Gebärmutterhals-Krebs

Impfstoff wirkt auch bei älteren Frauen

Der amerikanische Pharmakonzern Merck & Co. führte die Studie über Gardasil z...

Der amerikanische Pharmakonzern Merck & Co. führte die Studie über Gardasil zwei Jahre lang durch

05. November 2007 Der Impfstoff Gardasil des amerikanischen Pharmakonzerns Merck & Co schützt laut einer neuen Studie möglicherweise auch Frauen im Alter von bis zu 45 Jahren vor Gebärmutterhalskrebs. Untersuchungen an 3800 Frauen im Alter zwischen 24 und 45 Jahren zeigten, dass Gardasil 91 Prozent chronischer Infektionen, kleinerer Abnormalitäten, Vorstufen von Krebs und Genitalwarzen verhindere, die von vier Typen der Humanen Papilloma-Viren (HPV) verursacht werden.

„Der Impfstoff wirkte wie erwartet, er war höchst effektiv“, sagte der Chef des HPV-Impfprogramms von Merck & Co, Eliav Barr. Der Konzern führte die mehr als zweijährige Studie selbst durch, die Frauen sollen insgesamt vier Jahre beobachtet werden. Noch vor Jahresende will Merck bei den amerikanischen Aufsichtsbehörden die entsprechende Erweiterung der Zulassung beantragen.

Eine der häufigsten Krebsarten

Eine Spritze gegen den Krebs: Der Impfstoff Gardasil ist bisher nur für Mädch...

Eine Spritze gegen den Krebs: Der Impfstoff Gardasil ist bisher nur für Mädchen und jüngere Frauen zugelassen

Gebärmutterhalskrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Gardasil wurde als Schutz vor den durch Geschlechtsverkehr übertragenen Virensträngen HPV-16 und HPV-18 entwickelt, die für etwa 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich sind. Außerdem schützt es vor den Strängen HPV-6 und HPV-11, die Genitalwarzen hervorrufen.

Bislang ist der Impfstoff für Mädchen und junge Frauen im Alter von neun bis 26 Jahren zugelassen, er ist auch in Deutschland bereits auf dem Markt. Merck will seinen Einsatz jedoch erweitern, womit dem Konzern mehr Umsätze mit dem Produkt winken würden. Die Ergebnisse der jüngsten Studie will der Konzern zu diesem Zweck den amerikanischen Zulassungsbehörden vorlegen.

Text: Reuters / Bloomberg
Bildmaterial: AFP, AP

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