Stiftung

Gates gibt sechs Millionen an deutschen Aidsforscher

Aufwendige Suche nach einem Impfstoff

Aufwendige Suche nach einem Impfstoff

21. Juli 2006 Ein deutscher Aidsforscher, Hagen von Briesen, und sein Team am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Forschung in St. Ingbert (Saarland) werden von der Bill und Melinda Gates Stiftung für ihre Arbeit gefördert. Aus Stiftungskreisen wurde am späten Donnerstag bestätigt, daß die Deutschen 7,5 Millionen Dollar (rund sechs Millionen Euro) für ihren Einsatz an der Entwicklung eines Aids-Impfstoffes erhalten sollen.

Die von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda gegründete Stiftung hatte am Donnerstag die bisher größte private Spende für die Aidsforschung bekannt gegeben: 287 Millionen Dollar (226,9 Millionen Euro). Mit der großzügigen Spende sollen bisher unabhängig arbeitende Wissenschaftler-Teams gemeinsam die Suche nach einem Impfstoff zur Vorbeugung der Immunschwäche-Krankheit vorantreiben.

Zusammenarbeit mit UN-Agentur

Von Briesen wird für den Aufbau einer Cryobank mit Vorbildcharakter gefördert. In ihr sollen alle experimentellen Impfstoffe oder Substanzen für ein Vakzin der teilnehmenden Labors tiefgekühlt gelagert werden. Von Briesen war im Georg-Speyer-Haus in Frankfurt an der ersten deutschen Isolierung eines HI-Virus beteiligt und hatte später bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNAIDS, der UN-Agentur zum Kampf gegen HIV/Aids gearbeitet.

Außer der Gates-Spende bekommt das Team um von Briesen zusätzlich mehr etwa zwei Millionen Euro von der saarländischen Landesregierung und dem Fraunhofer-Institut.

Text: dpa
Bildmaterial: picture-alliance / dpa

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