (matth25)

Hoher deutscher Militär kritisiert Russland-Politik der NATO Köln (AFP) — Der frühere Chefstratege der Bundeswehr, Ulrich Weisser, hat heftige Kritik an der Russland-Politik der NATO geübt. Das Bündnis steuere auf eine Konfrontation mit Russland zu, deren Gefahren in keinem Verhältnis zu den Problemen Georgiens stünden, schreibt der ehemalige Vize-Admiral im "Kölner Stadt-Anzeiger". "Die Scharfmacher in der NATO, allen voran die USA, haben durchgesetzt, dass es vorerst keine Sitzungen des NATO-Russland-Rates mehr gibt", erklärt Weisser weiter. Dabei sei der NATO-Russland-Rat gerade "als Forum für Konsultationen" in Krisenzeiten gegründet worden. "Die USA, Großbritannien, Polen und die Balten haben das Bündnis auf einen gefährlichen Kurs gebracht, der für Europa nichts Gutes verheißt", schreibt Weisser. Die NATO brauche Russland für "politische Lösungen auf dem Balkan, im Iran, im Nahost-Konflikt und vor allem für Energiesicherheit". Deshalb sei es im deutschen Interesse, einen anderen Kurs zu steuern und "dabei durchaus in Kauf zu nehmen, im Gegensatz zur Bush-Administration und zu unseren Nachbarn im Osten zu stehen". ja ist schon der ganze generalstab unterwandert, am wodka trinken ?? kann denn hier jeder s. meinung sagen ?

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24. August 2008 11:36

Russland kauft Europa ein

Konstantin Chachanidze (budzu)

Nach diesem Beitrag wird es noch deutlicher, wie hoch die russische Regierung sich in die deutsche Regierung eingekauft hat. Nach Schroeder sollte das eigentlich keinen wundern. Aber trotzdem, solche statements zu verfassen und das noch aus Moskau ist aeuserst unverschaemt. Der Herr sollte mal sich lieber vor Ort umschauen und danach sprechen. Die ganze Welt weiss, wie gut die russischen Medien von dem Staat kontrolliert werden, aber anscheinend nicht der Herr General. Rat fuer die deutsche Regierung, den Herrn sofort abrufen und in die Rente schicken.

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24. August 2008 11:29

Was ist dann unangemessen?

Michael Menzel (Galenos)

Wer sich gegen eine gezielte Unterwanderung und Abtrennung seines geographisch natürlichen Gebietes wehrt, darf das Recht zur Notwehr für sich beanspruchen. Die russische Wühlarbeit war aber offensichtlich so erfolglos, daß man das kleine Land massiv zu einer Reaktion provozierte. Eine Armee stand schon bereit um nach wenigen Stunden des punktuellen Zwischenfalles in Südossetien, in Kern-Georgien einzufallen. Verteidigungsattaché Wagner, scheint offensichtlich einer Gehirnwäsche unterworfen worden zu sein, wenn er die folgende Zerstörung des größten Teils der Infrastruktur, Flughäfen, Brücken, Straßen Häfen, Schiffe als "angemessen" bezeichnet und die Flucht von bis zu 200000 Menschen jeglicher Gebietszugehörigkeit und die Zerstörung derer Häuser. Man hat das als "Strafe" bezeichnet. "Strafexpeditionen" gab es schon immer. Sie gingen immer von Imperien aus und die Opfer waren immer von vornherein Unterlegene. Strafexpeditionen sind das wesentliche Merkmal barbarischer Diktaturen. Annexionen eines ganzen Landes sind dann noch eine Steigerung der Barbarei. Die verbleibenden "Friedenssicherer" werden schon dafür sorgen, daß das Land wirtschaftlich gänzlich ausgehungert wird und sich von der Besetzung nicht mehr erholen kann.

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24. August 2008 11:24

Gazprom-Gerhards General?

Uwe Siemon-Netto (UweSiemon)

Ist die Frage gestattet, unter welchem Kanzler dieser Verteidigungsattaché seinen Generalsstern erhalten hat? War's Gazprom-Gerhard?

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24. August 2008 08:21

Danke für diese Information

Delgado Ramirez (realitybites)

andere Medien wie z.B. die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten tun sich offenbar schwer damit, diese Seite der Medaille zu sehen.

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24. August 2008 08:12

eine Geschichte für sich

Stanislaus Swerd (Olympionike)

Die Deutsche Botschaft in Moskau ist bereits seit der Wende eine Geschichte für sich: Die unteren Bereiche fest in den Händen der russischen Mafia, die mittleren werden von Rußlands Geheimdiensten bzw. Militär dominiert und die obersten vom russischen Regime. Wie in solcher Lage bei der auch noch von Leuten wie Fischer und Steinmeier geprägten Institution dem Kreml nicht nach dem Maul Reden?

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23. August 2008 23:53

Seit wann ist 'D e r w e i l ' ein deutsches Wort?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Ob das Wort 'inzwischen' den Verfassern (noch) bekannt ist?

(Anm. d. Red.: "derweil, derweilen" - zu finden sowohl im Duden als auch im Wahrig. Grob: Es ist vielleicht derzeit nicht sehr gebräuchlich, aber durchaus ein deutsches Wort aus der mittlelhochdeutschen Wortgruppe "wile[n]", also "Weile". Wortbedeutungen: unterdessen, in der Zwischenzeit, inzwischen. "Inzwischen" dürfte eher das "modernere" Wort sein.)

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23. August 2008 23:23

Das Problem

kristian kroflin (kroflin)

Der Brigadegeneral ist abgehärtet und achtet auf die Details, die wesentlich gefährdend sind, während die Augenzeugen das nicht und bei denen selbst harmlose Zustände und Aktionen in diesem Kontext präventive schreckliche Vorstellungen hervorrufen. Sie befinden sich auch in einem anderen Umfeld als der General, besonders da dieser nicht das Ziel der Aktionen ist. Zudem befindet er sich in der deutsdchen Botschaft in Moskau. Welche Aussage soll man also von ihm erwarten? Zudem: auf wieviel Wahrnehmung durch den General beruhen seine zusammenfassenden Aussagen?

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23. August 2008 21:50

Russland hat vorbildlich für ein schnelles Kriegsende gekämpft

Konstantin Schneider (bundesboy)

Der Westen täte gut daran, endlich zu akzeptieren, dass Russlands Reaktion auf die georgische Agression vorbildlich war. Denn um einen langen Zermürbungskrieg zu vermeiden mit hohen Verlusten auf beiden Seiten und grosser Ungewissheit im Hinblick auf die Einsatzfähigkeit der Energiepielines, war es zwingend erforderlich, möglichst alle strategisch wichtigen Punkte Georgiens zu erobern und zu kontrollieren. Die NATO irrt, wenn sie glaubt Georgien nun noch schneller aufrüsten zu müssen, um eine zukünftige Niederlage Georgiens zu verhindern. Auch für die Georgier wäre es besser, die Entmilitarisierung zu akzeptieren und nach Wohlstand in Frieden zu streben.

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23. August 2008 21:18

Ein General irrt sich selten, jedoch..........

wolf haupricht (emilgilels)

...... hätte er sich lieber mal in Brüssel (NATO) informiert, ehe er offensichtlich russische Quellen für sein Statement bemüht. Dann soll er lieber schweigen als Bewertungen abzugeben, die ihm aus der Ferne nicht zustehen. Nicht erstaunlich ist mittlerweile, dass RU seine Ziele sehr gut kannte, um mit effektivem Einsatz seine militärischen Wirkungen zu erreichen. Denn hierfür ist akribische Vorbereitung unabdingbar und die kostet Zeit, die RU allerdings bei seinem vorbereiteten Gegenschlag nicht mehr brauchte.

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23. August 2008 20:57

Ja, der Einschätzung des deutschen Brigadegenerals Wagner kann man zustimmen

Oliver van Straaten (van.straaten)

Wer eine andere Meinung vertritt, sollte mal darüber nachdenken, wie die Verantwortlichen der ehemaligen Sowjetunion reagiert hätten, wenn 10.000de ihrer Bürger/Zivilisten in einem Blitzkrieg angegriffen worden wären. Die verantwortliche Regierung wäre entmachtet und anschließend vor ein Militärtribunal gestellt worden. Das jetztige Rußland handelt vernünftig, sichert den Frieden und hinterläßt zum Schutze der süd-ossetischen Bevölkerung Friedenstruppen.

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23. August 2008 20:37

Zuviel Wodka getrunken ? Ein General in der Dunkelkammer !

Robert Hamacher (harohama)

Zuviel Wodka getrunken ? Ein General in der Dunkelkammer ! Da muss sich ein Uniformträger zu häufig mit anderen Uniformträgern zum feuchten Umtrunk getroffen haben. ;) Wer die russischen "Friedenstruppen" in Südossetien als "Neutrale" und nicht als Teil des Problems zu beschreiben in der Lage ist, der muss seit mindestens 2004/5 im Koma gelegen haben. Ab nach Riad!

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