FAZ.NET-Spezial

Doping-Szene Deutschland

17. Mai 2005 Je näher sich eine Gesellschaft ihren Sporthelden fühlt, desto höher wird dort deren Moral eingeschätzt. Nur so ist zu erklären, daß viele sportbegeisterte Deutsche glauben, die strengen Dopingkontrollen hierzulande benachteiligten "ihre" Olympiastarter gegenüber hemmungslos dopenden Konkurrenznationen. Eine bequeme Erklärung für enttäuschende Resultate. Aber ist sie zulässig? Ist Deutschland etwa eine dopingfreie Sportnation?

Die Antwort lautet: nein. Nicht nur, weil es immer wieder positive Fälle gibt. Wie in der ganzen Welt können Athleten auch in Deutschland das Kontrollsystem mit ein bißchen Know-how und Planung unterlaufen. Zudem blickt gerade dieses Land auf eine reiche Dopingtradition zurück, mit dem menschenverachtenden DDR-Sportsystem als Tiefpunkt. Die F.A.Z.-Serie "Dopingszene Deutschland" zeigt, daß das Problem der pharmakologischen Leistungsbeeinflussung nicht nur andere betrifft; daß der organisierte Sport häufig selbst Teil des Problems und mit der Lösung überfordert ist und daß der Mißbrauch von Leistungssteigerern nicht nur im Sport, sondern in der ganzen Gesellschaft bekämpft werden muß.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb

 

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Sportler in Handschellen?

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Wer sich wehrt, wird ausgespuckt

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Interview

"Der Spitzensport ist der sauberste Teil der Gesellschaft"

Der Enthüller und Schriftsteller Edwin Klein im F.A.Z.-Interview über die gedopte deutsche Nation. 1976 nahm der einstige Hammerwerfer an den Olympischen Spielen in Montreal teil.

ZDF-Sportchef Gruschwitz

"Nichts und niemand unterbindet Doping-Berichte"

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