Beschäftigung: Bei den Renten ist der Osten vorne

Für alle Arbeitnehmer liegt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 19,9 Prozent. Doch bei den Auszahlungen bestehen erhebliche Unterschiede. Ruheständler in den neuen Bundesländern und den Ballungsgebieten erhalten teilweise fast doppelt soviel wie in den ländlichen Räumen im Westen.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. April 2007 23:08
Äpfel mit Birnen verglichen!  
Michael Retz (MRetz)

Im Artikel wurde "vergessen", dass die Angehörigen bestimmter Berufsfelder im Osten Rente beziehen wärend ihre Kollegen im WESTEN gut dotierten PENSIONEN erhalten. Dies ist vor allem bei den Berufen mit höheren (!) Einkommen (z.B. Leherer, Fachhochschul- und Universitätsprofessoren sowie Personen im Staatsdienst) fast durchweg die Regel.

Die im Artikel angeführten Zahlen beziehen sich NUR auf RENTEN. Pensionsbezüge werden dabei nicht eingerechnet!

Um es plastisch zu machen: Der ehemaligen Universitätsprofessor aus Ostdeutschland bezieht Rente und erhöht dadruch den Durchschnitt der Ostrenten während die Pension seines emeritierten Westkollegen NIEMALS in diese Statistik eingerechnet wird.

Die Ironie dabei: Die Rente des ehemalige Professors aus dem Osten fällt deutlich geringer aus, als die Pension sienes Westkollegen.

Fazit: Die Ossis sind doppelt gestraft. Zuerst werden die Angehörigen vieler Berufe mit billigen Ostrenten abgespeist statt (West-)Pensionen zu bekommen, und dann werden die Renten dieser Personengruppen auch noch herangezogen um zu "beweisen" das die "Ossis" ja (zu)viel Rente bekommen.

Meine Frage: War es Dummheit oder Absicht, diese Unterschiede zu "vergessen"?



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03. April 2007 09:42
Unwissenheit schützt nicht...  
wolf haupricht (emilgilels)

.....davor, zu handenl.
Es ist ja unglaublich, wenn das stimmt was, Herr Mau richtigerweise erwähnt.
Wo sind denn die so genannten Fachleute in Rentendingen?.
Herr Müntefering handeln Sie sofort!
Denn die Rentenbeitragszahler haben diesen Unfug auszubaden.
Es war ja ohnehin völlig unverständlich, dass die Rentenkasse allein die Ostrenten finanzieren sollte.

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02. April 2007 18:44
auf den ersten Blick erschreckend....  
Martin Hörig (hoerig)

fließen doch schon wieder so viele schöne West-Milliarden in den bösen Ost-Sumpf.
Auf den Zweiten dagegen ganz verständlich: Schuld an dieser "Schieflage" zwischen Ost und West ist nicht der Osten sondern die Frau an sich. Hat Sie sich im Westen gerade in ländlichen Gebieten in ein Abhängigkeitsverhältnis zum [Ehe-]Mann begeben und es galt als selbstverständlich nicht versicherungspflichtig beschäftigt zu sein, so war es im Osten selbstverständlich, dass Frauen am Erwerbsleben Anteil nahmen und das nicht nur als Krankenschwester oder Grundschullehrerin mit halber Stundentafel. Die Nachwirkungen dieser gesellschaftlichen Ungleichentwicklung spürt man noch heute in ganz vielen Bereichen, vor allem in der Bildungs- und Kinderbetreuungspolitik.

Doch was soll man nun tun? Ostabschläge einführen? Ost-Rentnern das Geld ganz abdrehen, denn "die haben ja nicht eingezahlt"? Solch einen Unfug kann aus dieser Studie nur ziehen, wer noch immer nicht verstanden hat, wie unser Rentensystem funktioniert. Sind es nicht die vielen Kinder aus DDR-Zeiten, die jetzt in Ost und West Rentenbeiträge entrichten, und die das System nachhaltiger stützen? In einem System, das auf Umverteilung ausgelegt ist gibt es solche Phänomene, damit muss man leben!

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02. April 2007 18:08
Planwirtschaft funktioniert!  
Andreas Würz (BluesBrother1983)

Vollbeschäftigung, obwohl keine Arbeit und trotzdem höhere Renten als Kapitalisten. Und da soll nochmal einer sagen, die Planwirtschaft funktioniert nicht... ;-)

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02. April 2007 17:25
Was kostet die Wiedervereinigung wirklich?  
Michael Meier (never1)

Dass in den jungen 5 Ländern Milliarden in Vergangenheit und Zukunft versenkt wurden und werden, ist genauso bekannt wie das ostdeutsche Lamentieren auf allen Ebenen. Es liegt aber erhebliche Brisanz in den Zahlen, wenn bei erheblich geringerem Renteneintrittsalter (Abschläge!) die ausgezahlten Beträge im Osten wesentlich höher sind. Ich empfinde dies als gewollte Diskriminierung der Beitrags- und Steuerzahler im Westen.
Es gibt in den Karten auch in den wirtschaftlichen Ost-Ballungszentren mit Arbeitsplätzen keine wesentlich höheren Rentenalter.

Hier sollte analog zu sonstigen komplexen versicherungsmathematischen Regeln ein Ostabschlag eingeführt werden, um die durchschnittliche Beitragshöhe in Ost und West anzupassen und nicht die effektiven Westzahler auch noch zu benachteiligen. Große Teile auch der jüngeren ostdeutschen Rentner haben nie in das jetzige Sozialsystem eingezahlt.

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