Arbeitsmarkt Fondsbranche

Bescheidenheit ist Trumpf

12. Juni 2009 Mit Stellenvermittlung ist in der Fondsbranche nicht mehr genügend Geld zu verdienen. Ein Beispiel: Die Personalberatung Smith & Jessen in Frankfurt hatte einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Vermittlung von Fondsmanagern. In diesem Jahr musste Smith & Jessen Insolvenz anmelden. Die Zeiten im Investmentgeschäft sind hart.

Überall streichen die Gesellschaften die Produktpalette zusammen und senken die Kosten. Entlassungen sind noch nicht die Regel, Einstellungsstopps schon. Etwa 15.000 Menschen beschäftigt die Branche derzeit direkt. Hinzu kommen rund 4000 bei Dienstleistern, die unmittelbar für die Fondsbranche arbeiten.

Die meisten arbeiten im Vertrieb: Hier wird die Zahl auf 300.000 bis 400.000 geschätzt. Es ist schwieriger für Hochschulabsolventen geworden, im Investmentgeschäft Fuß zu fassen. Berufseinsteiger sind zunächst oft im Research aktiv oder assistieren dem Fondsmanagement.

Ein Einstiegsgehalt von 60.000 Euro im Jahr halten Branchenkenner für durchaus realistisch. Verglichen mit dem Investmentbanking sind die Gehaltssteigerungen im weiteren Karriereverlauf allerdings eher begrenzt. Mehr als 500.000 Euro erhalten die wenigsten Fondsmanager. Wer sich zu den Stars der deutschen Branche zählen darf, verdient selten mehr als 300.000 bis 320.000 Euro im Jahr.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.

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