
Die Beobachtung, dass Tiere wahrnehmen können, wenn ein Mensch stirbt, habe ich bei uns im Hospiz schon öfters machen können. V.a. konnte ich bei mitgebrachten Vögeln Verhaltensänderungen wahrnehmen. Tiere können uns Menschen Gradmesser für unterschiedlichste Phänomene sein. So schließen in anderen Gegenden der Welt Menschen von Verhaltensänderungen von Spinnen und Schlangen auf bevorstehende Erdbeben. Wenn wir mit einer wieder größeren Wachheit unsere Umwelt beobachten würden, könnten wir so mancherlei Erstaunliches wahrnehmen.
Allerdings: Das Verhalten einer einzelnen Katze als etwas Besonderes hervorzuheben (und damit doch tatsächlich einen ganzen Artikel im New England Journal of Medicine zu bestreiten, der dann in der FAZ prompt zitiert wird) halte ich doch für arg übertrieben. Und: Dass eine Katze den Tod "voraussagt" (wie uns der Titel weismachen möchte) - das nun stimmt ganz sicher so nicht: schließlich ist das Tier im Unterschied zum Menschen eben nicht sprachbegabt ...

In einer TV-Dokumentation sagte einmal ein Tatortermittler, dass Haustiere oft Spuren vernichten könnten. Wenn ein Besitzer stirbt, warten Hunde allerdings, bis sie der Hunger überwältigt, bevor sie ihre Besitzer anknabbern. Katzen hätten da keine Probleme, sie fangen gleich an zu fressen, sobald der Mensch tot ist.
Ich stelle mich auch schon an den Kochtopf, kurz bevor das Essen fertig ist.

Viele Tiere haben bestimmte Instinkte oder extrem sensible Sinne, mit denen sie Dinge erahnen oder voraussehen, die uns Menschen manchmal wie billige Kartenspielertricks vorkommen mögen.
Fakt ist jedoch, dass z.B. Hunde darauf trainiert werden können, epileptische Anfälle vorherzusehen, und so ihre Besitzer die Möglichkeit haben, sich in eine sichere Umgebung zu begeben.
Einige Hunde wiederum "riechen" Krebserkrankungen, bevor sie von Ärzten diagnostiziert werden können.
Diese Fähigkeiten macht sich mittlerweile häufig auch die Schulmedizin zunutze.
Natürlich kann nicht JEDES Tier ALLES, aber schließlich kann auch nicht JEDER Mensch ALLES.

man könnte es ja auch mal mit einem Hund versuchen, der hat einen noch besseren Geruchssinn.

Als sehr kritischer Naturwissenschaftler muß ich zugeben, daß ich so ein Phänomen, wie auch verwandte ungeklärte Erscheinungen für möglich halte.
Ich bin strikt dagegen, solche Fälle zu benutzen, gleich ein Scheuentor zu öffnen für endlose Spinnereien. Viele neigen dazu, eine Ungewissheit mit einer neuen Phantasie zu "beweisen".
Aber, eines ist klar, was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.
Das Problem ist eben, daß manche Menschen sich anmaßen, jede Wissenslücke der Menschheit ausfüllen zu können - mit selbstgesponnenem Superquatsch. Unter all diesem geistlosen Müll besteht die Gefahr, den Blick für "reale Wunder" (ich weiß, das ist eine Contradictio in adjekto) zu verlieren.
Man muß den Mut haben, zu sagen: "Ich weiß es nicht" oder "Wir wissen es noch nicht". Manche Menschen haben diesen Mut nicht und halten den Zustand der Unwissenheit nicht aus.

Als Inhaber einer Tierpension beobachte ich ähnliche Fälle unter Tieren laufend. Man muß allerdings auch sehen können.
Und wir sollten uns wieder von dem globalen Profitdenken entfernen und schauen, was uns die Natur zu sagen und zu bieten hat. Dann werden auch Hinweise vor einem Tsunami usw ernst genommen.

Wieder so eine Sommerlochs-Phantasie, die von einer handvoll versierter Skeptiker umgehend zerfleischt würde. Alleiniger Grund zum Misstrauen ist schon die Aussage, der Kater würde "selten" falsch liegen. Genau! Nur was heißt das? Und ändert sich nicht ohnehin alles im Umfeld von Menschen, die kurz vor dem Ableben stehen und intensiv behandelt werden? Soll ich da auch mal hin und mich auf die Zimmer setzen, wenn ich glaube, da stirbt jemand? "Amerika - Deutscher sagt den Tod von Patienten voraus", danke.
An meinen geschätzten Vorredner: Wer seinen Humor kennzeichnen muss, darf auch diesen behalten.
Genießt die Sonne!