Kein bierseliger Trachtenbub, sondern ein feinsinniger Mozartliebhaber ist Pontifex geworden: Unter dem Papst Benedikt XVI. werden viele Italiener ihr plattes Deutschlandbild wohl oder übel überdenken müssen.
Es sprach alles gegen Joseph Ratzinger. Doch mit ihrer Wahl haben die Kardinäle sich Vorurteilen widersetzt. Benedikt XVI. wurde auch aus katholischem Stolz gewählt. Der Deutsche im Vatikan garantierte das Katholische und wird alles daransetzen, es zu bewahren.
Wer als Pilger in der Wüste des Internet nach dem rechten Weg zu Ratzinger oder Benedikt fragt, wird in die Irre geleitet. Doch selbst auf den Seiten von Fitneßstudio-Betreibern und Unternehmensberatern schimmert es fromm.
Ist die Wahl Joseph Ratzingers gut für Deutschland und die Deutschen? Werden wir ihm seinen Aufstieg verzeihen? Hat Dan Brown schon gratuliert, und was wird aus Franz Beckenbauer? Laienhafte Fragen zur Papstwahl.
Einst hieß es, nie mehr könne ein Deutscher Papst werden. Diese Regel aber ist gebrochen: Joseph Ratzinger ist neuer Papst. Der mächtigste Deutsche im Vatikan hat die katholische Milliardengemeinschaft seit langem geprägt.
Daß Ratzinger aus Deutschland stammt, das Land der Reformation, sprach am Ende nicht gegen, sondern für ihn. Ratzinger, das ist - mit der Macht des Geistes -.die Gegen-Reformation in Person. F.A.Z.-Kommentar.
Für die Kirche stellt sich nicht wie für ein Kaperschiff die Alternative von Sieg oder Untergang. In Seenot hingegen ist das kleine Boot des Denkens vieler Christen, wie es der neue Papst Joseph Ratzinger gesagt hat.
Spezial Es sprach alles gegen Joseph Ratzinger als neuen Papst. Mit ihrer Wahl haben die Kardinäle der Welt bedeutet, nicht den Vorurteilen Glauben zu schenken. Bendedikt VXI. wurde auch aus katholischem Stolz gewählt. Er wird alles daransetzen, das Katholische zu bewahren. FAZ.NET-Spezial zum Konklave.
Alle Übertragungswege führen nach Rom, doch sie sind nicht immer billig. 90.000 Euro für eine Terrasse - und dann geht es doch viel billiger: Wie die Berichterstatter den Ausnahmezustand in Rom erleben.
Die Papst-Wahl beginnt und die Gerüchteküche brodelt. Wird es ein Glaubensstrenger, ein Reformer oder einer, der die Basis der Kirche stärken will? Zumindest zwei Kandidaten halten stabile Werte an den Gerüchtebörsen.
Sie gehört zu den Hauptattraktionen Roms: die Sixtinische Kapelle. Jedes Jahr zieht der reichverzierte Raum Millionen von Touristen an. Ab Montag wird hier unter Ausschluß der Öffentlichkeit der neue Papst gewählt.
In Rom bereiten sich auch sechs Kardinäle aus Deutschland auf die Wahl des Nachfolgers von Johannes Paul II. vor. Einer von ihnen - Joseph Kardinal Ratzinger - war schon 1978 dabei. Wäre er der ideale Mann, um für Jahre des Übergangs die katholische Kirche zu führen?
Auch wenn er sich Spekulationen dieser Art stets auf gut katholische Art verbeten hat - genützt hat es nichts: Die Diskussionen laufen, ob vielleicht der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn papabile ist.
Spezial Während des Pontifikats Johannes Pauls II. hat sich die katholische Kirche in vielen Ländern enorm gewandelt. Korrespondenten der F.A.Z. berichten über ihre Lage in den Regionen der Welt. Dabei stellen sie auch mögliche Papst-Nachfolger vor.