Siegfried Schmidt-Joos, Wolf Kampmann: Rock Lexikon
Rowohlt Verlag, 2 Bände jeweils über 1000 Seiten, je 16,95 Euro
Bereits seit Jahrzehnten gilt das zweibändige Rocklexikon von Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann als Standardwerk über die populäre Musik von der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.
In gründlich recherchierten, mit zahlreichen Fakten und wertenden Presse-Zitaten ausgestatteten Artikeln unterziehen die Autoren die wichtigsten Protagonisten des Rock und Pop, über Punk, Rhythm & Blues und Grunge bis zu Drum 'n' Bass und HipHop einer jeweils kurzen, aber scharfsinnigen Analyse. Für Musikfreunde ein absolutes Muss, jetzt endlich nach über zehn Jahren eine aktualisierte Neuauflage.
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Edgar Allan Poe: Die Geschichte des Arthur Gordon Pym aus Nantucket
marebuchverlag, 526 Seiten, 39,90 Euro
Zum 200. Geburtstag des Alptraum-Dichters Edgar Allan Poe erscheint dessen einziger Roman in einer prachtvollen Neuausgabe: Die Geschichte des Arthur Gordon Pym aus Nantucket schildert eine nervenaufreibende Seefahrt in ein seltsames südpolares Land mit mörderischen Eingeborenen, wo riesige Felsklüfte die Form von ägyptischen Buchstaben haben, aus denen sich schreckliche Mysterien der Frühgeschichte entziffern lassen.
Die Fahrt geht weiter in ein noch geheimnisvolleres Gebiet, in dem verhüllte Riesen und Vögel mit schneeweißem Gefieder einen Nebel bewachen, der sich in ein sengend heißes milchiges Meer ergießt. Die bizarre Seefahrergeschichte hat bis heute nichts von ihrer unheimlichen Anziehungskraft verloren und erscheint erstmals ungekürzt, neu übersetzt und mit ausführlichen Anmerkungen versehen.
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Andreas Maier: Sanssouci
Suhrkamp Verlag, 303 Seiten, 19,80 Euro
An einem heißen Sommertag wird auf dem Frankfurter Hauptfriedhof der tödlich verunglückte Regisseur Max Hornung beerdigt. Nach seinem Umzug aus Frankfurt am Main lebte er in Potsdam. Von dort sind als Trauergäste angereist: Merle Johansson, eine zwielichtige Schönheit, mit ihrem kleinen Sohn Jesus, die eigenwillig verwahrlosten Zwillinge Heike und Arnold sowie ein paar Fernsehleute.
Auch der Russlanddeutsche Alexej, Novize eines russisch-orthodoxen Klosters, ist aus München zur Beerdigung gekommen. Was hatten sie alle mit Hornung zu tun? Ähnlich wie in seinem gefeierten Debütroman Wäldchestag porträtiert Andreas Maier ausgehend von einem Todesfall das Beziehungsgeflecht einer Gruppe von Menschen und hebt damit zu einer köstlich satirischen, scharfsinnigen Gesellschaftsanalyse ab.
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Rüdiger Görner (Hrsg.): Demnächst mehr: Das Buch der Briefe
Berlin University Press, 362 Seiten, 29,90 Euro
Eine Auswahl deutschsprachiger Briefe aus vier Jahrhunderten präsentiert der Literaturwissenschaftler Rüdiger Görner - unter anderem von Mozart, Martin Luther, Heinrich von Kleist, August Bebel und Dietrich Bonhoeffer.
In einem Essay über die Kulturgeschichte des Briefes formuliert der Herausgeber, worin die Faszination dieser literarischen Gattung besteht: Im Brief spiegelt sich Zeitgeist und Alltäglichkeit, Sehnsucht und Not, Liebesverlangen und Resignation. Wenn wir einen Brief öffnen - einen Brief, keine Rechnung -, dann weil wir hoffen, dass sich ein Anderer darin uns öffnet.
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Daniel Kehlmann: Ruhm
Rowohlt Verlag, 208 Seiten, 18,90 Euro
Daniel Kehlmanns neuer Roman nach dem Riesenerfolg von Die Vermessung der Welt wurde heiß erwartet: Ruhm beginnt mit der sehr witzigen Geschichte eines Mannes, der sich ein Mobiltelefon kauft und dann Anrufe bekommt, die einem anderen gelten. Nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Dann ist die Rede von einem Schauspieler, der von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen wird, so als hätte jemand sein Leben an sich gerissen.
Weiter geht es mit einem Schriftsteller, dessen Frau nichts mehr fürchtet, als in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internet-Blogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Einen Roman in neun Geschichten nennt Kehlmann seinen jüngsten Wurf, und tatsächlich setzen sich die neun Episoden nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen - und zu einem Porträt unserer heutigen Gesellschaft, in der durch die neuen Medien ein Spiel mit Realität und Fiktion möglich wird - das Kehlmann durchaus kritisch beleuchtet. Nicht ganz so gut wie Die Vermessung der Welt, aber dennoch sehr lesenswert.
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