Bettina Weiguny: Bionade - Eine Limo verändert die Welt
Eichborn Verlag, 256 Seiten, 19,95 Euro
Wie konnte sich das Getränk Bionade innerhalb von zehn Jahren vom Nischenprodukt über den Status als hippes Szene-Accessoir bis zum Massenartikel, der Supermarktregale füllt, entwickeln? Die Journalistin Bettina Weiguny ist dieser Frage auf den Grund gegangen und legt nun eine äußerst unterhaltsame Unternehmensbiografie vor.
Sie spricht mit Händlern, Konkurrenten und Werbeexperten, und sie begleitet die Brauer-Familie ins Archiv, auf Reisen und in das Wohnzimmer, in dem die Bionade erfunden wurde. Weiguny enthüllt, welch unglaubliche Pannen dem Bionade-Erfolg voraus gingen - und welche Zufälle sein Gelingen beförderten. Ein ungemein lehrreiches Wirtschaftsbuch.
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Zoran Drvenkar: Sorry
Ullstein Verlag, 400 Seiten, 19,90 Euro
Vier Berliner Freunde Anfang 30 mit einer genialen Geschäftsidee: Sie gründen eine Agentur, über die Menschen ihr Gewissen erleichtern können. Per Auftrag entschuldigen sich Unternehmer bei ihren entlassenen Mitarbeitern oder Ex-Liebhaber bei ihren zurückgelassenen Partnern. Das Geschäft floriert, die vier Freunde verdienen eine Menge Geld. Bis sie eines Tages einen Auftrag von einem Unbekannten erhalten: Sie sollen eine Tote um Verzeihung bitten - für die unvorstellbaren Qualen, unter denen sie starb.
Der Killer macht die Freunde zu Mitwissern seiner künftigen Taten und beginnt, ein grausames Spiel mit ihnen zu treiben. Zoran Drvenkar, der mit dem Jugendbuch Knallhart bekannt wurde, hat einen extrem spannenden, intelligenten Thriller von internationalem Format geschrieben.
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Philippe Dijan: Doggy Bag
Diogenes Verlag, 288 Seiten, 8,90 Euro
Zwei Brüder lieben dieselbe Frau: die atemberaubende Edith. Doch die kann sich nicht für einen von ihnen entscheiden. Auf dem Gipfel der Rivalität verschwindet Edith heimlich aus der Stadt. Zwanzig Jahre später kehrt sie zurück.
Der französische Kultautor Philippe Dijan, der in den Achtzigern mit Betty Blue Starruhm erlangte, hat einen äußerst amüsanten Episodenroman geschrieben, der über die kommenden Monate in sechs Teilen erscheinen wird. Im September geht Dijan auf Lesereise durch Deutschland.
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Per Petterson: Im Kielwasser
Fischer Verlag, 192 Seiten, 9,95 Euro
Sechs Jahre ist es her, dass Arvids Vater bei einem Schiffsbrand ums Leben kam, zusammen mit seiner Frau und den beiden jüngsten Söhnen. Nur der 43-jährige Arvid und sein älterer Bruder sind übrig geblieben. Die Brüder haben es schwer, zueinander zu finden, zu sehr sind sie in der Trauer befangen.
Doch nach und nach legt Arvid die Geschichte seiner Familie frei und erfährt, dass auch sein Vater zu etwas imstande war, das er ihm nie zugetraut hätte: Leidenschaft und tiefe Verzweiflung. Der Norweger Per Petterson wurde in diesem Jahr mit dem Nordischen Literaturpreis ausgezeichnet. Mit Im Kielwasser hat er einen zutiefst berührenden Vaterroman geschrieben.
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Thomas de Quincey: Bekenntnisse eines englischen Opiumessers
Suhrkamp Verlag, 157 Seiten, 8,00 Euro
Da er an einer schmerzhaften Nervenkrankheit litt, nahm der britische Schriftsteller Thomas de Quincey jahrelang regelmäßig Opium ein - schließlich Tausende von Tropfen täglich. Seine Drogenerfahrung schilderte er sprachlich brillant und schonungslos offen in seinem berühmten Tagebuch Bekenntnisse eines englischen Opiumessers, das 1822 erstmals erschien.
Der Essay über Quinceys Rausch- und Traumzustände avancierte rasch zu einem Klassiker der poetischen Drogenliteratur und ist nun nach langer Zeit wieder als Taschenbuch erschienen.
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