Finanzkrise? War da was? Die Finanzbranche gilt immer noch als attraktiver Arbeitgeber, sie lockt mit Arbeitsplätzen in New York oder London und mit hohem Gehalt. Es gibt mehr Bewerber als Stellen. Doch langfristig könnte sich das ändern. Von Holger Appel, Julia Löhr und Holger Paul
Wer den Arbeitgeber wechselt, bekommt bis zu 20 Prozent mehr Gehalt. Das freut die Mutigen. Den Rest der Belegschaft kann es jedoch frustrieren. Von Julia Löhr
Frauen verdienen in Deutschland fast ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen. Allerdings klafft die Schere in Ostdeutschland weit weniger stark auseinander als in den alten Bundesländern.
Topmanager und Investmentbanker der Commerzbank sollen künftig Fehler mit empfindlichen Einkommensverlusten büßen. Die Bank will mit einem neuen Vergütungssystem Anreize setzen, für den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu arbeiten.
Einbußen für Führungskräfte, mehr Gehalt für einfache einfache Fachkräfte: Zu dieser Veränderung der Vergütungsstruktur in der Immobilienbranche hat die Finanzkrise einer neuen Studie zufolge geführt.
Nachdem der Autobauer Daimler wegen Bluttests bei der Einstellungsuntersuchung von Mitarbeitern in die Kritik geraten war, stellt sich nun heraus, dass solche Tests auch beim Rundfunksender NDR vorkommen. Bizarr: Ausgerechnet NDR-Reporter hatten als erstes über die Daimler-Bluttests berichtet.
Trotz fallender Aktienkurse wuchs der Wert von Pensionspaketen amerikanischer Manager im vergangenen Jahr um durchschnittlich 19 Prozent. Damit erhält die Diskussion um die Vergütung von Führungskräften neue Nahrung. Von Norbert Kuls
Jessi Walter hat in der Finanzkrise ihren Job verloren. Doch sie hat sich aufgerappelt, ihr eigenes kleines Unternehmen gegründet. Was sie nicht weiß: Laut Statistik sehen ihre nächsten zwei Jahrzehnte düster aus. Denn Langzeitstudien zeigen, dass das alte Gehaltsniveau nach Entlassungen kaum wieder erreicht wird. Von Corinna Budras
Einer Umfrage zufolge muss jeder zehnte Arbeitnehmer Einbußen beim Weihnachtsgeld hinnehmen. Der Rest kann trotz der Krise mit Aufschlägen rechnen. Von Sven Astheimer
Die Höhe der Vergütung wird auch durch den Standort des Unternehmens beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommt die Managementberatung Kienbaum. Während ein Ingenieur in einer Führungsposition in Düsseldorf durchschnittlich 106.000 Euro erhält, verdient sein Kollege aus Hannover nur 91.000 Euro.
Wer in einer Wirtschaftskrise arbeitslos wird, bekommt die finanziellen Folgen noch Jahrzehnte später zu spüren. Diese Ergebnisse gehen aus Langzeitstudien zu Deutschland und den Vereinigten Staaten hervor, die der F.A.Z. vorliegen. Von Corinna Budras und Sven Astheimer
Die tariflichen Monats- und Stundenverdienste sind zwischen Juli 2008 und Juli 2009 um 3 Prozent gestiegen. Weil im gleichen Zeitraum die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent sanken, stand den Arbeitnehmern real mehr Geld zur Verfügung. Vielen allerdings nur auf dem Papier. Von Henrike Roßbach
Zwar ist der Streit über die Entlohnung angehender Ärzte im Praktischen Jahr kein neuer Konflikt. Doch es sieht so aus als könnte die Bezahlung der PJler künftig steigen: Die Bundesärztekammer hält eine Vergütung in Höhe eines Referendariatsgehalts für angemessen. Von Christina Hucklenbroich
Wenn Arbeitnehmer fristlos gekündigt werden, weil sie vier Maultaschen geklaut oder ihr Handy im Büro aufgeladen haben, sorgt das immer wieder für Empörung. Sind das alles Nichtigkeiten oder ist es der große Vertrauensbruch? Juristen denken inzwischen über eine Geringfügigkeitsgrenze nach. Von Corinna Budras