....haben die faulen Mütter von der Bude geholt und nicht Jamie Oliver
Wenn Koch Oliver nichts Schmackhafteres anbietet als Fish and Chips, muß er sich nicht wundern, daß das keiner haben will. Wahrscheinlich aber wird in den Großküchen der Schulzulieferer die vermeintliche Gesundspeise genauso lieblos zusammengerührt wie der alte Fraß ehedem. Das ist eben kein Fortschritt.
Wir müssen im übrigen mal davon wegkommen, daß gesundes Essen immer nur Gemüse und magerer Fisch ist. Gemüse und Fisch schmecken außerdem nicht jedem - besonders dann nicht, wenn sie zwangsweise jeden Tag kredenzt werden.
Zwang bringt ohnehin nichts. Wer geht denn fröhlich jeden Tag joggen, wenn es einem jemand befiehlt?
Wenn in den britischen Schulen täglich frische Köstlichkeiten aus der vollen Palette incl. Fleisch und Süßspeisen angeboten würden, hätte der fetttriefende Imbißbudenkram keine Chance mehr. In angemessener Portion verzehrt, ist das auch gesundheitlich kein Problem. Aber welches fette Kind will man denn mit Wasser und Brot von gesunder Ernährung überzeugen?
Also: ich liebe diese Gerichte, die er kocht. Sie sind einfach, beste Zutaten und vor allem Massen an guter Butter und Olivenöl, die obendrein nie abgemessen werden. In die Mager-Ecke gehört Herr Oliver keineswegs. Aber schlechte Essensqualität, schlechte Lieferanten und hauptsache billig, das haßt er. Zu Recht!
Die Sendung mit der englischen und der apulischen Schule war sehr interessant. Die Kinder sind durch ihre Schulkost so angefixt auf schlechtes Essen, daß sie schon zuhause nichts anderes mehr anrühren. Da machen die Schulen aus Spargründen den Eltern das Leben schwer.
....... selbstgemachtes Essen ist immer preiswerter als Fertigessen und gesünder.
"Arme" Leute kaufen gar nicht selten teurer ein und beklagen sich gleichzeitig.
Natürlich ist fast food eine Versuchung, aber halt letztlich eine Sackgasse für die Gesundheit, wie das Rauchen auch.
Und Rauchen ist ebenso teuer als nicht rauchen und auch Rauchen wird von "armen" Leuten mehr betrieben wie von reichen Leuten.
Schon die Überschrift ist provozierend "Magerquatsch"
Also ich habe mir schon so eine Sendung von Jamie Oliver abgesehen, bei der er eine Schule besuchte. Die Verhältnisse dort waren sehr bedenklich. Die Kinder aßen nur Fertiggerichte, Hamburger oder ähnliches. Kein Obst und kein Gemüse. Wenn eine solche Ernährung von zu Hause anerzogen wird, ist es klar, dass die Kinder nichts anderes essen wollen. Ich gehe auch ab und an zu McDonalds u.ä., aber ich könnte mich nie ausschließlich von so etwas ernähren.
Wenn die Eltern sich die Verpflegung in der Schule nicht leisten können ist dies natürlich schlecht und hier muss Abhilfe geschafft werden. Allerdings frage ich mich wie sich die Mütter, die Zeit nehmen können ihre Kinder mit dem FastFood zu versorgen. In der Zeit könnten sie auch arbeiten, damit sie ihren Kindern eine gesunde Ernährung bieten können...
Wenn das Schulessen wirklich teurer ist als im eine Mahlzeit vom fast-food-Restaurant, dann haben die Mütter im Prinzip recht. Eine solche Schule ist unsozial. Die staatliche Unterstützung einer Schule ist nur dann sinnvoll, wenn ihre Angebote auch für alle erschwinglich sind. Luxus-Schulen für Reiche sollte der Staat nicht unterstützen.
... machen wir uns doch nichts vor. Selbst die seriösen Psychologen beklagen heute ein massives Erziehungsdefizit, es fehle den Kindern die normale tägliche "Frustrationserfahrung".
Nun, Gesundheit muß natürlich "minmal" vorgelebt werden und hier ist Deutschland z.B. beim Rauchen Schlusslicht aller westlichen Länder! Wo anderswo die Zahl der Lungenkrebse schon seit Jahren absinkt (England) steigt sie im reichen Deutschland lustig weiter (Frauen).
Und unsere tolle Gesundheitspolitik beschäftigt sich ja traditionell nicht mit Gesundheit, sondern mit Kostendämpfung eines eher die Krankheit fördernden "Besitzstandes". Krankheit ist ja nicht nur Folge von "Fehlentwicklungen" sondern bei uns in Deutschland nach wie vor auch eine beliebte "Problemlösungsstrategie".
Ich denke das Beispiel der Muetter, die Kindern auch noch Fish and Chips zum Zaun bringen und sich ueber gesundes Essen ablassend aeussern, ist ernst zu nehmen. Es zeigt doch erstens, dass Eltern lieber dem Quaengeln der Kinder nachgeben und zweitens, dass bei der Elterngeneration bereits ein Mangel an entsprechendem Bewusstsein ueber die ungesunde Lebensweise heutzutage hervortritt.
Waehrende der erste Punkt wohl eher ein Problem ist, dass in der Familie geloest werden muss, so zeigt der zweite Punkt doch nur dass es notwendig ist eine entsprechende Ausbildung an Schulen einzufuehren (vielleicht sogar die Eltern einzubeziehen), damit die Kinder besser ernaehrt zerden.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie Eltern ihre Kinder mit Fast Food vollstopfen. Es ist doch offesichtlich, dass es der Gesundheit ihrer Sproesslinge abtraeglich ist. Ich haette nie gedacht, dass ich einmal "aber frueher" sagen wuerde. Aber tatsaechlich muss ich sagen, dass es bei mir in den 80er Jahren in der Schule nur Milch zu trinken gab.
Da kann man doch nur Fragen, wo diese gesunde Einrichtung gebelieben ist!? Aber vielleicht hat sich ja auch wirklich unsere Gesellschaft so sehr veraendert, dass sich unser Ernaehrungverhalten so sehr veraendert hat.
