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Lesermeinungen zum Beitrag
Zigtausende Akademiker ...
12.02.2008, 15:51
Arbeitslose könnten etwas Anderes erzählen. Da gewitzte Akademiker irgendwie anders unterkommen vom Kellnern bis zum Taxifahren und vorzeitigem Ruhestand tauchen sie nur nicht in den Statistiken auf. In ihrem Job sind sie überqualifiziert, zu alt oder einfach ins firmeneigene Sozialgefüge nicht passend. Die Mär von Bildung und Leistung für Einkommen ist falscher denn je. Pfründenverteilung innerhalb Clans war das Konzept schon immer. Auch in dem "modernen" Europa. Augen aufmachen - und Konsequenzen ziehen.

Der "Schwächste" war immer nur der mit dem "geringsten Widerstandspotential". Wers kapiert, kanns ändern.
 
Low Performer
12.02.2008, 15:35
Als Textiler haben wir da unsere eigenen Erfahrungen, auch mit dem deutschen Arbeitsrecht. Lohnhöhe + Zusatzkosten sind so gewesen, dass es nicht mehr möglich war, eine Produktion in Deutschland gegen chinesische Sklavenlöhne aufrecht zu erhalten. Folglich war die ganze Firma ein "Low Performer" und hat die Kündigung wegen zu schlechter Leistung bekommen.

Aber von ihren Königen, den Kunden. Einfach durch Kaufverweigerung.
Das ist die Folge, die von den Arbeitsgerichten in ihren Urteilen oft nicht bedacht wird.

Deutschen Arbeitsrechtlern und -richtern wäre eine mehrjährige Berufspraxis in Führung, Einstellung und Kündigung von Personal zu empfehlen. Das wäre heilsam für alle.
 
Viel zu arbeitnehmerfreundlich
Genau wegen dieser Art von Regelungen entstehen in Deutschland kaum noch Areitsplätze. Insbesondere Niedrigqualifizierte, die derartige Regelungen als Freibrief für Faulheit nutzen, zerstören durch ihr Verhalten Beschäftigungsmöglichkeiten eben dieser Gruppe von Arbeitnehmern.

Wer faul ist und schlampig arbeitet muss gefeuert werden können. Wenn das nicht geht, so geht man als Unternehmer natürlich ins Ausland wo erstens Lohnkosten niedriger sind und unnütze Arbeitnehmer gefeuert werden können.

Desweiteren müssen sich aufgrund dieser Regelungen junge Berufseinsteiger von Praktikum zu Praktikum und von befristetem Vertrag zu befristetem Vertrag durchzittern.

Wo ist denn nun die CDU mit ihrer Forderung nach Lockerung des Kündigungsschutzes ? Diese Forderung sollte doch auch eine Lösung des im Artikel beschriebenen Problems beinhalten.

Aber sowas ist ja unpopulär
 
Unzulänglich
12.02.2008, 11:29
Aus meiner beruflichen Praxis weis ich, dass es keine Pauschalrezepte gibt, die ein Gericht als Maßstab verwenden könnte.

Da die realen Absichten, Einstellungen und Befähigungen der betroffenen Personen letztlich ausschlaggebend sind, aber kaum beweisbar.

Ich habe mehrmals erlebt, wie eine Kündigung trotz Gegenwehr des Mitarbeiters letztlich positive Wirkung entfaltete, weil der Betreffende gezwungen war sich eine Stelle, die besser seinen Fähigkeiten entsprach zu suchen bzw. dadurch erst die Motivation entstand neue Befähigungen zu entwickeln.

In solchen Fällen wirkt der Kündigungsschutz häufig destruktiv und verfestigt eine Anspruchshaltung zur Alimentierung, statt zur Selbstverantwortung!
Anders herum hat die Fähigkeit Personal zu führen, sich auf Menschen einzulassen, im Allgemeinen deutlich abgenommen.

Unternehmer stellen Leute ein, wenn es sich als lukrativ erweist Personal einzustellen und das Risiko überschaubar ist, dass man nicht auf den Kosten die derArbeitsplatz verursachen sitzen bleibt.

Solange es wegen der rechtlichen Ausgestaltung des Standortes Deutschland so häufig deutlich mehr Erfolg verspricht rücksichtslos zu agieren, sind Forderungen nach besserem Verhalten mancher Arbeitgeber sinnlos.

4 Lesermeinungen
   
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