Magersucht-Foren im Internet

Denn dünn bedeutet frei zu sein

Bulimie und Magersucht sind längst zu einem Trend geworden. Tausende Mädchen und Frauen haben sich dieser Bewegung schon angeschlossen. In Internet-Foren bestärken sie sich und tauschen Tipps und Tricks über ihr tödliches Vorhaben aus.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. November 2007 22:44

In Spanien wurden die magersuechtigen Modells

Andre Sass (andresass)

einfach von der Modeschau ausgeschlossen, nachdem in Frankreich eine aus Erschoepfung tot umgefallen war. Jetzt muessen zuvor alle auf die Wage. Das ist wie Doppingkontrolle. Wenn es keine gibt, scheint es einen Zwang zur perfekt abgemagerten Figur zu geben. Man muss die Modell vor sich selbst schuetzen und den Teenies die Vorbildwirkung nehmen.
Frueher gab es mal den unschoenen Ausdruck mit der "Schablone und den 2 Buchstaben K und Z davor". Vielleicht hilft das.

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17. November 2007 11:12

In der FAZ vom 15.11., Zahl der armen Kinder dramatisch gestiegen

Torsten Klier (TorstenKlier)

lesen wir, dass 1961 nur jedes 75. Kind in Armut lebte. Heute sei es jedes sechste.

Hier erfährt der Leser, dass allein in Deutschland 600.000 hochqualifizierte Akademikerinnen, Powerfrauen mit Frauenpower, die dank ihrer besser vernetzten Gehirnhälften vielfältigere Perspektiven integrieren können, unter Magersucht leiden.
Leider hat die Autorin vergessen uns zu informieren, wie viele 1965 magersüchtig waren.
Schade, denn das hätte uns zur Frage geführt, was sich seitdem getan hat.

Sind es Armuts- und Magersuchtsbakterien, die von Ufos im Land verteilt wurden? Handeln wir auf Weisung einer unsichtbaren Weltregierung (Imuminaten?), die uns arm und magersüchtig macht?

Oder liegt´s vielleicht daran, dass unsere Lebensweise im Grunde menschen- und lebensfeindlich ist?
So wie die Individuen gegen ihren Körper kämpfen (das Schönheitsideal ist ein Vorwand, tatsächlich fügen die sich zusätzliche Verletzungen zu, vorwiegend Schnittwunden an den Armen), so begeht die Gemeinschaft Selbstmord (durch Verweigerung der Selbstreproduktion).
Warum?
Also am 68er Furor kann´s nicht liegen. Und am Feminismus auch nicht. Die bringen uns ja das totale Glück.

Aber was hat sich geändert seit 1965?

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17. November 2007 09:06

Es kommt drauf an...

Franz Vogt (Znarf12)

...was für Ratschläge ausgetauscht werden. Wenn sich Süchtige gegenseitig beim Kampf gegen die eigene Sucht unterstützen, kann das nur förderlich sein, oder?!

Ein Satz wie "In Internet-Foren bestärken sie sich und tauschen Tipps und Tricks über ihr tödliches Vorhaben aus." erscheint mir wie billige Polemik.

Sollen hier alle übergewichtigen Deutschen Mal ihre (dicken) Zeigefinger ausstrecken dürfen?

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17. November 2007 03:37

früher konnte man noch darüber lästern

Holger H. (Hubble)

Da musste ich erst mal schmunzeln: der Titel ist doch aus dem Lied "Dicke" von Marius-Müller Westernhagen entnommen. Ja, damals, da konnte man noch darüber lachen.
Aber diese Krankheit ist unbedingt ernstzunehmen! Ich habe das im Bekanntenkreis erleben müssen, wie gefährlich diese Krankheit ist. Eine junge Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden, sie hatte alle Voraussetzungen für ein glückliches und erfülltes Leben. Aber sie hat sich nicht angenommen, ist in ihrer Entwicklung stehengeblieben. Es stand mit ihr auf der Kippe, nur durch viel professionelle Hilfe hat sie es geschafft und ist mittlerweile geheilt.

Meine Empfehlung: unbedingt professionelle Hilfe einholen!

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16. November 2007 18:39

Erpressung

Thomas J. Huber (tjhuber)

In eine Welt wo Hunderte von Tausenden verhungern geht es bei diesem Tanz, ärztliche Gutachten hin und her, nur um Erpressung der Umwelt dieser "Freundinnen".
Man sollte den ganzen Rummel nicht beachten.

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16. November 2007 16:07

Mann-o-mann,

Stefan Kröger (coach_pilot)

in was für einer kranken Zeit leben wir bloß?

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16. November 2007 12:17

nicht überraschend..

Jasmin Lattmann (sminja)

.. jeden Tag müssen wir, vor allem die Frauen, aber auch immer mehr die Männer, uns manipulierte Bilder von sogenannt perfekten Menschen ansehen - schlank, mit anatomisch unmöglich langen filigranen Gliedmassen. Und natürlich wird uns gesagt, dies sei erstrebenswert. Wir lesen tagtäglich x Artikel, wie fett doch unsere Nachkommen seien - aber dass genau dies auch die gegenteilige Wirkung, nämlich Anorexie und Bulimie zur Folge haben kann, wird selten thematisiert.
Wir sollten endlich aufhören, das Dünnsein als oberstes Schönheitsziel zu definieren - denn kaum ein Mensch ist wirklich von Natur aus dünn. Hier ist die Schule, das Elternhaus gefordert, denn die Modeindustrie macht ja sowieso, was sie will. Mit Selbstvertrauen lassen sich die thin is beautiful-Lügen leichter durchschauen, gerade als Teenager..

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