Wählerumfrage

Volksparteien verlieren weiter

16. Juni 2009 Eine Umfrage des Allensbach-Instituts hat bestätigt, dass die Bundesbürger zwischen den Wahlen zum Europaparlament und zum Bundestag klar unterscheiden. So kämen die sonstigen Parteien im Bund derzeit zusammen nur auf vier Prozent im Vergleich zu 10,8 Prozent zur Europawahl vor anderthalb Wochen. Entsprechend höhere Anteile erzielten dagegen die Bundestagsparteien. Allerdings ergab auch die Erhebung für die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine klare schwarz-gelbe Mehrheit.

Beide Volksparteien verlieren weiter an Zustimmung. Danach kämen CDU/CSU auf 36,0 Prozent, wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Das wäre ein halber Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Die SPD sank in der Umfrage binnen Monatsfrist von 26 auf 24,5 Prozent, liegt damit aber noch deutlich über den 20,8 Prozent bei der Europawahl. Von den Oppositionsparteien verbesserten sich die FDP gegenüber Mai von 13,5 auf 14,5 Prozent und die Grünen von 10,5 auf 11,5 Prozent. Die Linke blieb in der Umfrage bei 9,5 Prozent. Mit zusammen 50,5 Prozent hätten CDU/CSU und FDP damit eine klare Mehrheit.

Auf die Frage, welche Koalition ihnen am liebsten wäre, sprachen sich allerdings nur 28 Prozent für Schwarz-Gelb, ebenso viele plädierten für eine Fortsetzung der Großen Koalition. 44 Prozent der Bürger sind entweder unentschieden, welches Regierungsbündnis ihnen am liebsten wäre oder enthalten sich einer Aussage. Das Ergebnis steht jedoch im Kontrast zu der gleichzeitig registrierten Wechselstimmung: 58 Prozent der insgesamt 2.000 zwischen dem 29. Mai und 11. Juni befragen Umfrageteilnehmer sprachen sich auf eine entsprechende Frage für eine andere Regierung als die derzeitige Koalition aus Union und Sozialdemokraten aus.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: F.A.Z.

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