15. Mai 2009 Trotz trüber Aussichten für die kommenden Monate verbreiten Experten Zuversicht: die Luftfahrtbranche behauptet sich als Jobmaschine. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) schätzt, dass hierzulande die Zahl der Fluggäste auf mittlere Sicht um bis zu 5 Prozent im Jahr steigt. Dabei werden in den kommenden Jahren rund 20 Milliarden Euro in Ausbau und Modernisierung der heimischen Standorte fließen.
Den Löwenanteil bestreitet Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt, der nach Angaben des Betreibers Fraport rund 70.000 Personen beschäftigt. Um mit der Konkurrenz in Paris und London mitzuhalten, investiert Europas drittgrößter Flughafen etwa 4 Milliarden Euro in den Bau einer neuen Landebahn und plant ein drittes Abfertigungsterminal.
Dadurch sollen rund 25.000 neue Arbeitsplätze vor Ort sowie 40.000 weitere Stellen in der Region entstehen. Zu gefragten Arbeitskräften gehört qualifiziertes Bodenpersonal ebenso wie Fluglotsen oder erfahrene Projektmanager für die Verwaltung. Auch Fraports Großkunde Deutsche Lufthansa bleibt als attraktiver Arbeitgeber auf Kurs: Trotz schwacher Geschäfte bei Fracht und Passage hält die Gesellschaft am Zeitplan für die Abnahme des Großraumfliegers "A380" fest. Ab 2010 sollen vier Maschinen, die jeweils 450 Arbeitsplätze sichern, in Frankfurt stationiert werden. ufe.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.